Stralsund - Kloster zum Heiligen Geist _2

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Stralsund - Kloster zum Heiligen Geist _2

Das Heilgeisthospital zu Stralsund, heute häufig auch Heilgeistkloster oder Kloster zum Heiligen Geist genannt, ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäudeensemble in der Hansestadt Stralsund. Das Heilgeistkloster befindet sich nahe der Wasserstraße, in unmittelbarer Nähe des Hafens. Das Hospital nahm Kranke und Hilfsbedürftige, sowohl solche aus Stralsund als auch durchziehende Auswärtige, auf und gewährte ihnen Pflege und eine Unterkunft. Als Kloster im eigentlichen Sinn hat es nie gedient; es war immer in städtischem Besitz. Durch Zahlung eines geringen finanziellen Beitrages erwarb man das Recht, in einer der kleinen Zellen im Alter wohnen zu dürfen. Das älteste Hospital der Hansestadt Stralsund wurde als Hospital St. Spiritus erstmal im Jahre 1256 in einer Schenkungsurkunde der Stadt Stralsund an das Hospital über ein Feld in der Neustadt erwähnt. Zum Zeitpunkt der Gründung hatte das Hospital noch seinen Sitz innerhalb der Stadtmauern Stralsunds, die Schutz und Sicherheit boten. Nach dem Namen des Klosters St. Spiritus (Heiliger Geist) erhielt die Straße, in der das Hospital St. Spiritus ihr anfängliches Domizil hatte, auch ihren Namen Heilgeiststraße. Das Hospital wuchs durch Spenden der Stralsunder stetig. Es war die größte Wohltätigkeitseinrichtung der Stadt. 1285 spendete z. B. Hinricus Albus Grundbesitz auf Rügen, weitere Spenden der Bürger sind belegt, so 1392 je ein Laken je Bett durch den Ratsherrn Wilhelm von Struncken. Ende der 1320er Jahre wurde das Kloster an die Außengrenze Stralsunds verlagert. Das alte Hospital wurde aufgegeben. Die Lage außerhalb der Stadtmauern führte allerdings dazu, dass es häufig Belagerungen, Kanonenbeschuss, Plünderungen und Zerstörungen ausgesetzt war. . . . Nachdem das Heilgeistkloster zu DDR-Zeiten bis in die 1980er Jahre vollkommen vernachlässigt wurde, gab es Mitte der 1980er Jahre Pläne zur Rekonstruktion des Kirchgangs; allerdings wurden die Bauleute für den Wohnungsbau in Berlin abgezogen, das Hospital verfiel weiter und entging nur knapp dem Abriss. In den 1990er Jahren wurde es vollständig wiederhergestellt. Heute zählt es zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz trug 1,5 Millionen Mark zur Sanierung des Dachs und des Fachwerks des Kirchgangs bei; am 27. Juni 1996 konnte dieser zur Nutzung übergeben werden. Am 20. August 1997 wurde auch das Elendenhaus wieder übergeben; die Sanierung kostete 2,5 Millionen DM.

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