Mit Auto, Zelt und Kajak durch Kroatien

Reisebericht

Mit Auto, Zelt und Kajak durch Kroatien

Reisebericht: Mit Auto, Zelt und Kajak durch Kroatien

Wir sind 2 Wochen mit Kajak und Zelt in Kroatien unterwegs. Dabei erkunden wir die Küste bis nach Dubrovnik.

Die lange Anfahrt

Unsere diesjährige Länderreise steht an. Barbara und ich haben uns für Kroatien entschieden. Also fahren wir auf einen Montag morgens um halb drei los Richtung Süden. Es ist Anfang Juli und Hauptreisezeit. Unsere Fahrt führt über Österreich und Slowenien. Bis hierher ist so einiges an Maut fällig. Zuerst mal 7,90 Euro für die Vignette von Österreich. Dazu kommen noch 9,50 Euro für den Tauern und Katschbergtunnel. Der Karawankentunnel steht mit 6,50 Euro zu Buche. Jetzt sind wir in Slowenien und kaufen uns dort für 30 Euro noch eine Monatsvignette. Schon ist die Urlaubskasse um über 50 Euro erleichtert und wir in Kroatien.

Unsere erste Anlaufstation sind die Plitvicer Seen. Ganz in der Nähe befindet sich das Autocamp Korana. Müde von der langen Fahrt baue ich das Zelt auf wären Babs sich um die „Inneneinrichrung“ kümmert.



Die Plitvicer Seen

Die Plitvicer Seen

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Die Plitvicer Seen liegen ungefähr 7 Kilometer von Korana entfernt. Unser Wecker klingelt um 06:00 Uhr und gegen acht stehen wir beide am Haupteingang des Nationalparks. Der Eintrittspreis für 2 Personen liegt bei 220 Kuna. Die Wasserwelt der Plitvicer Seen ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wir verbringen über 6 Stunden in dem Park. Dabei nutzen Barbara und ich zweimal ein Boot und wandern die restliche Zeit durch die schöne Landschaft. Ich glaube die Fotos sprechen für sich.

Der Tag verabschiedet sich mit einem kräftigen Wärmegewitter.



Die Plitvicer Seen

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Zadar

Zadar

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Heute geht unsere Reise weiter in die Nähe von Zadar. Hier lagern Barbara und ich auf dem nahe gelegenen Campingplatz Borik. Auf dem Platz angekommen finden wir eine schöne Ecke für unser Zelt mit Blick auf das Meer. Am Abend läuft das Fußballspiel Deutschland gegen Spanien dessen Ausgang ja wohl alle kennen.

Donnerstag:

Heute geht es nach Zadar. Die Sonne brennt bereits am frühen Morgen ohne Gnade vom Himmel herab. Wir wollen die paar Kilometer zuerst laufen, entscheiden uns nach kurzer Diskussion aber doch für den Bus. Mit uns steigen noch jede Menge Touristen in den ohne hin schon vollen Linienbus. Die Türen gehen zu und der Busfahrer fährt los als würde es um sein Leben gehen. An jeder Haltestelle stopfen sich mehr und mehr Menschen in die enge Röhre. Als Barbara und ich den Hafen sehen kämpfen wir uns mit „sorry, sorry“ Rufen durch die Menge und werden plötzlich vom Bus ausgespuckt.

Na das war ja schon ein Erlebnis und das nächste steht uns unmittelbar bevor. Wir wollen mit einem kleinen Ruderboot in die Altstadt von Zadar übersetzen. Es gibt wohl noch einen Mann der diese alte Tradition fortführt. Schnell finden wir die Stelle und da kommt er auch schon angerudert. Seine Gäste steigen aus und wir mit 5 anderen ein. Jeder versucht dem älteren Mann etwas zu geben, oder zu frage was er denn bekommt für die Überfahrt schlägt fehl. Der alte ist nicht sonderlich gesprächig und so drücke ich ihm beim aussteigen 12 Kuna in die Hand.

Die Altstadt von Zadar ist sehr schön. Obwohl auch Zadar unter dem Krieg gelitten hat ist davon nichts mehr zu sehen. Wir schlendern durch die Stadt, an der „Wellenorgel“ vorbei und über den Markt. Gegen Mittag suchen Barbara und ich ein kleines unscheinbares Restaurante auf, welches wir im lonely planet Reiseführer gefunden haben.

Nach dem Essen geht es für uns langsam zurück Richtung Camping Borik. Da wir 20 Minuten auf den Bus hätten warten müssen gehen Barbara und ich die 3 Kilometer gerade zu Fuß.

Freitag:

An diesem Tag wollen wir einen Ruhetag einlegen. Als ich um halb sechs aufwache ist es still. Kein Meeresrauschen ist zu hören. Also schnell raus, das Kajak zum Meer geschleift und aufgepumpt. Um 06:00 Uhr sitze ich in meinem Seekajak und bin unterwegs nach Zadar. Die See ist Spiegelglatt und es liegt eine herrliche Ruhe über dem Meer. Nach eine halben Stunde habe ich den Hafen erreicht und mache ein paar Fotos von der Stadt. An mir ziehen eine Menge Ruderer vorbei, die von ihrem Trainer in einem Motorboot angefeuert werden. Langsam mache ich mich auf den Rückweg. Einen großen Bogen fahrend geht es zum Camping Borik zurück.

Den Rest des Tages verbringen wir mit baden und Flucht vor der heißen Sonne.



Zadar

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Der Süden Kroatiens

Eine Kajak Tour bei Peljesac

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Samstag:

Für Barbara und mich geht es heute weiter Richtung Süden. Wir wollen die Region um Split und Trogir aufsuchen. Leider finden wir dort keinen Campingplatz auf dem wir bleiben wollen. Durch die Hauptreisezeit sind alle Campingplätze gut besucht und somit bleiben oft nur die Plätze in der prallen Sonne frei. Gegen Abend haben wir 5-6 Campingplätze angelaufen und noch immer keinen geeigneten gefunden. Unser Lager schlagen wir an diesem Abend auf dem Camping Sutikla in Podgora auf. Der Platz ist zwar recht gemütlich und schön aber so voll das wir für unser kleines Zelt gerade noch ein Plätzchen an einer Wegegabel finden. Hier muss man aufpassen, dass einem nicht die Camper über die Zeltschnüre fahren.

Da es uns hier zu voll ist entschließen Barbara und ich uns für die Weiterfahrt nach Dubrovnik. Leider muss man dazu durch Bosnien und wir haben keine Reisepässe dabei. Um das genau zu klären klingeln wir kurz bei Kai durch der uns bestätigt, dass für die Durchfahrt durch BIH Reisepässe notwendig sind. Er macht uns allerdings auch auf eine andere Möglichkeit aufmerksam. Wir könnten mit der Fähre auf die Halbinsel Peljesac übersetzen und von dort nach Dubrovnik fahren. So soll es gemacht werden.
Sonntag:

Barbara und ich starten ohne zu frühstücken. Nach einer Stunde sind wir am Hafen in Ploce. Hier stellen wir uns an der kleinen Schlange von Fahrzeugen an, die nach Peljesac übersetzen wollen. Ich kaufe in einem kleinen Laden die Tickets für 202 Kuna. Die Fähre fährt im Sommer wohl alle zwei Stunden und braucht ca. 45 Minuten für die Überfahrt.

Auf der Halbinsel Peljesac suchen wir nach Campingplätzen. Der erste Platz ist so klein das wir ihn gar nicht finden. Der zweite ist klein und liegt an einem Steilhang, also schlecht für unser Boot. Am dritten Campingplatz in der Nähe von Ston lassen wir uns nieder. Es handelt sich um das Autocamp Prapratno, in einer kleinen Bucht direkt am Meer.
Montag:

Wir unternehmen eine Tour mit dem Kajak an der Küste entlang nach Süd-Osten. In einer kleinen Bucht machen wir nach einer Stunde eine Pause. Die Bucht ist sehr schön, nur eine Menge Plastikmüll liegt hier rum. Beim weiterpaddeln entdecken wir eine kleine Höhle. Vorsichtig steuere ich unser Boot ein paar Meter in die Höhle hinein. Im hinteren Bereich kreischen und fliegen ein paar Fledermäuse.

Nach dem Besuch der Höhle geht es für Barbara und mich noch ein einige Kilometer weiter nach Süd-Osten bevor wir umdrehen und langsam zurück paddeln. Die Mittagshitze wird unerträglich und wir sind froh eine Stunde später am Campingplatz zu sein.



Eine Kajak Tour bei Peljesac

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Dubrovnik

Dubrovnik

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Dienstag:

Heute geht es nach Dubrovnik. Die Stadt ist ca. 60 Kilometer vom Campingplatz entfernt. Nach einer Stunde Fahrt kommen wir dort an und finden gleich ein Parkhaus für Touristen. Von hier ist es nur noch 10 Minuten zu Fuß in die Altstadt.

Dubrovnik selbst ist sehr schön, aber touristisch voll erschlossen. Menschenmassen quälen sich durch die heißen Gassen. Nach 2 Stunden Besichtigungen geht es gemütlich zurück zum Parkhaus. Dort sind erstmal 10 Euro fällig und danach dürfen wir ausfahren.

Nach einem Besuch des Supermarktes und der Tankstelle düsen wir zurück zum Platz.



Dubrovnik

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Krka Nationalpark

Krka Nationalpark

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Heute geht es wieder Richtung Norden. Wir fahren zum Krka Nationalpark und finden einen kleinen Campingplatz bei der Kleinstadt Skradin. Der Platz trägt den Namen Camp KRKA und ist schön angelegt. Der Besitzer zeigt uns eine Stelle im Schatten für unser Zelt und wir bauen auf.

Nach der Mittagshitze besuchen Barbara und ich noch die Stadt Skradin um uns über den Nationalpark zu informieren.

Heute stehen wir ein bisschen eher auf. Um 06:00 Uhr klingelt der Wecker. Um acht Uhr nehmen Barbara und ich das erste Boot von Skradin aus in den Krka Nationalpark. Noch ist es kühl und wir möchten unsere Wanderung durch den Park vor der Mittagshitze beenden. Im Nationalpark angekommen sind erst mal 95 Kuna Eintritt fällig. Geduldig stelle ich mich in die Menschenschlange. Nach 10 Minuten habe ich bezahlt und wir brechen in den Park auf. Zuerst geht es zu einem großen Wasserfall der mich direkt an den Rheinfall in Schaffhausen erinnert. Von hier aus wandern wir ein große Runde durch den Park und stehen nach 2 Stunden wieder am Bootssteg. Es wird langsam wärmer und Barbara und ich sind froh, dass wir gegen 11:00 Uhr wieder am Campingplatz sind. Den Nachmittag verbringen wir am Strand in der Bucht von Skradin.



Krka Nationalpark

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Heimreise

Freitag:

Heute steht die Rückfahrt an. Aufgrund der großen Hitze haben wir uns entschlossen ein paar Tage früher nach Deutschland zurück zu kommen. In Skofja Loka machen wir einen Zwischenstopp. Seit unserer Motorradtour 2005 ist es Tradition bei der Pizzeria Origano (gegenüber vom Krankenhaus) zu halten. Von hier aus geht es nach Kranjska Goro zu einem Supermarkt. Über den Wurzenpass fahren Barbara und ich nach Hause.


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Kommentare

  • RELDATS

    War eine Freude, den Bericht zu lesen. Ich war schon öfters in Kroatien unterwegs und es ist immer interessant, wie Andere das Gleiche sehen.
    Nette Grüße von Josef

  • Elaira

    Hallo Tommy, wir sind im Frühling 2011 fast genauso durch Kroatien gereist wie ihr. Allerdings mit Wohnwagengespann und 3 Wochen lang. Auf einigen deiner genannten Campingplätze haben wir auch übernachtet. Es war sehr nett, deinen interessanten, schön bebilderten Bericht zu lesen und an ein so abwechslungsreiches Reiseland erinnert zu werden. LG Tamara

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