Finnlandreise- und Norwegenfahrt 2005

Reisebericht

Finnlandreise- und Norwegenfahrt 2005

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Vorwort

Hallo Leute, jetzt startet meine Erlebnisreise durch Skandinavien auch mit Bildern. Wer lust hat, kann gern noch etwas einfügen. Dann viel Spaß beim lesen und Anregungen holen.



27.06.2005

Reisestart 1. Tag

Heute nun beginnt unsere Reise wieder einmal in den hohen Norden. Wieder soll es mit unserem Bulli (VW T4) los gehen. Wir haben ihn bepackt und für uns passend eingerichtet. Wir müssen nach Rostock. Dort startet unsere Fähre ins für uns magische Finnland. Wir haben noch nie dieses Land entdeckt. Nun geht es dort hin. Die Fähre wartet auf uns und wir müssen dort hin. Wir waren schon ziemlich früh in Rostock und wollten uns eine Finnlandkarte kaufen, was sich aber als gar nicht so leicht herausstellt. Es war gar nicht so leicht eine zu bekommen. Um 17:15 Uhr konnten wir dann einchecken. Wir haben eine ganze Weile warten müssen, bis dann die Fähre kam. Es war ein reges Treiben am Hafen, LKW´s, PKW´s und Wohnmobilde wurden heruntergefahren und dann war es endlich soweit, wir konnten aufs Schiff. 21 Uhr war die Abfahrtszeit und auch 21 Stunden lagen vor uns bis nach Hanko. Wir hatten uns keine Kabine gekauft (was ich heute stark bereue) und so haben wir unseren Rucksack vorher gepackt und haben uns an der Spitze des Schiffes einen schönen Platz eingerichtet zum Schlafen. Der Abend war ganz schön unruhig, da im Salon ein Programm statt fand.
Wir haben den Abend beobachtet und den Sternen nachgeguckt. Immer wieder sah man andere Schiffe, die in der Dunkelheit leuchteten.



28.06.2005

Fähralltag 2. Tag

Erst heute Morgen haben wir, mein Vater und ich, ein Auge schließen können. Das war etwas ganz tolles. Frühstück war uns etwas teuer und haben also noch unsere vorbereiteten Brote verspeist. Auch gut gewesen. Den Alltag auf dem Schiff haben wir mit Lesen, Kartenspielen, Tagebuchschreiben und an die frische Seeluft gehen verbracht. Doch so gegen Mittag, als dann alle - auch wir - Mittagessen gingen, begann auch das anfangs ruhig scheinende Meer seine andere Seite zu zeigen. Es begann zu stürmen und die Wellen peitschten gegen die Frontscheiben des Schiffes. War sehr sehr aufregend und auch etwas lustig, wie die Menschen einen etwas wackeligen Gang bekamen. Die Gläser begannen zu klirren und zu wackeln und das Schiff stampfte auf die Wellentäler. So schwanden auch allmählich Diejenigen, die eine Kabine haben in ihre Kabinen. War also schön ruhig.
19 Uhr (finnischer Zeit), 18 Uhr (deutscher Zeit) kamen wir dann in Hanko an, ungefähr 100 Km von Helsinki entfernt. Es gab zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Verbindung Rostock - Helsinki, leider. Wir waren doch auch irgendwie zufrieden, dass es nun vorbei war und wir festen Boden unter den Füßen haben. Das Wetter war trübe und regnerisch. Eine echt tolle Begrüßung für Neuankömmlinge. Wir benötigten einen Platz für diese Nacht und wollten auf einen Campingplatz, doch irgendwie suchten wir vergebens. Dann haben wir uns einfach auf einen schicken Parkplatz gestellt, der in der Nähe eines Sees ist. Schnell unsere Plane aufgespannt und dann eine Suppe und heißen Tee gemacht. Der Tag war anstrengend und wir waren müde. So ging es dann ins Bett und unsere erste Nacht bricht an im Auto. es waren noch keine Mücken zu sehen. Bis jetzt bestätigt sich die Befürchtung bezüglich der Mücken nicht. Gute Nacht!!!



29.06.2006

Helsinki 3. Tag

Der heutige Morgen bgann wieder damit, womit er aufgehört hat, mit Regen!!!! Doch waren wir ja so nah an Helsinki dran und wollten diese nun auch besuchen. Erst mal einen Parkplatz gesucht und dann mit Karte, Schirm und Fotoapperat ausgestattet ging es in die unbekannte Schöne. Trotz schneller starker Schauer ging es mal über den Fisch- und Gemüsemarkt. An den Ständen wurden alle möglichen Gemüsesorten, wie Schoten, Knoblauch, Kartoffeln, aber auch Obst angeboten. Wir haben uns mit drei frischen Knoblauchzehen und einen vollen Tüte Schoten ausgestattet, die einfach toll waren. Viel haben wir leider nicht gesehen von der Stadt, aber der erste Eindruck war toll. Wir hätten uns viel mehr Zeit nehmen müssen, aber was man alles müsste. Na ja, dann ging es los. Von unzähligen Gewitterschauern und starken Regengüssen ging es dann durch das schöne Seengebiet Finnlands. Wenn keine Sonne scheint ist die Stimmung auch dementsprechend schlecht. Wir waren nicht gut gelaunt und haben uns für den heutigen Tag fest vorgenommen einen Campingplatz anzufahren. Ich weiß nur, dass er in der Nähe Mikkelis ist. Ein kleiner sehr schöner Platz. Mit 17€ waren wir dabei. Ganz tolle Sanitäranlagen und in Seenähe. Man sieht von überall aus den See. Auch für Kinder ist ein Spielplatz vorhanden. Wir haben unser Vorzelt gespannt und genossen genau diese tollen Sanianlagen. Wir haben die in Helsinki gekauften Karten geschrieben und durften nun endlich erleben, was es heißt nicht allein zu sein. Nämlich unter Mücken zu leben. Am Abend wurde es in der Kneipe ziemlich laut. Die doch tangoliebenden Finnen veranstalteten dort einen Tanzabend. Wir waren leider zu müde um auch das Tanzbein zu schwingen. Aber mit welcher Begleiterin?! Na ja wir sind dann ins Bett gehuscht und uns noch Routengedanken bezüglich des nächsten Tages gemacht.



Abendbrot



30.06.2005

Nordwärts 4.Tag

Beim Aufbruch heute Morgen war natürlich wieder leichter Nieselregen zu verspüren, wohl ein Dauerzustand in Finnland. Haben uns schon gefreut die Plane trocken verpacken zu können. Gut gefrühstückt ging es weiter. Die Sachen waren schon klamm und das Wetter scheint etwas davon mitbekommen zu haben. Nach ca. 120 Km platzte der Himmel auf und die Sonne knallte auf unser Auto. Über Kuopio ging es dann über wunderschöne Flächen und Wälder in Richtung Oulu. Unser Ziel für diesen Tag. Es geschah heute nicht sehr viel. Unterwegs haben wir mal angehalten um uns mal auszulüften und die schönen Wälder auf den Beerenreichtum zu kontrollieren. War schon ganz schön was los. Wenn wir in deutschland so viele Beeren an einem Strauch hätten wären die Wälder voll mit Menschen. Doch da dieses Finnland so groß ist verteilt sich das auch wieder. Wieder flückten uns ein paar und fühlten uns heute wie verfolgt. Kilometer um Kilometer zog an uns vorbei.
In Oulu gibt es auch den nach der Stadt benannten See "Oulujärvi". An einem tief romantischen Campingplatz sind wir gelandet. Näheres im folgenden Tipp. Es wurde zum ersten mal auf dieser Reise Karten gespielt. Mau Mau sollte es sein. Knallhart und ohne Tricks. Die Mitternachtssonne war auch schon in diesem Landesteil zu spüren, es war hell und das Schlafen anfangs ziemlich schwierig. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und so haben wir uns daran auch gewöhnt. Übrigens die drei Knollen Knoblauch zeigten ihre Wirkung: Mücken gingen uns aus dem Weg, aber auch die Menschen. Na ja so ist das ebend. Wir waren schon gespannt, was uns der nächste Tag bringen soll.





Gelbe Fähre

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01.07.2005

Polargebiete 5. Tag

Wegweiser

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Dieser Tag brachte uns viel. Wir wurden wieder von der Sonne geweckt und das schon ganz schön früh. Wir hatten Glück, dass wir so früh geweckt wurden, da das Gedränge am Duschhäuschen nicht so groß war. Wir konnten in aller Ruhe unter die Dusche springen und so ging es dann los. Durch eine wunderbare Gegend, aber über nicht ganz gerade Straßen ging es an ganz vielen Seen entlang. Doch an einer Stelle war dann schluss, wir kamen einfach nicht weiter. Wir mussten auf eine gelbe Fähre warten. Die gelben Fähren sind kostenlos und werdn auf den meißten Seen auf eine ganz bestimmte Art und Weise betrieben. Mit Hilfe einer Seilwinde, es gab einen Motor der dieses Seil zog und mit ihr das Schiff. War schon ganz toll und abwechslungsreich, bei der ganzen Natur.
In Richtung Oulu ging es dann weiter, doch das war nicht in unserer Planung eine Stadtrundfahrt zu machen, so zogen wir schnurstraks von dannen.
Das große Ereignis an diesem Tag soll die Stadt Rovaniemi und die sich dort befindene Weihnachtsmannstadt sein. Wir freuten uns schon ganz doll darauf, da ab hier auch der Polarkreis überschritten wird. Erstmal muss er überschritten werden und das findet am Polarkreiszenter und Weihnachtsmanndorf statt. Wir haben alle Souvenirshops besichtigt, der Zahl vieler. Doch Spaß hat es gemacht. Wir haben noch schnell Karten geschrieben, die erst zu Weihnachten ankommen sollten. Ein toller Spaß, der wirklich gelungen ist. Alle Empfänger staunten über die Karte und waren sehr sehr erstaunt. In Rovaniemi ging es aber noch mal in einen sehr großen Einkaufsmarkt, der alles Erdenkliche anbot. Natürlich ging es nicht mit leeren Händen raus. Der Vorrat musste einfach mal aufgestockt werden. Wir fuhren weiter an einem Fluss entlang (Name vergessen) und in Richtung schwedische Grenze. An dieser sind wir dann entlang gefahren. Wir tauchten in die finnische Taiga ein.
Es waren keine Autos mehr zu sehen und auch Menschen in den kleinen Orten haben sich verkrochen. Wir hatten jedoch auch die ein oder andere Abwechslung, wie Mücken, Füchse und endlich unsere geliebten Rentiere. Wir haben uns auf einen Parkplatz mit Herzhäuschen gestellt. Tja, wenn man vom Auto zum Häuschen will war das ganz schön schwierig. Als das Auto geschlossen war sah man nicht eine Mücke, als dann aber doch die Tür aufging um zum Häuschen zu kommen, stiegen Massen auf. Man selber war von einem Schwarm umgeben und im Auto schwirrten ebenfalls 50 herum. Alles musste ganz schnell gehen. Wir haben dann doch mal die Augen geschlossen und konnten uns ein wenig ausruhen, was bei dieser Helligkeit nicht ganz einfach war. Trotz Verdunkelungen waren wir bald wieder wach - am nächsten Tag.

Zusatz: Auf unserer heutigen Etappe mussten wir uns doch wieder mal Gedanken machen über die finnischen Ortsnamen. Der Ort "Kylmälänkylä" hat es uns angetan. Aufruf: Wer hat noch mehr solcher tollen Namen zu präsentieren? Ich bin für Neues offen!!!



Läppischer Mückensee



02.07.2005

Norwegen wir kommen - 6. Tag

Dieser Tag wird ein ganz Besonderer. Wir sind bald wieder wach geworden, da es eine enorme Hitze in unserem Auto wurde. Wir konnten einfach nicht mehr schlafen und hatten auch noch keinen großen Hunger zum Frühstücken. An einem kleinen Bach haben wir uns ein wenig, d.h. notdürftig gewaschen. War sehr angenehm bei dieser Hitze. Wir sind also schon sehr früh gestartet (vielleicht um 3 Uhr Nachts?). Doch gerade das war sehr schön. Die Natur beim Erwachen zu sehen war ganz toll. Wir haben uns für diesen Tag vorgenommen die Grenze zu Norwegen zu überqueren und vielleicht noch die Lofoten zu erreichen. Aber erstmal alles der Reihe nach. Als wir das Dreiländereck erreichten war Norwegen nicht mehr weit. Man sah die hohen schneebedeckten Berge und im Gegensatz dazu die flachen Hügel in Schweden. Wir freuten uns ganz doll in die Bergwelt Norwegens einzutauchen und haben auch gleich einen schönen Platz an einem eiskalten Bergfluss gefunden. Wir haben dort gut gefrühstückt und ein wenig Schlaf nachgeholt. Doch noch hatten wir unser Ziel nicht erreicht, das Ziel war das Gebiet der Vesteralen und Lofoten. Schnell auf die E6 gefahren und dann waren wir am Ziel. Vor Jahren haben wir eine sehr schöne Stelle entdeckt. In der Inselwelt der Vesteralen gab es eine Wendeschleife, wie wir sie getauft haben. Dort war dann auch schluss. Der Ort heißt Utskor. Wir haben dort Feuer gemacht und noch gequatscht. Das Angelglück wurde leider nicht erfüllt. Nicht Einer sollte anbeißen. Wir konnten genau bis zur Nordsee vor gehen und spürten wie Ebbe und Flut arbeiteten. Ich glaube wir waren bis um 2 Uhr Nachts wach. Ein ganz tolles Erlebnis war es die Mitternachtssonne zu beobachten, wir konnten die Sonne wirklich über den Horizont wandern sehen. Dann war aber schluss und für mich auch. Die Nacht bricht an.


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Kommentare

  • oldi

    Sehr schön und ganz nach unserem Geschmack, mit Gruß von oldi und A.

  • RELDATS

    War ganz interessant zu lesen.
    Nette Grüsse von Josef

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