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GEO EPOCHE Nr. 30 - 04/08 - Die Industrielle Revolution - Heft vergriffen - › Abonnieren

Die Industrielle Revolution: Buchtipps

Empfehlungen der GEOEPOCHE-Redaktion für eine vertiefende Lektüre


DIE INDUSTRIELLE REVOLUTION IM ÜBERBLICK

Dieter Ziegler, Die Industrielle Revolution (Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005), 152 Seiten, 16,90 Euro.
Zuverlässige Informationsquelle zur Geschichte der deutschen Industrialisierung. Dieter Ziegler fasst die wirtschaftshistorische Forschung kurz und bündig zusammen und vermittelt einen guten Überblick. Der Bochumer Professor für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte versucht dabei gar nicht erst, den deutschen Industrialisierungsprozess als homogen darzustellen: Er unterteilt ihn vielmehr in unterschiedliche Phasen – und differenziert nach Regionen.



RICHARD ARKWRIGHT UND DIE MODERNE FABRIK

R. S. Fitton, The Arkwrights. Spinners of Fortune (Manchester University Press, 1990) 352 Seiten, ab 30 Euro (antiquarisch).
So wichtig Richard Arkwright für den Beginn der Industriellen Revolution auch war: Gering ist die Zahl an längeren biografischen Texten über ihn. Die einzige wirklich ausführliche Lebensgeschichte des Perückenmachers, der als technisch geschickter Geschäftsmann mit seinen Baumwollspinnereien das moderne Fabriksystem begründete, hat der Brite R. S. Fitton geschrieben. Der Historiker, über dem Verfassen des Buches verstorben, hat mit großer Detailversessenheit eine Fülle von Informationen zu Arkwright, seinen Geschäftspartnern und seinen Erben zusammengetragen, zitiert viele historische Dokumente wie Briefe, Zeitungsartikel und Gerichtsakten. Leider verliert sich das Werk jedoch zuweilen in der Menge der Fakten, ist eher umständlich geschrieben und aufgebaut, versäumt es oft, angeführte Originaltöne genauer einzuordnen und zu erklären. Wer aber so viel wie möglich über Sir Richard Arkwright und sein beeindruckendes Baumwollspinnimperium erfahren möchte, sollte „The Arkwrights“ lesen.

Almut Bohnsack, Spinnen und Weben. Entwicklung von Technik und Arbeit im Textilgewerbe (Rowohlt, Reinbek 1985) 298 Seiten, etwa 15 Euro (antiquarisch).
Welchen Pfaden technisch-ökonomische Innovation folgt und welche weit reichenden Auswirkungen auf die Arbeitsweise und das Leben der Menschen sie hat, zeigt Almut Bohnsack in ihrer Geschichte des europäischen Textilgewerbes. In ausführlichen Teilen schildert Bohnsack vor allem die Phase der Industrialisierung, die in Großbritannien begann, den Umbruch von der Handarbeit zur Maschine, von der ländlichen Hausproduktion zur städtischen Fabrik, vom Einzelstück zur Massenfertigung. Mit zahlreichen Bildern und Grafiken erklärt die Autorin genau und verständlich die sich verändernden Produktionstechniken, Apparaturen und Handgriffe, stellt die wichtigsten Erfinder vor, beleuchtet aber auch die sozialen Folgen der Arbeit in immer größeren Spinn- und Webwerken. Und natürlich befasst sie sich mit Richard Arkwright, dessen Leistung und Wirken hier im technikgeschichtlichen Kontext deutlich wird.



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 (Foto von: Rowohlt Verlag)
© Rowohlt Verlag

ADAM SMITH UND DIE THEORIE DES KAPITALISMUS

Gerhard Streminger, Adam Smith (Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999) 158 Seiten, 8,90 Euro.
Der schottische Philosoph Adam Smith (1723 bis 1790) legt 1776 eine Abhandlung vor, die das ökonomische Denken umwälzt, die Handelspolitik verändert und der Industriellen Revolution zum Durchbruch verhilft: „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“. Doch das Leben des Professors, Privatlehrers und Zollinspektors verläuft unspektakulär. Über die wenigen berichtenswerten Fakten informiert zuverlässig die knappe und preisgünstige Biografie aus der Reihe Rowohlts Monographien.


Adam Smith, Der Wohlstand der Nationen (Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999) 855 Seiten, 19,50 Euro.
Wer wirklich begreifen möchte, was an Smiths Werk so außerordentlich ist, der greife zum Original, etwa in der hervorragenden deutschen Übersetzung von Horst Claus Recktenwald: Er hat dem Werk eine ausführliche Einleitung über Leben und Werk des Philosophen vorangestellt. Ein echter Wissenschaftsklassiker, dennoch lebendig geschrieben und wegen der vielen Beispiele aus der Wirtschaftswelt zu Smiths Zeiten auch für Nichtökonomen leicht verständlich.



 (Foto von: Faber & Faber)
© Faber & Faber

JAMES WATT UND DIE DAMPFMASCHINE

Jenny Uglow, The Lunar Men. The Friends who made the Future, 1730 - 1810 (Faber & Faber, London 2003) 588 Seiten, £ 9,99.
In der „Mondgesellschaft“ menschelt es gewaltig. Nichtsdestoweniger eine faire Würdigung des Erfinder- und Freundeskreises um James Watt und seinen Geschäftspartner Matthew Boulton – und ein gelungenes Porträt ihrer Zeit.


Hans L. Sittauer, James Watt (B. G. Teubner Verlag, Leipzig 1989) 135 Seiten, antiquarisch ab 5 Euro.
Die knappe deutschsprachige Biografie ist eine ideale Einführung. Der Lehrer und Ingenieur Sittauer schildert Watts Leben und erklärt die Geistesblitze seines Helden allgemein verständlich.

Conrad Matschoß, Die Entwicklung der Dampfmaschine. Eine Geschichte der ortsfesten Dampfmaschine und der Lokomobile, der Schiffsmaschine und der Lokomotive (Julius Springer, Berlin 1908; Reprint VDI-Verlag, Düsseldorf 1987) 2 Bände, 834 Seiten, antiquarisch ab 320 Euro.
Technische Details, Abbildungen und Konstruktionsskizzen. Nach einem Bibliotheksbesuch, der sich wegen des hohen Preises aufdrängt, sind Sie nicht nur für die einschlägige Frage gerüstet: „Wat is ene Dampfmaschin’?“ - Sie können selbst eine bauen.


Otfried Wagenbreth, Helmut Düntzsch und Albert Gieseler, Die Geschichte der Dampfmaschine. Historische Entwicklung, Industriegeschichte, Technische Denkmale (Aschendorff Verlag, Münster 2002), vergriffen.
Die Kolbendampfmaschine von ihren Anfängen bis zur Gegenwart: Ein Werk, gespickt mit Zeichnungen, Schaubildern, Diagrammen. Es richtet sich eher an technisch und technikgeschichtlich interessierte Bibliotheksbesucher.




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