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Saint Helena, vergessen im Atlantik

Die britische Enklave St. Helena liegt isoliert mitten im Atlantik. Eine junge Frau kehrt dennoch mit ihrer Tochter zurück in die Heimat. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag (26. Dezember)


RMS St. Helena ankert vor der einsamen Insel (Foto von: MedienKontor)
© MedienKontor
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RMS St. Helena ankert vor der einsamen Insel

Ein Film von Karl Alexander Weck

Einsam und allein liegt das britische Übersee-Territorium St. Helena mitten im Atlantischen Ozean. Kaum eine bewohnte Insel der Welt ist weiter entfernt von jeglicher Nachbarschaft. 2000 Kilometer sind es bis zur afrikanischen und 3000 bis zur südamerikanischen Küste. Dass die Briten den französischen Kaiser Napoleon hierher in die Verbannung schickten, hat seinen Grund. Von St. Helena gab und gibt es praktisch kein Entkommen. Noch heute ist ein Schiff die einzige Verbindung mit der Außenwelt, ein Flughafen existiert nicht. Rund 4.000 Menschen trotzen der Einsamkeit. Die "Saints", wie sie sich nennen, harren aus auf ihrer Insel im Ozean.

St. Helena, so die Planung im fernen London, sollte endlich einen Flughafen bekommen. Für Michael Benjamin ein Grund, nach 33 Jahren im Ausland auf seine Heimatinsel zurückzukehren. Er hat alles auf eine Karte gesetzt. Mit einem Gastronomiebetrieb will er zuerst Bauarbeiter versorgen und später die Touristen. Das neue Wohnhaus ist bezogen, Frau und Sohn leben auch schon auf der Insel – nur der Beschluss zum Flughafenbau wurde rückgängig gemacht. Die Zentralregierung in London hat wegen der Finanzkrise plötzlich kein Geld mehr für sein entferntes Übersee-Territorium. Die Pläne für den ersehnten Flughafen liegen auf Eis – St. Helena bleibt abgeschnitten vom Rest der Welt. Für Michael Benjamin und seine Familie ist diese Situation existenzbedrohend. Ohne Flughafen bietet die abgelegene Atlantikinsel praktisch keine Perspektiven. Wovon sollen die drei nun leben? Der Alltag auf St. Helena wird für die Benjamins zu einem Überlebenskampf mit ungewissem Ausgang.

360°- GEO Reportage begleitet weitere Menschen bei Ihrer Rückkehr nach St. Helena. Nach 21 Jahren zieht es auch die gebürtige Insulanerin Winnie Thomas mit ihrer Tochter Annalise aus England zurück in die Isolation. Notgedrungen und aus traurigem Anlass. Brian Thomas, der Ehemann und Vater, verstarb erst kürzlich an Krebs. Nun soll er im Heimatboden seine letzte Ruhe finden. Für Winnie und Annalise beginnt ein neues Leben. Können sich die beiden an die Isolation gewöhnen? Wie wird Annalise von ihren neuen Mitschülern aufgenommen? Und wie reagieren all die vielen Verwandten auf die Rückkehr der beiden?

360°- GEO Reportage setzt einen Fuß auf das isolierte Eiland und zeigt, wie das Leben mitten im Südatlantik möglich ist.


Fact Sheet: Saint Helena

  • Die mitten im Atlantik gelegene Insel entstand durch vulkanische Aktivität
  • Der Vorort Half Tree Hollow der Hauptstadt Jamestown ist mit etwas mehr als 900 Einwohnern (Stand 2009) der größte Ort der Insel
  • Saint Helena ist von zahlreichen kleinen Satelliteninseln umgeben
  • Die ursprüngliche Flora der Insel bestand aus Baumfarnen, die mittlerweile durch Rodung und Beweidung von einer Gras- und Buschlandschaft abgelöst wurde
  • Saint Helena war bis zu ihrer Entdeckung im Jahre 1502 durch den Portugiesen Joao da Nova unbewohnt


Arte Programm
  • › www.arte.tv

    Mit weiteren Informationen zu GEO-Filmen (Links, Buchtipps, Video-Kurzfassung u.a.)

Wiederholungen:
sonntags um 18.05 Uhr


27. Dezember 2009: Ein Baumhaus in Costa Rica


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Kommentare zu "Saint Helena, vergessen im Atlantik"

UpperJamestown | 24.01.2010 07:47

Eigentlich ist der Film gut gemacht, nur: wer etwas über die Insel und das Leben der Saints erfahren wollte, ist leer ausgegangen. Kein Wort/Bild zu Befestigungsanlagen, der berühmten Jacob’s Ladder, dem Fischfang, dem teuren Kaffee; den internierten Buren, bahreinischen Prinzen und Zulus. Kein Wort zu den bedrohlichen Steinlawinen, den dominierenden Firmen Solomons & Co sowie Thorpe‘s. Es wurde kein Hotel besucht, auch nicht das Museum. Keiner der zahlreichen Vereine auch nur erwähnt. Alles drehte sich um zwei Familien, die zwar von der Insel stammen, doch lange in Übersee waren. Ein Film-Dreh um 360 Grad auf dem Paradeplatz am Stadttor hätte in weniger als einer Minute dem Zuschauwer das Castle, die Polizeiwache, Gerichtsgebäude, Bibliothek, Stadtpark, Kirche St James, Gefängnis, Jacob’s Ladder, Museum, Denkmal für Dr Arnold und Ladengeschäfte zumindest kurz gezeigt.
Fragen zu St Helena und Tristan da Cunha (+ Falklands)? Info bei…. „geraniumvalley(at)freenet.de“
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