Souvenir madagascariensis

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Souvenir madagascariensis

Souvenir madagascariensis: 5 Sterne bei 1 Bewertung

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  • Souvenir madagascariensis: Bewertet mit 5 Sternen
    doubleegg 18.02.10

    Erinnerungen - millionenfach bewährt

    Madagaskar, die viertgrößte Insel gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt mit gerade mal einem Pro-Kopf-Einkommen von 409,90 USD (2008, Quelle Auswärtiges Amt). Kein Land von Hochkultur, Industriefertigung oder gar überflüssiger Wohlstandsproduktion und selbst das (Kunst)-Handwerk beschränkt sich eher auf Alltagsgegenstände und Basisdienstleistungen. Trotzdem findet man als Tourist ein paar ganz interessante madagassische Spezialitäten, die es mitzubringen lohnt. Neben figürlichen Schnitzereien aus Holz oder Zebuhorn, lustigen Spiel-/Fahrzeugen aus Dosenblech und Gewürzen wie Nelken, Pfeffer, Zimt, Chili und Ylang-Ylang steht an erster Stelle wohl die Echte Vanille.

    Vorwiegend im Nordosten angebaut erreicht die Bourbon-Vanille einzigartige Qualität und ökonomische Bedeutung. Der Weltmarktanteil liegt bei ca. 50% wobei der Preis starken Schwankungen ausgesetzt ist. Vanille ist eine Kletterorchidee die an einer Wirtspflanze (meist Palme) befestigt wird und empor rankt. Da natürliche, aus Mexiko stammenden Bestäuber wie Bienen oder Kolibris fehlen, muss jede einzelne Blüte manuell innerhalb weniger Stunden mittels eines kleinen Bambusstäbchens bestäubt werden. Ca. 6 Monate später erfolgt die Ernte und Verarbeitung der noch grünen Samenkapseln – natürlich auch in Handarbeit. Das erklärt, warum eines der teuersten Gewürze in einem der ärmsten Länder der Erde produziert wird.

    Meine Lieblingssouvenirs jedoch sind madagassische Flecht- und Korbwaren. Es gibt sie als Taschen, Matten, Körbe, Mäppchen, Dosen, Hüte, Fächer, Spielzeug …. und sie sind DER Gebrauchsgegenstand schlechthin. Meist werden sie aus Raffia-Bast, Sisal, Schilf, Palmblättern, Bambus oder Baobabrinde hergestellt, bunt eingefärbt und in typischen Mustern geflochten. Man geht damit zum Markt, zur Schule, zum Flanieren, bewahrt sein Habe darin, ißt und schläft darauf, ja selbst die Wände der einfachen Hütten sind oft nur Flechtwerk aus Palmenstroh. Kaum ein Zweck, für den sie nicht nutzbar sind – bis hin zum geflochtenen Hühnerstall ist alles denkbar.
    Meine Henkeltaschen haben mich z. T. schon in Madagaskar als aufhängbares (und damit rattensicheres) Obstdepot begleitet und zu Hause nutze ich sie zum Sammeln von Papier und Flaschen als Picknick- oder Einkaufskörbchen. Sie sind praktisch, hübsch, leicht, stapelbar, handmade, formstabil, wasser – und reißfest und groß genug für alle schönen Erinnerungen. Welches 'normale' Souvenir kann das schon von sich behaupten? Der Transport war im Übrigen auch kein Problem, einfach als erstes in den Rucksack gesteckt und dann vollgepackt.

    Und hier noch ein paar Bilder zum Thema: Flechtwaren im Praxistest – seht selbst!

    Bilder von doubleegg zu Souvenir madagascariensis

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