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Es ist ein überwältigender Bilderreigen über die Ozeane und das Leben in ihnen. Doch immer wieder unterbricht Arthus-Bertrand das Schwelgen in Schönheit, um den enormen Einfluss zu zeigen, den wir Menschen auf die scheinbar unergründlichen Ozeane haben, zeigt, wie sensibel die riesigen Ökosysteme auf die Eingriffe des Menschen reagieren: Überfischung, Müllstrudel, die Erderwärmung mit ihren Folgen, wie dem Korallensterben. Eine quälend langsame Kamerafahrt um einen auf Grund gelaufenen Containerfrachter, an Bord turmhohe Containerstapel, die ins Meer zu kippen drohen: ein Sinnbild des berstenden Traums vom ewigen Wachstum. Wie lange, fragt Arthus-Bertrand mit diesen Bildern, geht das noch gut?


<strong>Planet Ocean</strong><br />
Von Yann Arthus-Bertrand und Michael Pitiot (DVD/Blu-ray) (Foto von: Universal)
© Universal
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Planet Ocean
Von Yann Arthus-Bertrand und Michael Pitiot (DVD/Blu-ray)

Auf die richtigen Partner kommt es an

Neben ihm sitzt in der Kajüte der "Aldebaran" Michael Pitiot, der Co-Regisseur des Films, auch er ein erfahrener Filmemacher. Er drehte schon in Afrika, Afghanistan, der ehemaligen Sowjetunion und Vietnam. 2006 begleitete Pitiot die "Tara", ein französisches Expeditions- und Forschungsschiff, und berichtete über die Erforschung des Planktons in der Arktis und die Folgen des Klimawandels für den Arktischen Ozean. Vom Vegetarismus konnte Arthus-Bertrand ihn bisher nicht überzeugen. Aber dass sie zusammenarbeiten wollen, darüber seien sie sich innerhalb einer Viertelstunde einig gewesen, erzählt Pitiot. Es passte einfach.

Als Frank Schweikert, der Kapitän der "Aldebaran", sein Projekt vorstellt, unterbricht ihn Arthus-Bertrand. Ob er schon Kontakt mit den französischen Kollegen vom "Tara"-Team aufgenommen habe, die ähnliche Forschungsschwerpunkte haben. Arthus-Bertrand, das spürt man, will Leute zusammenbringen, die das Richtige tun.

Doch genug geredet. Arthus-Bertrand treibt es an Deck. Er will noch etwas sehen vom Hamburger Hafen. Denn die schwimmende Pressekonferenz nähert sich wieder dem Liegeplatz der "Aldebaran". Er lässt sich die Tide und den Containerhafen, die Elbphilharmonie und die Hafencity erklären.

Und dann ist YAB auch schon wieder weg. Nächste Station: Genf, Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen. Zu Hause in Paris bereitet er für das französische Fernsehen eine Serie über NGOs vor. "Ich habe genug davon, Filme zu machen, die man Kindern eigentlich nicht zeigen darf, weil sie so deprimierend sind", sagt er über "Planet Ocean". "Heute interessieren mich vor allem Leute, die die Welt verändern wollen, die nicht aufgeben."





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Kommentare zu "Von der Schönheit der Erde"

SoFienchen | 08.02.2013 17:48

Ein interessanter Artikel über einen faszinierenden Mann, der Lust auf "Welt retten" oder zumindest aktiv werden macht. Dennoch kann ich mir einen korrigierenden Kommentar nicht verkneifen: Vegetarier verzichten auch auf Fisch - Menschen, die zwar kein Fleisch, aber Fisch essen, nennt man Pescetarier. Ich finde diese Unterscheidung wichtig - es ist reichlich befremdlich, auf den Wunsch nach einem vegetarischen Snack beim Bäcker ein Fischbrötchen angeboten zu bekommen... (Das ist mir vor einigen Tagen passiert.) Beitrag melden!


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