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Unbekannte Arten: Es gibt sie!

In den Tiefen der Meere oder im undurchdringlichen Dickicht der Regenwälder leben auch heute noch unbekannte oder ausgestorben geglaubte Tierarten. Auch in jüngster Zeit gelangen Zoologen wieder spektakuläre Entdeckungen: Eine neue Fuchs-Art, der Elfenbeinschnabel-Specht und die Felsratte

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Eine Faustregel der Kryptozoologen besagt, dass die Wahrscheinlichkeit, eine unbekannte Tierart zu entdecken, mit der Größe der Individuen abnimmt. Zu gut sind heute die größten Teile der Erdoberfläche und der Meere erforscht und vermessen. Seriöse Kryptozoologen verweisen darum auch das legendäre Monster vom Loch Ness, angeblich ein massiger Plesiosaurier, in das Reich der Fabel. Und doch gehen Biologen auch heute noch vereinzelt sensationelle Funde ins Netz - die meisten davon an so genannten evolutionären "Hot spots": Regionen, in denen besonders viele Arten leben und neue entstehen. Einer dieser Hot spots ist die drittgrößte Insel der Welt, Borneo.


Die auf Borneo neu entdeckte Wassertrugnatter (<em>Enhydris sp.</em>) (Foto von: WWF/Mark Auliya)
© WWF/Mark Auliya
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Die auf Borneo neu entdeckte Wassertrugnatter (Enhydris sp.)

Eine Brutstätte neuer Arten

Als Charles Darwin, der "Vater der Evolution", die Insel besuchte, erlebte er sie als "großes, wildes, üppiges Treibhaus der Natur". Vermutlich gibt es auch heute nirgendwo auf der Erde eine größere Artenvielfalt als im tropischen Regenwald von Borneo. Der Worlwide Fund for Nature (WWF) veröffentlichte vor kurzem eine Studie, nach der hier in den letzten zehn Jahren 360 neue Tier- und Pflanzen-Arten entdeckt wurden, darunter 260 Insekten, 30 Süßwasserfische, sieben Frösche, sechs Eidechsen, fünf Krabben, zwei Schlangen und eine Kröte. Doch als wären die Ergebnisse dieser Studie nicht spektakulär genug, ging Zoologen im Dickicht des Regenwaldes kürzlich auch noch eine bisher unbekannte Säugetier-Art ins Netz.


Zuwachs in der Frosch-Familie: Blasennestfrosch (<em>Philautus erythrophthalmus</em>) (Foto von: Rob Stuebing)
© Rob Stuebing
Zuwachs in der Frosch-Familie: Blasennestfrosch (Philautus erythrophthalmus)

Neue Fuchs-Art entdeckt?

Mit einer automatischen Infrarot-Kamera gelang es Artensuchern, Aufnahmen eines scheuen, nachtaktiven Raubsäugers zu machen. Das meldete der Londoner "Independent" Anfang dieses Monats. Die Bilder zeigen ein fuchsgroßes Tier mit rostrotem, fleckenlosem Fell und dem gattungstypischen buschigen Schwanz. Zu Rate gezogene Wissenschaftler und Jäger stellten übereinstimmend Unterschiede zu den bislang bekannten Fuchs-Spezies fest, so zum Beispiel auffallend lange Hinterläufe. Die Entdeckung muss nun noch - eventuell durch eine Expedition - bestätigt und wissenschaftlich beschrieben werden. Denn erst dann ist die Sensation perfekt.



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Kommentare zu "Unbekannte Arten: Es gibt sie!"

Puck | 21.04.2014 10:42

Wie Überraschend! D.C. Peattie´s beschreibt in seinem einzigartigen " An Almanac For Moderns", ersch.1935, eine tolle, überlieferte Episode des amer. Ornithologen Alexander Wilson geb. 1766, mit diesem Vogel und bedauert am Ende :" . . .einst in ganz Amerika verbreitet, ist er jetzt ausgestorben!"
Beitrag melden!

Fricke | 25.03.2013 14:01

Ich finde es sehr interessant Bescheibungen über neuentdeckte Arten zu lesen. Es fehlte mir die Beschreibung der neu enrdeckten Frosch Art. Da mein Hobby Frösche sind (keine Haltung meinerseits). Beitrag melden!

Aleks | 13.03.2011 17:34

Ich war auf Borneo und hab dort eine Menge interessanter Tiere gesehen. Im Bako Nationalpark ( http://www.borneoreise.com/trekking-tropischer-regenwald-bako-nationalpark.htm ) hat uns der Tourguide beinahe bei jedem Fußtritt auf ein besonderes Tier im Regenwald aufmerksam gemacht. Die Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt im Regenwald Borneos ist einzigartig. Beitrag melden!

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