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Der gute Mensch von Karachi


PAKISTAN: In Karachi kümmert sich der 85-jährige Abdul Sattar Edhi mit Hilfe seiner Familie um Waisen, misshandelte Frauen, Kranke. Seine Wohltätigkeitsorganisation ist eine der größten der Welt. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 14. Dezember um 19.30 Uhr

Ein Film von Vardan Hovhannisyan und Emily Mkrtichian

In der pakistanischen Hauptstadt Karachi sind Gewalt und politische Unruhen alltäglich. Ein Mann hat eine andere Vision und hilft den besonders Bedürftigen, inmitten der Wirren und entgegen den Widerständen der Taliban.

GEO-Fallback-Bild

Das normale Leben ist täglich eine Herausforderung in Karachi. Die Hauptstadt Pakistans leidet seit Jahren unter politischen und sozialen Unruhen. Vergessen sind besonders die wirklich Bedürftigen wie Alte, Kranke und Kinder. Sie hätten keine Überlebenschance, gäbe es nicht einen Mann, der sie inmitten von Chaos und Gewalt unterstützt. Seit 65 Jahren versuchen der mittlerweile über 90-jährige Abdul Sattar Edhi und seine Familie, ihren Mitmenschen zu helfen, indem sie andere zu Mitgefühl und Toleranz bewegen. Nicht allen gefällt diese Einstellung. Edhi ist des Öfteren selber bedroht worden. Doch sein Erfolg ist beispielhaft. 360° - GEO Reportage hat den Mann in Karachi besucht.

Seit 65 Jahren versuchen der mittlerweile über 90-jährige Abdul Sattar Edhi und seine Familie, ihren Mitmenschen zu helfen, indem sie andere zu Mitgefühl und Toleranz bewegen
Seit 65 Jahren versuchen der mittlerweile über 90-jährige Abdul Sattar Edhi und seine Familie, ihren Mitmenschen zu helfen, indem sie andere zu Mitgefühl und Toleranz bewegen
© Medienkontor / Barsmedia
Edhi und Bilquis versuchen den jungen Frauen, die in ihren Häusern aufwachsen eine Zukunft zu geben, indem sie sie verheiraten
Edhi und Bilquis versuchen den jungen Frauen, die in ihren Häusern aufwachsen eine Zukunft zu geben, indem sie sie verheiraten
© Medienkontor / Barsmedia

Muslimischer Fundamentalismus, Gewalt, politische Unruhen, dafür ist Pakistan und besonders die Hauptstadt Karachi in den westlichen Medien bekannt. Inmitten des Chaos versucht ein Mann, seine Vision eines gewaltfreien und friedlichen Pakistans zu verwirklichen: Abdul Sattar Edhi ist Kopf und Gründer der größten Hilfsorganisation des Landes. In den letzten 65 Jahren hat er über 50.000 Waisen eine Heimat gegeben, über 20.000 ungewollte Babys gerettet und über 40.000 junge Mädchen zu Krankenschwestern ausbilden können. Selber in Armut lebend, hat er sich nie in den Dienst großer Konzerne oder Organisationen gestellt oder sich von der Politik vereinnahmen lassen. Eine Einstellung, die ihm Kritik und gar öffentliche Drohungen, etwa von Seiten der Taliban einbrachte. Dafür hat Edhi die Bevölkerung Karachis auf seiner Seite, die ihn auf den Straßen um Hilfe bitten sieht. Edhis Prinzip beruht auf gegenseitiger Hilfe und dem Appell an einfache Menschlichkeit in einer Stadt, in der für viele Milde und Barmherzigkeit lange verloren scheinen. Inzwischen ist Edhi über 90 Jahre alt, ebenso seine Frau Bilquis. Beide versuchen ihr Vermächtnis in die Hände ihrer Kinder zu legen. Doch wird das gelingen und die Hilfe weiter funktionieren, wenn die beiden stadtbekannten Symbolfiguren der Barmherzigkeit und Menschenliebe nicht mehr da sind?

Wiederholungen:

Sonntag, den 15. Dezember um 13.40 Uhr und Samstag, den 21. Dezember um 9.40 Uhr.

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