Evolution Wofür besitzen wir Augenbrauen? Forscher haben eine neue Theorie

Machten bewegliche Augenbrauen unsere Vorfahren zu sozialeren Wesen? Das glauben Forscher der britischen Universität York
Mann zieht Augenbraue hoch

Durch das Bewegen der Augenbrauen können wir heute komplexe Emotionen ausdrücken und die Gefühle anderer wahrzunehmen. Die starre Stirnwulst unserer Vorfahren war da weniger kommunikativ

Augenbrauen schützen vor Regen, Staub und Schweiß – das ist nur eine der vielen Vermutungen rund um die Existenz der Brauenpartie. Doch ein Team um den Anthropologen Ricardo Godinho von der englischen University of York stellt eine ganz neue These auf. Demnach dienen unsere Augenbrauen ausschließlich der Kommunikation und der Vermittlung von Emotionen. Die Vorfahren des modernen Menschen besaßen noch dicke, starre Überaugenwülste. Diese signalisierten Dominanz und Aggression – so vermuten die Forscher in ihrer Studie.

Augenbrauen wurden graziler und beweglicher

Doch im Zuge der Evolution bildeten sich die markanten Erhebungen über den Augen immer weiter zurück. Die sich dort entwickelnden Augenbrauen wurden mit der Zeit graziler und beweglicher. Dieser Prozess habe sich vor allem in den vergangenen 20.000 Jahren beschleunigt – nachdem Menschen von Jägern und Sammlern zu sesshaften Bauern wurden und im Zuge dessen mehr miteinander kommunzierten. Heute können wir sie verärgert runzeln oder verwundert hochziehen: So verraten sie viel über unsere Emotionen und unser Verhalten.