Hania in Laos

Hania Weissbach hat sich nach dem Abitur für den entwicklungspolitischen Dienst "Weltwärts" verpflichtet. Sie schreibt aus Vientiane, Laos, wo sie in einem Kindergarten arbeitet

15. August 2011

Ankunft in Bangkok. Das war der schwerste Abschied meines Lebens, vor allem von meiner kleinen Schwester und meinem Freund Dennis. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich unfreiwillig in einen Krieg eingezogen worden. Zum Glück sitzen viele junge Menschen um mich herum, denen es ähnlich geht.

Hania in Laos
© Tanja Kernweiss für GEO Wissen

16. August

Weiterreise nach Laos. Die Schwüle ist der Hammer. Du atmest tief ein und merkst gar nicht, dass auch Sauerstoff dabei ist. Ich wohne mit 13 Freiwilligen in einem riesigen Haus, das für die Verhältnisse hier luxuriös ist.

17. August

Nach 20-minütiger Fahrt komme ich am Kindergarten in Vientiane an, an dem ich für ein Jahr unterrichten soll. Eine große Einfahrt, hellblaue Gebäude leuchten durch den Gitterzaun, die Farbe etwas abgeblättert. 35 Kinder, die mich bestaunen und Sabai dii ("Willkommen!") rufen. Zur Begrüßung steht für mich ein geschmückter Korb mit Bananen, Eiern und Hühnerkrallen im Raum. Es werden Reden gehalten, und ich bekomme ein Glücksbändchen ums Handgelenk. Auf der Abschiedsparty meiner Vorgängerin Pia versuche ich, mit den Laoten zu kommunizieren. Geht natürlich voll in die Hose nach nur einer Stunde Sprachunterricht. Zum Glück habe ich demnächst zwei Wochen lang vier Stunden Unterricht täglich. Ich kaufe Pia ihren Motorroller ab. Mit dem Fahrrad fährt hier kaum jemand, es ist einfach zu heiß.

27. August

Allein in unserer WG, mein Körper macht schlapp, Durchfall. Bei 40 Grad!

1. September

Hania in Laos
© Hania Weissbach

Mein erster Arbeitstag. Und mein Wecker hat versagt - warum gerade heute? Es ist der Tag nach den Ferien, viele Kinder weinen ihren Müttern hinterher. Die Direktorin führt mich in meine Klasse, und ich versuche, mich auf Laotisch vorzustellen. Nach dem Mittagessen lege ich mich wie die Kinder auf ausgelegte Decken auf den Boden und schlafe nach kurzer Zeit fest ein. Später soll ich den Mädchen die Haare flechten, dann ist Spielen angesagt. Am Nachmittag komme ich dann noch zum Englischunterricht: Wir singen Lieder wie "Head, shoulders, knees and toes..."

2. September

In der Mittagspause fragt mich ein Mitarbeiter, ob ich mit ihm essen gehen will. Bin unsicher, ob das normal ist in Laos. Aber ich will nicht unhöflich sein, und so fahren wir mit dem Roller zu einem kleinen Restaurant. Danach grummelt mein Magen vernehmlich. Später frage ich die Direktorin, ob ich den CD-Player zur Unterrichtsvorbereitung nutzen darf. Sie nickt. Ich schließe die Tür, drehe am Lautstärkeregler, höre aber nichts, ich drehe ihn immer höher. Dann geht die Tür auf, und ich merke, dass ich die ganze Schule mit Kinderliedern beschalle, der Player ist mit allen Lautsprechern verbunden. Peinlich. Zum Abschied küssen und umarmen mich die Kinder, das ist eine tolle Bestätigung. Nur dass sie mich Falang ("Langnase") nennen, passt mir nicht, ich habe doch eine so kleine Nase.

3. September

Wenn mal nichts zu tun ist, kommt die Sehnsucht. Und ich hinterfrage meine Entscheidung, ins Ausland zu gehen. Aber tief im Innern weiß ich, dass es der richtige Entschluss war.

5. September

Habe das erste Mal unterrichtet, es war eine Katastrophe. Die Kinder verstehen mich nicht, ich muss unbedingt die Sprache lernen, sonst wird das nichts. Die Lehrer und Erzieher stellen die Kinder ruhig, indem sie ihnen mit einem Lineal auf den Po hauen oder sie an den Ohren ziehen. Das möchte ich auf keinen Fall übernehmen. Kein Wunder, dass sich die Kinder auch gegenseitig viel hauen.

Hania in Laos
© Hania Weissbach

6. September

Mein Unterricht ist nun schon um Klassen besser. Lieder singen und dazu tanzen - das lieben anscheinend alle Kinder auf der Welt. Ich fühle mich immer mehr heimisch und angenommen. Nur der ständige Uringeruch stört mich. Auch das Wasser, mit dem ich mir die Hände wasche, riecht. Ich nehme immer heimlich ein wenig antibakterielles Handgel, damit ich mich nicht so schmutzig fühle.

9. September

Bei 35 Grad habe ich Sport gegeben und 60 fünfjährige Kinder durch die Gegend gejagt. Außerdem ist es mir gelungen, meinen neuen Computer auf Thai und Laotisch zu installieren. Und ich bin stolz, weil ich meiner Chefin die Planung für meine Arbeit in den nächsten Monaten auf Laotisch vorstellen konnte. Englisch spricht so gut wie niemand im Kindergarten. Abends lag ich kränkelnd im Bett, vermochte aber wegen der Hitze nicht zu schlafen. Wir sind dann noch los, in die Disco: Vier Weiße, das ist eine Attraktion, man wird angeguckt, angequatscht und angetanzt.

12. September

Heute hat mich ein Kind gefragt, ob ich die lauten Mitschüler nicht schlagen kann - und gab mir einen riesigen Holzstock. Ich war geschockt. Auch wenn die Laoten nicht stark hauen, sie tun es oft und grundlos. Ich habe dem Kind gesagt, dass ich so etwas nicht mache. Daraufhin haben mich noch weniger Kinder ernst genommen. Der Englischunterricht läuft super, aber wenn sie schlafen sollen, schaffe ich es nicht, sie ruhigzustellen. Ich hoffe nur, dass ich nicht irgendwann damit anfange, sie zu schlagen.

23. September

Ich liebe diese dicken Regentropfen, die sich anfühlen, als würde man von einer Welle mitgenommen, so schwer und groß sind sie. Besonders wenn ich jogge, gibt es mir einen richtigen Kick. Es wird einem sofort klar, dass Wasser das Elixier des Lebens ist. Manchmal hasse ich den Regen aber auch. Wenn es in mein Bett tropft, ich mit nassem Gesicht aufwache und dann zur Arbeit fahren muss.

Nachmittags habe ich einen kleinen Unfall gebaut mit dem Roller. Ich wollte links abbiegen, als mich zwei Laotinnen links überholten. Die sind dann leicht auf einen Pick-up geprallt. Der Besitzer sagt zu dem Kratzer an seinem neuen Auto nur "Macht nichts". Ich liebe diesen Satz. In Deutschland müsste man die Versicherungsdaten austauschen und sich stundenlang darüber ärgern.

Hania in Laos
© Hania Weissbach

24. September

Heute war ich schlecht gelaunt. Um mich abzulenken, bin ich shoppen gegangen, ich mag die engen Gassen und das Handeln. Allerdings muss ich XL-Größe kaufen. Das ist deprimierend. In Deutschland habe ich M und hier XL.

Es riecht auf dem Markt nach Gewürzen und Weichspüler, Frauen hauen mit unglaublicher Kraft auf das Fleisch vor ihnen. Fliegen und anderes Getier tummeln sich darauf. Einem Touristen vergeht da sicher der Appetit, für die Laoten ist es normal. Die hygienischen Verhältnisse im Kindergarten haben mich inzwischen auch abgehärtet, vieles sehe ich schon gar nicht mehr.

29. September

Hania in Laos
© Hania Weissbach

Gestern wurde einem Kind ein Auge mit Klebeband zugeklebt, weil es nicht schlafen wollte. Finde es gar nicht mehr so schlimm, was sie hier zum Teil für harte Erziehungsmethoden haben. Das schockiert mich – ich hoffe nur, ich werde nicht zu einem schlechten Menschen.

Die Lehrer geben mir jetzt auch schon den Stock in die Hand. Was soll ich machen? Ich habe mir geschworen, die Kinder nicht zu schlagen. Ich haue dann lediglich laut auf den Boden oder den Tisch, das wirkt auch.

Nächste Woche führe ich eine Stempelliste ein, mit einem Foto für jedes Kind. Wer lieb war, bekommt einen Stempel. Und am Ende des Monats gibt es eine kleine Belohnung. Bin gespannt, ob das klappt.

7. Oktober

Ich habe mir jetzt doch ein Fahrrad gekauft und fahre damit zur Arbeit. Ich jogge auch jeden zweiten Tag, sonst würde ich hier aufgehen wie ein Hefeteig. Beim Laufen ist mir aufgefallen, wie viele Laoten ihre Arbeit unterbrechen und den Sonnenuntergang genießen. Sogar der Eisverkäufer, der den ganzen Tag durch die Gegend fährt, hatte eine Pause eingelegt, saß auf dem Rad und schleckte ein Eis. Es ist wunderbar, diese Ruhe zu beobachten. Ich hatte sogar das Gefühl, dass ich als Jogger störe und einen unheimlichen Lärm verursache.

23. Oktober

Gerade habe ich die Briefe meiner Familie und Freunde gelesen - und musste weinen. Um halb ein Uhr nachts habe ich Dennis alles Gute zum Geburtstag gewünscht, ich vermisse seinen Geruch und seine Wärme. Selbst meinen Bruder, den ich in Deutschland nach zwei Monaten nicht vermisse, hätte ich jetzt gerne hier. Besonders wenn die Laoten einen mal wieder anmachen. Andererseits geht es mir aber sehr gut hier. Wenn die Kinder nach ihrer Mittagspause aufstehen und englische Lieder singen, ist das die beste Bestätigung für meine Arbeit. Dann fühle ich mich innerlich erfüllt und könnte die Kleinen abknutschen.

Die Idee mit dem Stempel funktioniert. Wenn sie keinen bekommen, machen sie sich richtig Gedanken.

31. Oktober

Gestern waren wir "Weltwärts"-Leute vom Botschafter eingeladen, um den Tag der deutschen Einheit zu feiern, ins beste Hotel von Vientiane. Es war erschreckend, wie unsympathisch ich die Deutschen in ihren teuren Kleidern und mit ihren Täschchen fand. Sie unterhielten sich über unglaublich langweilige Themen, beschwerten sich über die Hitze und den Schmutz. Nach der Rede des Botschafters wurde das Buffet eröffnet, und wir stürzten uns gleich darauf: Kasseler, Leberkäse, Sauerkraut, Bratwurst, Hefeweizen, herrlich!

18. November

Dieses Wochenende hat unsere WG einen Ausflug gemacht, zu einem Öko-Hotel - Natur pur. Im Nachbarort feierten Leute aus den Bergen ihr Neujahrsfest. Gleichzeitig war es auch eine Art Brautschau, die Frauen hatten sich hübsch gemacht, manche mit High Heels. Jeweils eine Frau und ein Mann stellten sich einander gegenüber und warfen sich einen Tennisball zu. Wer ihn fallen ließ, musste ein Kleidungsstück verschenken oder ein Lied singen. Das wirkte ziemlich albern und befremdlich. Wir wurden mehrfach angequatscht, ob wir als Single-Frauen nicht auch mitmachen wollen. Nein danke!

Hania in Laos
© Hania Weissbach

24. November

Bald kommt Weihnachten. Unsere WG versucht ihr Bestes: Plätzchen backen, dekorieren, die Küche rot streichen, ein wenig Weihnachtsmusik hören. Aber so richtig klappt das nicht. Und warum auch? Hier feiert wirklich niemand Weihnachten.

25. November

Ich zähle die Tage, bis meine Eltern und meine Schwester kommen. Es ist das erste Mal, dass ich ihnen etwas voraushabe. Ein neues und gutes Gefühl. Ich fühle mich dadurch sehr erwachsen und stolz.

Im Februar sehe ich Dennis. Was ist, wenn wir uns treffen und ich ihn als fremd empfinde? Was mich stärkt, ist die Beobachtung, dass, wenn ich eine SMS bekomme oder wir skypen, meine Schutzmauer aufbricht und die alten Gefühle wie ein Windschwall auf mich zurasen. Ich habe schon geträumt, dass ich in seine Arme springe und er sich den Knöchel bricht, weil ich zugenommen habe.

12. Dezember

Heute bin ich zweimal von der Polizei angehalten worden. Erst zweifelten drei Beamte meine Papiere an. Wahrscheinlich wollten sie nur ein wenig Geld für ihr Feierabendbier, derartige Korruption ist hier weit verbreitet. Ich habe aber nicht aufgehört zu argumentieren. Nach einer Viertelstunde haben sie mich dann fahren lassen. Kurz darauf hielt mich ein junger Polizist an. Er musterte mich von oben bis unten, wollte wissen, wohin ich will, wo ich wohne, wo ich arbeite. Dann fragte er doch tatsächlich, ob ich einen Freund hätte. Ich weiß, dass die Menschen hier anders sind, aber das war bestimmt nicht normal. Zögernd antwortete ich mit ja. Er schaute mich nur enttäuscht an und ließ mich weiterfahren. Erst war ich geschockt, später habe ich dann einen Lachanfall bekommen. Wo bin ich hier nur gelandet?

Hania in Laos
© Hania Weissbach

20. Dezember

Meine Familie ist da. Auf der Rückfahrt vom Flughafen konnte ich nicht aufhören zu erzählen. Wir waren eine Woche in Laos und eine Woche in Vietnam unterwegs.

9. Januar 2012

Meine Chefin hat mich heute zur Seite genommen und meinte, dass ich zu viel arbeite. Es stimmt wirklich. Ich arbeite acht Stunden am Tag. Wenn ich nicht unterrichte, bereite ich Unterricht vor, bringe den Kindern Schreiben bei, flechte Zöpfe oder räume auf. Zu Hause ist man immer Kind, steht ständig unter Aufsicht, bekommt sein Essen vorgesetzt. Hier bin ich viel selbstständiger. Auch was das Essen angeht: Ich muss mich selbst verpflegen, habe nicht viel Geld, und es gibt eine riesige Auswahl an unbekannten Lebensmitteln. Es ist etwas ganz anderes, als alles einfach auf Mamas Einkaufsliste zu schreiben.

17. Januar

Hania in Laos
© Hania Weissbach

Das Lernen besteht hier vor allem aus Vorsagen und Auswendiglernen. Die Kinder können zwar aufsagen, dass vier mal vier 16 ist, aber nicht, wie das Ergebnis zustande kommt. Müssen sie ja im Kindergarten auch nicht, aber warum lernen sie es überhaupt auswendig? Es ist mir ohnehin aufgefallen, dass die Laoten kaum etwas hinterfragen.

Meinungen, die nicht der Mehrheit entsprechen, sind tabu. Auch ältere Menschen nehmen meist alles hin, und es fällt ihnen schwer, zum Beispiel über Politik zu diskutieren. Kein Wunder, dass es wirtschaftlich hier so schleppend vorangeht. Wenn keiner neue Ideen hat und Eigeninitiative ergreift, passiert wenig. Da merke ich, dass ich aus einem ganz anderen Land komme.

Wir könnten aber auch etwas von den Laoten lernen: beispielsweise, wie viel Zeit sich Eltern und Erzieher für die Kinder nehmen und dass sie ihnen immer zuhören.

28. Januar

Endlich geht es los zu Dennis. Meine Chefinnen haben mir aus einem Kloster gesegnete Bändchen mitgebracht.

30. Januar

Bin in Ruanda. Als ich Dennis gesehen habe, bin ich ihm in die Arme gesprungen, herrlich!

10. Februar

Am ersten Tag hat Dennis mir sein Viertel gezeigt, und ich war mit auf seiner Arbeitsstelle.

Es war viel weniger hektisch als bei mir im Kindergarten. Und es gibt viel weniger zu tun. Wir haben gemalt, Fußball gespielt, Sand geschleppt. Die Menschen, das Wetter und die Natur sind vollkommen anders als in Laos.

Wir waren dann viel unterwegs, am Kiwu- See, auf einer Safari, zu einer Wanderung. Ruanda ist unheimlich vielseitig.

13. Februar

Zurück in Laos. Habe mit meinen Fotos und Videos gleich eine kleine Unterrichtseinheit zu Ruanda gemacht; die Kinder und auch die Lehrer waren sehr interessiert.

16. Februar

Meine Tante und mein Onkel besuchen mich. Die sind schon viel rumgekommen - und von Laos begeistert, weil es noch seinen ganz eigenen Charme hat. Wir haben einen zweitägigen Ausflug mit dem Motorroller gemacht.

31. März

Große Neuigkeiten: Die Universität "West of Scotland" hat mich für ein Psychologie-Studium angenommen. Mein Traumstudiengang - und dann noch in demselben Land, in dem Dennis studieren wird. Was gibt es Schöneres?

8. April

Zurzeit wird mir noch etwas angst und bange bei dem Gedanken, das Auslandsjahr zu beenden und mein allein aufgebautes Leben in Laos hinter mir zu lassen. Missen möchte ich keinen Moment, denn all die Erfahrungen lassen mich mein bisheriges Leben neu wahrnehmen.

9. April

300 Eier gekocht, anschließend bemalt und in selbst gebastelte Tüten verstaut, Hasenohren gebastelt, Girlanden aufgehängt, Süßigkeiten im Wert von 70 Euro in den Bäumen aufgehängt und bei 35 Grad die geschmolzene Schokolade genüsslich verschlungen. Das Osterfest ist gelungen. Die Kinder haben den Sinn im Ostereier anmalen und einem Hasen, der sie versteckt, nicht ganz verstanden und die Deutschen als verrückt abgestempelt – aber wir hatten viel Spaß zusammen.

10. April

Quiztag im Kindergarten. Aus jeder Klasse der älteren Kinder musstebn die begabtesten an einem Quiz teilnehmen. Matheaufgaben lösen, malen, schreiben, aufsagen. Die Jury bestand aus den Chefinnen. Die Kinder waren sehr aufgeregt, aber sie wurden liebevoll unterstützt und haben Preise bekommen. Es ging über mehrere Stunden, sodass die Prüflinge sogar Essen bekommen haben und schlafen konnten. Das Fünfjährige mehrere Minuten allein vorne auf der Bühne stehen und Fragen beantworten ist meiner Meinung nach aber zu früh für das Alter. Sie waren teilweise extrem aufgeregt und kamen mit der Situation noch nicht zurecht.

Hania in Laos
© Hania Weissbach

11. April

Heute sind die Kinder an der Reihe und führen ihre Tänze zum laotischen Neujahrsfest auf (das wird nach dem Mondkalender berechnet und findet immer im April statt). Sie haben sich mehrere Wochen drauf vorbereitet, waren verkleidet und geschminkt und haben laotische Lieder gesungen. Ich wurde auf die Bühne gezerrt und sollte ein deutsches oder englisches Neujahrslied singen. Gibt es das überhaupt? Kurzerhand habe ich mir zu einer laotischen Melodie ein „New-Years“ Lied auf Englisch ausgedacht. Der Text ging ungefähr so: „I wish everybody a nice new year, good luck, good food, health and new experiences.“

Die Zuschauer haben geklatscht und ich bekam sogar eine Süßigkeit als Belohnung. Später folgten dann ein traditioneller laotischer Segnungsprozess und eine große Wasserschlacht. Kaum wurden die Wasserbomben verteilt, Spritzpistolen ausgepackt und Schläuche mit dem Wasserhahn verbunden war ich schon pitschnass. Bei 40 Grad genau das richtige. Auch die Eltern wurden abgefangen und von oben bis unten nassgemacht. Trocken kam keiner aus dem Kindergarten raus.

12. April

Die Kinder haben frei und die Lehrer treffen sich schon morgens zum Kochen und Feiern. Es kamen noch ehemalige Kolleginnen, die verehrt wurden wie Königinnen. Gemeinsames Singen und eine große Wasserschlacht gab es natürlich auch wieder. Ich entschied mich für: „Wie schön das du geboren bist.“ Es muss ja keiner wissen, dass es ein Geburtstagslied ist.

14. April

Die Laoten fangen unheimlich früh an mit Feiern (ab sieben Uhr) und hören dann aber um 24 Uhr auch wieder auf. Die Clubs schließen dann meistens schon. Beim Neujahrsfest war sogar schon Mittags unheimlich viel los, in den Straßen kein durchkommen, jeder wurde nassgemacht und bekam ein Bier eingeflösst. Die Stadt war eine einzige Partymeile. Wir waren bei allem dabei und haben sieben Stunden in nassen Klamotten durchgehalten.

15. April

Heute haben wir uns verabredet zu einem Wasserfall zu fahren und zu picknicken. Eine laotische Freundin hat einen Pick-up auf dem wir alles verstauen konnten: Obstsalat, Gemüse, Fisch, Fischsauce, getrocknetes Fleisch und Pepsi mit Eiswürfeln. Wir sind eine Stunde gefahren und an einem verschmutzten und fast ausgetrockneten Fluss angekommen. Es war nicht gerade wunderschön, aber was soll man auch in der Trockenzeit erwarten? Die Rückfahrt durch die Stadt war ein Abenteuer, wir wurden von Feiernden mit Farbbomben attackiert und zum Bier trinken eingeladen. Es war eine ausgelassene Stimmung und jeder war überall willkommen. Trotzdem ist man nach drei Tagen Dauerparty froh, dass es mal wieder ruhiger zugeht. Ich hoffe nur, dass es nicht so viele Unfälle gab wie im letzten Jahr. Die Menschen fahren betrunken oder werden von ihren Fahrzeugen runtergezogen und Trinken genötigt. Ich bin gespannt auf die Zeitung morgen.

19. April

Es ist so heiß, dass ich nachts mit nassen Wadenwickeln schlafen muss und trotzdem mindestens einmal aufwache und mich kalt abduschen muss. So heiß, dass nach zehn Treppenstufen eine Schweißperle vom Gesicht runtertropft, dass meine Haare nach dem Duschen nur trocknen, wenn ich Fahrrad fahre, dass ich statt Deo Parfüm unter meine Achseln sprühe. So eine Hitze habe ich noch nie erlebt!

22. April

Ich habe momentan meinen ersten richtigen Durchhänger. Und das nach acht Monaten! Habe keinen richtigen Ansporn, da ich schon so viel gemacht habe und nicht mehr viel verändern kann. Es ist ganz merkwürdig. Seitdem ich eine Zusage in Schottland habe, denke ich ständig, ich werde demnächst zurück nach Deutschland fliegen, obwohl das gar nicht stimmt. Ich habe noch ein Drittel der Zeit vor mir!

Zudem nervt mich das ständige Gerede der Laoten über Gewicht und Aussehen. Im Internetcafe bestelle ich nur ein Wasser (aus schlechtem Gewissen) und muss den dünnen Laotinnen beim Torte essen zusehen. Im Fernsehen laufen Diätshows und Werbung für Unterwäsche die Fett retuschiert. Gibt es hier wirklich nichts anderes, über das man reden kann?

30. April

Inzwischen geht es mir schon wieder viel besser. Ich habe einen Dennis Countdown in meinem Zimmer aufgehängt. Das ermutigt mich.

4. Mai 2012

Ich komme nach einem unglaublich anstrengenden Arbeitstag völlig verschwitzt und entnervt nach Hause und wer wartet in meinem Zimmer? Dennis!!! Ich war so überrascht, dass es sich wie ein Tagtraum oder Gedanken anfühlte. Ich war überfordert und erst nach ein paar Sekunden schaltete mein Gehirn wieder auf Normalzustand und ich bin in seine Arme gesprungen. Mein erster Gedanke: „Oha, ich stinke und meine Beine sind unrasiert.“ Das kann auch nur eine Frau denken. Nachdem ich geduscht habe und immer wieder mich vergewissert habe, das es wirklich real ist, überfielen mich Glücksgefühle.

Am Sonntagabend sind wir mit dem Bus Richtung „4000 Inseln“ aufgebrochen. Es gibt nichts schöneres als neben seinem Freund in einer engen Kabine zu liegen und die Welt an sich vorbeidüsen zu sehen. Ich war müde, konnte aber kein Auge zudrücken, musste Dennis die halbe Nacht beim Schlafen zusehen.

Am Montag morgen sind wir dann im Paradies angekommen. Wir waren 3 Tage dort und haben in einer Bambushütte direkt am Fluss geschlafen. Wir wollten gar nicht nicht weg und fantasierten schon darüber hier unsere letzten Jahre zu verbringen.

Hania in Laos
© Hania Weissbach

14. Mai 2012

Dennis kommt endlich mit auf meine Arbeit. Meine Kolleginnen haben aber auch lang genug gewartet. Endlich konnten sie ihn mal kennenlernen. Kommunizieren konnten sie zwar nicht, aber ich habe ein wenig gedolmetscht, dass hat oft schon gereicht. Wir haben zusammen unterrichtet und die Kinder waren gleich Fans von Dennis. Es hat so gut getan, Dennis meine Welt zeigen zu können. Man kann doch vieles besser nachvollziehen.

15. Mai 2012

Hania in Laos
© Hania Weissbach

Mein 20. Geburtstag. Meine Familie hat mich um 12 Uhr angerufen und ich habe mein Paket endlich aufmachen können. Viele schöne brauchbare Sachen. Sogar ein Geburtstagskuchen aus Wachs war dabei. Dazu Schokolade, Erdnussbutter, Nutella, Tops, Vitamintabletten. Meine Schwester hat ein Video aufgenommen, auf dem meine Liebsten mich beglückwünscht haben. Sehr rührend.

Im Kindergarten haben Dennis und ich Baguettes aufgeschnitten und mit Nutella, Honig, Erdnussbutter und Lachs angerichtet. Es war sehr spannend, die Gesichter dabei zu beobachten. Aber sie sind fast aufgegessen worden. Nutella kam allerdings nicht so gut an.

Meine Kolleginnen und Schüler haben mich dann auch noch überrascht. Ich wurde In die Klasse gerufen und dort warteten zwei Torten auf mich, umkreist von meinen 75 Schülern, die Happy Birthday gesungen haben. Ich musste den Drang unterdrücken, meine Ohren zuzuhalten, so laut war es. Es war so ein wunderbarer Moment. Ich liebe diese Arbeit, meine Kolleginnen und die Kinder ganz besonders.

20. Mai 2012

Nach vielen erlebnisreichen Tagen ist nun schon wieder Abschied angesagt. Wir haben ihn ganz kurz gehalten, da Dennis kaum Zeit hatte. Ich müsste eigentlich langsam lernen, wie man sich verabschiedet, aber es ist jedes Mal noch schwer, besonders wenn es so ein wunderbarer Urlaub war.

Für mich persönlich war es der beste Urlaub überhaupt. Ich war mir wieder sicher, dass wir alles richtig gemacht haben mit dem Auslandsjahr, auch wenn uns viele abgeraten hatten.

6. Juni

Mein Bruder Milan war mit seiner Freundin zu Besuch, und es war wunderbar. Natürlich waren wir zusammen im Kindergarten und in meinen Lieblingsrestaurants. Sein Geburtstag wurde mit einer Torte um 24 Uhr am Mekong zelebriert.

18. Juni

Ich hatte heute eine kurze Nacht. Meine Gedanken sind zu sehr beschäftigt mit meiner Zukunft. Liegt es an den verrückten Büchern, die ich zur Zeit verschlinge, der ungewissen Zukunft oder einfach die ständigen Gespräche über die Heimkehr? Ich weiß es nicht. Ich sollte das Hier und Jetzt genießen und mir keine Sorgen um die Zukunft machen, aber das ist leichter gesagt als getan.

Nun sind es nur noch zwei Monate bis zur Heimkehr. Die Arbeit hier macht mir momentan sehr viel Spaß und ich fühle mich pudelwohl. Früher hatte ich gesagt, ich kann mir auf gar keinen Fall vorstellen, Kindergärtnerin zu werden. Aber momentan finde ich den Beruf sogar sehr interessant und bewundere jeden, der ihn ausübt.

19. Juni

Mit meiner Kollegin hatte ich die letzte Woche intensive Gespräche geführt. Ich bin schon ein wenig stolz, dass es inzwischen auf laotisch möglich ist. Es ging um das Einkommen meiner Eltern, meine Freunde, Schulbildung, Rente und ähnliches. Ich habe gemerkt, dass sie mir inzwischen viel mehr anvertraut und mich nicht mehr als „Weiße“ sondern schon als Freundin ansieht. Es war mir allerdings peinlich, über meine/unsere finanzielle Lage zu reden, da es einfach unvorstellbar für die Laoten ist, so viel Geld zu besitzen und die Summen auch nicht vergleichbar sind. Ich habe dann etwas gesagt wie „In Deutschland verdient man gut Geld, trotzdem kostet aber alles viel mehr und du musst Steuern zahlen“ oder „Ich werde auch für mein Studium sparen und jobben müssen, um es finanzieren zu können“. Trotzdem haben ich nicht verschwiegen, dass ich in einem fortschrittlicheren Land lebe und mehr Möglichkeiten habe als sie in Hinsicht auf Bildung und eine abgesicherte Zukunft. Aber dass ich trotzdem Laos liebe für seine Einzigartigkeit und das Nicht-Perfekte. Wir hatten beide viel Verständnis füreinander.

Mir graut es jetzt schon vor dem Abschied. Wenn ich nur daran denke, mich von den Kindern zu verabschieden, muss ich meine Tränen zurückhalten. Sie sind so etwas wie meine kleinen „Ersatzgeschwister“ geworden. Ich erkenne sie schon an ihren Stimmen oder weiß, wie ich jeden individuell beruhigen oder zum Schreiben überzeugen kann. Das sind nur Kleinigkeiten, die ich aber unheimlich vermissen werde.

23. Juni

Heute hat mich meine Nachfolgerin angeschrieben. Ein komisches aber beruhigendes Gefühl. Ich hatte mir Sorgen gemacht, dass mein Platz nicht besetzt werden würde. Ich kann mich noch an meine erste Mail an meine Vorgängerin erinnern. Das ist schon ein Jahr her? Ich höre mich an wie meine Oma, aber jetzt weiß ich, wie es sich anfühlt. Mein erstes Abschiedsgeschenk habe ich nun vollendet. Ein individuell selbstgestaltetes Fotoalbum aus dem letzten Jahr für meine Kollegin.

Ich habe meine Liebe zu „TKKG“- und „???“-Hörspielen wiederentdeckt. Ein wenig „Kind sein“ ist wohl noch erlaubt bei so viel „Erwachsen werden“ oder?

24. Juni

Ich denke immer wieder an den Moment des Abschieds von diesem wunderbaren Land und besonders den Menschen. Und das erfüllt mich mit einer brutalen inneren Trauer, so dass ich mich zwingen muss zu verstehen, dass es gut ist, so zu fühlen und es ein wunderbares Jahr war und es schlecht wäre, wenn mir der Abschied leicht fiele.

Am nächsten Morgen habe ich gleich meine Lieblingsschüler genommen und sie geknuddelt. Da müssen sie jetzt durch die nächsten eineinhalb Monate.

25. Juni

Heute habe ich mich um die Nachhaltigkeit meiner Arbeit gekümmert, so wie es uns immer eingetrichtert wurde. Drei Bücher, in denen ich auf Englisch mein Unterrichtsprogramm notiere, habe ich Gott sei Dank regelmäßig geführt und kann sie meiner Nachfolgerin übergeben. Dazu viele selbst gebastelte Bücher und neue Schreibutensilien. Außerdem habe ich heute angefangen, ein „Twister“-Spiel mit den Kindern zu basteln. Bin gespannt wie es ankommt.

6. Juli

Auf nach Bangkok! Wir Mädels haben uns als Abschiedsreise und Partywochenende Bangkok ausgesucht. Abends rein in den Schlafzug und morgens in der thailändischen Hauptstadt aufwachen. Das ist schon eine prima Sache. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen.

12. Juli

Heute in einem Monat bin ich schon wieder daheim. Es ist ein ungewohntes Gefühl, nun so real und greifbar über die Zukunft zu sprechen, die man einerseits unglaublich vermisst aber anderseits auch ein wenig fürchtet. Was hat sich verändert? Wie werde ich meine damaligen Freunde finden? Verstehen wir uns noch? Schmeckt mir überhaupt noch so ein deftiges deutsches Frühstück?

26. Juli

Mein Cousin kommt zu Besuch. Ich freue mich sehr auf ihn, weil wir uns lang nicht mehr gesehen haben. Aber andererseits bin ich momentan so im Abschiedsstress und meine Gedanken schwirren nur so herum, dass ich befürchte zu wenig Kraft und Zeit für ihn zu haben. Ich hatte in diesem Jahr so viel Besuch, dass es langsam schon zu viel wird. Es war trotzdem eine wunderbare Zeit mit meinem Cousin.

4. August

Meine laotischen Freunde laden mich jeden Tag ein, damit wir ja noch genug Zeit miteinander verbringen. Ich genieße es sehr und verbessere meine Sprachkenntnisse nun am Ende noch einmal, da meine Freundinnen alle nur laotisch sprechen. Wir haben zusammen gekocht (laotisch natürlich), Karaoke gesungen und getanzt.

6. August

Unsere Nachfolger kommen an. Wir warten alle gespannt in unserem Wohnzimmer, obwohl wir am liebsten schon schlafen würden. Wir haben uns vorgenommen nettere Vorgänger zu sein als unsere es waren, weil der Einstieg dann viel leichter fällt. Meine Nachfolgerin gefällt mir sehr gut. Sie ist offen, nett und kompromissfähig. Es ist eine Erleichterung zu sehen, wie gut sie mich ersetzten wird.

7. August

Heute wurden die ganzen Weltwärtsler zum Essen in das Haus vom Botschafter eingeladen. Es wurde uns gedankt für unsere getane oder zukünftige Arbeit. Es war unheimlich edel, es gab gutes Essen, Drinks und tolle Gespräche. So kann man die letzten Tage gern ausklingen lassen.

8. August

Letzter Arbeitstag. Meine Arbeit endet wie sie begonnen hat, mit einer traditionell laotischen Bazi. Meine Nachfolgerin kam wie ich vor einem Jahr mit und konnte sich ihren Arbeitsplatz schon einmal im Schnelldurchlauf anschauen. Es wurde eine Rede für mich gehalten, in der mir vom tiefsten Herzen gedankt wurde, und ich wurde beschenkt. Es war emotional, doch konnte ich mich bis auf eine einzige Ausnahme zusammenreißen und musste nicht weinen. Ich habe mich verabschiedet mit dem guten Gefühl, etwas vollbracht zu haben - gefolgt von Trauer, das so hart Erarbeitete schon wieder ziehen zu lassen. Ein letztes Mal bin ich dann mit meinem Roller vom Schulhof gefahren.

9. August

Heute habe ich mir als Dankeschön und als Abschied etwas für meine engsten laotischen Freunde einfallen lassen: Ich lade sie ins deutsche Restaurant ein. Es gab Schnitzel, Currywurst, Frikadellen mit Kartoffelbrei, Kartoffelsalat und Pommes. Ich habe es laotisch servieren lassen: Alles wurde in die Mitte gestellt und geteilt. Es kam super gut an!

11. August

Unseren letzten Abend können wir natürlich nicht alleine verbringen. Wir haben eine große Abschiedsparty geschmissen, an der auch die neuen Freiwilligen auch teilgenommen haben. Es gab laotisches Bier/Schnaps und eine Mischung aus deutschem und laotischem Essen.

12. August

Abends wurden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. Es ist noch immer nicht hundertprozentig real, aber ich freue mich immer mehr auf meine Familie und meine Freunde. Meine eine Chefin kam auch noch extra und hat mir eine Kiste mit meiner Lieblingsfrucht mitgegeben, Maracujas aus ihrem eigenen Garten. Meine andere Chefin hat mich am Flughafen angerufen und gesagt, ich sei wie ihre Tochter gewesen, eine sehr gute Lehrerin und immer willkommen. Es war sehr rührend.

13. August

Ankunft in Frankfurt. Eine Freundin und ich sind zusammen auf die Toiletten gegangen und beim Händewaschen haben wir uns angegrinst, bis drei gezählt und unsere Münder unter den fließenden Wasserhahn geöffnet. Es war wunderbar. Leckeres, sauberes deutsches Wasser! Juchu!

Der Abschied von meinen engsten Freundinnen, mit denen ich ein Jahr lang auf engsten Raum zusammen gelebt habe verlief kurz und schmerzlos, da wir alle unsere Züge kriegen mussten. Es war aber gut so, weil es ansonsten nur mit zu vielen Tränen geendet wäre. So ein gemeinsames Jahr verbindet doch sehr.

Nach fünf Stunden Zugfahrt bin ich endlich in Lüneburg angekommen. Meine Liebsten erwarteten mich schon mit Blumen und einem selbst gebastelten Plakat. Ich genoss es, Dennis wieder küssen zu dürfen, meine Schwester und meine Mutter zu umarmen, sich geborgen und beschützt zu fühlen. Endlich wieder daheim, nach meiner längsten und emotionalsten Reise meines bisherigen Lebens.

Dennis in Ruanda

Dennis in Ruanda

Dennis Bonde ist für den entwicklungspolitischen Dienst "Weltwärts" in Kigali, Ruanda unterwegs. Er arbeitet dort mit Straßenkindern