EU verklagt Deutschland Diesel-Abgase: Finden Sie heraus, wie schmutzig die Luft in Ihrer Stadt ist

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen schlechter Luft. Unsere interaktive Karte zeigt, wo die Belastung mit gefährlichen Stickstoffdioxiden besonders hoch ist

Interaktive Karte: Wie schmutzig ist die Luft in meiner Stadt?

Die Karte zeigt alle Messstationen, die in Deutschland im Jahr 2017 die Stickstoffdioxid (NO2)-Jahreskonzentration gemessen haben.

Rot: Grenzwert überschritten (> 40 Mikrogramm/m3)
Gelb: 25-40 Mikrogramm/m3
Grün: weniger als 25 Mikrogramm/m3

Die Daten sind vorläufig. Die endgültigen, geprüften Werte veröffentlicht das Umweltbundesamt ab Anfang Juni 2018.

Jetzt reicht's der EU-Kommission. Seit Jahren mahnt sie bessere Luft in deutschen Städten an und erhöhte immer wieder den Druck. Passiert ist wenig. Jetzt verklagt die Kommission die Bundesrepublik vor dem Europäischen Gerichtshof. Ebenso wie die Länder Frankreich, Großbritannien, Italien, Ungarn und Rumänien.

In der EU wurden verbindliche Grenzwerte für das giftige Stickstoffdioxid (NO2) im Jahr 2010 eingeführt. Doch die wurden seither nach Angaben des Umweltbundesamtes an der Hälfte aller verkehrsnaher Messstationen in Deutschland regelmäßig überschritten.

2015 leitete die EU-Kommission daher ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland ein - ohne nennenswerten Erfolg. Denn auch 2017 wurden die Grenzwerte wieder in 66 deutschen Städten überschritten, zum Teil drastisch. Im selben Jahr ging auch ein "letztes Mahnschreiben" der Kommission in Berlin ein.

Auch das "letzte Mahnschreiben" zeigte keine Wirkung

Nun legt die Kommission mit einer Klage nach. Sollte die Bundesrepublik in dem Rechtsstreit unterliegen, drohen dem deutschen Steuerzahler hohe Zwangsgelder.

Doch schon jetzt steigt der Druck auf die politisch Verantwortlichen, für sauberere Luft zu sorgen. Als schnell wirksame Lösungsmöglichkeiten kommen sowohl Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen als auch Fahrverbote in Betracht. Die hatte das Bundesverwaltungsgericht im Februar grundsätzlich erlaubt.

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