Die Inside Passage von Port Hardy nach Prince Rupert im Regen

Reisebericht

Die Inside Passage von Port Hardy nach Prince Rupert im Regen

Reisebericht: Die Inside Passage von Port Hardy nach Prince Rupert im Regen

Für uns war die Inside Passage von Port Hardy nach Prince Rupert eine Enttäuschung. Wir hatten vor unserer Reise viele Berichte darüber gelesen und viele tolle Bilder angeschaut. Trotzdem war es ein Erlebnis, welches wir nicht missen möchten. Ein anderes Mal werden wir die ganze Inlandpassage von Alaska nach Vancouver fahren.

Regen in der Insidepassage

die Northern Expedition

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Einmal die Inside Passage von Port Hardy auf der Nordspitze von Vancouver Island nach Prince Rupert in Zentral BC mit der Fähre fahren, war ein lang gehegter Wunsch, der 2016 endlich in Erfüllung gehen sollte.

Schon am Vorabend regnet es in Port Hardy und von der Hardy Bay zieht Nebel herein. Wir hoffen inständig, dass es sich am nächsten Morgen bessert. Die eintägige Fährfahrt hatten wir bereits lange vorher aus der Schweiz gebucht und sie war eine der Fixpunkte auf unserer Reise durch Canada BC. Die Fährfahrt wird während der Sommermonate in wechselnder Richtung durchgeführt. Wir haben uns für die Fahrt am Morgen entschieden, die nach einer Fahrtdauer von 15 Stunden am späten Abend endet. Eine Kabine ist nicht erforderlich.

Bereits zwei Stunden vor Abfahrt der Fähre müssen sich die Passagiere am Fährterminal einfinden. Das heisst bereits um 4 Uhr früh aufstehen. Wir kochen uns noch einen Kaffee im Hotel und essen etwas Obst. Bei strömenden Regen und Nebel fahren wir mit unserem Mietauto zum Fährhafen. Dort reihen wir uns in die Warteschlange ein, die zum Glück noch nicht so lang ist. Das Auto im Unterdeck nach Pass- und Reservierungskontrolle recht eng eingeparkt und 7 Uhr 30 legt die Fähre dann endlich ab.

Wir sichern uns gute und komfortable Sessel am Fenster. Es regnet immer wieder und ist trüb und grau. Trotzdem gehen wir viel an die Reling, um nur nichts zu verpassen. Dort ist es nass, windig und kalt. Wir und die Kamera müssen das aushalten. Wir fahren an vielen kleinen unbewohnten und dicht bewaldeten Inseln vorbei. Kein Wal, kein Bär und kein Adler ist zu sehen. Einfach nichts. Nicht einmal eine Möve, die doch sonst immer so zahlreich auf den Meer zuhause sind.

Interessant wird es dann, als die Fähre zum ersten und einzigen Mal in Bella Bella anlegt.
Bella Bella ist ein Dorf auf der Insel Campbell, British Columbia. Heute ist Bella Bella die wichtigste Heiltsuk-Gemeinde im traditionellen Territorium von Heiltsuk. Es ist die Heimat der Heiltsuk- First Nation. Hier steigen viele Einheimische und Touristen aus, sowie andere Passagiere ein. Interessant ist es, den Touristen zuzusehen, die mit ihren Kanus und viel Gepäck aussteigen und dieses am Ufer dann bis in den letzten Winkel ihres Kanus beladen. Sie gehen auf Entdeckungsreise in ein unberührtes Terrain. Erstaunt hat uns vor allen, dass es nicht junge, sondern ältere Abenteurer waren. Einige der Aussteigenden wurden von Familie oder Freunden umarmend empfangen, andere von diesen verabschiedet.

Die Fahrt geht nach ca. 40 Minuten weiter und wieder wechseln sich Regenschauer und dann noch etwas Sonne ab – bis zum Sonnenuntergang, der auch leider so gut wie ins Wasser fällt.
Die lange und anstrengende Fahrt ist für uns sehr enttäuschend, hatten wir doch gehofft, neben der unberührten Natur auch Tiere sehen zu können. Andere Fahrgäste haben einen Wal von weiten gesehen, nur wir konnten ihn leider nicht entdecken. Zu ungeübt war anscheinend unser Auge.

Ein Highlight nach unserer späten Ankunft nach Mitternacht in Prince Rupert ist das sehr schöne Crest-Hotel im Britischen Stil. Sehr zu empfehlen. Genau an diesen Tag hat sich das britische Volk für den Brexit entschieden.



unberührte Natur in der Inside Passage


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Kommentare

  • Sternensilber

    Es ist immer schade, wenn das Wetter nicht mitmacht und man auch noch zeitlich gebunden ist. Vielleicht habt Ihr beim nächsten Mal ja mehr Glück. Wünsche ich Euch zumindest. Wir standen auch schon vor dem Schlund des Poas-Vulkans in Costa Rica und haben außer Regen und Nebel nichts gesehen.
    vg
    Anne

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