Látrabjarg: Der Vogelfelsen
Wenn die vermeintlich einzige Straße weit und breit an Islands westlichem Zipfel abrupt endet, führen nur noch wenige Höhenmeter bergauf – und plötzlich fühlt sich alles nach dem Ende der Welt an. Ein Schild markiert den angeblich westlichsten Punkt Europas (die Azoren würden dem wohl widersprechen), während sich dahinter die Klippen von Látrabjarg senkrecht in die Tiefe stürzen. Im Sommer verwandelt sich das Areal in ein gigantisches Brutrevier: Wie ein Hochhaus besiedeln zahllose Meeresvögel die schroffen Felswände des Látrabjarg, Nest an Nest, Etage um Etage.
© Malte Joost / GEO