Träume in grün und gelb

Reisebericht

Träume in grün und gelb

Reisebericht: Träume in grün und gelb

Welches Kind staunt nicht ob der eindrucksvollen Grösse und dem typischen Motorengeräusch. Wohl keine andere Traktormarke der Welt übt auf eine so grosse Fangemeinde eine magische Anziehung aus, wie John Deere. Eine Reise ins Zentrum der grün/gelben Riesen.

Träume in grün und gelb

Ein Oldtimer

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Welches Kind staunt nicht ob der eindrucksvollen Grösse und dem typischen Motorengeräusch. Wohl keine andere Traktormarke der Welt übt auf eine so grosse Fangemeinde eine magische Anziehung aus, wie John Deere. Die grünen Traktoren mit den typischen gelben Radfelgen sind weltweit auf dem Markt vertreten. Wo immer sie auch im Einsatz stehen, faszinieren sie den Betrachter ganz besonders.

Das grösste Ziel für „Hardcore“-Fans ist ohne Zweifel der mittlere Westen der USA. In der nähe von Chicago, genauer in Molline im Staate Illinois ist die Heimat und das administrative Zentrum von John Deere. Kaum verlässt man die Region um Chicago ist man mitten in herrlichem Farmland. Maisfelder säumen die Amerikanische Autobahn, den Interstate, und in schmucken Dörfern wird der Rasen aufs Wochenende hin gepflegt. Womit ist hier keine Frage, nämlich mit einem grüngelben Rasenmähertraktor, denn kaum 100 Meilen ausserhalb Chicagos ist der Hauptsitz der umsatzstärksten Landmaschinenmarke.



Klein angefangen

Wo alles Begann: Grand Detour

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Zirka 100 Kilometer ausserhalb Chicagos liegt die erste Station auf den Spuren des Ursprungs. In Grand Detour hat alles begonnen. 1836 erbaute John Deere hier sein Heim und eine eigene Schmiede. Obwohl für Westeuropäische Verhältnisse noch gar nicht so lange her, ist das für amerikanische Begriffe eine halbe Ewigkeit. Die Fundamente der alten Schmiede wurden archäologisch ausgegraben und in einer rekonstruierten Anlage wird dem Besucher das Handwerk nähergebracht. Hier war die Geburt des sich selbstreinigenden Stahlpfluges, der es möglich machte die Prärie fruchtbar zu machen. Getreu seinem Motto: „Ich werde niemals meinen Namen auf ein Produkt setzen, in dem nicht das Beste steckt, das ich zu geben vermag.“ war der Pflug ein voller Erfolg und die Produktion musste kontinuierlich erweitert werden. Um 1848 eröffnete John Deere seine erste Fabrik in Molline am Mississippi um sich die Wasserkraft zunutze zu machen. Das Geschäft florierte dank der immer vorangetriebenen Weiterentwicklung und ausgesprochen gutem Marketing.



Zum Milliardengeschäft

Das administrative Hauptquartier

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Die Nachfahren John Deere’s bauten das Unternehmen mit konsequenter Expansion und Diversifikation zu einem der Grössten im Agrarbusiness aus. Rund um Molline aber auch an vielen anderen Orten auf der ganzen Welt werden Traktoren, Mähdrescher, Pressen, Rasenmäher und vieles mehr konstruiert und produziert. Das Herz des Unternehmens liegt jedoch seit jeher am Mississippi in der Industriestadt Molline. Dem Fan wird hier einiges geboten. 1999 eröffnete der „Deere Pavillion“ eine Ausstellung von antiker bis modernster Agrar-Technologie. Gratis wohlverstanden kommt hier wohl auch ein Nichtlandwirt ins Staunen, wenn sich beinahe 20 Meter breite Mähdrescher in der Halle erheben, modernste Traktoren zum Probesitzen im Hightechcockpit einladen oder interaktive Präsentationen die Landwirtschaft näher bringen. Kaum 100 Meter weiter steht das „Collector Center“. Sammler und Restaurateure aus der ganzen Welt finden hier zusammen um ihre Raritäten und Oldtimertraktoren im Schuss zu halten. Die Drehscheibe für restaurierte Fahrzeuge, technisches Know How und Ersatzteile pflegt die alten Zeiten mit einer umfassenden Präsentation fein säuberlich hergerichteter Oldtimer.



Am Puls der Zeit
Damit nicht genug. Es können diverse Produktionsstätten besucht werden. Die wohl Eindrücklichste ist die Mähdrescherproduktion unweit des Stadtzentrums. Pensionierte Mitarbeiter führen interessierte Besucher auf von „Rasenmähertraktoren“ gezogenen Wägelchen durch die riesigen Produktionshallen. Selbstverständlich müssen die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden und so wird auch jeder Besucher mit einer Schutzbrille ausgestattet. Was auffällt: alle sind gut aufgelegt! Ein Witzchen da, ein freundlicher Gruss dort, das muss ein guter Arbeitgeber sein. Über die aufwendige typische grüne Einfärbung der Maschinenteile bis zur Endmontage wird der Besucher in die Produktion der gigantischen Mähdrescher eingeweiht.

Die Region hat durchaus ihren Reiz
Wenn auch Molline nicht gerade als Stop auf den Routen grosser Rundreiseveranstalter vorhanden ist, so hat die Region durchaus ihren Reiz. Die Stadt liegt am eindrücklichen Mississippi und kann als Abstecher von der Route 66 oder auch auf einem Trip dem Ole Man River (Mississippi) entlang gut besucht werden. Mark Twain, seine Geschichten und Schauplätze begleiten immer wieder den Reisenden und natürlich die Gelb/Grünen Traktoren. Amerika ein bisschen „off the beaten track“.



Blick in die Ausstellung


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