GEO Magazin Nr. 05/10 - Befreiung vom Schmerz Seite 1 von 4

Text von Hanne Tügel

Transition Town: Testfall Totnes

Alte Stadt, neues Denken - die Bewohner von Totnes in Südengland proben den Abschied vom Erdöl. Sie haben ihren Heimatort zur "Transition Town" ernannt. Ziel: ein Wirtschaftsleben, das zu lokalen Kreisläufen zurückfindet


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

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http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Das Knattergefährt nimmt die Steigung zum Stadttor. Beim Schalten geht ein Hüpfer durch Chassis und Insassen. Dem Auspuff entströmt seltsamer Geruch. Pommes frites? Pete Ryeland nickt. Seine Motor-Rikscha fährt mit aufbereitetem Abfall-Öl aus lokalen Restaurants und Fish-and-Chips-Buden. Verbrauch: ein Liter auf 80 Kilometer. Willkommen in Totnes. Der Schauplatz für die Weltrevolution hat gut 8000 Einwohner und liegt auf 50°25' nördlicher Länge, 3°41' westlicher Breite. Die Initiatoren des Umsturzes sind vorsichtig, sie würden das Wort Revolution nie in den Mund nehmen. Englisch diskret sprechen sie von transition. Wandel, Übergang - das klingt sanft und harmlos genug und passt ideal zum Ort des subversiven Experiments.


Sonnabend ist Markttag. Wer Grünzeug von den Farmern der Umgebung kauft oder mit Möbeln vom Trödler auskommt, spart Ressourcen - und oft auch Geld (Foto von: Simon Roberts)
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Sonnabend ist Markttag. Wer Grünzeug von den Farmern der Umgebung kauft oder mit Möbeln vom Trödler auskommt, spart Ressourcen - und oft auch Geld

In Totnes präsentiert sich Schaufenster-England: die Burg hoch über dem River Dart; St. Mary’s, eine trutzige Kirche aus rohem rotem Sandstein; eine beruhigende Anzahl von Pubs, um Einheimische und Touristen bei Laune zu halten. Und als Schmuckstück die Guildhall, der Ratssaal, in dem 522 Bürgermeister seit 1359 in Goldschrift aufgeführt sind. Schenkt man der Kurzchronik Glauben, die dort ausliegt, sind in Totnes in jüngerer Zeit genau zwei bemerkenswerte Dinge geschehen. 1962 eröffnete die Queen den Rindermarkt – zu diesem Anlass wurde im Rathaus erstmals eine Damentoilette eingebaut. Und im Jahr 1990 brannte das mittelalterliche Stadttor ab.


Noch fehlt der Eintrag jenes Mittwochs im September 2006, an dem das Städtchen seine Neugeburt als „TTT – Transition Town Totnes“ erlebte, als Gemeinde, die sich das kaum Vorstellbare vorgenommen hat: auf eigene Faust unabhängig zu werden von jenem Rohstoff, der die westliche Welt süchtig, reich und bequem gemacht hat - vom Erdöl. Geplant ist ein sanfter Entzug bis 2030. Lokale Wirtschaftskreisläufe sollen nach und nach die Abhängigkeit von Importen lindern. Benzin, Beton und Plastik werden Platz machen für alternative Treib-, Bau- und Werkstoffe. Man nehme Kreativität plus Begeisterung und entfache neues Gemeinschaftsgefühl. Ergebnis: „eine bessere Welt mit weniger Stress, weniger Eile, weniger Angst, besserer Nahrung, besserer Gesundheit, mehr Gleichheit.“


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  • › Weniger Öl, mehr Regionales

    Die Bewegung kommt aus England und plant Weltbewegendes. Ihr Ziel: ein schneller Abschied vom Erdöl und Rückbesinnung auf lokale Wirtschaftskreisläufe - auf die sanfte Art. Erste deutsche Initiativen haben sich dem "Transition"-Netzwerk angeschlossen

Plausibel? Illusorisch? Bodenlos naiv? Zugegeben – eingefädelt hat das Vorhaben nicht der gewählte Stadtrat, sondern eine selbst ernannte Avantgarde. Listig verpacken die Aktivisten ihre Radikalkur in homöopathische Dosen. Sie pflanzen Nussbäume auf öffentliche Plätze. Sie ringen dem Bauamt mit dem Pro-Erbsen-Schlachtruf „Give peas a chance!“ einen Teil der Schlosswiese für Kleingartenparzellen und private Gemüseproduktion ab. Sie werben mit einem Janis-Joplin-Song für Kompostklos: „Oh Lord, won’t you buy me a composting loo?“ Sie drucken „Totnes Pounds“ als lokale Währung. Sie organisieren Workshops zum Hausbau aus Strohballen. Sie bereichern den öffentlichen Nahverkehr mit den beiden Motor-Rikschas, made in India. Sie finden Dutzende winzige Hebel, etwas sichtbar anders zu machen als üblich. „Proud to be different. Totnes“, steht auf den T-Shirts der Rikscha-Fahrer, die ehrenamtlich unterwegs sind; ihr Service ist kostenlos.



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Von der Utopie zum Experiment

Im Zentralorgan der Bewegung, der Webseite www.transitiontowns.org, haben die Pioniere die Etappen der Veränderung in einen Zwölfstufenplan zum Nachmachen geordnet. Er reicht von Stufe 1 (eine Steuerungsgruppe bilden) über Stufe 4 (die Gemeinde offiziell zur Transition Town erklären) und Stufe 8 (das Wiedererlernen alter Fertigkeiten organisieren) bis zur vorläufigen Endstufe (einen Energie-Abrüstungsplan erstellen). Ein „heiterer Haftungsausschluss“ warnt allerdings: „Wir haben keine Ahnung, ob das funktionieren wird. Transition ist ein soziales Experiment von ungeahntem Ausmaß.“ Und woher kommt das Geld? Keine Angst, es kommt, beruhigt die Webseite. Von Spenden, Workshop-Einnahmen, Projekt-Anträgen, Mäzenen.
„Die Zeit ist reif. Wenn dein Haus brennt, solltest du einen Weg nach draußen finden“, sagt Rob Hopkins, der Gründer der Transition-Bewegung, ein 41-jähriger Schlaks mit Günther-Jauch-Charme und Eulenaugen hinter der Brille. Der Vater von vier Söhnen war Dozent für ökologisches Bauen in Irland, bevor er mit seiner Familie nach Totnes zog. 2004 begann Hopkins, sich mit dem Problem „Peak Oil“ auseinanderzusetzen, dem absehbaren Gipfelpunkt der Ölförderung, der das Ende des bezahlbaren Öls einleitet. Seither kreist sein Leben um die Revolution, die ins postfossile Zeitalter führt.


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Kommentare zu "Transition Town: Testfall Totnes"


Margarita | 20.07.2010 18:45

Ein kleines Detail am Rande: seit 7.5. hat die Grüne Partei GBs eine Abgeordnete im Parlament. Da dies in Anbetracht des von mir vermuteten Redaktionsschlusses später geschehen ist, finde ich es trotzdem wichtig, darauf hin zu weisen - viel Hoffnung wird in die Parteichefin Caroline Lucas gesetzt, und viele haben darauf gewartet, dass auch in Großbritannien endlich eine Partei mitbestimmen darf, die in vielen anderen Ländern mittlerweile schon fast wieder aus der Mode kommt... Beitrag melden!

Gator | 05.07.2010 10:04

"50°25' nördlicher Länge, 3°41' westlicher Breite" Dieser Lapsus ist mir auch bereits im gedruckten GEO aufgefallen. Diese Ortsangabe lässt vermuten, dass der Verfasser des Artikel es in Totnes so schön fand, dass er verhindern möchte, dass zu viele Menschen wissen, wo es liegt, um diese Idylle zu erhalten. Ich vermute mal, Totnes liegt bei 50°25' Nord (Breite) und 3°41' West (Länge) Beitrag melden!

Joachim Janssen | 06.06.2010 16:24

Ohne vorher von diesen Versuchen gehört zu haben, habe ich vor zwei Jahren damit begonnen, ein Buch über dieses Thema zu schreiben. Mittlerweile ist es unter dem Titel -Klimawandel in Kolburg und meinem Pseudonym Joja Schott im Schlosser-Verlag herausgekommen. Es behandelt die Aufspaltung der Gesellschaft in zwei extreme Standpunkte. Einer davon ist eben der, eine nachhaltige und ökologisch bedenkenlose Struktur in die Lebensweise zu integrieren. Aus diesem Grund war ich sehr erstaunt, diesen Artikel zu lesen, der Versuchsobjekte beschreibt, die einen dringend notwendigen Wandel hin zu verantwortungsbewußter Lebensweise einfordern Beitrag melden!

goldboerse.net | 04.06.2010 01:26

Totnes ist das Vorbild für viele Initiativen und Netzwerke in und um Berlin. Unser kommendes Sommernetzwerkfest beschäftigt sich ausschließlich mit diesem Thema: „Transition towns – back to the roots“, Sa. 19.6.2010, ab 15 Uhr im Grünen und im Süden Berlins. Alle Interessierte sind herzlich willkommen. Mehr Infos siehe: www.goldboerse.net Beitrag melden!

fahrlehrer | 13.05.2010 14:53

Ein toller Artikel, bei dem ich schon wieder darüber nachdenke, wie möglichst viele Gelichgesinnte eine bessere Welt durchsetzen können. Technisch machbar ist vieles. Das Problem ist, dass die Menschen an ihrem "Wohlstand" festhalten wollen und glauben die Minimierung des Energieverbrauchs führt ins finstere Mittelalter zurück. Die Ideen zu einer Umgestaltung unserer Gesellschaft dürften meiner Meinung nach etwas radikaler sein. Dieser Artikel zeigt einen guten Anfang auf, wie man die Menschen für einen solchen Wandel psychologisch einstellen muss. Wenn ich schon sehe, wie alle schreien, wenn ein paar neue Windkrafträder aufgestellt werden und stattdessen die alten Atommeiler geduldet werden. Die Menschen denken zu kurz und kleinkariert. Ich wünsche den Menschen in Totnes, dass ihnen da etwas Neues gelingt, dass die Menschen mitreißt und animiert dabeizusein. Beitrag melden!

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