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Vorsicht Fleisch!

Das öffentliche Nachdenken über Fleischproduktion und -konsum ist mehr als eine Modeerscheinung. Die Debatte ist überfällig

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Im Jahr 2009 wurden in Deutschland fast 60 Millionen Schweine und Rinder getötet. Und etwa 500 Millionen Masthühnchen. Fast alle von ihnen stammten aus der industriellen Fleischproduktion. Der Markt für Fleisch aus artgerechter Haltung macht in Deutschland dagegen nur zwei Prozent aus. Und nur 1,6 Prozent der Deutschen bezeichneten sich 2008 als Vegetarier. Und doch gibt es Anzeichen für eine Trendwende.


Mehr Menschen denn je denken über eine ethisch vertretbare, gesunde und nachhaltige Ernährung nach - auch öffentlich. Bücher über die industrielle Tierproduktion, wie jüngst "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer, finden reißenden Absatz, werden in allen Medien lebhaft diskutiert. Promis outen sich als Vegetarier. Tierrechtsorganisationen wie PETA ärgern die Agrarlobby. McDonalds bietet Vegiburger an. Und einer Studie der Universtät Göttingen zufolge wären immerhin 20 Prozent der Konsumenten bereit, für "gutes" Fleisch mehr Geld auszugeben.

Offensichtlich ist etwas in Bewegung gekommen. Das ist kein Wunder. Denn das Nachdenken über Fleisch ist kein Luxusproblem. Es gibt dafür mindestens drei gewichtige Gründe.


Masthühnchen sind auf maximale Fleischproduktion gezüchtet. Nach fünf bis sechs Wochen haben sie ihr Schlachtgewicht erreicht (Foto von: picture-alliance/ZB)
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Masthühnchen sind auf maximale Fleischproduktion gezüchtet. Nach fünf bis sechs Wochen haben sie ihr Schlachtgewicht erreicht

Grund 1: Massentierhaltung und -tötung ist Tierquälerei

Beispiel Masthühnchen: Die Tiere sind auf Leistung getrimmt. Ihr Schlachtgewicht steigt ständig, gleichzeitig wachsen sie in immer kürzerer Zeit bei stetig reduziertem Futterverbrauch. Zwischen 1970 und 2000 hat sich in Deutschland die Zeit, in der sich ein Masthühnchen bis zu zwei Kilogramm anfrisst, fast halbiert - ein Ergebnis gezielter genetischer "Optimierung".


Man muss kein Tierarzt sein, um zu verstehen, dass dabei die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere auf der Strecke bleiben. Fast ein Drittel aller Masthühnchen kann nicht richtig laufen oder bricht unter seinem eigenen Gewicht zusammen. Bis zu vier Prozent sterben während der Mast einen "Plötzlichen Herztod" (sudden death syndrome) - als Opfer von Enge (am Ende der Mastzeit drängen sich etwa 22 Tiere pro Quadratmeter), Aggression unter Leidensgenossen, ammoniakverseuchter Luft, um nur wenige Stressfaktoren zu nennen.

Das ist schlecht für den Mäster, der in einem erbarmungslosen Preiskampf bestehen muss. Aber gut für das Huhn. So bleibt ihm der Rest der Quälerei erspart. (Wie auch den 40 Millionen männlichen Küken, die jedes Jahr in Deutschland als "Ausschuss" der Legehennenproduktion vergast oder lebendig geschreddert werden.)

Die überlebenden Hühnchen werden am Ende der Mästzeit, also nach fünf bis sechs Wochen, von "Hühnerstopfern" für den Transport verpackt. Hühnerstopfer arbeiten meist im Akkord und schaffen bis zu 1500 Tiere pro Stunde. Verletzungen der Tiere sind dabei nicht selten. In modernen Betrieben übernimmt den Job eine Maschine. Zeit ist Geld. Der Transport zum Schlachthof darf laut Gesetz allerdings bis zu zwölf Stunden dauern - ohne Wasser und Futter.

Endstation Geflügelschlachthof: Europas größter und modernster entsteht zurzeit in Wietze, nördlich von Hannover. Hier werden künftig wöchentlich fast 2,6 Millionen Hühnchen im Halsschnittautomaten sterben - zwischen sieben und acht pro Sekunde. Zuvor werden sie zwar kopfüber im elektrischen Bad betäubt. Aber wer will die vorschriftsmäßige Betäubung bei solchen Bandgeschwindigkeiten kontrollieren?

Nun ist nicht jeder überzeugt, dass Tiere Angst haben und Schmerzen empfinden können. Oder dass das schon ein Grund wäre, unseren hohen Fleischkonsum und die Massentierhaltung als solche in Frage zu stellen. Für diese Indifferenten gibt es seit einigen Jahren weitere stichhaltige Argumente - eines davon aus der Klimaforschung.


Grund 2: Fleisch essen beschleunigt den Klimawandel

Unser Fleischkonsum ist einer der Hauptmotoren des Klimawandels, wie eine FAO-Studie aus dem Jahr 2006 belegt. Demnach ist die weltweite Tierhaltung und -produktion, umgerechnet in CO2-Äquivalente, für 18 Prozent der vom Menschen zu verantwortenden Klimagas-Emissionen verantwortlich. Und damit klimaschädlicher als das gesamte weltweite Verkehrsaufkommen. Besonders schädlich (23 mal schädlicher als CO2) ist das in den Mägen von Wiederkäuern entstehende Methan. Bis zu 280 Liter täglich bilden sich im Magen einer einzigen Kuh. Daneben ist das weitaus größte Problem die Abholzung von Wäldern für Weideland.

Eine Studie des Worldwatch-Instituts aus dem Jahr 2009 geht noch weiter als die FAO: Die Autoren kamen auf einen Anteil der Viehhaltung von mindestens 51 Prozent an den weltweiten, durch Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen.

Dass unser Fleischkonsum eine Gefahr für das Klima darstellt, ist seit langem bekannt. Und die Gefahr wächst rasant: Innerhalb von nur 20 Jahren hat sich der weltweite Fleischkonsum fast verdreifacht, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern wie China und Indien - von 47 Millionen Tonnen im Jahr 1980 auf 137 Millionen Tonnen im Jahr 2002. Zur Erinnerung: Die Kosten des Klimawandels könnten sich, wenn nicht entschlossen gehandelt wird, weltweit auf über 20 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts belaufen.

Kein ernst zu nehmender Wissenschaftler leugnet heute noch den Klimawandel. Dennoch ist das Thema für viele Menschen irgendwie abstrakt. Ganz konkret dagegen sind die Folgen des Fleischkonsums für die Gesundheit.


Grund 3: Fleisch essen kann krank machen

Kaum ein Ernährungsexperte, der nicht von hohem Fleischkonsum abrät. Mediziner sehen einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von fetthaltigem Fleisch und Zivilistionskrankheiten wie etwa Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma und Gicht.

Was schlimmer ist: Die Massentierhaltung, da sind sich Experten einig, ist mitverantwortlich für viele ansteckende Krankheiten. Rund drei Viertel aller neu aufkommenden Krankheiten sind Zoonosen, schätzt die World Organization for Animal Health (OIE). Zoonosen sind Krankheiten, die ursprünglich bei Wirbeltieren verbreitet waren und auf den Menschen übertragen wurden. Dazu zählen Salmonellen, SARS, Gelbfieber, aber auch die Vogelgrippe (H5N1). Im Winter 2003/2004 starben an der Vogelgrippe 20 Menschen. Das klingt vergleichsweise harmlos. Doch Seuchenexperten warnen, dass aus dem Kontakt mit dem Erreger der Schweinegrippe (H1N1) ein neuer Supervirus entstehen könnte. Manche Forscher befürchten Szenarios wie bei der Spanischen Grippe. Die forderte zwischen 1918 und 1920 auf der ganzen Welt fast 50 Millionen Todesopfer.


Für die Produktion von einem Kilogramm tierischem Eiweiß werden bis zu acht Kilogramm pflanzliches Eiweiß benötigt; mehr als die Hälfte der weltweit produzierten pflanzlichen Proteine werden darum für die Tierfütterung verwendet (Foto von: Frank Bean/UpperCut Images/Getty Images)
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Für die Produktion von einem Kilogramm tierischem Eiweiß werden bis zu acht Kilogramm pflanzliches Eiweiß benötigt; mehr als die Hälfte der weltweit produzierten pflanzlichen Proteine werden darum für die Tierfütterung verwendet

Mikrobiologen konnten die Entstehung einer neuen Form der Schweinegrippe direkt bis zu einer Schweinefarm in North Carolina zurückverfolgen. Der US-Bundestaat hat, neben Iowa, die größte Schweineproduktion in den USA. Auch die Vogelgrippe sehen Forscher im Zusammenhang mit intensiver Tierhaltung. Eine hoch ansteckende Form von H5N1 verbreitete sich ab 1997 in Hongkong und Umgebung - in Geflügelfarmen.

Die Massentierhaltung begünstigt nicht nur die Entstehung neuer Krankheitserreger. Sie sorgt auch gleich dafür, dass viele von ihnen gegen Antibiotika resistent sind. Da das Immunsystem der Tiere geschwächt ist, bekommen sie vorsorglich mit dem Futter große Mengen der antimikrobiellen Mittel. Bakterien sind aber sehr anpassungsfähig und entwickeln Varianten, denen das Medikament nichts anhaben kann. Ein solcher Erreger ist etwa MRSA (Multi-Resistenter Staphylococcus aureus). Das Bakterium tötete in den USA im Jahr 2005 etwa 19.000 Menschen - mehr als im selben Jahr an Aids starben.

Die Nachteile zumal der industriellen Fleischproduktion sind so offenkundig, dass man sich fragt, warum Fleisch aus Massentierhaltung überhaupt noch verkauft werden darf. Doch sollte sich der Vegi-Trend fortsetzten, werden wir vielleicht schon bald Warnhinweise auf den plastikverpackten Fleischbrocken in der Gefriertruhe finden. Einer dieser Hinweise müsste lauten:

"Dieses Fleisch können Sie nur darum so billig kaufen, weil die von der EU subventionierte Agrarindustrie die Leiden der Tiere geringschätzt und die wahren Kosten der industriellen Tierproduktion auf die Allgemeinheit abwälzt. Und weil Sie dieses System mit Ihrem Kauf unterstützen."



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Kommentare zu "Vorsicht Fleisch!"

Dominik | 11.05.2015 23:34

"Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus", nicht "Multi-resistent". Beliebter Fehler. Beitrag melden!

Otherside | 13.08.2013 10:05

Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Jeglichen Fleischkonsum zu verteufeln - da könnten wir doch gleich das Kind mit dem Bade ausschütten! Wir züchten Fleischrinder der Rasse Highland in Österreich, in den Alpen. Auf diesem Flecken Erde gibt es nur Wald und Wiesen. Getreide zu produzieren, um die Welternährung zu unterstützen (Pflanzliche Kalorien benötigen nunmal 7x weniger Energie als Tierische), ist hier weder wirtschaftlich noch produktiv. Also werden hier Rinder gehalten. Diese Rinder stehen den ganzen Sommer über auf der Alm, den ganzen Winter in einem Unterstand. Sie fressen im Sommer nur das, was auf dem Almboden aufwächst, und im Winter gibt es konserviertes Wiesengras. Die männlichen Tiere dürfen länger leben, als ihre konventionellen Freunde, da sie nur langsam wachsen. Die weiblichen Rinder werden noch älter und versorgen die Herde mit Jungtieren. Das ganze Jahr Bewegung, Frischluft und Heuduft. Nenne mir bitte jemand einen Grund, dieses Fleisch nicht zu schätzen! Beitrag melden!

Antonietta | 10.08.2012 11:42

Tierquälerei:
Tiere sind Lebewesen genau wie Menschen. Sie empfinden Schmerz und Gefühle wie z.B. Angst. Trotzdem werden Schweine, Rinder, Hühner usw. von Menschen wie Produkte oder Waren behandelt. Wir sperren sie ein, halten sie teilweise unter den schlimmsten Bedingungen, mästen und töten sie, um sie dann zu essen. Beitrag melden!

Karin | 09.08.2012 22:05

Man darf und soll nicht wegsehen und ignorieren. Doch es fängt bei der eigenen Lebensweise und Ernährung an und wenn ich dahinter stehe, kann ich nach und nach mein Umfeld senibilisieren und sogar überzeugen! Die Welt können wir nicht ändern oder retten, dafür gibt es zuviel profit- und geldgeile "hohen Tiere". Doch jeder Einzelne hat es selbst in der Hand, wie er sich gegenüber anderen Lebewesen verhält und was er nach aussen trägt!!! Und das Beste für unsere Kinder ist nach wie vor das VORLEBEN!!! Und hier kann ich richtungsweisend einwirken und etwas für die Zukunft tun, denn immer mehr junge Menschen sind auf dem richtigen Weg und haben erkannt, das die Erde nicht unerschöpflich ausgebeutet werden kann - und das die Natur sich rächt. Beitrag melden!

Matthias | 15.11.2010 00:00

Sehr guter und aufschlussreicher Artikel! Schade nur, dass die Message bei den meisten eben nicht ankommt, weil sie erstmal nur an sich denken und bloss nicht auf ihr Billigfleisch verzichten wollen. Der Mensch wird das ernten, was er sät. Bei Milliarden Ignoranten und Egoisten auf diesem Planeten auch kein Wunder.
Wenn man von den Fleischkonsumenten hier fragt, wen der Artikel zum Nachdenken angeregt hat wird die Antwort wohl nüchtern ausfallen. Es müssen immer Katastrophen passieren, bevor der Mensch von seiner ignoranten Haltung abkommt und endlich mal zu denken anfängt. Beitrag melden!

www.schnitzel-ist-out.de | 23.09.2010 06:36

Super Artikel, danke dafür! Ich kann nur eins dazu sagen: GO VEG!!! Beitrag melden!

Andrew W. | 22.09.2010 11:22

Ich finde es gut, dass GEO sich diesem Thema annimmt. Immerhin sind die ganzen Krankheiten durch Massentierhaltung schon seit langer Zeit bewiesen. Dass es manche Menschen heute noch nicht interessiert was sie essen ist allerdings ein Anzeichen dafür, dass es sie nicht interessiert, wenn die eigene Familie sie aus Denkfaulheit pflegen muss wenn man Krebs bekommt.

Wer sich aus bequemlichkeit dazu entschließt weiterhin bewiesene und echt abartig perverse Tierquälerei zu unterstützen indem er im Supermarkt Fleisch kauft, der hat es allerdings nicht besser verdient. Und das gilt auch für BIO-Fleisch aus dem Supermarkt. Alles Massntierhaltung. Nur ohne Gentechnik.

Und zum Thema Mangelerscheinungen kann ich nur sagen, dass man schon wissen muss mit was man sich ernährt. Das muss man aber auch wenn man Fleisch isst. Und Fleisch hat nichts, was man nicht auch aus pflanzlicher Nahrung bekommt. Dies lässt sich aber nur herausfinden, wenn man es lernt. Aber das ist vielen auch zu viel. Beitrag melden!

Alexander | 20.09.2010 13:50

Ich wollte nie sagen das man mit Fleisch nicht überlbet, es gibt imer andere Produkte die die selben Stoffe enthalten. Nur ist es so das ich zb Algen ungeniesbar finde und deswegen sind sie kein ersatz für mich. Ich esse sehr selten rotes Fleisch, meist Hähnchen oder Putenbrust. Zu der Idee mit der Preiserhöhung: Mann kann alles was zu viel Produziert wird teurer machen aber irgendwann wird man sich nichts mehr Leisten können. Das zeigt wiederum das die Erde in "normalen" umständen nicht genug Nahrung für uns bietet. Ich will nicht das Menschen getötet werden aber man muss doch einsehen können das wir zu viele sind Beitrag melden!

Hartmut Kiewert | 20.09.2010 12:13

Ich finde es sehr gut, dass die Themen Tierethik und Ökologie zunehmend in einen breiteren öffentlichen Diskurs gebracht werden. Ich selbst habe mich in meiner Diplomarbeit (Freie Kunst) mit der Mensch-Tier-Beziehung auseinandergesetzt und neben meinen Malereien und Grafiken auch eine theoretische Betrachtung geschrieben. (anzusehen und nachzulesen unter www.hartmutkiewert.net)
Was m.E. in den bisherigen Beiträgen zum Thema (Stern, TAZ, GEO etc.) noch nicht beleuchtet wurde ist die Frage, wie es überhaupt zu einer solch offensichtlichen Diskrepanz zwischen den verbreiteten ethischen Grundhaltungen und dem Umgang mit der Natur und den "Nutz"-Tieren im besonderen kommen konnte.

Eine weitere Dimension die das Thema aufwirft ist die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen Tiere und der Gewalt zwischen Menschen. Ich denke, dass eine Gesellschaft die die Interressen der Tiere ernst nehmen würde, auch eine friedlichere Gesellschaft wäre.

"Solange es Schlachthäuser gibt, w Beitrag melden!

Fleischlos in Seattle | 18.09.2010 04:38

Das was Fleisch an "seltenen Stoffen" zu bieten hat, wie B12, kann in Mikroalgen allemal gefunden werden.
Wir haben Freunde, die seit 25 Jahren Vegetarier sind - pumperlgesund, wie man im Osten Österreichs so sagt.
Übrigens tun mir die deutschen Nachbarn leid, wenn sie nur schwer artgerecht Gehaltenes erhalten. Bei uns Ösis gibt es bei jedem BILLA oder MERKUR fast alles in BIO-Qualität. Wir kaufen seit Jahren nichts anders mehr. Beitrag melden!

Brahmi | 17.09.2010 08:10

An alle die behaupten nur Fleisch gebe Kraft:

Sie werden wohl zustimmen müssen, dass Elefanten die stärksten Lebewesen sind.

Nun, eben diese sind Pflanzenfresser.


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Mrs. Padoodles | 16.09.2010 18:18

"Um erlich zu sein finde ich den Beitrag nicht ganz korekt. AUf Fleisch zu verzichten ist Schwachsinn. Menschen brauchen Fleisch, auch wenn Vegitarier da anders denken. Fleisch liefert viele wichtige Nährstoffe Vitamine und Mineralien."

Sorry, aber denk doch mal so; Wie kommen denn diese Nährstoffe ins Fleisch? Das jeweilige Tier nimmt sie über seine Nahrung auf, so ist es. Deshalb finde ich es Quatsch zu sagen, dass wir Fleisch essen müssen. Ich komme schon seit mehreren Jahren ohne aus und ich bin weder sterbenskrank noch schwach oder sehe aus wie eine lebendige Leiche. Mein Körper hat alle wichtigen Nährstoffe, die ich brauche und ich habe keine Mangelerscheinungen. Ich sehe nicht wo das Problem ist und wieso jeder an der Theorie 'Der Mensch ist ein Allesfresser und braucht Fleisch' festhält. Beitrag melden!

lisa | 16.09.2010 13:11

Es wird auch nicht gesagt, dass man komplett auf Fleisch verzichten soll. Das Problem ist nur der maßlose Konsum des Fleisch, der jedem einzelnen sicher garnicht mehr bewusst ist (man denke auch an Wurst, fleischaltige Soßen etc.). So würde ich auch sagen, dass man nicht unbedingt die Überbevölkerung als Übel sehen kann, sondern eher den damit zusammenhängenden Massenkonsum. Es hört sich so an, als ob die Fast Food Konzerne dazu gezwungen werden, Fleisch aus Massentierhaltung zu verkaufen. Die Fleischpreise sollten einfach erheblich steigen (wodurch mehr Geld in artgerechte Haltung investiert werden könnte), dann würde auch weniger konsumiert werden. Beitrag melden!

Alexander | 16.09.2010 11:05

Um erlich zu sein finde ich den Beitrag nicht ganz korekt. AUf Fleisch zu verzichten ist Schwachsinn. Menschen brauchen Fleisch, auch wenn Vegitarier da anders denken. Fleisch liefert viele wichtige Nährstoffe Vitamine und Mineralien. Trotzdem muss man sagen GEO hat nicht unrecht. Massenhaltung und Krankheiten sind wirklich nicht zumutbar. Aber ihr müsst doch erkennen das schlich eine Überbevölkerung der Erde daran schuld ist das man erst so viele Hühner etc. schlachtet. Wenn ihr mal bei den Großkonzernen ( McDonalds, Nordsee etc.) euch mal umseht, merkt ihr das sie unmengen von Fleisch einfach in die Tonne hauen. Zwar ist es vieliecht Kalt und ungeniessbar aber dann sollen sie nicht alles vorab produzieren. Ihr glabt nicht wieviel Fleisch durch Fastfoodkonzerene täglich im Müll landet, bei solchen Mengen kann man die Hühner nicht in den Bergen laufen lassen Beitrag melden!

Grün Baum | 15.09.2010 16:30

Wie kann man so ignorant und starrköpfig wie "Ina Müller" oder "Reinhard" sein. Wegen solcher Einstellungen ("Ja ich weiß, dass ich damit viel zerstöre und das ändern könnte, aber das ist eben so. Veränderung wäre doch viel zu anstrengend.") ist es mir schrecklich peinlich, zur Rasse "Mensch" dazu zugehören. Solche Menschen zerstören die Erde. Denkt doch immer daran: ihr alle habt es in der Hand! Ihr könnt die Welt jeden Tag verbessern aber eben auch zerstören. Ich wünschte diese Verantwortung wäre der ganzen Menschheit richtig bewusst.
Den Artikel finde ich übrigens hervorragend. Völlig egal, ob abgeschrieben oder selbst erdacht. Die Botschaft bleibt dieselbe oder? Beitrag melden!

Ina Müller | 14.09.2010 10:23

Hallo Herr Carstens,

schade, dass Sie anscheinend von Jonathan Foer abgeschrieben haben, und sich nicht die Mühe gemacht haben, bei der "Agrarlobby" nachzufragen. Im Gegensatz zu Amerika hätte man Sie in Deutschland bestimmt in den Stall gelassen. Außerdem gibt es ja auch noch Ferien auf dem Bauernhof, um mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen.
Was bitte ist in Deutschland Agrarindustrie? Soll man der bäuerlichen Landwirtschaft vorwerfen, dass sie wie jeder andere Wirtschaftszweig in Deutschland auch, ökonomisch handelt? Ohne die Tierhaltung stände der Ökolandbau ganz schön auf dem Schlauch, weil "Kunstdünger" nicht eingesetzt werden darf. Beitrag melden!

Reinhard | 10.09.2010 16:50

Der Artikel ist sehr gut, werde zwar mein Essverhalten nicht umstellen und werde auch nicht Vegetarier (der Mensch ist ein Allesfresser), aber zum Klimawandel trägt nicht nur die Fleischerzeugung und Schaffung der notwendigen Badsis (Monokulturen, Anbau von reinem Futtermitteln) sondern auch der explosionsartige Anstieg der Weltbevölkerung. Innerhalb zweier Generation (50 Jahre) hat sich diese Zahl verdoppelt, es wurden neue Lebensräume geschaffen und wertvolle Natur vernichtet. Dies hat wesentlich höheren Einfluß auf die Umwelt und langfristig auf das Klima, als uns die Bundesrepublik mit ihrer beriuhigungstaktik klar machen will. Aber Umwseltzonen schaffen ohne Sinn und Verstand ist einfacher als politischen Einfluß auf die Entwicklung unser Welt zu nehmen. Nebenbei ist Deutschland einer der größten Fleischexporteure, weil andere Staaten solche Mastanlagen garnicht zu lassen! Sie kaufen das Fleisch lieber billig in Deutschland ein. Mahlzeit. Beitrag melden!

Dieter | 10.09.2010 14:53

Leider haben Sie in Ihrem ansonsten sehr aufschlussreichen Artikel vergessen, dass der hohe Fleischkonsum auch einer der Hauptfaktoren für den immer noch viel zu Hunger in der Welt ist. Die Tiere werden mit dem Getreide gefüttert (Soja,Weizen...) was den Menschen fehlt. Mit einem Kilo Soja können mehrere Menschen einen Tag ernährt werden, als Rinderfutter werden nur wenige 100 g Rindfleisch erzeugt. Davon kann nicht einmal ein Mensch einen Tag leben.
Von der Vergiftung durch Leichengifte, Hormone, Antibiotika...,ganz abzusehen. Beitrag melden!

Pater Brown | 10.09.2010 10:45

"Dieses Fleisch können Sie nur darum so billig kaufen, weil die von der EU subventionierte Agroindustrie die Leiden der Tiere geringschätzt und die wahren Kosten der industriellen Tierproduktion auf die Allgemeinheit abwälzt. Und weil Sie dieses System mit Ihrem Kauf unterstützen."

Wenn ein solcher Warnhinweis - wie bei Zigaretten schon lange üblich - tatsächlich auf der Fleisch-Packung stehen würde, wäre das Problem wahrscheinlich weitgehend gelöst. Auch die Tabakindustrie war einst mächtig. Die Agrarindustrie ist noch mächtiger und hat die Politiker von CDU und FDP fest an ihrer Seite. Es geht um Profit, Profit und noch einmal Profit. Der Verbraucher wird in der Masse von sich aus eher nicht umdenken in einem Land, wo Geiz geil ist. Die Politiker müssen hier Vorarbeit leisten. Merkel, Wulff und Grotelüschen werden das bestimmt nicht tun. Also bleibt nur - anders wählen!
Danke an GEO für diesen sachlichen und realistischen Artikel.

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