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GEO Magazin Nr. 07/11 Seite 1 von 4
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Äthiopien: Landraub in Äthiopien?

Nomaden zu Feldarbeitern, Naturschutzgebiet zu Ackerland: Der Inder Karuturi baut in Äthiopien eine Megafarm, angeblich so groß wie Luxemburg. Agrarinvestoren wie er haben sich in den vergangenen Jahren weltweit geschätzte 80 Millionen Hektar Land gesichert - vor allem in Afrika. Ist das der Entwicklungsschub, den viele Hungerländer dringend brauchen? Oder der Ausverkauf ihrer kostbarsten Ressource?

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

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Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

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Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

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http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

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Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Auf einem Saudi-Star-Testfeld pflanzen Äthiopierinnen Reis für die reiche Golfnation an. Das Ziel: eine Million Tonnen im Jahr (Foto von: Johan Bävman/ Moment Agency)
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Auf einem Saudi-Star-Testfeld pflanzen Äthiopierinnen Reis für die reiche Golfnation an. Das Ziel: eine Million Tonnen im Jahr

Ein paar Tage noch,dann soll sein Feldzug beginnen. Auf den Stock eines Wischmopps gestützt, steht Karmjeet Singh Sekhon in der Tür eines Wohncontainers. Sein Bart ist sorgsam gezwirbelt, sein Haar von einem Turban bedeckt. Auf dem Hof vor ihm: zwölf neue Traktoren mit mannshohen Doppelrädern, ein jeder über 20 Tonnen schwer, ein jeder über 400 PS stark. Mit ihnen soll Sekhon den Sumpf urbar machen und die Savanne bezwingen.

Sein Arbeitgeber ist das indische Unternehmen Karuturi, nach eigenen Angaben weltgrößter Rosenzüchter. Künftig will Karuturi in Äthiopien auch Nahrungsmittel anbauen. Damit alle Welt Zeuge werde von seinem prometheischen Unterfangen, haben die Traktoren wochenlang an einer großen Kreuzung in Addis Abeba gestanden. Zeitungen berichteten, auch das Fernsehen.


Aber wer verirrt sich schon auf Sekhons Farm? Sie liegt zwei Tagesfahrten südwestlich der Hauptstadt, in der glühend heißen GambellaTiefebene. Eine unwirtliche Region. In den Wäldern grassiert die Tsetsefliege, in den Sümpfen der Medinawurm. Überall Schlangen, und Malaria sowieso.

"Sind Sie Ärztin?", fragt mich der Manager im Tourist-Hotel der Regionalhauptstadt. "Oder Investorin?" Andere Gründe, freiwillig nach Gambella zu kommen, kann er sich nicht vorstellen. Karuturi hat hier, an der Grenze zum Südsudan, nach eigenen Angaben 300.000 Hektar gepachtet. Das wäre einer der größten Deals in jenem weltweiten Trend, der private oder auch staatliche Investoren in entlegenen Regionen der Erde nach Ackerflächen suchen lässt.

Laut einer Weltbank-Studie wurden allein im Jahr 2009 Geschäfte über 46,6 Millionen Hektar abgeschlossen. Was fast der Fläche Spaniens entspricht und zwölfmal so viel ist wie in den Jahren zuvor. Wer immer nach Land sucht, schaut zuerst nach Afrika - dort sollen 80 Prozent aller nutzbaren Böden brachliegen.

Auslöser des Booms war die Krise im Jahr 2008. Innerhalb von nur drei Jahren hatten sich die Preise für Nahrungsmittel weltweit fast verdoppelt. In Ägypten, Mexiko, Algerien, auf Haiti gingen Menschen auf die Straße, die um ihre tägliche Mahlzeit fürchteten. Manche dieser "Brotaufstände" endeten in Gewalt. Um das aufgebrachte Volk zu beruhigen und die Preise zu drücken, verhängten Regierungen vieler Exportländer Ausfuhrverbote für Getreide. Und schreckten damit jene Nationen auf, die ihre Nahrung zum größten Teil importieren müssen. Länder wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Südkorea beschlossen, fortan mehr Grundnahrungsmittel selber anzubauen - allerdings auf fremdem Boden, weil zu Hause Felder oder Wasser fehlen.

Auch Finanzinvestoren entdeckten Agrarland als sichere Anlage: solider Gegenwert, limitiertes Angebot, garantiert wachsende Nachfrage. Denn die Weltbevölkerung wird bis 2050, so eine UN-Prognose, auf über neun Milliarden Menschen steigen. Um sie alle zu ernähren, muss sich die landwirtschaftliche Produktion um kaum vorstellbare 70 Prozent erhöhen.


Weil Land deshalb so extrem kostbar geworden ist, warnen Hilfsorganisationen schon vor "Agro-Imperialismus" oder "Neo-Kolonialismus". Auf Websites wie www.farmlandgrab.org sind Hunderte Beispiele von dubiosen Deals und teils brutalen Enteignungen von Kleinbauern dokumentiert. Dagegen hoffen die Weltbank und die Welternährungsorganisation FAO, dass die Landgeschäfte zu einem Gewinn für alle Beteiligten werden können - wenn sie fair ablaufen. Vor allem die afrikanische Landwirtschaft braucht dringend Investitionen. Denn nur mit Hacke und Handarbeit kann sich der Kontinent nicht ernähren.


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Kommentare zu "Landraub in Äthiopien?"

Rainer Hoffmann | 12.12.2011 21:36

Schlimme Zustaende. Einerseits fast allmaechtige korumpierbare Herrscher, andererseits eine ueberwiegend unwissende fast rechtlose und um ihre nackte Existenz kaempfende Bevoelkerung. Ideal fuer Raubritter aller Art. Der Auspluenderung von Natur und Bevoelkerung stehen damit viele Wege offen. Von ausserhalb kann es da hoechstens kompetente Beratung geben. Ob die allerdings interessenfrei moeglich ist wage ich zu bezweifeln. Ausserdem muss sie dann noch gewollt sein und auch umgesetzt werden. Fast Aussichtslos. Aber sind wir nicht auch gerade dabei solche Verhaeltnisse zu schaffen! Mieserable Politik macht es moeglich. Erst wird die Karre durch Fehlentscheidungen und handlungsunfaehige Politik gegen die Wand gefahren und dann muss sie ausgerechnet von den Raubrittern gerettet weden. So verkauft man Demokratie in Europa! Alles wird dann nur noch den Interessen des grossen Geldes untergeordnet. Wenn die Politik dann nicht mehr frei handlungsfaegig ist sind wir in Afrika. Beitrag melden!

Ortner Barbara | 11.11.2011 15:30

Es ist erschütternd. Warum unternimmt die UNO dagegen nichts? Die FAO kann doch nicht glauben, dass dieser Landraub fair abläuft? Warum gibt man den Bauern in Äthiopen nicht die Unterstützung, dami sie ihr Land effizienter Bearbeiten können? Ich werde meinen privaten Konsum noch mehr einschränken, sonst kann ich als Einzelne nichts unternehmen. Diese billigen Rosen aus Afrika kaufe ich schon lange nicht mehr, aber wer kann mir garantieren, dass auch die teuren Rosen nicht aus einer farm aus Afrika kommen? Die Frage bleibt auch stürze ich mit der Konsumverweigerung die Menschen dort nicht noch in größeres Elend? Es ist ein Teufelskreis! Beitrag melden!

kla4tanz | 29.09.2011 19:09

Das ist ja echt supergruselig. :-( Und all das nur, weil wir reichen Industrienationen unser Luxusleben immer noch weiter steigern wollen. Danke für diesen erschütternden Bericht. Beitrag melden!

Hansa | 29.09.2011 17:11

war das nicht schon in der GEO-Ausgabe von voriger Woche??? Beitrag melden!

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