Chiloe, die Langsaminsel

Reisebericht

Chiloe, die Langsaminsel

Reisebericht: Chiloe, die Langsaminsel

Wir hatten uns im chilenischen Frühsommer 2010 von Santiago in den Süden aufgemacht. Hier stand die Insel Chiloe und die Gegend um Puerto Varas auf unserem Programm.

Trotz unserer begrenzten Zeit sollte der Süden noch mit ins Programm. Da der Süden riesig groß ist, mussten wir selektieren und hatten uns für einen Besuch der Insel Chiloe und das nördliche Patagonien mit der Gegend um Puerto Montt und Puerto Varas entschieden.
In Chile fängt Patagonien dort an, wo die Gegend auf der argentinischen Seite der Grenze, gut 400 km nördlicher, schon längst Patagonien heißt.

Chiles Patagonien beginnt nach Meinung der Chilenen erst südlich von Puerto Montt, dort wo der Reloncavifjord die bis dahin durchgehende Nord-Süd-Straßenverbindung ertsmals unterbricht und ab hier die Carretera Austral ihren Anfang durch das urwüchsige Land nach Süden nimmt. Bis Chaiten ist die Straßenverbindung dann noch mehrmals durch Naturparks unterbrochen, in denen der Bau von Straßen noch grundsätzlich untersagt ist.

Nun ja, nach einer Stunde Flug landet man auf dem beschaulichen Flughafen von Puerto Montt und kann förmlich fühlen, wie anders das Leben hier unten ist. Keine Hektik mehr, sondern vielmehr zurückhaltende Gelassenheit.

Unser „Leihwagen“, ein schon etwas betagter Ford Focus wartete hier auf uns (Er gehört Matthias, den wir im Anschluss an unserem Inseltrip noch besuchen wollten. Später hierzu mehr.)
Die drei Reisetaschen waren schnell verstaut und auf ging's, in Richtung Chiloe, der Insel, auf der Ruhe und Beschaulichkeit und sehr viel schöne Natur zu Hause sein sollen.



Autofähre nach Chiloe

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Nach einer knappen Stunde Fahrt, war Pargua erreicht. Hier starten auch die größeren Fähren nach Chaiten um dort die Autos von Bord zulassen, die nun die Carretera Austral bis Punta Arenas fahren können ohne auf weitere Fähren angewiesen zu sein. Neben der Fahrt durchs chilenische Patagonien sind dann aber auch noch gut 900 km argentinische Piste zu bewältigen.

Im Gegensatz dazu wollten wir lediglich die kleine Lösung erleben. Zuerst vier Chiloe-Tage und dann fünf Tage für die Gegend um Puerto Varas und den imposanten Vulkan Osorno. Das sollte reichen um nicht nur Kilometer zu fressen, sondern sich von der hier vorherrschenden Ruhe und Beschaulichkeit ein wenig anstecken zu lassen.



Peales-Delphine

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Die Überfahrt mit einer der kleinen Autofähren nach Chacao dauert eine gute halbe Stunde und, wenn man Glück hat, vergeht die Zeit wie im Flug. Wir hatten Glück.
Seit unserer Landung am späten Mittag hatten wir bestes, sonnig warmes Frühsommerwetter. Das ist für diese Gegend nicht unbedingt ein Muss. Sommergäste haben hier durchaus von zehn Tagen Aufenthalt schon mal acht bis zehn Tage Regen. Zudem begleitete uns seit Verlassen des Hafens eine kleine Gruppe Peales-Delphine. Diese Delphine sind nicht sehr groß, dafür aber, wegen der schönen, fast schwarz-weißen Zeichnung, eine der schönsten Delphinarten weltweit.

Als die Delphine die Heckwellen unserer Fähre verlassen hatten, tauchte für kurze Zeit ein einsamer Pinguin neben dem Boot auf, sah uns an und verschwand dann umgehend wieder. In der Hafeneinfahrt von Chacao dösten nun auch noch eine ganze Reihe von Seelöwen auf den Hafentonnen und ließen sich von nichts und niemandem stören.



Für eine gute halbe Stunde Seefahrt war die Ausbeute an beobachteter Tierwelt für uns mehr als üppig, weiter so.

Der Weg nach Ancud führte nun durch eine grüne Hügellandschaft, die stark an deutsche Mittelgebirge oder das Voralpenland erinnerte. Der Eindruck hängt auch sehr mit den schwarz- und braun-weißen Kühen zusammen, die hier das Gras platt standen. Lila Kühe gibt es hier gar nicht. Trotzdem bezeichnen viele diese Gegend als die Chilenische Schweiz.

Zwanzig Minuten später erreichten wir dann Ancud, die größte Ortschaft in Chiloes Norden. Sie hat den Charme einer am Meer gelegenen Westernstadt, mit großen, giebelständigen Holzfassaden,die von breiten Fußwegen begleitet werden. Die Parkplätze entlang der Gehwege sind gefüllt mit staubigen Pickups. Die Straßen selbst befinden sich hier auch innerorts fast alle in einem sehr mäßigen Zustand.

Tagsüber herrschte reges Treiben in den Einkaufszonen, am Markt und rund um den zentral gelegenen Dorfplatz.



Downtown Ancud



Martins Mundo Nuevo

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Unser Hostel, das Mundo Nuevo, war wieder einmal ein Glücksgriff. Knappe fünf Gehminuten vom Zentrum und auch vom Hafen entfernt, steht das schmucke Holzhaus mit seinem glasverkleideten Aufenthalts- und Speiseraum direkt an der Küstenstraße nach Gaubun. Von jedem Zimmer aus hat man einen herrlichen Ausblick über die Bahia de Ancud, einer sehr großen und sehr verzweigten Meeresbucht.

Da unsere Spanischkenntnisse nicht erwähnenswert sind, waren wir hier mal wieder mehr als gut aufgehoben. Martin, der schweizer Besitzer des Hostels und auch sein Personal sprechen deutsch oder zumindest Englisch.
Am nahe gelegenen Dorfplatz befindet sich die Touristeninformation. Sofern man sie geöffnet antrifft wird hier gerne und reichlich Infomaterial über alles sehenswerte der Insel ausgehändigt. In erster Linie sind das die Stabkirchen, die Stelzenhäuser (Palafitos) von Castro, die Pinguinbucht, die grüne Insel insgesamt und ihre Geschichten und Mythen, deren Ursprung von den Huilliches herrührt, einem Volk der Mapuche-Ureinwohner. Auch diese vielfältigen Geschichten und Mythen haben dazu geführt, dass die Bewohner von Chiloe den Ruf haben, etwas schräge Charaktere zu sein. Tatsächlich strahlen die Menschen hier eine angenehm ruhige Gelassenheit aus.



"Fischer" bei...

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Wegen des milden Klimas und des immensen jährlichen Niederschlags (ca. 240 Regentage im Jahr) wächst und gedeiht hier so ziemlich alles, was essbar ist oder als Tierfutter dienen kann. Unterm Strich geht es deshalb den Menschen hier besser als denen, die in den nördlichen Wüstengebieten ein oftmals nur sehr karges Auskommen haben.

Zu Fuß benötigt man keine fünf Minuten um sich mittem Trubel des kleinen Hafens wiederzufinden. Hier werden Bootsladungen von Seetang angelandet, den die Taucher gerade vorher im Meer geerntet haben und der auf dem Rückweg zum Hafen in Säcke verpackt wird um direkt gewogen und verkauft zu werden. Ein großer Teil dieses Tangs wird später getrocknet und dem Viehfutter beigemischt, der andere Teil wird getrocknet und als Gemüse gegessen. Je nach Art des Tangs.



verladefertiger Tang im Hafen...

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Darüber hinaus werden aus den Kleinen Kuttern Unmengen von Krebsen entladen, die vor der Küste mit Reusen gefangen werden. Krebsfleisch wird in Chile sehr gerne gegessen und fehlt im Süden auf fast keiner Speisekarte. Wir hatten im Vorfeld schon vermutet, dass Krebsfleisch wahrscheinlich importiert werden müsste um die Nachfrage zu decken. Wer aber hier beim entladen der Krebse zusehen kann, erkennt, das wahrscheinlich kein einziger Krebs nach Chile importiert werden muss.



Kistenweise Krebse

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Natürlich gibt es hier auch Fisch. Zumindest an den Tagen, an denen ich im Hafen war, lag die Priorität aber zweifelsfrei bei Tang, Muscheln und Krebsen.



heiße Schokolade kommt gleich

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Wer vom Hafen aus Richtung Polizeistation läuft, kann daneben eine kleine Chocolateria finden, in der die Chefin neben leckerer heißer Schokolade auch maßlos leckere Pralinen und Schokoladensorten selber herstellt und verkauft. Wer sich an den Tisch vor Ihren kleinen Chocoladen-Laden setzt kriegt sogar ihre verfügbaren Familienmitglieder persönlich vorgestellt.



Museum - San Francisco de Ancud

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Im Jahr 2000 wurden auf Chiloe und den zugehörigen Nachbarinseln sechzehn, der hier im 18. und 19. Jh. zahlreich erbauten Holz-Stabkirchen, von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Die Kirche San Francisco de Ancud beherbergt eine Stiftung, die sich dem Erhalt dieser Kirchen verschrieben hat und vor Ort ein Stabkirchenmuseum und eine verhältnismäßig sehr gut ausgestattete Holzwerkstatt betreibt. Dieses Museum veranschaulicht unter anderem mit detailgetreuen Modellen sehr schön die Besonderheiten dieser Holzkirchen. Zudem werden hier restaurierte Originalbauteile von Kirchen ausgestellt, die insgesamt nicht mehr zu restaurieren waren. Es gibt eine Vielzahl von schön geformten Holzfenstern mit farbenfrohen Verglasungen. Man zahlt einen geringen Eintrittspreis und wird zudem um eine Spende gebeten.



Im Inneren des Museums

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Im Vergleich zu Valparaiso, das zu großen Teilen ebenfalls Weltkulturerbe ist, wo aber trotzdem der Verfall rasant voranschreitet, ist eine zusätzliche Spende hier durchaus gut investiert. Die hiesigen Stabkirchen sind in Bezug auf ihre Konstruktion den Skandinavischen Stabkirchen (Stavkirchen) nachempfunden und reine Holzkonstruktionen. Kein Nagel ist hier verbaut worden. Stattdessen sind sämtliche Verbindungen zimmermannsmäßig hergestellt.



Kathedrale Iglesia San Francisco

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Die größte dieser Kirchen auf Chiloe befindet sich in der Inselhauptstadt Castro und ist auch Bischofssitz.
Zu dieser Kirche ist zu sagen, dass sie von einem europäischen Architekten in Europa geplant worden ist. Er hatte seine Pläne zur Erbauung der Kirche nach Chiloe geschickt und hat sich bald darauf selbst auf die lange Reise gemacht um als verantwortlicher Baumeister die Kirche zu erbauen. Geplant hatte er die Kirche als massives Gotteshaus aus Stein. Er traf erst viele Monate später als seine Zeichnungen in Castro auf Chiloe ein und musste mit mittlerem Entsetzen feststellen, dass mit dem Bau seiner Kirche bereits begonnen worden war. Auf der Basis seiner Planungen hatte man die Konstruktion jedoch zu einer reinen Holzkonstruktion umgeplant und zu großen Teilen bereits fertig gestellt.
Er war dann bis zur Fertigstellung auch weiterhin lediglich Gast, da nur die örtlichen Holzbaumeister in der Lage waren, dieses imposante Kirchenschiff aus Holz fertigzustellen.



Insgesamt haben wir fast zwei Tage damit verbracht, uns die Insel und so viele wie möglich von den Stabkirchen anzusehen. Die meisten von ihnen waren allerdings verschlossen. Der Dom von Castro und Teile der zugehörigen Klosteranlage waren zum Glück geöffnet.



Artesana - der...

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Man sollte Castro nicht verlassen, ohne den Kunsthandwerkermarkt an der Küste besucht zu haben. Hier gibt es kaum Touristen aber vieles von dem, was man als Souvenir gerne mit nach Hause nimmt: Erzeugnisse aus Wolle (Schaf, Lama, Alpaca etc.) und alle handarbeitlichen Endprodukte wie Socken, Pantoffeln, Schals, Pullover und Ponchos. Zudem Gewürze, Schmuck, Gebrauchsgegenstände und natürlich den übliche Nippes, der nirgendwo fehlen darf. Aber fast alles, was hier verkauft wird, stammt aus Chile oder zumindest aus Südamerika.



Entlang des Touristenmarkts, direkt am Wasser, haben sich einige Restaurants angesiedelt. Alle Gebäude sind Pfahlbauten und man isst hier sein Essen gut sechs bis sieben Meter über dem Wasser. Einzigartig ist aber nicht nur die Lage sondern sind auch die Speisekarten der Restaurants. Wenn die chilenische Küche vielerorts nicht speziell Chilenisches zu bieten hat, - hier hat sie es. Zum großen Teil recht deftig aber egal ob aus dem Meer, von der Weide oder ein Gemisch aus beiden. Zumal, wenn man Koreander mag, kommt man hier auf seine lukullischen Kosten. Hier gibt es auch das typische Curanto, eine Art Fleisch-Fisch-Gemüse-Muschelsuppe, die in tiefen Tonschalen serviert wird.



Restaurants am Artesana von Castro



Palafitos

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Castro bietet an den nördlichen und südlichen Enden der Stadt aber auch die beeindruckend schöne Pfahlbaukolonien. Wer es bis hierher geschafft hat, sollte nicht versäumen, sich unbedingt beide Kolonien anzusehen.



Isla Quinchao

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An einem andern Tag hatten wir unseren Focus über die Schotterpisten zur Pinguinbucht gescheucht. Wegen der schlechten Straßenqualität dauert die Fahrt doch einiges länger als die Entfernung es vermuten ließ. Für die gut 30 km sollte man schon eine Stunde Fahrzeit einplanen. Die Stunde lohnt sich aber. Die hügeligen und saftigen Weiden erinnern wieder ans Alpenvorland, das hin und wieder durch beeindruckend schönen Buchten ergänzt wird.



Pinguinbucht bei Ancud

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Es kommt der Moment, an man glaubt, sich endgültig verfahren zu haben. Einen weiteren Moment später endet die Straße dann an einer weit ausladenden Sandbucht, gesäumt mit bunten Fähnchen, drei Restaurants und einigen Werbetafeln, die auf die Boote aufmerksam machen, mit denen man zu den vorgelagerten Inseln gelangt.



Pinguininsel

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Sobald der Wagen abgestellt ist und man einen kleinen Erkundungsgang entlang der Bucht unternimmt, wird man natürlich von dem ein oder anderen Motorbootkapitän angesprochen. Pinguins??? Keiner ist dabei aber aufdringlich und letztendlich ist es auch fast egal, mit welchem der Boote man hinüber fährt, zu den kleinen Inseln. Die Betreiber der Bootstouren lassen derzeit noch jeden Kapitän im Wechsel die Touristen fahren und etwas Geld verdienen.



Dies war wohl auch eine der Auflagen, die von staatlicher Seite gemacht wurden. Immerhin befindet man sich hier in einem Naturschutzgebiet in dem Pingu-Watching neben der Fischerei als zusätzliche Verdienstquelle geschaffen wurde. Grundsätzlich soll der Tourismus im Süden in erster Linie ökologisch betrieben werden. Also bitte keine Hektik und immer schön nacheinander.
Wir hatten im Vorfeld erfahren, dass die Pinguine einmal morgens und einmal am Nachmittag gegen 16.00 Uhr ihren Schichtwechsel am Nest durchführen. Wer gebrütet hat, geht jagen und umgekehrt. Man sollte also nicht mittags zu den Pinguinen hinausfahren. Dann ist vergleichsweise wenig Aktivität zu erleben, sondern schön bis ca. 16.00 Uhr warten.



Die Pinguin-Insel



Möwen und Geier

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Nachmittag füllen in der Saison die geführten Touristen vom Festland, i. d. R. aus Puerto Varas, die Boote.

Das hintere Ende der Sandbucht, von wo aus man über einige Stufen und Treppenanlagen zum schönsten Aussichtspunkt Chiloes gelangt, ist der Uferstreifen gefüllt mit Locco-Schalen und ausgeweideten Seespinnen. Die Locco-Schalen hatten wir in den letzten Tagen schon überall als Aschenbecher gesehen. Einige davon zieren jetzt unser Domizil in Deutschland. Aber – zwischen den Schalen und dem unteren Antritt der Treppenanlage zum Aussichtsplateau liegt es – das Restaurant mit den leckersten Empanadas die wir bis dahin gegessen hatten. Empanada Locco. Möglicher Weise gibt es diese auch in den beiden anderen Restaurants in der Bucht. Keine Ahnung. Aber man muss sie hier einfach gegessen haben.



Alles, was sich an Essbarem noch in irgendwelchen Schalen befindet oder vom Meer aus angespült wird, eliminieren die Graugeier in kürzester Zeit. Hierbei stehen sie im Wettkampf mit den Möwen. Der Ausgang des Wettkampfs ist jedes mal offen. Anscheinend werden aber alle satt.



Magellanpinguine

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Erst nach unseren Empanadas sind wir auf eines der Boote. Das besondere am Betreten der Boote ist hier das Wie. Die Boote im Wasser, die Touris am Strand und kein Steg oder Vergleichbares.
Was nach nassen Füßen aussieht muss nicht so enden. Der Mensch ist auch hier sehr erfinderisch gewesen. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Vergleichsweise zum Betreten von Flugzeugen hat man hier kleine Gangways mit einer kleinen oberen Plattform zusammen geschweißt und auf Ballonreifen geschraubt. Sobald eine zahlenmäßig akzeptabele Bootsladung Touristen auf dieser oberen Plattform steht, wird das Ganze vom Kapitän, der von vier bis fünf weiteren Helfern unterstützt wird, kurzerhand ins Wasser geschoben, bis zum Boot. Umsteigen, fertig. Auf dem Rückweg die selbe Prozedur, nur anders herum.



Magellanpinguin

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Die Bootsfahrt selbst dauert nicht lange, eine gute halbe Stunde vielleicht. Aber sie hat es in sich. Man wird fast bis auf Armeslänge an die kleinen vorgelagerten Inseln herangefahren. Hier nisten die Magellan- und die Humboldtpinguine direkt nebeneinander. Zudem noch Kormorane und verschiedene Gänse- und Entenarten. Als wir an den Inseln waren, herrschte gerade reger Schichtwechsel. Es geht nichts über gute Infos!



Die Pinguine hüpften sortenunabhängig um uns herum aus dem und ins Wasser. Kein Pingu erweckte den Eindruck, durch uns belästigt worden zu sein. Alles lief in schöner Beschaulichkeit ab. Neben all dem Federvieh hatte sich auch noch ein Otter die Zeit genommen, ordentlich für uns von seinem kleinen Felsen zu posieren.



Seeotter vor der Pinguininsel in der Nähe von A...



Es war wieder ein wirklich schöner und fotomäßig erfolgreicher Tag. Nur waren leider weit und breit keine Seelöwenkolonien zu sehen. Vor wenigen Jahren hatten sie sich angeblich noch zwischen den Pinguinen breit gemacht. Jetzt nicht mehr. Die Infos von unserem Guide/Kapitän hierzu waren mehr als vage (hierzu später mehr).



Autofähre zur Isla Quinchao

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Einen weiteren Chiloe-Tag hatten wir noch damit verbracht der kleinen vorgelagerte Insel Quinchao einen Besuch abzustatten. Im Nachhinein können wir sagen, dass unserer Meinung nach, alles, was Chiloe an schöner Natur und Stabkirchen zu Bieten hat, in komprimierter Form auch auf diesem kleinen Eiland zu finden ist.

Vom Hafenstädtchen Dalcahue (Stabkirche, aber geschlossen) setzt man mit der Fähre in fünf bis sechs Minuten über. In der Nähe der An-/Ablegestelle von Dalcahue befinden sich einige Läden, einige Restaurants, ein obligatorischer kleiner Kunsthandwerkermarkt (Artesana), wie es ihn in unterschiedlicher Qualität annähernd in jeder Stadt und in jedem Dorf gibt und eine Imbisshalle, in der eine Vielzahl kleiner Imbissstände ihre warme und kalte Küche anbieten. Ein großer Teil der Gästetische ist keinem Imbiss direkt zugeordnet und kann „wild“ besetzt werden. Hier sitzen dann Alt und Jung und Groß und Klein beieinander. Der kleinste an unserem Tisch war ca. 2,0 cm und eine Made. Was wir noch nicht gegessen hatten, ging dann in die Tonne. Aber die Laune blieb trotzdem gut.



Isla Quinchao

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Eine einzige geteerte Straße führt über die lang gestreckte Insel. Meistens führt sie über den langgezogenen Bergrücken und ermöglicht deswegen schöne Ausblicke, abwechselnd zu beiden Meerseiten. Die wenigen, nennenswerten Ortschaften liegen direkt an dieser Straße. Kleinere Weiler oder die verstreuten Farmen erreicht man dann mal wieder nur über Schotter- und Staubpisten.



tolle Aussicht, leider mit...

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Aber auch Quinchao verfügt über Ausnahmen. Manchmal führen gut ausgebaute und allem Anschein nach recht frisch geteerte Straßen von der Hauptstraße weg, hinunter zur Küste. Schon als wir der ersten dieser Straßen in Richtung Küste folgten, mutmaßten wir, dass am Ende wohl eine Muschel- oder Lachsfarm zu finden sei. Richtig geraten.
Die Muschel- oder Lachsfarmen ziehen sich zu hunderten die südliche Küste von Chile entlang. Hier auf Quinchao sind die Betreiber zumindest verpflichtet worden, die Zufahrtsstraßen zu ihren Betrieben auszubauen. Anderswo haben wir das nicht feststellen können. Dort wird zu Lasten des Ökosystems Monokultur betrieben, ohne das die Bevölkerung vor Ort in irgendeiner Weise davon profitiert. Abgesehen von den Arbeitsstellen, die aber auch nur solange gesichert sind, wie die Lachse oder Muscheln pofitabel verkauft werden können (später hierzu mehr).



Wenn man sich Zeit lässt fährt man ca. 2,5 Stunden bis zum südöstlichen Ende der Insel. Unterwegs sammelt man Eindrücke der wirklich schönen Art. Von schattigen Aussichtsplätzen die direkt an der wenig befahrenen Straße gelegen sind, überblickt man im Frühsommer grüne und gelbe Hügel bis hinunter zum Meer, das sich in teilweise atemberaubend schönen Buchten wellenweise an das Land wirft. Den Duft vom wilden Ginster hat man dabei fast immer in der Nase, da er, fast schon als Plage, ganze Hügel überwuchert hat.



die Kirche von Achao

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In den hiesigen Dörfern trifft man tatsächlich überhaupt keine Hektik mehr an. Ein besonderer Ruhepol in einer an sich schon sehr, sehr ruhigen Gegend. Womöglich liegt's am wilden Ginster.
Unterwegs trafen wir eine recht verwegen aussehende Gruppe von chilenischen Motorradfahrern, die auf ihren Harleys und Moto Guzzis den selben Weg knatterten wie wir. Als diese Gruppe an einem Aussichtspunkt ihre Helme und verspiegelten Sonnenbrillen abgenommen hatte und wegen der Hitze auch noch die bunt bestickerten und beschrifteten Jacken über die Sättel warfen, kamen dann lauter brave „Schwiegersöhne“ zum Vorschein, die uns dann auch noch darum baten, ein Gruppenfoto von Ihnen zu machen. Chiloe!!



Und die Gotteshäuser sind hier auch wieder Stabkirchen aus Holz. Mit ihrem schlichten Erscheinungsbild, den schlanken und hohen Kirchtürmen, den recht niedrigen aber langen Kirchenschiffen und mit den flach geneigten Satteldächern bilden sie eher unauffällig den Mittelpunkt der hiesigen Dörfer. In den größeren Dörfern stehen größere Kirchen und in den kleineren Dörfern kleinere Kirchen, eben ganz so wie es sich gehört. Lediglich in Quinchao, dem Dorf, das der Insel ihren Namen gegeben hat, ist die Kirche größer als das Dorf dies normalerweise vermuten lassen würde. Im November 2010 wurde diese Kirche, die auch zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, komplett renoviert. Die Kirche und leider auch die großräumigen Außenanlagen waren deshalb leider für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.



Isla Quinchao



verschiedene Tangsorten, getrocknet

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Mit dem Besuch der Insel Quinchao ging unser Aufenthalt auf Chiloe leider dem Ende entgegen. Am nächsten Morgen sind wir dann Richtung Puerto Varas aufgebrochen. Auf unserem Weg zur Fähre sind wir dann, in der Hoffnung, doch noch eine kleine Seelöwenkolonie zu finden, ein gutes Stück die Schotterstrecke über Linao und Manao die unberührte, nordöstliche Küste entlang gefahren. Leider hatten wir wieder kein Glück. Auch auf der Fährfahrt war an dem Tag kein Delphin und kein Pinguin so freundlich, uns zu begleiten.



Immerhin hatten wir auf Chiloe vier ganze Tage herrlichen, warmen Sonnenschein und konnten die Insel ohne Regenschirm in ihrer frühsommerlichen Farbenpracht genießen.





Curanto - Mettwurst, Muscheln,...

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Jetzt ging es nach Puerto Varas am Lago Llanquihue. Dort wollten wir noch für fünf Tage Gast bei Matthias Gorny sein, dem Besitzer des Ford Focus, mit dem wir die letzten vier Tage Chiloe erkundet hatten. Wir hatten in Santiago kaum Gelegenheit uns kennen zu lernen, aber Matthias ist ein guter Bekannter von Armin Bäumeler, dem Besitzer des Hostels, in dem wir während unserer Santiago-Aufenthalte wohnten und in dessen Hostel unsere Tochter für ein gutes Jahr als Praktikantin gearbeitet hat.



Isla Quinchao

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Matthias ist promovierter Meeresbiologe und wissenschaftlicher Leiter der chilenischen Abteilung von Oceana (www.oceana.org), einer amerikanischen Stiftung, die sich den Erhalt der Meeresflora und -fauna auf die Fahnen geschrieben hat. Zusammen mit seiner Frau vermietet er zwei Zimmer und stellt, wenn er ihn nicht selber benötigt, auch seinen Wagen zur Verfügung. Seine Frau ist Chilenin, die auf deutsche Vorfahren zurückblicken kann und deswegen auch ein wenig deutsch spricht.
Das für uns Touristen besonders Besondere an Matthias ist aber, dass er seine Gäste an seinem wirklich sehr bedeutenden Wissen um alles was im/am Wasser kreucht und fleucht, teilhaben lässt. Wir haben abends Stunden lang zusammengesessen und ihm und seinem noch immer sehr norddeutschen Dialekt gelauscht.

Hierzu die folgende Info, in der einige der oben offen gebliebenen Fragen beantwortet werden sollen. Im Grunde geht es hierbei um die Zusammenhänge zwischen Lachsfarmen, der angrenzenden Meeresökologie, den schon recht selten gewordenen Lobos Marino (Seelöwen) und dem zugehörigen Arbeitsmarkt.
In den Gewässern vor Chile sind Lachse grundsätzlich nicht heimisch. Die Eigentümer der Norwegischen und Amerikanischen Lachsfarmen waren gewohnt, unter Einhaltung von hohen Auflagen, in ihren Ländern Lachse zu züchten. Um die hohen Kosten, die damit einhergehen zu umgehen, beschloss man, die Lachsfarmen zu großen Teilen nach Chile auszulagern.
Dort gibt es zwar sehr ähnliche Auflagen wie in Europa oder den Vereinigten Staaten von Amerika, jedoch annähernd niemanden, der die Einhaltung dieser Auflagen kontrolliert. Was jetzt kommt ist kein Scherz: Für einen Küstenabschnitt von mehreren hundert Seemeilen sind zwei Personen als Kontrolleure abgestellt. Abgestellt ist zufällig der richtige Ausdruck. Die beiden verfügen über kein eigenes Boot und sind hierdurch gezwungen, Ihre Kontrollfahrten auf geliehenen Booten der Lachsfarmer durchzuführen. Unangemeldete Kontrollen sind somit natürlich unmöglich.
Die Lachsfarmen befinden sich überwiegend in Fjorden oder anderen geschützten Bereichen des Meeres. Da die Zuchtkäfige hier über riesige Ausmaße verfügen, fallen Unmengen an Kot und überschüssigen Medikamenten an, die anderes Leben im Bereich dieser Farmen großräumig auslöschen. Die Bereiche unter den Käfigen sind i. d. R. biologisch tot. Ausnahme: Wachstum giftiger Algen. Um diese Algen zu vernichten wird zusätzlich Chemie eingesetzt.

Lachse werden zum Großen Teil mit Fisch oder Fischmehl gefüttert. Zur Herstellung von einem Kilo Lachs werden statistisch gut drei Kilo Fisch verfüttert.

In 2008/2009 wurde ein Virus (der ansonsten nur in Norwegen vorkommt) in die Lachsfarmen eingeschleppt. In verschiedenen Küstenabschnitten gingen fast 90% des Lachsbestands ein. Für sehr viele der Farmen bedeutete das die Schließung aus wirtschaftlichen Gründen.
Da diese Farmen in den dünn besiedelten Gebieten Südchiles einen großen Teil der Arbeitsplätze zur Verfügung stellten, ist leicht zu verstehen, welche Konsequenzen die Schließung der Farmen hatte.
Viele der Einwohner hier hatten zu Gunsten der angenehmeren und lukrativeren Arbeit in den Farmen ihre schlechter bezahlten und anstrengenderen Jobs als Fischer an den Nagel gehängt. Nach der Schließung der Farmen hatten sie von jetzt auf gleich keine Arbeit und kein Einkommen mehr. Viele versuchten sich wieder als Fischer. Die Fischbestände in Küstennähe waren aber durch die biologischen Auswirkungen die die Lachsfarmen verursacht hatten, so weit dezimiert, dass Fischfang nicht mehr wirtschaftlich möglich war.

Von Seiten der Lachsfarmer aber später auch von staatlicher Seite wurde die Begründung für den nicht mehr existierenden Fischbestand anderen in die Schuhe geschoben. In diesem Fall mussten die Seelöwen herhalten. Angeblich hatten sich die Bestände des Lobo Marino so sehr vermehrt, dass küstennaher Fischfang nicht mehr möglich war.
Vor diesem Hintergrund wurde es erlaubt, Seelöwen zu erschießen oder zu erschlagen. Somit waren die Schuldigen ausgemacht und alsbald in großen Gebieten fast ausgerottet.

Lediglich das wieder erstarken der Lachsfarmen die schnell und profitabel neu aufgebaut werden, gibt den Menschen wieder die Möglichkeit Geld zu verdienen und den Seelöwen somit die Möglichkeit, zu überleben.

Zu diesem Thema:
Auf unserem späteren Rückflug nach Santiago habe ich zwei Amerikaner kennen gelernt, die mit Ihrer tollen Angelausrüstung eine Woche fischen waren. Sie hatten sich ein Boot mit Captain und Guide gechartert und sind damit die Küste und Fjorde südlich von Chaiten abgefahren. Insgesamt brachten Sie es auf vier Fische von recht übersichtlicher Größe. Mein Sitznachbar hatte nicht wirklich Spaß, über dieses Thema zu reden. Die schöne Landschaft, die sie eine Woche genießen konnten, war eben nicht der Grund, weswegen sie dort waren. Sie sind unter anderem einen Fjord bis zum Ende hochgefahren und an dessen Ende in die Mündung des Flusses. Nachdem sie mehrere Kilometer flussaufwärts gefahren waren, trafen sie auf Seelöwen im Süßwasser, die Forellen jagten. Jeder will eben überleben.



Unsere Eindrücke und Erfahrungen aus der Gegend um Puerto Varas schildere ich in meinem nächsten Reisebericht. Wer Lust hat darf gerne reinschauen.


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Kommentare

  • astrid

    Ein wunderschöner Bericht dekoriert mit passenden Fotos. Vielen Dank, dass ich mitreisen durfte!
    LG, Astrid

  • RC-Redaktion

    Ein sehr schöner und vielfältiger Reisebericht mit vielen tollen Erlebnissen! Unsere Empfehlung heute auf der Startseite.

  • Aries

    Mich freuen Berichte über meine alte "Heimat" immer besonders!
    Ein Wort zum curanto:
    Ein echtes curanto-Essen beginnt mit dem Ausheben einer Grube, die mit nalca-Blättern ( so eine Art übergroßer Rhabarbar) ausgelegt und auf die heiße Steine gesetzt werden. Darauf werden Fische, Muscheln, Würste und eine Art Kartoffelpuffer geschichtet. Alles wird wieder von nalca-Blättern und heißen Steinen bedeckt. Nun wird Erde darüber geschaufelt (natürlich vom mozo, vom Bediensteten), und nun heißt es Warten.
    Dasselbe verbringt man, in dem man schon das eine oder andere Glas Wein trinkt. Nach reichlich Zeit ( 1 Stunde? eineinhalb?? Weiß ich nicht mehr so genau) werden Erde und Blätter entfernt, und man holt die durchgegarten Zutaten heraus.
    Sehr rustikal, sehr lecker.
    Unter den verschiedenen Muschelarten sind auch choros, eine Art weiße Herzmuschel. Und irgendeiner ruft bestimmt "Choro malo!", also "Schlechte Muschel" ! Und da man bekanntlich weiß, dass gegen eine drohende Muschelvergiftung nur das Trinken von Weißwein hilft, greift jeder zum Glas... Es wird ziemlich oft "Choro malo !" gerufen.
    Ich bin aber trotzdem nicht zur Alkoholikerin geworden.

    In den 70er Jahren waren auch im Süden Chiles die Sommer anständige Sommer. Es regnete einfach nicht, darauf konnte man sich verlassen. Aber das Klima dort hat sich tatsächlich verändert.

    :-) LG Hedi

  • alda

    ich habe Deinen Reisebericht sehr, sehr interessant gefunden. Ich möchte auch irgendwann nach Chile und Patagonien reisen. Und in Chiloe das Curanto geniessen und die Pinguine beobachten! Ich werde vorher alle deine Reiseberichte lesen!
    Herzliche Grüsse aus Zürich
    Alda

  • rolo88

    Hallo Alda,
    es freut mich, dass dir meine Chileberichte gefallen haben. Bevor du dich irgendwann in der Zukunft dorthin auf den Weg machst, kannst du mir gerne deine favorisierten Ziele durchgeben. Vielleicht kann ich dir noch irgendwelche Tipps für die Gegenden dort geben.
    Übrigens wird wohl noch im Dezember (aber wohl erst in der zweiten Hälfte) auf Arte eine 360°-GEO Reportage über die Atacama, zum Thema Wasser, gesendet. Die Reportage ist von Carolin Reiter, die ich zufällig nach unserem Chileaufenthalt kennen gelernt habe. Bin völlig gespannt darauf, meine Wüste wiederzusehen.
    LG Rolf

  • Blula

    Je mehr ich über Chile lese, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass ich dieses Land auch noch mal besuchen muss. Dein ausgezeichneter Bericht bestärkt mich darin. Werde mich bald an die Fortsetzung machen.
    Vielen Dank!
    LG Ursula

  • rolo88

    hallo Ursula,
    das Land hat mich völlig umgehauen. So viele verschiedenst Extreme habe ich noch nirgends gesehen. Und das, obwohl mir der südliche Teil von Patagonien noch fehlt.
    Ich hatte schon geschrieben, dass unser spanisch noch immer gleich null ist. Deswegen war es für uns ein mehr als glücklicher Zufall, dass unsere Tochter für ein Jahr in Santiago in einem Hostel gearbeitet hat, das deutschsprachig geführt wurde.
    Die guten Kontakte der deutschsprachigen Hostelbesitzer zwischen Pisco Elqui im Norden und Puerto Varas/Ancud im Süden, haben uns so sehr viele gute Tips beschert,
    wie wir sie sonst (nur aus Reiseführern) wohl kaum erhalten hätten. Wenn es dich also demnächst mal packen sollte, das Land zu bereisen, sprich mich an. Ich werde dir die uns bekannten Adressen gene rüberschicken.
    LG Rolf

  • nach oben nach oben scrollen
  • oldi

    Hallo, sich auf bestimmte Regionen zu beschränken ist eine gute Überlegung. Eine andere, mehrfach Zeit dort zu verbringen um das Land zu erkunden. Chiloe hatten wir auf unseren 5wöchigen Reise nicht am Programm aber wir starteten mit der Fähre von Puorto Montt Richtung Süden..., viele Grüße, oldi

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Chiloe, die Langsaminsel 4.85 13

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