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GEO Magazin Nr. 07/11 Seite 1 von 1

Künstliche Intelligenz: Spielerische Problemlösung

Elektronengehirne können strohdumm sein. In Online-Spielen der exquisitesten Art geben die Nutzer ihnen Nachhilfe in humanoider Intelligenz - so lange, bis die Schüler die Lehrer übertreffen

Text von Christian Heinrich

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Keine Utopie: Daddeln im Dienste der Wissenschaft (Foto von: PhotoAlto/Alix Minde/Getty Images)
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Keine Utopie: Daddeln im Dienste der Wissenschaft

"Kann man den Menschen am Computer, während er spielt, nicht dazu bringen, gleichzeitig Probleme im Dienste der Menschheit zu lösen?", fragte sich vor einigen Jahren der Informatiker Luis von Ahn. Im Jahr 2003 stellte er seine Antwort ins Netz: ein Programm, in dem zwei zufällig zusammengewürfelte Spieler unabhängig voneinander dasselbe Bild zu sehen bekamen und jeweils eine Handvoll beschreibende Stichwörter dazu eintippen mussten. Für jede Übereinstimmung erhielten sie Punkte. Der Computer merkte sich die Schlagwörter zum jeweiligen Bild für die eigentlich beabsichtigte Anwendung: Wer in einer Suchmaschine einen entsprechenden Begriff eingab, sollte dazu passende Bilder gezeigt bekommen. Bald kaufte Google eine Lizenz für das Spiel und entwickelte seine eigene Version unter dem Namen Google Image Labeler. Wer heute bei Google nach Bildern sucht, erhält sinnvolle Treffer, weil Menschen zum Zeitvertreib Millionen von Bildern mit Stichwörtern gekennzeichnet haben.

Es war erst der Anfang. Luis von Ahn, Informatikprofessor an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, ist inzwischen ein Star in der Szene. Er hat eine neue Gattung von Programmen geschaffen: Human computation games oder games with a purpose nennt man heute Anwendungen, bei denen Millionen Menschen am Computer ihren Spieltrieb ausleben - und damit gleichzeitig einen Zweck erfüllen. Sie erledigen Aufgaben, die für die Rechner allein ungeheuer aufwendig oder gar unmöglich umzusetzen wären.

So auch beim Online-Spiel OnToGalaxy. Eine Erprobung im Selbstversuch: Weit entfernt von der Erde fliege ich in einem Raumgleiter durch eine fremde Galaxie und jage Waffenschmuggler.


Die Schmuggler verstecken ihre Ladung in Weltraumfrachtern, die ich anhand von Kennwörtern in ihrem Funkverkehr identifizieren soll. Die Einsatzzentrale gibt mir nur das Thema des Codes durch, "Gras" etwa. Wenn die markierten Frachter dazu passende Kennwörter verwenden, "grün" oder "Rasen" zum Beispiel, gehören sie zu den Schmugglern - und ich kapere sie mit meinem Raumgleiter. Frachter mit unpassenden Kennwörtern schieße ich ab. Bei OnToGalaxy sind Reaktionsfähigkeit und Treffsicherheit gefragt. Zeit und Energie plätschern dahin - ich denke kaum daran, dass hier noch etwas anderes geschieht: Markus Krause, Informatiker an der Universität Bremen und einer der Schöpfer des Spiels, zapft meine Energie ab und nutzt sie.

Im Rechenzentrum der Universität Bremen verfolgt ein Computerprogramm meine Bemühungen und lernt. Dass Menschen das Wort „grün“ ebenso mit Gras in Verbindung bringen wie mit dem Wort "Dollar", dass Dollar und Gras aber nichts miteinander zu tun haben. Während ich und andere spielen, lehren wir den Computer Zusammenhangwissen. Mit jedem Begriffspaar kann er die menschliche Sprache besser verstehen.

Markus Krause steht vor einem guten Dutzend Studenten im Seminarraum, ein Beamer hat ein Bild des Eiffelturms an die Wand geworfen. "Ich möchte Ihnen zeigen, wie produktiv Zeit genutzt werden kann. Der Eiffelturm zum Beispiel war ein Mammutprojekt. 20 Millionen menschliche Arbeitsstunden brauchte es, um ihn zu errichten", sagt Krause. Nächste Folie, ein comicartiges Feld mit einer Farm aus der Vogelperspektive, eine kleine Figur zieht einen Pflug. "Einige von euch kennen sicher das Spiel FarmVille. Jeden Tag wenden weltweit zehn Millionen Menschen insgesamt zwei Millionen Stunden auf, um den Ausbau ihrer Farm voranzutreiben." Ein Raunen geht durch die Bänke der Studenten. "Würden alle FarmVille-Spieler ihre Zeit zusammenwerfen und ihre Energie in ein Projekt wie den Bau des Eiffelturms investieren, wäre der in gerade einmal zehn Tagen fertiggestellt." Aber sie tun es nicht. Stattdessen kümmern sie sich um ihre Farm. Noch.


Links zu diesem Thema
  • › Human Computation

    Homepage der Arbeitsgruppe "Digitale Medien" der Universität Bremen

  • › Foldit

    Homepage des Onlinespiels, mit dem Menschen versuchen, bei der Lösung eines der größten Probleme der Biologie zu helfen

Immer mehr Wissenschaftler wollen die Zeit nutzen, die "da gewissermaßen ungenutzt verpufft". Noch ist die Bewegung so jung, dass man ihr Potenzial erst erahnen kann. "Es gibt eine Reihe von Problemen, die Computer nicht lösen können und die für Menschen normalerweise viel zu zeitaufwendig wären", sagt Markus Krause. Dazu gehören Zusammenhangwissen, Sprache, Bilder. Aber auch Knobelaufgaben, bei denen Menschen intuitiv vorgehen.

In der Molekularbiologie etwa. Proteinmoleküle, die Eiweißbausteine der Körperzellen, wirken wie zusammengeklumpte Knäuel. Das täuscht; sie sind auf spezielle und raffinierte Art gefaltet, um ihre Funktion in der Zelle zu erfüllen. Die Prinzipien dieser Faltung zu verstehen kann langfristig die Medizin verändern; der Nachbau von Proteinen mit neuen Eigenschaften würde möglich. Doch der Weg dahin ist weit, denn jedes Eiweißmolekül besitzt viele Hundert "Gelenke", potenzielle Faltstellen.

"Der Computer probiert stur eine Variation nach der anderen aus. Dabei steigt die Zahl der Möglichkeiten mit Zunahme der Faltstellen exponentiell an, und der Rechner ist überfordert", sagt Krause. Im Online-Spiel Foldit haben Wissenschaftler nun eine grafische Oberfläche geschaffen, in die Computerspieler die Moleküle passgenau einfügen und dazu vorher entsprechend falten müssen. Die meisten, die es probieren, kapitulieren schnell, doch es gibt Menschen mit gutem räumlichen Vorstellungsvermögen und Lust zum Knobeln, die den Computer mühelos schlagen. Von ihren oft unbewusst eingesetzten Algorithmen kann die Maschine lernen. "Indem der Mensch seine Fähigkeiten einspeist, sammelt der Computer gewissermaßen Erfahrung", sagt Krause. Irgendwann sei häufig der kritische Punkt erreicht, an dem der Rechner genügend Daten gewonnen habe, um für den Menschen von Nutzen zu sein. Dann kehrt sich das Kräfteverhältnis um - die Maschine hilft den Menschen: Suchmaschinen etwa beantworten dann direkte Fragen, statt im Netz nur nach Stichwörtern zu suchen; Rechner erkennen tatsächlich, was auf Bildern abgebildet ist und ermitteln für Biologen die ideale Faltung von Molekülen. Und so könnte es kommen, dass sich Biologen dereinst bei Millionen digitalen Weltraumkriegern, Landwirten und Faltkünstlern bedanken.


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