Nepal Teil 1: Kathmandu

Reisebericht

Nepal Teil 1: Kathmandu

Reisebericht: Nepal Teil 1: Kathmandu

Noch immer eines der ärmsten Länder der Welt, zählt Nepal kulturell zu den reichsten. Davon zeugt die hohe Zahl von UNESCO-Welterbestätten auf engstem Raum. Das Kathmandu-Tal bietet mit den Altstädten von Kathmandu, Patan und Bhaktapur sowie den hinduistischen und buddhistischen Heiligtümern Pashupatinath, Swayambhunath und Bodhnath gleich deren fünf. Das ist wahrlich eine Reise wert!

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Ankunft

Die Kette der schnee- und eisbedeckten Gipfel des Himalaya taucht vorne links bereits auf. Ich sitze in einem Airbus der Qatar Airways und nähere mich der Hauptstadt Nepals, Kathmandu. 32 Jahre ist es her, dass ich das erste und einzige Mal hier war. Damals war Nepal noch ein Königreich. Die Dörfer, ja selbst die Städte wirkten, als hätten sie sich seit dem Mittelalter nicht verändert. Noch nirgendwo sonst hatte ich eine größere Armut kennengelernt - allerdings war ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht in Indien gewesen. Wie würde sich mir Nepal jetzt zeigen, nachdem gewaltige politische Umwälzungen das Land ergriffen hatten? Deren Auswirkungen zu sehen, dachte ich, könnte ein interessanter Nebenaspekt meines Hauptmotivs für die Reise - der Besuch des Nachbarlands Bhutan, sein.





Kleiner geschichtlicher Rückblick

Die 80er Jahre hatten die ersten, noch relativ zaghaften Versuche gebracht, das Land zu demokratisieren. Politische Parteien waren noch immer verboten. 1991 hatte es dann endlich die ersten Wahlen gegeben, doch das Land war auch danach nicht zur Ruhe gekommen. Die Regierungen wechselten schneller, als es die Zeitungen berichten konnten. Mehr und mehr Zulauf - besonders durch die Ärmsten der Armen - erhielt die Kommunistische Partei, die 1995 sogar für ein halbes Jahr nach einer gewonnenen Wahl die Regierung stellte. Im ländlichen Westen Nepals bildete sich eine revolutionäre Bewegung von Maoisten, die das Land an den Rand eines Bürgerkrieges führten. Zigtausende Menschen mussten bei Anschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen ihr Leben lassen. 2008 gewannen die Maoisten die Parlamentswahlen und schafften noch im selben Jahr die Monarchie ab.



Was würde ich an Veränderungen bemerken? Zumal als reiner Tourist? Tiefere Einblicke in gesellschaftliche Strukturen würde ich wohl kaum erhalten, aber was würde sich optisch gegenüber meinem Besuch vor 32 Jahren gewandelt haben? Als Tourist hat man ja in erster Linie hautnahen Kontakt zur Infrastruktur, sei es dem Straßenwesen, der Wasser- oder Stromversorgung. Wie würde sich die Bautätigkeit entwickelt haben? Würde es Ansätze zu einem Bauboom geben, wie ich ihn damals schon in Singapur oder Djakarta erlebt hatte? Würde ich eine spürbare Verbesserung des Lebensstandards feststellen können?
Fragen über Fragen!
Antworten hierzu werde ich hier und da in meinen Reisebericht einstreuen.



Erste Eindrücke

Hinter der Gepäckausgabe steht am Ausgang eine riesige Menschenmenge. Jeder ist in Erwartung eines Ankömmlings. Ich halte Ausschau nach einem Schild mit meinem Namen, reise ich doch getrennt von den anderen Fünf meiner Gruppe an. Während sie erst am späten Nachmittag mit der Air India eintreffen werden, musste ich aufgrund meiner späten Buchung über Doha fliegen. Dadurch komme ich jetzt aber sogar in den Genuss, schon mehrere Stunden Kathmandu auf eigene Faust erkunden zu können. Und vor der Abreise wird mir praktisch ein ganzer Tag zusätzlich "geschenkt".

Nach einigem Suchen in den zahllosen hochgereckten Schildern entdecke ich schließlich meinen Namen. Der Chef der örtlichen Agentur holt mich persönlich mit einem Kleinbus ab und wir fahren zum Hotel. Da er einen Fahrer dabei hat, kann er sich ganz mir widmen und als er hört, dass ich 1979 schon einmal hier gewesen bin, stellt er mir so viele Fragen, dass ich gar nicht so recht auf die Straßen, den Verkehr und die Menschen achten kann, wie ich es gerne getan hätte. Eines jedoch bekomme ich auch aus den Augenwinkeln mit: ganze Heerscharen von Motorradfahrern haben die Straßen erobert. Das ist schon mal etwas Neues gegenüber damals und zeugt von einem gewissen Fortschritt im Lebensstandard. Ein wenig überrascht registriere ich auch, dass fast alle Fahrer einen Sturzhelm tragen. Manche schützen sich vor den Auspuffgasen, die ihre Vorderleute in die Luft blasen, indem sie einen Mundschutz tragen.



Nach meinen Erfahrungen auf vielen Reisen reihe ich Länder in ihrer Entwicklungsstufe nach dem Grad und der Art der Mobilität der Menschen ein. Verharrt das eine Land noch voll im Stadium der Fußgänger - viele Beispiele gibt es dafür in Afrika - , ist das andere bereits im Stadium der Fahrradfahrer angekommen. Der folgende Schritt ist dann das Mofa oder ein Kleinmotorrad. Es kann auch der Motorroller sein - wie in Mali. Auf meiner ganz persönlichen Skala folgt dann das schon etwas größere Leichtmotorrad wie die weitverbreitete österreichische KTM. In diese Schublade stecke ich nach meinen ersten Eindrücken das heutige Nepal.

Diese Klassifizierung lässt sich dann in der Art und Zahl der Autos fortsetzen, worauf ich hier aber nicht näher eingehen möchte.
Natürlich gilt dieses Grobraster auch für den unterschiedlichen Entwicklungsgrad innerhalb einzelner Länder. Gerade in der sog. Dritten Welt sind die räumlichen Disparitäten enorm groß.



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Zurück zu unserem Fahrer, der sich durch das Gedränge von Motorrädern und Autos den Weg ins Stadtzentrum bahnt. Nachdem wir die einzige etwas großstädtisch wirkende Straße beim ehemaligen Königspalast verlassen haben, tauchen wir ein in das Gewirr der engen Gassen des Stadtteils Thamel. Obwohl es nicht die Zeit der Rush Hour ist, herrscht ein unbeschreibliches Gewimmel von Fußgängern, Rikschafahrern, Motorrädern, Lastenträgern und PKWs. Alle zwängen sich irgendwie aneinander vorbei. Jeder scheint das Tohuwabohu gottgegeben hinzunehmen. Von Hektik oder gar mehr oder minder unterdrückter Verärgerung über die anderen Verkehrsteilnehmer nicht die geringste Spur. Angelegt waren die Sträßchen und Gassen vor Jahrhunderten für Menschen, die kaum etwas anderes zur Fortbewegung kannten als ihre eigenen Füße. Ihre Zahl war übersehbar. Selbst vor 30 Jahren herrschte hier noch nicht ein solches Chaos.



Wird schon irgendwie geh'n.



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Doch die Zeit ist nicht stehen geblieben. Viele kleine Läden mag es schon immer gegeben haben, doch ist ihre Zahl ins Unermessliche gestiegen. Unübersehbar sind auch die zahllosen Souvenirläden, Massagesalons, Geldwechselstuben, Restaurants, Guest Houses und kleineren Hotels und - nicht zu vergessen - die Agenturen, die Everest-Flüge, Trekking- und Rafting Touren anbieten. Der Tourismus hat Thamel offenbar voll in Besitz genommen.



Mitten in einer großen Stadt... 1

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Unvermittelt biegen wir in eine kurze Seitengasse ab, die vor einem Hotel endet. Ich staune nicht schlecht, als ich dessen Namen über dem Eingang entdecke: "Nirwana Gardens". Eigentlich hatte ich noch nicht vor, ins Nirwana einzugehen, doch wenn es nun schon sein sollte, hätte ich mir doch ein paradiesischeres Paradies gewünscht.
Doch ich habe die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Als ich mit meinem Zimmerschlüssel bewaffnet das Hinterhaus ansteuere, komme ich erneut ins Staunen. Ich laufe plötzlich durch einen Garten, der inmitten des soeben durchfahrenen Viertels wie ein Fremdkörper erscheinen muss. Eine grüne Oase der Ruhe umgibt mich. Da flattern doch tatsächlich verschiedene Schmetterlinge und Libellen durch die Luft, setzen sich auf Blüten oder ruhen auf Blättern aus. Wie in aller Welt haben sie nur durch die Stein- und Lärmwüste drumherum den Weg hierher gefunden?? Meine fotografische Jagdleidenschaft ist sogleich geweckt und ich mache mich unverzüglich daran, dieses kleine Wunder festzuhalten.



Mitten in einer großen Stadt... 2



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Mit den Schmetterlingen habe ich allerdings so meine Mühe und Not. Ökumenisch wie sie eingestellt sind, scheinen sie mich für einen Adam zu halten, der in ihr Paradies eindringt und ihren Frieden stört. Zumindest harren sie kaum länger als ein paar Sekunden auf ihrem Landeplatz aus - was mir ein Fokussieren nicht gerade erleichtert.



Mitten in einer großen Stadt... 3



Nur kurz erfrische ich mich auf meinem Zimmer von der langen Anreise, dann stehe ich wieder vor dem Hotel und überlege, ob ich mich einem der dort auf Kundschaft wartenden Rikschafahrern anvertrauen soll, um zum Durbar Square zu gelangen, DEM touristischen Highlight Kathmandus. Ach was, ich werd's schon alleine schaffen, denke ich, versuche, mich auf dem kleinen Stadtplan in meinem Reiseführer zu orientieren und marschiere los - mit nicht mehr im Kopf als der Grobrichtung, die ich einschlagen muss,





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Wie trefflich die Formulierung "in eine fremde Welt eintauchen" doch der Wirklichkeit entsprechen kann! Ich komme mir tatsächlich so vor, als bewegte ich mich in einem Ozean ohne Fixpunkte. Schon bald laufe ich nur nach Gefühl. Welche Abzweigung soll ich an diesem kleinen Platz nehmen? Schräg nach links oder doch lieber schräg nach rechts? Es sieht alles so gleich und doch irgendwie anders aus. Dazu kommt mein Entdeckergeist. Es gibt ja so viel entlang des Weges zu sehen! Sind es hier die als schier unentwirrbares Knäuel über der Straße hängenden Stromleitungen, die meine Kamera in Aktion versetzen, ist es dort einer der vielen kleinen Tempel.



An einem von ihnen, der mir durch seine Buntheit ins Auge sticht, halten Passanten kurz inne, ziehen an einer vom Dach herunterhängenden Glocke und hasten bereits wieder weiter. Andere verschwinden durch eine niedrige Tür im dunklen Inneren für ein längeres Gebet oder eine Opfergabe.





Von der "Hauptstraße" zweigt eine knapp zwei Meter breite Gasse ab, an deren Ende ein weißlicher Stupa hindurchschaut. Also nichts wie hinein ins Ungewisse! So finde ich mich auf einem von mehrstöckigen Wohnhäusern umgebenen Platz wieder. Es ist einer der vielen Tols, Plätze, um die in früheren Jahrhunderten eine Großfamilie oder eine Kaste lebte. Erst im Laufe der Zeit wuchs die Bebauung um die Tols zusammen. So erklärt sich auch der verwinkelte Grundriss dieser Viertel. Mitten auf dem quadratischen Platz steht der Stupa, der im Laufe der Zeit recht viel Patina angenommen hat.





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Neben dem Stupa spielt eine Frau Rapunzel. Fast bis auf die Höhe ihrer Kniekehlen reicht ihr schwarzes, seidiges Haar, das sie irgendwie zu bändigen versucht. Ob sie sich ihres "Reichtums" bewusst ist?
Kürzlich hatte ich eine TV-Dokumentation über das indische Exportgut Haar gesehen. Im südindischen Wallfahrtsort Palani opfern Frauen Shivas Sohn Marugan ihre schönste Zierde - ihre Haare. Nicht aufgrund ihrer Armut, um auf diese Weise ein paar Rupien zu verdienen, mitnichten! Für den "Kahlschlag" müssen sie die Frisöre und Priester sogar noch bezahlen! Sie opfern ihr Haar - das Attribut ihrer Schönheit - in Dankbarkeit für eine überstandene Krankheit oder um einen Segen zu erbitten. Mit diesem Opfer geben sie sozusagen ihr Ego auf und unterwerfen sich ganz dem Gott.






Durch-Blick

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Die Priester verkaufen das Haar dann zentnerweise an Händler, die es in erster Linie mit hohem Gewinn nach Europa verkaufen, wo aus dem Haar Perücken und Toupets hergestellt werden oder sich Damen ihre Haare verlängern lassen.

Ich kann nicht sagen, ob auch in Nepal solche Haaropfer üblich sind, eins wäre dann aber sicher: Gott Marugan würde seine schützenden Hände weit über meinem Rapunzel ausbreiten. Wie viele Jahre bräuchte es dann wohl, bis die glänzende, schwarze Kaskade wieder in vollster Pracht wallen würde?




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An der gegenüberliegenden Seite des Tols fallen mir einige Kinder auf, die einen ungewöhnlichen Spielplatz gefunden haben. Auf den steinernen Löwen vor dem Eingang eines jahrhundertealten Newar-Hauses mit seinen typischen filigranen Holzfenstern lässt sich nach Herzenslust reiten. Podeste und Stufen bieten wunderbare Sitzgelegenheiten, wo man sich einen Bubenstreich ausdenken oder mit Freundinnen über Gott und die Welt klönen kann.



Kinderspielplatz nepalesisch.



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Mit all dem haben ein paar Hunde nichts am Hut. Sie schlafen auf dem nackten Steinboden und warten offenbar darauf, dass der Matratzenladen hinter ihnen endlich die Mittagspause beendet und die Rollläden hochlässt. Ob sie genug Geld dabei haben?


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Kommentare

  • tumtrah

    Liebe Romy,
    herzlichen Dank, dass du dich trotz der "ganzen Gottheiten und Tempel" nicht vom Lesen hast abbringen lassen! Dazu hast du eifrig auch noch all die vielen Fotos so gut bewertet. Dafür ein extra Dankeschön! Um ehrlich zu sein, ich habe mich bei all den "ganzen Gottheiten und Tempeln" ziemlich zurückgehalten, um meine Leserschaft nicht zu vergraulen (oder zu überfordern). Weniger geht aber nicht, wenn man Nepal mit seiner Kultur und Religion gerecht werden will.
    LG Hartmut

  • globetrotter

    Lieber Hartmut,
    wieder ein sehr beeindruckender Bericht mit wunderschönen Bildern! Es ist spannend deine berichte zu lesen, ich finde es klasse, dass du so viel Geschichtliches miteinflichst. ich bin schon auf den zweiten Teil gespannt
    .LG Ute

    PS: Werde demnächst mal unsere alten Dias aus Nepal"ausgraben".

  • edwingrub (RP)

    War wie immer ein Genuss, Deine Berichte zu lesen.

    Wenn ich an die "religiös motivierte Kunst" und an Deine Bilder von Bhutan denke, möchte ich Dich hiermit zum Großmeister der erotischen Fotografie ernennen!

    Du hast es Dir verdient!

  • cirrus

    Zurückgekehrt aus der fremden Welt....
    und gespannt auf das nächste Abenteuer...
    Danke. Liebe Grüße Christel

  • dirgni

    Lieber Hartmut, der Bericht hat meine Wissenslücken über diesen Teil des Landes einigermaßen geschlossen und meine Reise vor 4 Jahren wieder aufleben lassen mit freudigen Erinnerungen, aber auch nahezu abstoßenen Emotionen. Herzlichen Dank, dass ich den Urlaub nochmals erleben durfte. Ich freue mich auf die Fortsetzung, insbesondere auf die Aufnahmen, die durch Dein beneidenswertes fotografisches Auge unnachahmlich sind.
    LG
    dirgni

  • tumtrah

    Liebe Ute, Christel und Ingrid, lieber Edwin,
    eure Kommentare zu diesem Bericht zeigen mir, dass ich wohl mit meiner Mischung aus (Reiseführer-)Fakten und persönlichem "touch" richtig liege - na ja, zumindest bei euch. Ich danke euch für die gute Bewertung des Berichts wie auch der vielen Fotos!
    LG Hartmut

  • trollbaby

    Lieber Hartmut!
    Mit Begeisterung habe ich Deinen ersten Teil über Kathmandu verschlungen, aber in meinem Gehirn spielt sich nun das selbe Gewusel ab, wie auf den Straßen dieser Stadt. Ich muss erst einmal die ganzen Informationen dazu verarbeiten! Toll finde ich auch, dass Du mit einer geschichtlichen Einführung beginnst und dann auch immer wieder Vergleiche zu Deiner vor 30 Jahren stattgefundenen Reise ziehst. So "sieht" auch der Leser perfekt, wie sich alles verändert hat.
    Zu Deinen Fotos brauch ich nichts mehr zu sagen: wie immer traumhaft!!!
    LG Susi

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  • Schalimara

    Lieber Hartmut,

    nach diesem interessanten und informativen ersten Bericht erwarte ich jetzt mit Spannung den 2. Teil :-)

    LG Schalimara

  • tumtrah

    Liebe Susi, liebe Schalimara,
    ich freue mich wirklich sehr über eure Reaktion auf diesen Bericht und auf die vielen Fotos, die ihr überdies auch noch so gut bewertet habt. Gerne schreibe ich die angekündigte Fortsetzung, doch muss das noch warten, da ich mit Hape K. sagen muss "Ich bin dann mal (wieder) weg".
    LG Hartmut

  • edwingrub (RP)

    Danke, Romy, für den Hinweis. Bei mir ging der 2. link auch nicht (wg. "Serverfehler" - vielleicht klappt's ja bei den anderen).

    Da war der Hinweis mit der Seitenzahl sehr nützlich. Das Bild heisst "Verbrennung" und wenn man das als Suchbegriff eingibt, kommt es gleich als erstes Bild. Das Bild ist um einiges derber als das von Hartmut und tatsächlich wert, dass man darüber diskutiert. Es lohnt sich auf jeden Fall, die damalige Diskussion zu verfolgen.

  • tumtrah

    @enfrente
    Liebe Romy, ich danke dir für den Hinweis auf das Foto von yunnanfoto. Ich habe die damalige Diskussion aufmerksam gelesen und empfinde sie als sehr hilfreich.

    @mamatembo
    Auch dir, liebe Beate, empfehle ich, die Diskussion nachzulesen. Du wirst dort auf Einstellungen treffen, die deiner entsprechen, aber auch auf entschieden andere. Was seinerzeit u.a. moniert wurde, ist, dass es sich lediglich um ein Foto ohne irgendwelchen Kontext handelte. Das ist in meinem Fall anders. Ich schreibe über den kulturell-religiösen Zusammenhang und gebe auch mein persönliches, mulmiges Gefühl wieder. Daran lässt sich ablesen, dass ich mit mir nicht nur bei der Aufnahme (übrigens aus großer Entfernung!), sondern auch beim Verfassen des Berichts gerungen habe. Vielleicht habe ich mich zu kurz damit befasst und nicht klar genug ausgedrückt. Was mir wichtig war, ist, dass wir den Vorgang der Totenverbrennung bei den Hindus nicht durch unsere westlichen Augen sehen dürfen - etwas, das dir als ausgewiesener Indienkennerin ja bewusst ist. So soll m. E. dieser Beitrag ein bescheidener Versuch sein mitzuhelfen, die für uns so rätselhafte Welt des indischen Subkontinents besser zu verstehen.
    LG euch beiden! Hartmut

    http://www.geo-reisecommunity.de/bildergalerie/mitglied/yunnanfoto/sortierung/aktualitaet/83/224533

  • Pana53

    @ Hartmut: Welch' Geschichte hat das Land, alles wurde hier von dir berichtet, Bilder dazu eingestellt die dem Lesen noch mehr Freude bereiten. Einen weltgeschichtlichen, spannenden und sehr abenteuerlichen Roman hast du hier zum Besten gegeben!

    Ich bin sehr beeindruckt!

    LG Frank

  • tumtrah

    Lieber Frank,
    danke für deine Worte, die ich als echte Belohnung für die nicht unerhebliche Mühe verstehe. Danke auch für die vielen guten Bildbewertungen!
    LG Hartmut

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  • mamaildi

    Namaste Hartmut!

    Gestern war ich selber noch mitten in Kathmandu, und eigentlich gibt es nun zu Hause unendlich viel mehr zu tun als Reiseberichte in GEO zu lesen. Nach mehreren Hinweisen auf deinen Bericht konnte ich aber einfach nicht widerstehen und musste mich schon mal einloggen und zurücktauchen in die gerade verlassene Welt.

    In den letzten 20 Jahren war ich 7 mal dort und konnte die von dir genau beschriebenen Veränderungen peu à peu mitverfolgen - der Schock war demnach nicht so groß! Und du wirst es kaum glauben: es war schon schlimmer mit dem Verkehr. Mittlerweile kostet ein Liter Benzin in Nepal 1,20 Euro (!!!) - bei einem Monatsverdienst von 120,- Euro unerschwinglich und deshalb auch ein Regulans des monströsen Verkehrs.

    Das Nirwana Garden ist mein unbestrittenes Lieblingshotel in Kathmandu, die Lage zwischen Touristenviertel und Altstadt ist einmalig, der Garten ein Paradies, ich hab da vor langem schon mal einen Tipp geschrieben. Der Weg, den du genommen hast zum Durbar Square ist mir daher auch sehr vertraut, bis hin zum Kabelknäuel am Chhetrapati Kreisel...

    Schade, dass du den Hanuman Doka nicht besuchen konntest. Normalerweise ist der nämlich inzwischen zugänglich, seit Kathmandu den Eintrittspreis hochgesetzt hat sogar in noch weiteren Teilen. Kann es sein, dass du nach 17 Uhr dort warst?

    Danke für diesen Bericht, der mich hier zwischen den Welten balancieren ließ, für die tollen Fotos und die kompetenten Erläuterungen, die so in den meisten Reiseführern gar nicht zu finden sind. Ich freu mich auf Teil 2...

    LG Ildiko

  • tumtrah

    Liebe Ildiko,
    ich treibe mich gerade in Marokko herum und da war es heute eine grosse Freude, beim Blick ins Hotel-Internet-Terminal deine Kommentare zu diesem Bericht und einigen Fotos vorzufinden. Dafuer, dass du dich nach deiner Rueckkehr aus Nepal sofort ueber den Bericht hergemacht hast, moechte ich dir ganz herzlich danken. Der Hanuman Doka ist wirklich - zumindest derzeit - nicht zugaenglich. "No Entry" bedeutet unmissverstaendlich ein grosses Schild.
    Wenn ich zurueck bin, mehr.
    LG Hartmut

  • mamaildi

    Mit dem Hanuman Doka habt ihr Pech gehabt, seit dieser Saison ist er definitiv in großen Teilen zugänglich, ich war letzte Woche zu einem ausgiebigen Besuch drin. Da bleibt dir nichts anderes übrig, als nochmal hinzufahren ;-)))
    Weiterhin eine tolle Zeit in Marokko - wir sind gespannt auf deine "Ausbeute"...

  • Blula

    Lieber Hartmut ! Du hast mich hier in eine andere Welt entführt und ich habe mich GERNE entführen lassen. Ich habe diesen großartigen Bericht einfach verschlungen. Es gibt sicher keinen Reiseführer, der Dir, wenn ich das mal so ausdrücken darf, das Wasser reichen könnte. Ich sage mal wieder DANKE, auch für die großartigen Fotografien.
    LG Ursula

  • tumtrah

    Liebe Ursula,
    du hast mir ja schon eine große Freude mit deinem Kommentar zum ersten Teil meiner Nepal-Trilogie ("Heia Safari in Nepal") gemacht. Jetzt setzt du sogar noch einen drauf. Bei solchen Worten besteht die Gefahr abzuheben. Das liegt mir aber fern und ich möchte den Ball lieber flach halten. Zur "Ehrenrettung" von Reiseführern: Die haben doch in erster Linie eine andere Intention, nämlich Fakten, Fakten, und nochmals Fakten und nützliche Informationen. Ich versuche dagegen, Fakten mit persönlichen Eindrücken zu verknüpfen, denn es soll ja letztlich ein Bericht über eine persönliche Reise sein.
    Hab ganz, ganz herzlichen Dank für deine gute Bewertung!
    LG Hartmut

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Nepal Teil 1: Kathmandu 5.00 19

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