Kreuzfahrt mit der MS Astor von Dubai nach Málaga

Reisebericht

Kreuzfahrt mit der MS Astor von Dubai nach Málaga

Reisebericht: Kreuzfahrt mit der MS Astor von Dubai nach Málaga

Auf unserer Kreuzfahrt von Dubai nach Málaga, vom 18. März bis 09. April 2009, lernten wir acht sehr unterschiedliche Länder kennen: Vereinigte Arabische Emirate (Dubai und Fujairah), Oman (Muskat und Salalah), Jemen (Hodeidah und Sana'a), Jordanien (Aqaba und Petra), Ägypten (Safaga, Luxor, Sharm-el-Sheikh, Port Said und Cairo), Zypern (Limassol), Malta (Valetta) und Spanien (Málaga).

18.03.2009 - Grandiose Projekte Dubais

MS Astor - Tag der Einschiffung

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Nachdem wir am frühen Morgen unsere Kabine bezogen hatten, fand am Nachmittag unsere erste Stadtbesichtigung statt. Wir hätten die Altstadt von Dubai besichtigen können, haben uns aber für die "Grandiosen Projekte Dubais" entschieden, weil Dubai in den letzten Wochen und Monaten mit seinen unzähligen und spektakulären Bauprojekten, wie künstlich angelegte Inseln, Wolkenkratzern, über einhundert Fünfsterne-Hotels, zahlreichen Einkaufszentren, Vergnügungsparks und vielem mehr wie keine andere in der Welt Schlagzeilen gemacht hat.
So führte uns unsere Stadtrundfahrt zunächst in das neuerbaute Jumeirah Viertel, vorbei am derzeiten Wahrzeichen Dubai's, dem Burj Al Arab, dem luxuriösesten und teuersten Siebensterne-Hotel der Welt. Der Hotelturm hat eine Höhe von 321 m und gleicht dem Segel eines fahrenden Schiffes. Hier konnten wir kurz das Strandleben beobachten und schon ging es weiter zur Jumeirah Beach Residence, dem sicherlich modernsten Stadtteil Dubai's. Hier sollen einmal 75.000 bis 150.000 Menschen in zahlreichen Hochhäusern und Wolkenkratzern wohnen, von denen sich noch viele im Bau befinden. Mitten im Jumeirah Viertel liegt auch an einem künstlich angelegten Kanal die Dubai Marina, ein exklusiver Yachthafen, mit vielen Restaurants, Cafés, eleganten Geschäften und namhaften Hotels, wie beispielsweise das Ritz, Carlton, Sheraton, Hilton und Royal Meridien. Über die Sheikh Zayed Road, einer Hauptverkehrsader Dubai's, ging es dann weiter zur Mall of the Emirates, dem größten und elegantesten Einkaufszentrum (Shopping Mall) der Arabischen Halbinsel. Hier gibt es 466 Läden mit über 100 Nobelmarken, Restaurants, Cafés und den Dubai Ski Dome, eine künstlich angelegte Skihalle mit einem Skilift und einer 400 m langen Skipiste. Ein weiterer Besichtigungshöhepunkt war der erst kürlich fertig gestellte Souk al Bahar, ein weiteres Einkaufszentrum im arabischen Stil. Von hier aus hatten wir einen eindrucksvollen Ausblick auf den 818 m honen inzwischen fertig gestellten Burj Dubai, das höchste Bauwerk der Welt.



Burj Al Arab Hotel



19.03.2009 - Typisches Fujairah

Obststand auf der Fahrt von...

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Am nächsten Tag lief die MS Astor mittags im Hafen von Fujairah ein. Wir hatten uns für den Ausflug "Typisches Fujairah" entschieden, weil wir vor allem das Landesinnere und die "Heritage Village", ein vielgerühmtes Museums-Dorf in dem oasenartigen Ort Hatta kennen lernen wollten. Zunächst besuchten wir aber in Fujairah Stadt das Bait Al Sheikh Saeed, einen über hundert Jahr alten und wegen seiner typisch arabischen Architektur sehenswerden Palast eines früheren Geschäftsmannes. Die Fahrt nach Hatta über das westliche Hajar-Gebirge führte uns durch eine karge, wüstenhafte Gebirgslandschaft, die nur selten durch oasenartige Ortschaften unterbrochen wurde. Das Dorf Hatta liegt auf einer Anhöhe, inmitten eines Dattelpalemenhains. Es wird überragt von einem Fort mit zwei mächtigen Wachtürmen aus dem Jahre 1800 und der 1780 erbauten Juma-Moschee, die als ältestes Gebäude von Hatta gilt. Aus dieser Zeit gehören auch etwa 30 Lehm-Häuser. Alle Gebäude des historischen Hatta, die teilweise stark verfallen waren, wurden als "Heritage Village" rekonstruiert, sogar die traditionelle Wasserversorgung, das Falaj-System, wurde wieder hergestellt. In den alten Gebäuden wurden Geschäfte, Restaurants, traditionelle Kunsthandwerkerläden und Ausstellungsräume mit Szenen aus dem historischen Alltag eingerichtet. Im Zentrum des Heritage Village steht das historische Hatta-Fort, das 1896 von Sheikh Maktoum Bin Hashr Al Maktoum errichtet wurde. Heute beherbergt es Waffensammlungen, alte Fotografien sowie alte Möbel und Teppiche. Im Innenhof der Festung steht ein Brunnen, der die Bewohner auch dann noch mit Wasser versorgte, wenn die Festung belagert wurde. Von den höher gelegenen Wachtürmen hat man eine eindrucksvolle Aussicht auf das Heritage Village und den nahe gelegenen Friedhof.
Nach der Besichtigung von Hatta fuhren wir nach Khor Kalba, dem größten Mangrovensumpf des Landes, wo wir von einer Brücke, aus einem Meeresarm auftauchende Meeresschildkröten beobachten konnten.



Heritage Village in Hatta

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20.03.2009 - Mystisches Muskat

Zawawi Moschee in Muskat

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Den nächsten Tag verbrachten wir in Oman. Oman ist von atemberaubender landschaftlicher Schönheit und besitzt jahrhundertealte Forts, Burgen und Paläste.

Wir wollten Muskat, die „sagenumwobene und märchenhafte Stadt am Arabischen Golf“, das gesellschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes, näher kennen lernen und hatten uns deshalb für eine Stadtrundfahrt entschieden. Diese begann bereits früh morgens um 8:30 Uhr, weil wir um 12:30 Uhr schon wieder an Bord der MS Astor sein sollten.
Zuerst fuhren wir durch das noble Viertel der Botschaften und machten einen kurzen Fotostopp an der neu erbauten Zawawi Moschee. Diese besticht durch ihre herrlich vergoldete Kuppel und ihr hohes und mächtiges Minarett.
Danach fuhren wir nach Mutrah, einen besonders sehenswerten Stadtteil von Muskat, um dem traditionellen und schönsten Souk des Landes einen Besuch abzustatten. Das Haupt-eingangstor zum Souk liegt direkt an der Corniche. Von hier aus hat mein einen herrlichen Blick auf die weiß glänzenden Handelshäuser aus dem 19. Jahrhundert mit ihren filigranen hölzernen Balkonen, Spitzbogen- und Hufeisenfenstern und Dachterrassen, sowie auf den Hafen von Mutrah (Mina Qaboos), der auf der anderen Seite der Corniche liegt. Hier lag auch die MS Astor vor Anker. Der Souk ist der größte des Landes, traditionell nach Warengruppen aufgeteilt. Wir wandelten durch ein Labyrinth von Verkaufsständen. Es roch stark nach Gewürzen, die direkt aus Jutesäcken verkauft wurden, nach Duftölen und schweren süßlichen Parfüms. Es gab viele Läden mit nachgemachten Antiquitäten aus Asien oder Silberschmuck aus Arabien und Indien. Uns gefielen besonders die Paschmina-Schals, die in allen Farben und in großer Auswahl angeboten wurden.
Höhepunkt der Rundfahrt war ein Besuch der Altstadt von Muskat. Muskat bedeutet im Arabischen „Ankerplatz“ und bezeichnet die Lage der Stadt an einem natürlichen Seehafen. Die Neuzeit der Stadt begann mit ihrer Eroberung durch die Portugiesen im Jahre 1507, die zuerst das Fort Mirani und später das Fort Jalali zu beiden Seiten des Hafens errichteten. Jalali wurde lange Zeit als Gefängnis, Mirani als Unterkunft für die Garnison benutzt. 1626 bauten die Portugiesen die große Stadtmauer. Sie bot den Portugiesen nur wenige Jahre Schutz, denn bereits 1650 wurden sie schon wieder vertrieben.
Die ehemalige Altstadt mit ihren indischen Kaufmannshäusern und Palästen wurde Anfang der 70-iger Jahr fast völlig abgerissen, um dem Sultanspalast Qasr al Alam, der 1974 feierlich von Sultan Qaboos eingeweiht wurde, Platz zu schaffen. Letzter Besichtigungspunkt war das Bait al-Zurbair-Museum in einem ehemaligen Altstadthaus. Die private Sammlung möchte das kulturelle Erbe Omans hochhalten und zeigt sehr interessante Ausstellungsstücke, wie alten und edlen Silber- und Goldschmuck, Waffen, Kunsthandwerk, traditionelle Gewänder, aber auch historische Dokumente, Landkarten und Fotos.
Schade, dass wir für diese zauberhafte und pieksaubere Stadt so wenig Zeit hatten!



Hafen von Mutrah



22.03.2009 - Salalah Stadtbesichtigung

Al Husn-Palast - Geburtsstätte...

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Nachdem ich 1985 zum ersten und letzten Mal geschäftlich in Salalah war, wollten wir die Stadt auf eigene Faust erkunden. Wir ließen uns vom Shuttle Bus vom Ankerplatz der MS Astor zum Hafentor bringen, wo schon scharenweise Taxis auf Kundschaft warteten. Nach langem Feilschen um den Fahrpreis ließen wir uns von unserem dunkelhäutigen Taxifahrer gleich in die Stadt zum „Gold Souk“ bringen. Diesen fanden wir aber wenig attraktiv und so machten wir uns in Richtung Corniche zu Fuß auf den Weg. Die Hitze war jedoch schon am Vormittag so intensiv, dass wir bereits nach wenigen Schritten völlig erschöpft waren.
Glücklicherweise lernten wir As-Sayid Mohammed, einen etwas korpulenten, ab sehr netten und äußerst höflichen Taxifahrer kennen, der uns eine Stadtrundfahrt in seinem gemütlichen und klimatisierten Taxi anbot. Auf dem Wege zur Corniche, einer herrlichen Prachtstraße, die parallel zum Meer verläuft, hielten wir kurz am Al Husn-Palast, der Geburtsstätte von Sultan Qaboos, wo er regelmäßig die heißen Sommermonate verbringt.
Danach fuhren wir die Corniche entlang und konnten auf der rechten Seite das herrliche Meer, auf der linken die noch wenigen palastartigen Villen und Kaufmannshäuser im indisch-arabischen Stil aus längst vergangener Zeit bewundern. Wie uns Mohammed berichtete, sollen auch diese schönen alten Häuser bald modernen Bauten weichen. Ich bat Mohammed, uns zum Holiday Inn zu fahren. Es lag in einem herrlichen Palmenhain und war 1984 das erste und einzige Viersterne-Hotel am Platze. Inzwischen wurde es mehrmals umgebaut und heißt heute „Crowne Plaza Resort“. Auf der Fahrt dorthin hielt Mohammed auf der Sultan Qaboos Street plötzlich an einem Obst- und Gemüsestand und spendierte uns jedem eine Kokosnuss, die der Verkäufer an Ort uns Stelle mit einer Machete öffnete. Der Saft der grünen Königskokosnuss ist ein idealer Durstlöscher und soll zudem sehr heilsam bei Magen-Darm-Problemen sein. Dies war wirklich ein spontaner Beweis für die Gastfreundschaft, welche die Omanis so freundlich und sympathisch erscheinen lässt. Wir fuhren noch durch die herrlichen Kokosnuss- und Bananenplantagen und an den liebevoll gepflegten Obst- und Gemüsegärten vorbei, die sich zwischen Stadt und Meer erstrecken. Auf der Rückfahrt zum Hafen Al Mughsayl hielt Mohammed noch einen Augenblick an der neuen Freitagsmoschee, die kurz vor der Fertigstellung steht und noch in diesem Sommer eingeweiht werden soll.



Neuerbaute Freitagsmoschee in Salalah

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25.03.2009 - Von Hodeidah nach Sana'a

Ortschaft mit typischen Wohntürmen

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Ursprünglich wollten wir mit der Air Yemenia von Aden nach Sana’a fliegen. Wegen der gefürchteten Piratenüberfalle fuhr unsere MS Astor jedoch mit Volldampf an Aden vorbei und steuerte direkt den Hafen von Hodeidah an. Hierbei durchfuhren wir das „Bab al Mandab“ das Tor der Tränen, so genannt wegen der vielen Sklavenschiffe, die einst hier hindurch mussten. Wer dieses Tor einmal passiert hatte, kehrte nicht mehr in seine Heimat zurück. Wir konnten vom Schiff aus die Küste der Tihama beobachten und merkten plötzlich, dass die MS Astor von drei Kriegesschiffen begleitet wurde. So entschieden wir uns, mit dem Bus von Hodeidah nach Sana'a zu fahren und am Abend mit der Air Yemenia wieder zurück zu fliegen.
Auf der Fahrt nach Sana'a, die schon früh morgens um 7:00 Uhr begann, machten wir viele interessante Fotostops. Zunächst hielten wir an einem kleinen Gehöft, wo wir viele Kleintiere, wie Hühner, Ziegen und die heimischen Pflanzen, vor allem einen echten Flaschenbaum, betrachten konnten. Allmählich stieg unser Bus in's jemenitische Hochland, an Obst- und Gemüsefeldern sowie an Kat- und Kaffeepflanzungen vorbei. Im Haraz-Gebirge konnten wir von weitem den Ort Hajjara erblicken, der wie ein Adlernest über uns lag. Wir fuhren an Menakha vorbei und hatten herrliche Ausblicke auf die in den Tälern liegenden uralten Wohnsiedlungen. Nach fast vierstündiger Fahrt erreichten wir endlich Sana'a, die Hauptstadt des Jemen. Nach dem Mittagessen begannen wir gleich mit der Besichtigung der Altstadt. Sana'a ist eine der ältesten Städte der Welt und soll der Legende nach von Sem, dem Sohn Noah's gegründet worden sein. Heute hat die Stadt etwa 980.000 Einwohner. Wir begannen mit der Besichtigung der Altstadt am Bab al-Yemen, am Tahrir-Platz.



Bab al-Yemen Sana'a

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28.03.2009 - Ausflug in die Felsenstadt Petra in Jordanien

Petra

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Petra war Hauptstützpunkt und Königsstadt der Nabatäer, eines Wüstenvolkes, dessen Karawanen die begehrten Güter Südarabiens, vor allem Weihrauch und Myrrhe, Aloe, Kassia und Zimt, in den Mittelmeerraum transportierten. Das früheste gesicherte Datum der nabatäischen Geschichte ist das Jahr 312 v. Chr. Letztes Lebenszeichen der Nabatäer ist eine Inschrift aus dem Jahre 328 n. Chr.
Unsere Busfahrt in das 130 km von Aqaba entfernte Petra dauerte ungefähr zwei Stunden. Die Felsenstadt Petra liegt etwa 1.000 m über dem Meeresspiegel, oberhalb des Wadi Araba, wurde schon seit 6.800 v. Chr. besiedelt und hatte ihre Blütezeit von 110 v. Chr. bis 40 n. Chr. Erst 1812 wurde sie wiederentdeckt. Die Stadt ist nur durch eine gut zwei km lange Schlucht, den sogenannten "Sik" zu erreichen, die von bis zu 70 m hohen, steil aufragenden Sandsteinfelsen eng begrenzt wird. Am Ende des Sik hat man plötzlich einen atemberaubenden Blick auf die Fassade des Schatzhauses, das 40 m hoch und 28 m breit in die rote Felswand gehauen ist.
Eine Wanderung durch den Talkessel von Petra mit seinen unzähligen Grabfassaden gehörte zu den großen Erlebnissen und Höhepunkten unserer Reise.



Petra



29.03.2009 - Safaga und Luxor

Luxor - Kolossalfigur

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Die MS Astor ankerte bereits um 6:30 Uhr in Safaga. Safaga ist eine ägyptische Hafenstadt am Roten Meer, etwa 60 km südlich von Hurghada und erstreckt sich entlang eines Wüstenstreifens zwischen Meer und Bergen. Der Stadtname stammt von dem arabischen Safadscha, was "staubige Winde kommen" bedeutet.
Safaga ist einer der ältesten Häfen des Roten Meeres. Er wurde bereits unter dem altägyptischen Pharao Sahure als Basis für Handel und Erforschung am Roten Meer eingerichtet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Hafen von Alliierten genutzt. Mit 25 bis 34 m Tiefgang können den Hafen auch größere Schiffe anlaufen. Heute ist er Hauptstützpunkt der ägyptischen Marine für Patrouillen im Südosten des Landes. Zudem dient er als Ausgangspunkt für Pilgerfahrten nach Mekka in Saudi Arabien und dem Export von Aluminium und Import von Weizen.
Unser Ausflug nach Luxor begann bereits morgens um 7:00 Uhr. Die Fahrt mit dem Bus dorthin dauerte etwa drei lange Stunden durch endlose Wüstenlandschaften. In Luxor angekommen, besichtigten wir zuerst die Tempelanlage von Karnak, die sich etwa 3 km nördlich von Luxor befindet. Danach besuchten wir die Grabstätten im Tal der Könige und machten kurze Fotostops am Tempel der Hatschepsut und den Memnonkolossen. Bevor wir nach Safag zurückfuhren, besichtigten wir noch den Tempel von Luxor.
Luxor liegt direkt am Nil und entstand an der Stelle von Theben, der Hauptstadt Ägyptens während des Neuen Reiches (1550 - 1070 v. Chr.).
Der Tempel von Karnak ist das gewaltigste Heiligtum aus der Pharaonenzeit. Der Große Amun-Tempel, begonnen im Mittleren Reich, wurde bis zur Römerzeit 1200 Jahre lang von den verschiedenen Königen verändert und vergrößert. Der wuchtige erste Pylon (von festungsartigen Türmen flankiertes Eingangstor) wurde zuletzt erbaut. Durch den zweiten Pylon, bewacht von Kolossalstatuen Ramses II., gelangt man in den Großen Säulensaal. Den dritten Pylon ließ Amenophis III. gegen 1400 v. Chr. bauen. Der vierte und der fünfte Pylon, um 1525 v. Chr. von Thutmosis I. errichtet, gehören zum ältesten Tempelbezirk. Hinter dem sechsten Pylon liegt das Allerheiligste aus Granit, in dem die heiligen Barken aufbewahrt wurden.
Der Tempel von Luxor wurde von Amenophis III. (18. Dynastie) auf der Stätte eines früheren Heiligtums errichtet. Ramses II. (19. Dynastie) ergänzte ihn mit sechs riesigen, ihn selbst darstellenden Statuen. Vor dem großen Pylon steht nur noch einer der beiden Obelisken. Der andere, den Mohammed Ali 1831 Frankreich schenkte, ziert jetzt die Place de la Concorde in Paris.



Nilkanal auf dem Wege nach Luxor

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30. 03.2009 - Sharm El-Sheikh - Ägypten

Sharm El-Sheik - Landkarte

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Sharm El-Sheikh liegt an der Südspitze der Sinaihalbinsel. 1762 wurde es erstmals auf Seekarten eingezeichnet. 1967 blockierte hier der ägyptische Präsident Nasser die Straße von Tiran und damit die Zufahrt Israels zum Roten Meer. Dies löste den Sechstagekrieg aus, in dessen Verlauf Israel die Sinaihalbinsel besetzte. Nach dem Friedensvertrag von 1979 zwischen Israel und Ägypten wurde Sharm El-Sheikh wieder an Ägypten zurückgegeben.
Früher war Sharm El-Sheikh ein kleines Fischerdorf. Ab 1990 erlebte es durch den Tourismus einen großen Aufschwung und ist heute der teuerste Badeort in Ägypten. Das liegt nicht zuletzt an den idealen Wassersportmöglichkeiten, die das warme und sehr klare Wasser des Roten Meeres für Taucher und Schnorchler bietet.
Wir wollten die im Norden der Stadt gelegene Na'ama Bay, das kleine Las Vegas der Ägypter, kennen lernen und fuhren mit dem Shuttle Bus dorthin. Hier liegt wirklich ein Luxushotel neben dem anderen. Wir schlenderten die Pedestrians Road und Cost Road entlang, eine herrliche Promenade, welche die Hotels von ihren jeweiligen Strandliegeplätzen trennt. Besonders schön fanden wir die Bungalows des Hilton Fayrouz Village, die inmitten blühender Bäume und herrlichen Blumenbeeten liegen.



Pedestian Road - Sharm El-Sheikh



01.04.2009 - Suez-Kanal-Passage

Ein weiterer Höhepunkt unserer Kreuzfahrt war die Suez-Kanal Passage. Nach Bildung eines Konvois fuhren wir schon in aller Frühe in nördlicher Richtung von Suez nach Port Said. Der Suez-Kanal verbindet das Rote mit dem Mittelmeer und verkürzt die lange Fahrt um das Kap der Guten Hoffnung auf rund 173 km. Für die Durchfahrt benötigte die MS Astor etwa 11 Stunden.
Zur Baugeschichte des Kanals sei erwähnt, dass schon Ramses II. (1298 – 1235 v. Chr.) die Anlage eines den Timsah-See mit dem Nil verbindenden Süßwasserkanals plante. Um 600 v. Chr. fügte Pharao Necho eine Teilstrecke im Timseh zum Roten Meer hinzu. Darius I. von Persien vollendete den Kanal, und erstmals fuhren Schiffe vom Roten Meer über den Nil zum Mittelmeer. Der römische Kaiser Trajan ließ den Kanal vertiefen und nach sich benennen, aber er wurde unpassierbar durch den ständig angetriebenen Wüstensand, bis er im 7. Jh. wieder ausgebaggert wurde.
Der heutige Kanal wurde 1859 vom französischen Ingenieur Ferdinand de Lesseps begonnen und zehn Jahre später von Kaiserin Eugénie eingeweiht. Fas 100 Jahre später wurde er verstaatlicht. Während der ägyptisch-israelischen Kriege war der Kanal von 1967 bis 1975 geschlossen.
Der in seinem Verlauf schleusenlose Suez-Kanal hat eine Tiefe von 11 bis 15 m und eine Breite zwischen 95 und 140 m. Der Kanal wird in Konvois befahren, die sich in Suez bzw. in Port Said sammeln und dann zeitlich gestaffelt in den Kanal einfahren. Im Abstand von 10 km sind Ausbuchtungen als Ausweichstellen eingerichtet. Gegenverkehr gib t es nur im Großen und im Kleinen Bittersee.
Nun, auf die Suez-Kanal-Durchfahrt hatten wir uns schon lange gefreut, und so standen wir schon früh morgens an der Reling des Oberdecks der MS Astor und konnten die Einfahrt in den Kanal in aller Ruhe beobachten. Besonders beeindruckte uns die Große Freitagsmoschee in Suez, an der wir direkt vorbei fuhren. Danach ließen wir die Oasen- und Wüstenlandschaften an uns vorbeiziehen. Wir konnten feststellen, dass das ägyptische Militär noch sehr stark links und rechts des Kanals präsent ist. Bei Ismailia fuhren wir direkt an der Sommerresidenz des ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak vorbei. Wir verließen unseren Standort nur, um die Mahlzeiten im Restaurant einzunehmen und verblieben bis zum späten Abend, bis zur Ankunft in Port Said, an Deck.



Einfahrt in den Suez-Kanal

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02.04.2009 - Kairo, Pyramiden und Ägyptisches Museum

Cairo - Zitadelle

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Für heute stand die Besichtigung der ägyptischen Hauptstadt Kairo auf dem Programm. Zunächst aber einige wichtige allgemeine Daten:
Ägypten hat eine Fläche von 1.001.449 qkm (BRD 357.020 qkm) und etwa 71,25 Mio. Einwohner. Hauptstadt des Landes ist Kairo mit 7,61 Mio. Menschen. Sie ist die größte Stadt Afrikas und der arabischen Welt. Kairo ist politischer, geistiger und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Landes und des gesamten Nahen Ostens, Sitz der Arabischen Liga, der Regierung, des Parlaments und des Obersten Gerichts. Mit über 500 Moscheen ist sie auch Hochburg des Islam. Kairo ist Fremdenverkehrszentrum, Knotenpunkt des ägyptischen Eisenbahn- sowie des Straßennetzes, bedeutende Geschäfts-, Handels- und Industriestadt.
Mohammed-Ali-Moschee, Pyramiden, Ägyptisches Museum
Wegen der langen, fast dreistündigen Fahrt von Port Said nach Kairo startete unser Bus bereits um 6.30 Uhr. In Kairo angekommen, begannen wir gleich mit der Besichtigung der Mohammed Ali Moschee, die wegen ihrer mit Alabaster verkleideten Innenwände auch Alabastermoschee genannt wird. Sie wurde von 1824 bis 1884 von Pascha Muhammad Ali im osmanischen Stil mit barocken Elementen erbaut. Sie befindet sich in der Zitadelle von Kairo (1176 von Saladin erbaut), wo nach einer Pulverexplosion im Jahre 1824 zerstörte Gebäudeteile durch die Moschee ersetzt wurden. Die beiden Minarette sind 82 m hoch, die große Kuppel erreicht eine Höhe von 52 m. Die Moschee besitzt einen großen, von Arkadengängen umgebenen Innenhof mit einem Brunnen für die rituellen Waschungen. Die Moschee ist wegen ihres großen Innenhofes und des zentralen Kuppelbaus eine gelungene Kombination einer Hofhallen- und einer typisch türkischen Moschee, die sich an christlichen Kirchen (Hagia Sophia) orientieren.
Danach fuhren wir direkt nach Gizeh, um dort die gewaltigen Pyramiden der Pharaonen Cheops, Chefren und Mykerinos zu bewundern. König Cheops ließ seine Pyramide zwischen 2551 und 2558 v. Chr. erbauen. Mit 146,60 m Höhe bis zur Spitze erbaute er eine Pyramide, die von keinem seiner Nachfolger mehr übertroffen wurde. Sie ist so hoch wie der Turm des Straßburger Münsters, und auf ihrer Grundfläche würden Roms Peterskirche, die Paulskirche in London, die Westminster-Abtei und die Dome von Mailand und Florenz zusammen Platz finden. Inmitten dieser rund 6 Mio. Tonnen schweren Steinmassen liegt die Sargkammer. Ein weiterer Besichtigungshöhepunkt war hier jedoch die Monumentalskulptur von Giseh, der Sphinx, der als bekanntes Löwen-Schutzidol den Eingang ins Reich der Toten bewachen sollte.
Nach dem Mittagessen in einem bekannten Fünfsternehotel stand noch das Ägyptische Museum auf dem Besichtigungsprogramm. Es wurde 1857 von dem französischen Archäologen Auguste Mariette gegründet und ist seit 1902 in einem Gebäude neben dem Nile Hilten untergebracht. Es beherbergt ungefähr 120.000 Exponate.



Mohammed Ali Moschee

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03.04.2009 - Limassol - Zypern

Hafen von Limassol

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Die Insel Zypern liegt im östlichen Mittelmeer, vor der Südküste der Türkei, nicht weit von Syrien, dem Libanon und Israel entfernt und wird geographisch Asien zugeordnet. Kulturell und politisch ist Zypern jedoch nicht zuletzt aufgrund seiner Geschichte stark mit Europa verbunden.
Nachdem Zypern 1960 von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen wurde, umfasste die neue Republik Zypern die gesamte Insel, außer den britisch verbliebenen Militärstützpunkten. 1963 gab es die ersten ethnischen Unruhen. Nach einem Putsch der griechischen Junta intervenierte 1974 die Türkei und besetzte den Nordteil der Insel. Seitdem beschränkt sich die Autorität der Republik Zypern nur noch auf den Südteil der Insel. In Nordzypern wurde 1983 die Türkische Republik Nordzypern ausgerufen, die allerdings nur von der Türkei völkerrechtlich anerkannt wird. Mehrere Anläufe zur friedlichen Wiedervereinigung sind bisher gescheitert. Die Bevölkerungszahl im von der Republik Zypern kontrollierten Süden der Insel beträgt etwa 780.000 Einwohner. Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum der Südrepublik ist Nikosia.

Kourion und Kolossi
Ursprünglich hatten wir die Absicht, Israel zu besuchen. Leider wurde jedoch der Hafen Ashdod aus Sicherheitsgründen aus dem Programm genommen, und die MS Astor lief stattdessen den Hafen von Limassol auf Zypern an.
Am Nachmittag führte uns unser Ausflug zunächst zu der auf der Akrotiri-Halbinsel gelegenen Johanniterburg Kolossi. Die Festung wurde erstmals 1191 bei der Eroberung Zyperns durch Richard Löwenherz erwähnt. 1210 wurde sie von den Rittern des Johanniterordens übernommen.
Danach fuhren wir zu den Ruinen des einstigen Stadtkönigtums Kourion. Die Stadt wurde vermutlich im 13. Jh. v. Chr. an einer Steilküste auf der Halbinsel Akrotiri gegründet. Das Königreich Kourion existierte allerdings erst etwa vom 2. Jh. v. Chr. bis ins 5. Jh. n. Chr. Hier besichtigten wir das Amphitheater und das Haus des Eustolios. Danach wanderten wir zum nahe gelegenen Heiligtum des Apollo Hylates, welches bis zur Römischen Epoche der Insel ein Pilgerort war. Zum Schluss fuhren wir wieder nach Limassol zurück und machten hier einen Spaziergang durch das lebendige Zentrum der Innenstadt.



Hafen von Limassol

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06.04.2010 - Malta

Einfahrt in den Hafen von Valetta

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Die Republik Malta ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino sowie auf die beiden unbewohnten Inseln Cominotto und Filfla, Der Name Malta stammt von der punischen Bezeichnung für Zufluchtsort „malet“, die Griechen nannten die Inseln Melita.
Malta hat eine Fläche von 316 qkm und eine Bevölkerung von etwa 410.000 Einwohnern. Amtssprache ist Maltesisch und Englisch. Seit dem 21. September 1964 ist Malta vom Vereinigten Königreich unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde Malta Mitglied der Euro-päischen Union und ist seitdem ihr kleinster Staat. Zum 1. Januar 2008 wurde als Zahlungs-mittel der Euro eingeführt. Auf Malta herrscht subtropisches, trockenes Mittelmeerklima. 98 % der maltesischen Bevölkerung ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Protestanten, orthodoxe Christen, Juden und Muslime.
Auf den Inseln der Republik Malta finden sich Spuren einer jahrtausendealten Geschichte. Sie reichen von den ersten monumentalen steinzeitlichen Tempelanlagen der Megalithkultur über römische Gräber und Katakomben bis zu den Wehranlagen des Malteserordens. Malta stand unter dem Einfluss vieler Kulturen. Im Laufe der Jahrhunderte beherrschten Phönizier, Griechen und Römer die Insel. Im 9. Jh., als die Inseln zum Byzantinischen Reich gehörten, wurde die Inselgruppe von den Arabern erobert. Im 11. Jh. gingen die Inseln an Sizilien und 1282 an Spanien. 1530 belehnte Kaiser Karl V. den von Rhodos vertriebenen Johanniterorden mit Malta. Dieser befestigte die Hafenanlagen und verteidigte die Insel erfolgreich gegen die osmanischen Angriffe. Als Konsequenz der großen Belagerung von 1565 wurde ein Jahr später die Festungsstadt Valetta (benannt nach dem Großmeister Jean Parisot de la Valette) gegründet. Die Ordensherrschaft beendete Napoleon Bonaparte 1798 zu Beginn seiner ägyptischen Expedition. 1800 gelang es den Maltesern, mithilfe der britischen Flotte, die Franzosen zu vertreiben. 1802, im Frieden von Amiens, unterstellte sich die maltesische Nationalversammlung Großbritannien und verhinderte so die Rückgabe der Insel an den Ritterorden. 1814 wurde Malta britische Kronkolonie und Flottenstützpunkt.

Besichtigung der Altstadt von Valetta
Da die MS Astor schon am frühen Morgen im Hafen von Valetta vor Anker ging, konnten wir schon bald das Schiff verlassen, um die Altstadt von Valetta zu besichtigen. Vormittags machten wir einen ausgiebigen Spaziergang durch die engen Gassen der Stadt und hatten von den Upper Barracca Gardens einen herrlichen Ausblick auf den Hafen und die umliegenden Befestigungsanlagen. Am Nachmittag besuchten wir die St. John’s Kathedrale und den Palast des Großmeisters.



Valetta

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Leben an Bord der Astor

Text folgt...


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Kommentare

  • lynley

    ,,,viele Erinnerungen wurden durch diesen schönen und informativen Bericht geweckt.
    LG lynley

  • Manu

    Hallo Lynley, vielen Dank für die Nachricht. Heute habe ich meinem Bericht ein weiteres Kapital angehängt. Die Reise ist noch nicht zu Ende. Weitere Kapitel werden folgen. Freundliche Grüsse, Manu

  • Blula

    Hallo Manuel, leider bin ich erst heute auf diesen wirklich guten Reisebericht von Dir gestoßen. Habe ihn sogleich mit großem Interesse gelesen, auch weil mich schon seit längerem die VAE reizen. Kreuzfahrten habe ich bisher eigentlich eher ablehnend gegenübergestanden, aber, mit zunehmendem Alter..... . könnte ich meine Meinung vielleicht doch noch einmal ändern. Die Schilderung Deiner Kreuzfahrt mit der MS Astor, diese wunderbare Reiseroute... . das hat mir schon sehr imponiert. Deine ausgezeichneten Fotografien unterstreichen das alles noch auf hervorragende Weise. Dieser Reisebericht ist wunderschön, informativ und unterhaltsam. Vielen Dank!
    Viele Grüße! Ursula

  • Manu

    Hallo Ursula, vielen Dank für Deine Nachricht. Ich habe die Astor auch bei www.holidaycheck.de beurteilt. Dort kannst Du mal unter Schiffsbewertungen nachschauen. Meine Beurteilung findest Du dann unter "Eine vornehme, in die Jahre gekommene Lady". Wie ich kürzlich gehört habe, soll die Astor inzwischen eine Generalüberholung erhalten haben. Wir machen alle 10 Jahre eine Kreuzfahrt, sind also keine echten Kreuzfahrer, aber diese Reise war sehr interessant, weil meine Frau viele neue Länder kennen gelernt hat. Mir waren die meisten schon von meinen Reiseleitungen bekannt. Nun, wir sind auf dem Sprung nach London für ein verlängertes Wochenende (Familientreffen). In der nächsten Woche bin ich wieder da. Grüsse, Manuel

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