Das südliche Afrika entdecken - eine kleine Weltreise

Reisebericht

Das südliche Afrika entdecken - eine kleine Weltreise

Reisebericht: Das südliche Afrika entdecken - eine kleine Weltreise

Den Facettenreichtum des südlichen Afrika haben wir auf den Perlen im Indischen Ozean, den Seychellen und Mauritius, kennengelernt sowie in Südafrika, Namibia, Tansania und Kenia - und zwar innerhalb von 6 Wochen im späten Winter 2008 für noch nicht einmal 2800 Euro pro Person (Flüge und Mittelklassehotel-Unterkünfte)

1. Ziel: Die Seychellen

Ile de Souris und Strand von...

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Der Flug zu den Seychellen dauert etwa 9 Stunden, eine noch halbwegs erträgliche Zeit in den engen Reihen der Economy Class um anschließend zum südlichen Afrika weiterzureisen und hier aber vorab auf dieser paradiesischen Insel einen unvergesslichen Zwischenstopp einzuplanen.

Seychellen, das klingt nicht nur wie Traumurlaub in einem idyllischen Naturparadies mit exotischem Zauber, sondern diese Inseln können das auch bieten: weiße von Palmen gesäumte und beschattete Sandstrände, kristallklares Wasser, Korallen, malerische Buchten mit den für die Inseln berühmten Granitfelsen, üppige Vegetation im Inselinnern, effektiv betriebener Umweltschutz…

Die Hauptinsel heißt Mahé, weitere kleinere und sehr kleine Inseln, teils im Privatbesitz, gruppieren sich in einem weiten Gebiet um diesen Traum im indischen Ozean herum.
Mahé ist sehr hügelig und bewaldet, die Straßen sind schmal und kurvenreich, die kleineren Inseln sind bis auf Ausnahmen autofrei. In den Buchten liegen versteckt von Palmen gesäumte Sandstrände, die erst bei Ebbe ein weitläufigeres Strandleben bieten. Sie werden von runden und zugleich imposanten Granitfelsen begrenzt. Das Meer fällt flach ab, es gibt fast überall Schnorchelreviere, die besten liegen im Süden. Die günstigste Reisezeit soll von Oktober bis Mai sein, obwohl auch in dieser Saison immer wieder mit teils sehr heftigen Regenfällen gerechnet werden muss; im Sommer der Nordhalbkugel soll das Meer hier sehr unruhig sein.

Die Bevölkerung stammt zum großen Teil aus Madagaskar, jedoch auch aus England, Frankreich, Indien und China, folglich sind hier die verschiedensten Menschenrassen zu Hause. Man spricht neben kreolisch, vor allem englisch und französisch. Die Hotelübernachtungen sind nicht günstig, wohl aber die Verpflegung. Es wird u.a, ein sehr wohlschmeckender Tee angebaut, der preiswert ist. Souvenirs dagegen sind relativ teuer.

Das einfache Mittelklasse-Hotel Le Relax hat eine großartige Lage oberhalb der Bucht von Anse Royale. Auf diese und auf das Postkartenmotiv, die kleine Insel Ile de Souris sowie auf imposante Granitfelsen kann man von der Poolterrasse aus schauen.



2. Ziel: Mauritius

Grand Baie/Mauritius

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Mauritius, ebenfalls eine Perle im Indischen Ozean, liegt 2 ½ Flugstunden von den Seychellen und 4 ½ Flugstunden von Durban, Südafrika, entfernt, geografisch 800 km östlich von Süd-Madagaskar. Das Klima auf der teils flachen, teils leicht hügeligen und von einigen Bergmassiven sowie erloschenen Vulkanen, Flüssen und Wasserfällen durchzogenen grünen Insel mit einem vorgelagerten und damit vor hohen Wellen und Haien schützenden Korallengürtel ist tropisch. Als beste Reisezeit sollen die Monate von Oktober bis Mai gelten, während der übrigen Monate herrscht Regenzeit, wobei es im Norden der Insel weniger regnet. Weiße lange zu Spaziergängen einladende Sandstrände überwiegen, das Meer ist flach, klar und warm, an den Korallenbänken gibt es sehr gute Tauch- und Schnorchelreviere.
Die Bevölkerung ist hauptsächlich afrikanischen und indisch-pakistanischen, teils europäischen und chinesischen Ursprungs. Man spricht kreolisch, eine dem Französischen verwandte Sprache, französisch und englisch, was eigentlich als Staatssprache gilt. Christen, Buddhisten, Hindus und Moslems leben friedlich neben und miteinander.

Die Preise für die Verpflegung sind in den Hotels recht hoch, außerhalb um einiges niedriger. Die Souvenirs (Modeschmuck, Holzartikel usw.) stammen offensichtlich überwiegend von Bali, bzw. sind von der Art und Gestaltung her identisch, doch dort kosten sie ein Zehntel. Es wird Kleidung produziert, die in Outlet-Stores recht günstig ist. Die Insel gilt als zollfreies Gebiet für Reisende.

Das dichte Bussystem (teils sehr alte Busse) erlaubt ein preiswertes Erkunden der Insel, deren Hauptstadt Port Louis im Nordwesten liegt, während sich der Flughafen im Südosten befindet. Zwar ist durch eine Autobahn trotz der Entfernung im Prinzip eine rasche Verbindung gegeben, aber zu Hauptverkehrszeiten sind die Straßen zur Hauptstadt von allen Richtungen her stark befahren, was man bei einem Transport vom Norden zum Flughafen zurück unbedingt einkalkulieren muss.

Schöne geräumige Zimmer mit kleiner, einfacher Küchenecke (minimal ausgestattet) bietet das Hotel Le Palmiste in Strandnähe. In einem Innenhof gibt es zwei Pools, ein weiterer ist im Bau. Zum langen Sandstrand sind es 2 Minuten zu Fuß, Restaurants und Geschäfte sind ebenfalls in der Nähe.



3. Ziel: Südafrika

Gold, Diamanten und fruchtbares Farm- und fantastisches Weinland haben einst die Menschen von überall her dorthin gelockt. Nach dem Ende der Apartheid ist Südafrika zu einem Top-Reiseland geworden.
Die Jahreszeiten sind denen auf der Nordhalbkugel entgegengesetzt, was bedeutet, dass die Hauptsaison auf unseren Winter fällt und dass es in unserem Sommer z.B. in den Drakensbergen durchaus schneien kann.
Mit dem Mietwagen, mit komfortablen Bussen, per Inlandsflug und im Luxuszug kann man sich bequem von Ort zu Ort innerhalb des Landes begeben, was dreimal so groß wie Deutschland ist, und man kann in selbst einfachen Unterkünften recht gut wohnen.



3.1. Durban und Umgebung

Lizard am Orbi Gorge, südl. v....

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Von Mauritius aus bietet es sich an nach Durban zu fliegen.
Warum gerade Durban und nicht erst Johannesburg? Letzteres ist ohnehin ein Drehkreuz und musste auf der von uns geplanten Reise noch einmal angeflogen werden - also hatten wir zu dem Zeitpunkt ide Besichtigung einkalkuliert.

Durban ist die größte Stadt der Provinz Natal und die zweitgrößte von unzähligen Urlaubern gern frequentierten Stadt Südafrikas mit bedeutender Industrie und dem wichtigsten und größten Hafen an der Ostküste des Indischen Ozeans, im Westen flankiert von den Drakensbergen. Neben Spaß am Strand und im Meer (Hainetze sollen die Gefahr bannen) gibt es auch einiges zu besichtigen: Der botanische Garten, der den britischen Kolonialisten als Versuchsanstalt für die Einfuhr von Nutzpflanzen diente, weshalb dort Pflanzen aus aller Welt bestaunt werden können; das Bat-Centre am Hafen wurde mit Geldern der UNESCO zum Kulturzentrum mit Ateliers, Verkaufsräumen und zu einem Kulturrestaurant mit Speisen aus ganz Afrika umgebaut; das Natural Science Museum in der Town Hall hält eine beachtliche naturkundliche Sammlung bereit; dort befindet sich auch die Art Gallery mit zeitgenössischer südafrikanischer Kunst; des Weiteren gibt es das Local History Museum, das KwaMhule-Museum und einige andere.

Da viele Religionsgemeinschaften in Durban leben, befinden sich hier neben zahlreichen christlichen Kirchen die größte Moschee der südlichen Hemisphäre (Juma-Mosque) und der Hare Krishna Temple of Understanding sowie der Alayam Hindu Temple, der älteste und größte in Südafrika.

Auch die Natur hält im nahen Umland viele atemberaubende Schönheiten bereit, die man per Mietwagen anfahren und bewundern kann.
Was die Unterkünfte betrifft, so kann man in Durban oder unterwegs an einem der unzähligen Strände gut unterkommen.



3.2. Der Addo-Elefanten-Park

Elefanten im Addo-Park/Südafrika

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Von Durban aus kann man rasch und günstig nach Port Elizabeth fliegen, was als Tor zur Garten Route gilt und von wo aus man die Route 62 befährt. Bevor man dazu aufbricht –den Wagen kann man von Deutschland aus bereits mieten-, sollte man das etwas nördlich gelegene (Küstenautobahn N2) Addo Restcamp besuchen. Die Straße zum Park zweigt unterwegs in der Nähe der Alexander-Dünen ab und ist ausgeschildert. Sie ist jedoch in nicht so gutem Zustand, deshalb kann man auch die Autobahn weiterfahren bis zur nächsten Ausfahrt und dann der Beschilderung zum Park folgen, der bald darauf quasi mit dem Hintereingang beginnt (man hat den Park vergrößert). Um dort hineingelassen zu werden, muss man den Übernachtungsvoucher vorzeigen. Man fährt dann schon eine große Strecke durch den Park, kommt nach ca.16 km an das ursprüngliche Tor, wo man sich wiederum ausweisen muss und fährt noch etwa 20 km weiter, wobei man schon einige Tiere sehen kann. Weiter im Innern laufen die Tiere, beileibe nicht nur Elefanten, sozusagen vor die Kamera.

Die Hauptstraßen im Park sind asphaltiert, das Restaurant, der Laden, der Pool, die Unterkünfte (verschiedene Kategorien) und das beleuchtete Wasserloch befinden sich im Haupteingangsbereich. Die Restaurantpreise liegen allenfalls nur ein wenig über den sonst üblichen.



3.3. Die Gardenroute

Küste an der Gardenroute/Südafrika

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Unterwegs auf der Gartenroute bis Mosselbay und weiter nach Kapstadt, für die man 5-6 Tage einplanen sollte, sind die Hauptstraßen meistens gut befahrbar, manchmal werden Reparaturen vorgenommen, wodurch längere Wartezeiten entstehen. Das Tankstellennetz ist sehr gering, ebenso liegen Restaurants weit voneinander entfernt (oder zwei/drei Lokale an einer Stelle, dann wieder eine Stunde gar nichts), man muss also das Tanken und die Verpflegung gut einplanen. Geschäfte schließen früh und Touristeninformationsbüros, wo man die Unterkünfte buchen kann, haben oftmals nicht länger als 17.00 Uhr geöffnet.

Bed&Breakfast bzw. Selfcatering-Appartments, die man, wie bereits erwähnt, einfacher über ein örtliches Fremdenverkehrsamt buchen kann, anstatt sich auf die Suche zu begeben, sind überall in den Orten zu finden, wobei die Kosten je nach Ausstattung und Lage variieren, aber für 40€ kann man sehr gut, jedoch ohne den ganz großen Luxus übernachten. Viele der familiär geführten Gästehäuser haben auch einen Pool, der jedoch meistens recht klein ist.
Hat man sich für Strecken im Landesinnern entschieden, muss man damit rechnen, dass die Straßen in Schotterpisten übergehen, die allerdings im trockenen Zustand gut befahrbar sind.. Tankstellen, Unterkünfte und Restaurants sind hier noch seltener als in dichter besiedelten Gegenden.

Auf der weiteren Strecke bieten sich Knyzna, Oudtshoorn und Barrydale als Übernachtungsorte an.
Knyzna liegt nicht nur an einer großen Lagune mit interessanter Waterfront, sondern auch abgeschirmt und natürlich geschützt vom rauen Meer aufgrund einer imposanten steilen Sandsteinklippe „The Head“. Früher hat man in der Nähe von Knyzna auch nach Gold gegraben; zwei Häuser des Minenortes wurden im Stadtzentrum originalgetreu aufgebaut unweit des Einkaufszentrums, in dem nette kleine Läden in der Fußgängerzone zum Stöbern einladen.

Übernachtung z.B. in der Self Catering Pension Lake Side in kleinen Appartements mit Kochnische. Vom Balkon aus blickt man auf den See.

Oudtshoorn entwickelte sich damals, als die Straußenfedern wichtiges Modeattribut waren, zum Weltzentrum der Straußenzucht, weil Hunderttausende dieser großen Vögel dort beheimatet waren und schließlich auch gezüchtet wurden. Aber die weitere Umgebung hat auch etwas zu bieten, und zwar eine geheimnisvolle vor Urzeiten von den San bewohnte Höhle mit gigantischen Tropfsteinformationen.

Übernachtungsvorschlag: Pension Le Roux mit komfortabel eingerichteten Zimmern, Garten und relativ großem Pool. Trotz der Ortsrandlage kann das Zentrum mit seinen Restaurants und Geschäften gut zu Fuß erreicht werden.

Der kleine Ort Barrydale in der Provinz Westkap liegt zwischen Montagu und Ladismith an der berühmten Route 62, die man gern auch einschlägt, wenn man von der Garden-Route aus weiter nach Kapstadt fahren möchte (oder umgekehrt); sie verläuft parallel zur Küste im Landesinnern. Von der Straße aus sieht man nur die grünen Berge, vielleicht noch die Obstplantagen und die Weinstöcke, begibt man sich aber in den idyllischen Ort, kann man, was künstlerisches Schaffen betrifft, so manch eine interessante Entdeckung machen...

..vor allem im Hotel The Barrydale. Leider haben nicht alle Zimmer ein eigenes Bad. Dennoch hat das kleine Hotel mit Garten und Pool ein ganz eigenes besonderes Flair.



3.4. False Bay, Kapstadt, das Kap und die Weingegend

Danach hat man die „Falsche Bucht“, die False Bay, am Kap erreicht. Wer das Meer liebt und zugleich die Weingegend, das Kap und Kapstadt selber besichtigen möchte, der sollte sich am besten in Muizenberg einquartieren und dafür 4 bis 5 Tage einplanen.

Muizenberg liegt am Ende des flachen Bereiches der Bucht, die dann in gebirgige Zonen übergeht und ist gemäß der Beschilderung oder am Meer entlang gut zu finden. Die gesamte Bucht kann meerseitig bis zum Kap mit einem Leihwagen abgefahren werden. Es werden aber auch Touren bis zum Kap, bzw. Kap Punkt angeboten.

Von Muizenberg aus (Endstation Fishhoek/Simons Bay) fährt die Metro-Line bis zu Kapstadts Hauptbahnhof. Man sollte Plätze in der ersten Klasse buchen, wenn man dieses sehr praktische Beförderungsmittel ausgewählt hat. Zum Flughafen braucht man eine halbe Stunde oder länger je nach Verkehrsaufkommen, ein Taxi dorthin kostet etwa 25€.

In Kapstadt selber gibt es viel zu erleben und zu sehen. An der berühmten Waterfront kann man einer Band lauschen, im Zentrum auf geschichtlich bedeutsamen Pfaden wandern, Museen und Kirchen besichtigen, durch Parks schlendern, natürlich auch die Berge erklimmen, den Tafelberg besteigen oder sich per Gondel auf das Plateau bringen lassen, das des Öfteren mit einem „Tafeltuch“ zugedeckt ist. Bei gutem Wetter ist die Aussicht gigantisch.

Aber auch das Kap, das Pinguin-Reservat dort in der Nähe, Robben Island oder das nahe Weinland und die Badeorte an der False Bay sind einen Besuch wert sowie die vielen Strände der Halbinsel.

Das Appartementhaus A Heavenly View in Muizenberg -kleiner Pool auf der Terrasse- bietet einen fantastischen Blick auf die Bucht, die False Bay.



Kapstadt mit Tafelberg/Südafrika

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4. Ziel: Namibia

Namib-Wüste/Namibia

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Ein ganz persönlicher Eindruck vom Flug nach Namibia (Kapstadt-Walvisbay):

Auf dem Flug von Kapstadt nach Walvisbay gibt es zwei Zwischenlandungen, und zwar in Oranjemund und Lüderitz, beides Orte am Atlanitk im südlichen Namibia. Zuerst hatten wir mit 5 Personen sozusagen einen kleinen Privatjet (so klein, es gibt noch nicht einmal ein WC). Dann folgte der Stopp in Oranjemund auf einem internationalen Airport, allenfalls so groß wie ein deutscher Segelflugplatz, wo wir wegen des Einreisestempels aussteigen mussten und uns auch klar wurde, dass das quasi die einzige Verbindung zur Außenwelt dort ist, weil der Ort nur mit Genehmigung über hunderte von Kilometern Wüstenpiste durch Sperrgebiet erreichbar ist –den winzigen Flughafen durften wir deshalb auch nicht verlassen-, da hier auf den Diamantenfeldern gearbeitet wird und nur die Menschen, die etwas damit zu tun haben, in dieser Gegend leben. Krankenhausaufenthalte sind nur bedingt möglich, also ist Ausfliegen angesagt, was wir feststellten, als eine Frau nach relativ frischer OP hinter uns saß. Das war schon etwas beklemmend. Aber auch das Wetter betrachteten wir ein wenig sorgenvoll: eine dichte Nebeldecke versperrte an der Küste die Sicht und beim Aussteigen war es trotz Hochsommer und Wüste ringsum sehr kalt. In Lüderitz, dem zweiten Stopp, lugte dann doch die Sonne hervor. Den Ort, der immerhin zu den größeren gehört, konnte man in der Ferne liegen sehen, er erschien jedoch geradezu spielzeughaft bezogen auf den vom Flugplatz aus wahrgenommenen Baustil. Übrigens führt der Flug über die Namib-Wüste, von weitem kann man bei gutem Wetter Soussusfly (es gibt dort seit langem schon kein Wasser mehr) sehen. Da Besichtigungsflüge über dieses Gebiet ziemlich teuer sind, ist der Flug mit der kleinen Maschine der Air Namibia von Kapstadt nach Walvisbay eine gute Alternative dazu; man sollte vorher den Piloten bitten –unserer sprach perfekt deutsch- vorab zu informieren, wo man was sehen kann. Auf jeden Fall muss man auf der rechten Seite sitzen.



4.1. Swakopmund

Himbafrauen in Swakopmund/Namibia

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Der alte zu Kolonialzeiten gegründete Ort, unweit von Walvisbay, mit teils alten renovierten, teils neuen dem Stil angepassten Gebäuden strahlt etwas Nostalgisches aus, eine gewisse Beschaulichkeit. Man hat das Gefühl in Deutschland zu sein, wäre da nicht rundherum die Wüste.
Die drittgrößte Stadt des Landes liegt am Meer und hat einen langen breiten Sandstrand. In gewissen Abständen wurden Molen ins Meer gebaut, manche Stellen im Wasser sind stark mit großen Algen bewachsen. Die Hauptmole liegt windgeschützt, folglich ist das Meer hier ruhiger, so dass man gut schwimmen kann (im Sommer 20 Grad und mehr, im Winter nur 14 Grad).
Die Durchfahrtsstraßen innerorts sind sehr breit –das hängt noch mit den zu Kaisers Zeiten üblichen vielspännigen Ochsenkarren und deren Wendemöglichkeiten zusammen-, allerdings sind diese Prachtboulevards nur in der Feriensaison stärker befahren. Es gibt viele Restaurants –die Preise sind etwa halb so hoch wie hierzulande- und kleine Kunstgewerbegeschäfte.
Fast alle Weißen sprechen deutsch, einige Schwarze auch, obwohl ansonsten Englisch Staatssprache ist, afrikaans, die dritte im Bunde, hört man hier kaum, allenfalls Eingeborenensprachen. Die Himas kommen übrigens aus ihren Kraals fast splitternackt, aber mit öliger Erde als Sonnenschutz eingerieben zum Einkaufen; ihre Babys transportieren sie in verzierten Tragen, so ist dann eine Hand frei für die Plastikeinkaufstüte vom Supermarkt.
Am Strand entlang führen auch eine dicht von Palmen gesäumte Promenade sowie beleuchtete Spazierwege. Es gibt ein Hallenbad, ein Museum, eine Kristallgalerie und ein Aquarium.
Zur weiten Welt kann man in Internetcafés zu moderaten Preisen Kontakt aufnehmen.
Bekannte Leihwagenfirmen haben ihre Büros in Swakopmund.

Die Pension d`Avignon wird deutschsprachig geführt, liegt ein paar Gehminuten vom Meer und vom Zentrum entfernt und bietet den Gästen im windgeschützten Innenhof einen kleinen Pool. Das reichhaltige Frühstücksbüffet –teils mit Biokost- verspricht einen guten Start in den Tag.



4.2. Unterwegs nach Okahandja

Spitzkoppe Namibia

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Das ist heute ein kleiner Straßenort, der Stände und Werkstätten (Buden) mit Holzschnitzarbeiten, ein Museum und mehrere kleine Shoppingmals zu bieten hat und auf der Hauptstraße ins Landesinnere liegt.
Das Städtchen erinnert auch an ein ganz dunkles Gebiet der deutschen Geschichte aus Wilhelminischer Zeit, den Herero-Aufstand. Dem sogenannten Vernichtungsbefehl fielen 90000 Farbige zum Opfer.
Es empfiehlt sich über das Moonvalley (ca. 25 km hinter Swakopmund rechts) nach Okahandja zu fahren, trotz der Schotterstraßen (für die Weiterfahrt nach Welewitscha muss man vorher eine Erlaubnis einholen wegen der Diamantenminen), dann später wieder auf der Hauptstraße an der Abzweigung nach Hentjesbay links ein paar Kilometer in die Straße einzubiegen um eine gute Sicht auf die dem Matterhorn ähnelnde Spitzkoppe zu haben und anschließend von der Hauptstraße aus rechts in Richtung Groß Barmen ( erste Missionsstation, ev.) zu fahren, weil man auf der Strecke viele Tiere in freier Wildbahn antreffen kann. In Groß Barmen selber gibt es warme Quellen mit entsprechenden Bademöglichkeiten.
Die Straßen dorthin sind nicht geteert, aber gut befahrbar, vorausgesetzt, es regnet nicht.



4.3. Etosha-Park, Halali

Giraffe/Namibia

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Der berühmte Wildpark ist über die Tore vor Namoutoni (Ost) oder Oukuejo (West) zu erreichen, die Registrierung findet an den Toren statt, der Eintritt muss in den Camps entrichtet werden (pro Person ca. 8 €, pro PKW ca. 1 €).
Tiere sind vorrangig von März bis Mai und von Juni bis August zu beobachten, weil sie sich dann wegen der Trockenheit zu den Wasserlöchern begeben müssen. Im Januar/Februar kann es zu heftigen Regengüssen mit Überschwemmungen kommen, sodass die Tiere keine Wasserlöcher aufsuchen, da sie Wasser und Nahrung im Überfluss haben. Folglich zeigen sie sich kaum, außerdem sind die Straßen dann öfters nahezu unpassierbar.

Die Unterkunft in Halali liegt in der Mitte des Parks, jeweils etwa 85 km vom jeweiligen Tor entfernt. Es gibt verschiedene Zimmerkategorien, selbst die einfachen sind recht luxuriös, aber das hat auch seinen Preis.. Beim Hauptrestaurant befindet sich ein großer Pool.

Ganz persönliche Reiseeindrücke (ab der Schotterpiste nach Groß Barmen):

Unterwegs gab es auf der gesamten Strecke gerade einmal 3 Farmen, wovon die letzte eigentlich das noble Forstamt Klein Barmen war. Aber was uns sehr überrascht hat, das war der Vorgeschmack auf den Etosha Park, denn uns sind einfach mal nur so einige Tiere über den Weg gelaufen, und zwar schon vorher ein riesiger Leguan und Giraffen grasten mir nichts dir nichts am Straßenrand; des Weiteren haben wir dann auf der einsamen Strecke Springböcke, Wüstengemsböcke und dergleichen erlebt, zwei Affenhorden, Warzenschweine und Perlhühner.
Am andern Tag haben wir nachmittags den Wildpark erreicht und gleich am Anfang schon einige Tiere gesehen: die uns bereits bekannten Böcke in allen Varianten, Warzenschweine, Büffel, einen Schakal, Wölfe, Zebras, Giraffen, Straußen und Perlhühner. Im Camp angekommen haben wir uns erst einmal in dem großen Pool erfrischt und uns abends noch einmal auf den Weg zur Tierbeobachtung gemacht, sind aber enttäuscht zurückgekehrt, denn scheinbar hatten sich z.B. die Nashörner, die man angeblich hier sehen kann, schon zur Ruhe begeben. Nachts prasselte auf einmal ein Weltuntergangsregen auf unser Dach und wir glaubten, dass wir, wenn der nicht bald aufhören würde, vom Rest der Welt abgeschnitten werden würden, denn es hatte ja bereits vorher schon immer wieder einmal geregnet, wie wir gehört hatten und was man an den durchweichten Böden gut sehen konnte. Das war dann letztendlich auch der Grund dafür, weshalb wir auch abends keine Tiere mehr gesehen hatten, die ja sonst bei Einbruch der Dunkelheit zu den Wasserlöchern marschieren, wo man sie an geschützten Stellen beobachten kann, denn sie hatten ja überall Wasser in Hülle und Fülle. Wir sollten mit unseren Befürchtungen bezüglich des Abgeschnittenseins fast Recht behalten, es fehlte nicht viel und wir hätten nicht mehr aus dem Park gekonnt: die Etosha-Pfanne, die tags zuvor noch eine sandig-salzige Riesenfläche war, hatte sich in einen See verwandelt, der über die Ufer trat und die Straßen überflutete, so dass das Wasser bis kurz unter die Autotür reichte.
Auf dem Rückweg, bzw. in Richtung Windhoek, sind wir über Grootfontein gefahren, wo es den größten eisenhaltigen Meteoriten der Welt gibt. Etwas weiter kann man den Waterberg, einen riesigen Tafelberg, sehen.



Nest/Namibia

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4.4. Windhoek

Hererofrau in Windhoek

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Die Hauptstadt Namibias liegt im Landesinnern, 1600m hoch. Das großenteils im Kolonialstil gehaltene Zentrum mit Christuskirche, Tintenpalast (heutiges Parlament), Festung, Museum, Park, Kunsthandwerkermärkten und vielen Geschäften kann man zu Fuß besichtigen.
Der Flughafen befindet sich 40 km außerhalb der Stadt. Es gibt keine Flughafenbusse, man ist auf ein Taxi oder einen Shuttle-Service angewiesen, manchmal wird man von der Autovermietung (falls man einen Leihwagen hat), als Service dorthin gebracht.

Die Pension Uhland, etwas außerhalb des Zentrums gelegen, was dennoch zu Fuß erreicht werden kann, ist unter deutscher Leitung und bietet den Gästen neben einem kleinen Pool ein gutes Frühstücksbüffet. Weitere schmackhafte Mahlzeiten können zu moderaten Preisen eingenommen werden. Die Internetverbindung reicht zum Teil bis in die Zimmer.



5. Zurück in Südafrika: Johannesburg

Johannesburg

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Um wieder nach Deutschland zu fliegen oder zu anderen Zielen muss man in der Regel am Drehkreuz Johannesburg umsteigen. Folglich kann man den weiteren Abflugszeitpunkt auf den Folgetag oder auf einen noch späteren Zeitpunkt legen und hat die Möglichkeit zu einer Stadtbesichtigung.

Johannesburg, die größte Stadt Südafrikas, hat 3,2 Millionen Einwohner und wurde im Prinzip erst vor etwas mehr als 120 Jahren gegründet, als man auf die reichsten Goldvorkommen der Erde stieß. Damit wurde sie auch zum Sinnbild für das Laster und zum Konkurrenten für das puritanische Pretoria. Nach dem Burenkrieg wurde Jo´burg zum Finanz- und Industriezentrum.

Die Stadtbesichtigung sollte man vor allem bei etwas Zeitmangel mit einem Tourenunternehmer machen, der die Gäste vom Hotel holt und wieder zurückbringt, zu den Sehenswürdigkeiten fährt und wo die Eintrittspreise im Gesamtpreis inbegriffen sind. Es gibt eine größere Auswahl an Möglichkeiten von der einfachen circa 4-stündigen Stadtbesichtigung (etwa 30€ pro Person) bis zu längeren Touren, die andere Ziele (z.B. Soveto und/oder Pretoria) mit einschließen. Die in Reiseführern eher spärlichen Informationen deuten schon darauf hin, dass die Stadt nicht so viel wie andere Großstädte zu bieten hat, ein Hauptaugenmerk bei allen Besichtigungen wird auf die Apartheidsgeschichte gelegt. Trotz aller damit verbundenen erschütternden Eindrücke sollte man sich diesem wichtigen Kapitel aus der jüngsten Vergangenheit nicht entziehen.
Eine gute Aussicht über die riesige Stadt bietet die Aussichtsplattform des Carlton Centers.

Hat man nicht viel Zeit, so empfiehlt es sich ein Flughafenhotel zu wählen. Die Mittelklasse-Hotels liegen etwas außerhalb im Grünen, haben zum Teil einen Pool und halten manchmal auch Wildtiere. Mit dem Shuttleservice kann man dann bequem den Flughafen erreichen.



6. Ziel: Tansania

Kilimanjaro/Tansania

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Möchte man anschließend nach Kenia fliegen, so bietet es sich an einen Zwischenstopp in Tansania einzulegen um wenigstens einen Blick auf Afrikas höchsten Berg, den Kilimanjaro, zu erhaschen.

Tansania bietet neben dem schneebedeckten höchsten Berg Afrikas und schöner Küste am Indischen Ozean, Tierparks (Serengeti usw.) mit einer großen Dichte an Tieren aller Art. Allerdings ist sich das Land seiner bevorzugten Situation sehr wohl bewusst und will zugleich keinen Massentourismus, folglich liegen die Eintrittspreise für die Parks, die obligatorischen Führer, die Hütten- und Hotelübernachtungen sehr hoch.
Bereits bei der Einreise auf dem für europäische Verhältnisse chaotischen Flughafen Dar es Salam werden die Touristen kräftig zur Tasche gebeten, denn hier ist ein Visum fällig, wobei das Transitvisum nicht ausreicht, wenn man zum Kilimanjaro weiterfliegen möchte, und zwar kostet dieses Visum 50 €, wobei nur Bargeld akzeptiert wird. Es ist in diesem Falle günstiger US Dollar dabei zu haben, weil der Kurs 1:1 gerechnet wird. Außerdem muss man das Gepäck in Empfang nehmen und wieder neu einchecken, was am Transfer Desk geschieht, der sich bei „Lost and Found“ befindet und kaum als Schalter erkennbar ist.

Von Dar es Salam aus fliegt man etwas mehr als 1 ½ Stunden zum Kilimanjaro.
Dort bietet sich die Übernachtung in der KIA Airport Lodge an, das einzige sowohl in der Nähe des Flughafens als auch mit Blick auf den schneebedeckten Kilimanjaro gelegene Hotel, was natürlich aufgrund dieser erstklassigen Lage nicht günstig ist. Die fantastische Aussicht hat man von der Hotel- und Poolterrasse aus, falls der Bergriese nicht Wolken verhangen ist (in der Regenzeit ist das meistens der Fall).
Der nicht zu den Schnäppchen zählende Zwischenstopp ist insofern lohnend, wenn man sich den Superblick nicht entgehen lassen möchte.



7. Ziel: Kenia/Mombasa

Massai in Kenia

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Nairobi liegt etwa eine gute Flugstunde vom Kilimanjaro entfernt –der Flughafen ist übersichtlicher als der in Dar es Salam-, man muss aber auch hier aussteigen, das Gepäck in Empfang nehmen und das Visum ausstellen lassen (40€ oder 50 US$), danach wieder neu einchecken, und zwar, wenn man nach Mombasa weiterfliegen will, am Inlandsflughafen.

Der Flughafen von Mombasa ist ebenfalls überschaubar.
Auf der Fahrt vom Flughafen zu den Hotels im Norden passiert man Armenviertel und der unbedarfte Tourist wird darüber vermutlich entsetzt sein.
Nebenstraßen sind in einem absolut desolaten Zustand.

Viele der Touristenhotels erscheinen dagegen wie Paläste, aber dennoch entsprechen sie nicht immer dem Standard, wie es sich Europäer z.B. bei einem 5-Sterne-Hotel vorstellen. Man wird stets Mängel finden, die den Menschen dort jedoch gar nicht bewusst sind und die auch nicht behoben werden.

Außerdem wird man am Strand und andernorts unterwegs häufig angesprochen und gebeten Geld zu schenken und hört dabei die gleiche Geschichte, die zu Herzen gehen soll und die sicherlich sogar meistens ihre Berechtigung hat. Eine negative Erfahrung kann dann aber darin bestehen, wenn man sieht, wie das geschenkte Geld in Bier umgewandelt wird. Trotzdem ist die Armut sehr groß. Die Massai, die sich manchmal aus purer Not auf den weiten Weg in die Touristenzentren begeben, sind oftmals noch nicht so gewieft und freuen sich als Fotomodell posieren zu dürfen.

Im Norden von Mombasa muss man übrigens bei Aktivitäten im Meer die Gezeiten einplanen. Bei Ebbe geht das Wasser bis zum Riff zurück, was aber auch bedeutet, dass es davor bei Flut angenehm warm ist, dass man in speziellen natürlichen Pools gut schnorcheln und die Unterwasserwelt sehen kann und ein Plus ist, dass durch die schützenden Riffe keine Haigefahr besteht.

Ein typisch kenianisches Strandhotel der gehobenen Kategorie mit einem Pool gigantischen Ausmaßes ist das Paradise Hotel.

Jeder Traum geht einmal zu Ende. Wir mussten nach ein paar Tagen der Erholung in Kenia vom Schwarzen Kontinent und der Wärme dort Abschied nehmen; zu Hause erwarteten uns stattdessen noch ein paar Schneereste. Da wächst dann gleich die Vorfreude auf die nächste erlebnisreiche Tour.

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Kommentare

  • Zypresse

    Danke für diesen interessanten Berich. Viel gesehen, viele Eindrücke!

    Es wäre definitiv nicht meine Reise (ich brauch' "vor Ort" mehr Zeit, will selbst die Herrin meiner Reise sein und switche dann mal von der ursprünglichen Planung um), aber sicher eine spannende Alternative für Menschen, die es gern etwas organisierter haben

  • buschbaby (RP)

    wirklich schade , das ihr Tansania und Kenia nur auf der Durchreise oder im grossen Strandhotel erlebt habtm, hier seht Ihr in den Parks oft an 2 Tagen mehr Wildtiere ( Löwen, Elefanen , Leoparden, Nashörner, Wildhunde,. Geparde, Büfel, ....) als in 4 Wochen in Südafrika ! Ich bin der Meinung das die höheren preise deshalb gerechtfertigt sin und auch weil die Tiere nicht hinter Stacheldraht stehen sonder n in der Wildnis! Ich bin der meinung die Qulität geth vor Quantität - 4 Tage Mara geben mit mehr als 2 Wochen in Namibia oder SA ...
    LG
    Sylvia

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