Schottland und Äussere Hebriden

Reisebericht

Schottland und Äussere Hebriden

Reisebericht: Schottland und Äussere Hebriden

Für dieses Jahr haben wir uns wieder für Schottland entschieden und unser Hauptziel sind diesmal die Äußeren Hebriden mit ihren Hauptinseln Harris und Lewis.
Warum Äußere Hebriden? Eine Inselkette, die viele Menschen nicht kennen. Wir entdeckten dieses Kleinod im Internet und in unserem Reiseführer. Dort war von Traumstränden, mystische Bauwerken die Rede und dies wollten wir nun entdecken.

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1.Tag

Loch Lomond

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Wir flogen wie auch die letzten Male mit Ryanair nach Prestwick. Die Route ging von Prestwick nach Uig, dem Fährhafen von der Insel Skye. Wir fuhren nun dieselbe Strecke wie im letzten Jahr, doch im Gegensatz dazu, hatten wir diesmal die ganze Zeit Sonne und ca. 20°C. Wir mussten bis zum Abend in Uig auf Skye sein, da wir am nächsten Morgen mit der ersten Fähre nach Harris fahren wollten. Doch wir hielten recht häufig an und genossen die Landschaft. Da wir beide die Gegend von Loch Lomond lieben, haben wir dort besonders oft gehalten. Weiter ging es durch das Glen Coe und am Ben Nevis vorbei, der dieses Jahr nicht in Nebel verschwand und so erkannte man noch, das auf der Spitze auch Ende Mai noch Schnee liegt. Zum Abend hin fuhren wir wieder am Eilean Donan Castle vorbei, das Licht war einfach perfekt, um das Castle wieder einmal abzulichten. Jetzt mußten wir uns doch noch beeilen, bis nach Uig zu kommen, damit wir noch ein B&B finden konnten und um vielleicht noch etwas zu essen zu bekommen. Als wir um 21.00 Uhr im Fährhafen an kamen, fanden wir auch recht schnell ein Dach über den Kopf, doch das mit den Essen klappte leider nicht mehr, da die Küche um 20.30 zu machte. Gott sei Dank hatten wir auch etwas zum Mittag gegessen und der Hunger hielt sich in Grenzen. Wir sahen uns noch an, wo morgen früh unsere Fähre losgehen sollte. Am Ende des Tages fielen wir müde ins Bett.



Ben Nevis



2.Tag

Traumstrand auf Harris

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Heute hieß es früh aufstehen, denn das Schiff legte um 9.00 Uhr ab und wir mussten noch unsere Fahrkarten besorgen. Nach einem typischen schottischen Frühstück, bestehend aus gebackenen Tomaten, Speck, Spiegelei, Pilzen und Toast mit Marmelade, fuhren wir los. Auf den Weg zum Anleger stand ein Polizist und machte eine Geschwindigkeitskontrolle. Da wir noch viel Zeit hatten, fuhren wir nicht schnell, wehe dem, der auf den letzten Drücker kommt, der dürfte sich über ein nettes Knöllchen ( Strafzettel ) freuen. Am Anleger angekommen, gingen wir erst tanken, unser Lieblingsgebäck, eine Art Toffee, einkaufen und dann unsere Fahrkarten besorgen. Das Wetter heute Morgen war wieder traumhaft, Sonne und keine Wölkchen am Himmel.
Pünktlich um 9.00 kam die Fähre und das Verladen von den Fahrzeugen ging recht zügig, so das wir eine Viertelstunde später schon unterwegs waren. Wir entschieden, dass wir die Fahrt draußen auf der Wind geschützten Seite verbringen. Diese Seite war genau die richtige, wie es sich später heraus stellte. Denn kurz nachdem wir Skye verlassen hatten, sahen wir Delfine in der Nähe neben der Fähre springen. Ich hatte schon kurz vorher mein Teleobjektiv auf die Spiegelreflex geschraubt und so konnte ich Fotos machen. Jürgen wollte sich das Schauspiel auch anschauen und benutzte die Kamera als Fernglas. Doch in diesem Moment kamen die Delfine immer näher und sprangen richtig toll aus dem Wasser, doch was macht Jürgen: nichts. Anstatt einfach auf den Auslöser zu drücken, benutzt er die Kamera nur als Fernglas und bis ich sie wieder hatte, waren die Delfine verschwunden. Leider waren die Bilder die ich vorher machte, auch nicht in Ordnung, denn jedes Mal als ich auslöste, waren sie gerade im Wasser verschwunden.
Schade, aber trotzdem war dies ein toller Auftakt für unsere Reise. Nach ca. 1 ½ Stunden kamen wir in Tarbert, dem kleinen Hafen- und Hauptort der Insel Harris, an. Es dauerte nicht lange, dass wir die Fähre verlassen konnten und nun wollten wir uns die Traumstrände der Hebriden anschauen, dafür mussten wir aber erst auf die westliche Seite der Insel. Unser erster Eindruck der Insel ist, dass sie gegenüber Skye sehr karg ist, dass es kaum Bäume gibt und die Landschaft hauptsächlich aus Steinen, Torf, Heidekraut und Lochs besteht. Gerade weil die Landschaft sehr karg ist, erwartet man nicht den Blick, der uns, als wir über eine Bergkuppe fuhren, eröffnete. Am Horizont lag ein Strand vor uns, der aus fast weißem Sand bestand und die Farben des Meeres schimmerten in verschiedenen Türkistönen.

Kurz vorher sahen wir einen Schotten, der an einem Loch Torf stach. Da ich dies als interessantes Motiv ansah, hielten wir an und ich wollte ihn fotografieren. Doch er bemerkte uns, kam zu uns und begann das Gespräch so: Nice weather. Irgendwie stellte sich später heraus, fangen die Schotten über einen nichts sagenden Gesprächfetzen an zu erzählen. Wir unterhielten uns über Kindheitsgerüche: Kohle bzw. Torf, seine Arbeit als Bäckereiausfahrer in Glasgow und seine jetzige Ruhestandszeit und die positive Wirkung der Arbeit in der Natur auf seinen Bauch. Als er erfuhr, dass wir uns für die Strände interessierten empfahl er uns den Strand in der Nähe des Friedhofes zu besuchen. Doch dort konnten wir leider nicht parken und so fuhren wir auf einen Parkplatz an den Dünen, um von dort aus einen ausgedehnten Strandspaziergang zu machen. Das Wasser war glasklar und lud uns zum Schwimmen ein, doch die Wassertemperatur von ca. 12°C machte uns einen Strich durch die Rechnung und so entschieden wir uns barfuß und mit hochgekrempelter Hose durch das Wasser zu gehen. An manchen Strandabschnitten waren wir allein. Auf dem Rückweg belästigte uns noch ein Hund. Gut war nur, dass er wohl vor dem Wasser Respekt hatte... und wir nasse Hosenbeine. Am Abend fuhren wir noch zur Südspitze, denn dort steht in Rodel die St. Clement`s Church, die bedeutendste Kirche der Äußeren Hebriden. Sie wurde in der Mitte des 16. Jahrhundert von den MacLeods erbaut. Im Inneren ruhen drei MacLeods unter Grabdenkmalen, das prächtigste davon ist das des Kirchengründers Alexander MacLeod.
Von dort in Richtung Leverburgh. Im dortigen Hafen wollten wir etwas essen, aber erst in 20 Minuten sollte es was gegeben. Somit erst einmal Kaffee getrunken. Irgendwie hatten wir den Eindruck die Kellnerin ignorierte uns etwas zu Essen zu bestellen. Allmählich wurde es Abend und wir mussten uns langsam, aber sicher ein Dach über den Kopf suchen. Doch dies erwies sich nicht so einfach, wie wir es bisher gewohnt waren. Die wenigen B&B waren alle ausgebucht und wir hatten die Befürchtung, dass wir im Auto übernachten müssten. Doch irgendwann bekamen wir ein Apartment ohne Frühstück.



Loch auf Harris


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Kommentare

  • RdF54

    seh´ schon - da muss ich hin!!
    Danke für Deine Berichte - hat mir einige Einsichten eröffnet!!
    LG Robert

  • Raudi

    schöner Bericht,gut geschrieben!da macht das Lesen Spass.

  • Homeless

    Der Bericht hat mir gut gefallen. Schottland und die Äußeren stehen schon lange aiuf meiner Wunschliste. Nächstes Jahr gehts hoffentlich los.
    LG
    Günter

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Schottland und Äussere Hebriden 4.33 15

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