Seegrotte

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Seegrotte

Seegrotte: 5 Sterne bei 1 Bewertung

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  • Seegrotte: Bewertet mit 5 Sternen
    Elaira 21.06.12

    Der größte unterirdische See Europas

    In der niederösterreichischen Gemeinde Hinterbrühl, etwa 15 Kilometer südlich von Wien, befindet sich das ehemalige Gipsbergwerk „Seegrotte“.

    Im Jahr 1848 begann hier der Abbau von Gips, der seinerzeit als Düngemittel verwendet wurde.
    Stollen in mehreren Ebenen wurden in den Berg geschlagen, bis eine Sprengung im Jahre 1912 versehentlich einen Wassereinbruch von mehr als 20.000 Kubikmetern auslöste.
    Nun stand das Bergwerk jahrelang still, da sich ein großer unterirdischer See gebildet hatte – der größte Europas mit einer Wasseroberfläche von ca. 6200 m².
    Anfang der 1930er Jahre wurde Strom eingeleitet und der Schaubergwerksbetrieb eröffnet.
    Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Seegrotte von der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt und als unterirdische Flugzeugfabrik umgebaut.
    Das Wasser wurde seinerzeit komplett abgepumpt und zahlreiche Zwangsarbeiter mussten unter unmenschlichen Bedingungen einen der ersten Düsenjäger - die Heinkel HE 162 "Salamander" bauen.
    1945 zerstörte ein Sprengkommando die Fabrikseinrichtung.
    Es dauerte 3 Jahre bis das Bergwerk renoviert war und für Touristen wieder zugänglich gemacht werden konnte.
    In der Seegrotte wurden bereits mehrere Filme gedreht, unter anderem 1993 der Walt Disney Film „Die drei Musketiere“ mit Charlie Sheen und Kiefer Sutherland. Diverse Requisiten, wie beispielsweise das Boot von Kardinal Richelieu, sind noch immer zu bestaunen.

    Die Seegrotte ist ganzjährig geöffnet. Man erreicht sie entweder per Auto oder mit den Buslinien 364 oder 365 vom Bahnhof der Stadt Mödling.

    Interessante Führungen zeigen die wechselhafte Geschichte und das karge Leben der Bergleute.

    Nach dem Eingang durch den Hauptstollen erreicht man zuerst die Rastkammer der Bergleute, die mit 12 Grad Celsius um 3 Grad wärmer als der Rest des Bergwerkes ist.
    Dann gelangt man zum Pferdestall, wo einst blinde Tiere untergebracht waren, die die schweren, mit Gips beladenen Wagen ziehen mussten.
    Dahinter wurde eine Gebetsnische in den Fels geschlagen, die der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, geweiht ist.
    Nach einigen weiteren Stationen und Ausstellungsstücken von der Zeit des 2. Weltkrieges gelangt man in die untere Ebene, wo als Abschluss der Führung eine etwa 10-minütige Bootsfahrt auf dem großen See angeboten wird.
    Dieses glasklare Gewässer befindet sich ca. 60 Meter unter der Erdoberfläche und ist im Durchschnitt nur 1,20 m tief. Sieben unterirdischen Quellen speisen den See, jedoch gibt es keinen natürlichen Abfluss. Um den Führungsbetrieb aufrecht erhalten zu können, werden daher jede Nacht ca. 50 bis 60 Tausend Liter Wasser abgepumpt.

    Glück Auf!

    Homepage: www.seegrotte.at/

    Bilder von Elaira zu Seegrotte

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