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GEO Magazin Nr. 01/05 Seite 1 von 3


GEO Magazin Nr. 01/05 - Verstehen Sie Einstein? - Heft vergriffen - › Abonnieren

Vier Jahreszeiten im Regenwald

Ein wundersames Dorf, Urubichá. Nur ein Telefon, ein Auto und der Strom fällt immer wieder aus. Die Indio-Kinder vom Volk der Guarayo üben ihre Bach- und Vivaldi-Partituren eben im Licht von Petroleumlampen. Denn sie lieben Bach und Vivaldi. Sie leben mit ihnen

Text von Michael Stührenberg

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

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Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

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Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

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Was macht Google mit meinen Daten?

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http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Geigenklänge für die Seele

Um sechs Uhr früh, wenn die Dunkelheit das bolivianische Dorf Urubichá noch mit dem angrenzenden Wald vereint, vernimmt Simón Aguape sechs Glockenschläge. Es ist ein fast gläserner Klang, der von der Missionskirche über die Stroh- und Ziegeldächer von Urubichá fliegt und dessen Bewohner, 4500 Indianer vom Volk der Guarayo, zu einem neuen gottgefälligen Tagwerk ermahnt.

Beim Wachwerden konzentriert sich Simón aber mehr noch als auf die Glockenklänge auf den Chor der Tiere. Während im Dorf die Hähne krähen, die Hunde kläffen und vor der Kammertür eine Entenschar im Staub des Hofes schabt, schreit im Busch der rotköpfige Carpintero und lockt der Sayubú. Simón nennt ihn auch besito, weil er findet, dass sein Pfeifen wie ein Küsschen klingt.


Dann stemmt sich Simón, der 15 Jahre alt ist, aber schon 75 Kilo wiegt, von der Bettkante hoch, klemmt sich die Geige unters Kinn und spielt Johann Sebastian Bach, dieser Tage meist das Violinkonzert in a-Moll. Nach Glocken und Tierlauten ist Bach die Apotheose in Simóns allmorgendlichem Dreiklang.

Der Junge spielt mit geschlossenen Augen, und in seinem Kopf weitet sich die Hütte zu einem endlosen Konzertsaal mit einem Wald darin: "Bach, das sind schwankende Bäume im Wind." Wenn er nach dem letzten Geigenton die Augen öffnet, spiegelt sich in ihnen, was Simón "algo bonito en mi alma" nennt - etwas Schönes in meiner Seele.


Die Chiquitanos als Barockmusiker

Die Geschichte über die Schönheit in Simón Aguapes Seele handelt von Wundern und vom Fortschritt. Sie begann vor etwas mehr als 300 Jahren. Damals, in der Trockenzeit des Jahres 1691, zog eine Gruppe Jesuiten vom Río de la Plata in ein Gebiet, das in der Geographie der Conquista "El Grán Paraguay" hieß. Dort, im Bauch des südamerikanischen Kontinents, wollten die Boten des Heiligen Ignatius von Loyola Naturvölker bekehren. Sie entschieden sich für die "Chiquitanos" in "Chiquitos", einer Gegend, die heute Ost-Bolivien heißt, oder Süd-Amazonien, je nachdem, ob der Akzent auf der Armut eines Staates oder dem Reichtum der Natur liegen soll.

In ihrem Gepäck schleppten die Brüder Musikinstrumente in den Busch. Geige, Bratsche, Cello, Flöte, Oboe, Fagott, Trompete, sogar eine Harfe soll dabei gewesen sein. Die Wilden, denen der Vatikan einen guten Kern zugestanden hatte, könnten diesen durch sakrale Musik nur verfeinern, hofften die Jesuiten.

Dann übertraf der Fortschritt alle Erwartungen. Nicht nur ließen sich die Nackten aus dem Busch locken und einkleiden - vor allem bewies ihre Begabung im Umgang mit der Musik des europäischen Barock einen Bewusstseinszustand, den die Missionare als Prädisposition zur christlichen Bekehrung verstanden. Galt doch die Musik als Mittler zwischen Mensch und Gott. Und auf ihre Art glaubten dies auch die Indianer: In ihren Gedanken stellte das Schwirren einer Bogensehne - einer Geigensaite sozusagen - den Kontakt zum Übersinnlichen her.

Die Chiquitanos wurden Barockmusiker. Ihre Konzertsäle waren die "Reduktionen" - missionarisch geführte Indianersiedlungen, welche die Namen von Heiligen trugen: San Francisco Javier, San Rafael, San Miguel oder San Ignacio. Ihre Anziehungskraft lag in prächtigen Kirchen, erbaut von dem Schweizer Jesuitenpater Martin Schmidt, der durch originelle Stilelemente eine Verschmelzung der indianischen Seelen mit der christlichen Lehre zum Ausdruck brachte.

Und vielleicht war es ja tatsächlich das Glitzern der vergoldeten Fresken, die Akustik in den Kirchenräumen, welche die chiquitanischen Musiker zu immer Höherem inspirierte. Einige von ihnen erlernten das Verfassen von Partituren, komponierten misas, fugas, sonatas. Ein Chiquitano, anonym geblieben, hinterließ der Nachwelt sogar eine Oper, deren Arien einen Dialog zwischen den beiden Heiligen Franz Xaver und Ignatius von Loyola erzählten.

Schöne 76 Jahre blühte der amerikanische Barock. Dann mussten die Chiquitanos, was abendländischen Fortschritt anbetraf, noch etwas dazulernen. Die meisten weißen Kolonisten konnten dem Wirken der Jesuiten zum Wohle der Eingeborenen nämlich nicht das Geringste abgewinnen. Sie wollten Edelmetalle, sie forderten kostenlose Arbeitskräfte. Fortschritt hieß für sie: Wir bereichern uns an euch! Als sich die Jesuiten gegen die Versklavung der Indianer in den Gold- und Silberminen wehrten, wurden sie untragbar. 1767 verfügte der Madrider Hof die Verbannung des Ordens aus allen Provinzen der "Nuevo Mundo". Es war das Ende der "Misiones de Chiquitos".

In panischer Furcht vor Soldaten und Musketen flohen die zivilisierten Indianer zurück in den Busch. Und lange sah es so aus, als wollte sich die Zeit in diesem Teil der Erde nie wieder beeilen. Erst drei Generationen später wagten sich musikalische Missionare erneut in die Gegend, Franziskaner dieses Mal. 1856 gründeten sie am Río Blanco die Missionsstation Urubichá. Der Name bedeutet "viel Wasser" - mehr gab es über diesen Ort zunächst auch nicht zu berichten.

Doch 140 Jahre später, im Frühjahr 1996, hob hier Padre Walter Neuwirth, ein in Böhmen geborener, über Bayern nach Bolivien verschlagener Franziskaner, erneut ein Symphonieorchester und einen Chor aus der Taufe. So kehrte die Barockmusik nach Urubichá zurück. Assistiert von Madre Ludmilla Wolf, einer Tiroler Tertiarschwester, gründete der Pater das „Instituto de Formación Integral“. In dieser Lehrstätte, zehn Zimmer und ein Rasenstück, das an Kirche und Sakristei grenzt, lernt die Dorfjugend seither neben Bach und Vivaldi auch „nützliche Dinge“, etwa Tischlern und Weben. Darauf legt Madre Ludmilla großen Wert.


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Im Busch braucht Bach Wunder

Der Fortschritt hält sich natürlich nicht an Partituren. Seine Natur ist bodenständiger. "Por favor, Padre", insistiert Señora Aguararupa, eine verhärmte Mutter vieler Kinder, deren Väter ihr nie ausreichend Liebe geschenkt haben. Und die sich nun einer Plage gegenübersieht: "Die Ratten, Padre! Nur Sie können helfen!"

Padre Walter, 68, hat fast die Hälfte seines Lebens am Río Blanco verbracht. Er macht sich keine Illusionen mehr, weder über die Menschen hier, die Guarayo, noch über sich selbst. Wenn er, wie jetzt, verärgert aufstöhnt, lächeln seine blauen Augen weiter. Da liegt ein Problem: Die Guarayo fordern ununterbrochen, und ihr Hirte gibt immer nach. Padre Walter kann einfach nicht Nein sagen.

"No!", versucht er es dennoch. Aber so halbherzig, dass sein Nein im Getöse des Instituto untergeht. Vormittags klingt die Pfarrei wie Zwölftonmusik in den Ohren eines Menschen, der sie nicht mag. In den Klassenräumen üben die Anfänger Geige und Cello, Tuba und Trompete. Auf dem Rasen, umgeben von grasenden Pferden, posaunt ein Neunjähriger falsche Töne. In der Kirche quietschen Oboe und Fagott, an denen sich zwei Mädchen versuchen. Dazu dröhnt der Generator in der Tischlerwerkstatt. Sägen kreischen, Bohrer jaulen, ein Elektrohobel donnert.

"Du kennst die Regeln", sagt Padre Walter. "Der Padre versucht, streng zu sein: Hilf dir selbst, so hilft dir Gott! Ich gebe dir nur etwas, wenn du einen Teil der Bauarbeiten selbst bezahlst. Die Pfarrei hat kein Geld mehr."

Señora Aguararupa schüttelt den Kopf, ihr hilfloses Lächeln entblößt eine breite Bresche im Oberkiefer. Nein, nicht einen Boliviano hat sie in den vergangenen 50 Jahren zurücklegen können, für Zahnersatz hat es auch nie gereicht. Trotzdem braucht sie jetzt ein Dach aus Ziegeln, denn im alten aus Stroh nisten Ratten. Zu Dutzenden klettern sie nachts über das Moskitonetz nach unten. Die Señora zeigt die Bisswunde an ihrem Hals: "Zuerst dachte ich, mein Mann liebt mich doch noch. Aber dann fühlte ich die Ratte!"

Seufzend gibt der Pater nach: Am nächsten Tag wird er 2000 Ziegel für Señora Aguararupa bestellen. "Urubichá darf nicht zu Hameln werden!", sagt er. Die Señora, die sich aus Geographie nicht viel macht, küsst ihm die Hand.

Dann ist Padre Walter allein mit den neuen Sorgen: Wo das Geld für 2000 Ziegel auftreiben? Durch die Ritzen der Fensterläden dringt ein Sonnenstrahl ins Halbdunkel seines Zimmers, das wie ein Rembrandt-Gemälde wirkt: der massive, mit Blättern übersäte Schreibtisch; daneben der Schaukelstuhl aus jenen Tagen, als die Guarayo ihre Anliegen noch nackt in die Mission trugen; und darin versunken der kleine Mann in brauner Kutte, um dessen Hüften sich das Circulum spannt, die weiße Kordel mit drei Knoten. Sie erinnern an das franziskanische Gelübde: Armut, Gehorsam, Keuschheit.

Walter Neuwirth hat sich stets daran gehalten – soweit es seine Treue zu Urubichá zuließ. Aber manchmal fordert der Fortschritt neue Wege, die von den Pfaden braver Konventionen abweichen. Madre Ludmilla klagt darüber, etwa über sein "Schludern" beim Firmunterricht. Die Pfarrer in Tirol, meint sie, seien "viel katholischer" als dieser Deutsche hier. Der kümmere sich zu sehr um Dinge, die doch eigentlich nichts mit seinem Amt zu tun hätten: "Unser Pater ist wohl mehr Bauherr als Seelsorger!"

Vielleicht. Aber wie soll man hier den einen von dem anderen trennen? Etwa 500 Adobe-Hütten hat der Padre in Urubichá gebaut. Alle sechs Jahre, wenn er sich auf Heimaturlaub begibt, bettelt er dort um Spenden. Dann zieht er mit Diavorträgen über Urubichá durch die Gegend um Landshut und erklärt den Zusammenhang zwischen würdigem Wohnen und moralischem Fortschritt: dass also, wer in einem Stall hausen müsse, sich auch nur dementsprechend benehmen könne. Ginge es nach Padre Walter, es gäbe ein Menschenrecht auf rattenfreien Schlaf.

Und wenn seine Zuhörer dann nicht für neue Hütten spenden wollen, sollen sie ihre Almosen eben für die Musik geben. Denn auch Musik ist Nahrung, sagt Padre Walter, Nahrung für Geist und Gefühl. Deshalb braucht die Pfarrei Geld für Instrumente.

Im Busch bleibt Bach ein schwieriges Gewächs. Er kann sich nicht allein von Begabung nähren, so wie einige Orchideen dies scheinbar von purer Luft zu tun vermögen. Im Busch braucht Bach Pflege, mehr noch: Er benötigt Wunder



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