4 Wochen Norwegen- eine Rundreise

Reisebericht

4 Wochen Norwegen- eine Rundreise

Reisebericht: 4 Wochen Norwegen- eine Rundreise

von Oslo nach Kristiansand, über Bergen und Trondheim zurück

Lang, lang ist es her. Alles begann mit einer Autofahrt quer durch Deutschland. Von Würzburg nach Kiel und von dort weiter mit der Autofähre nach Oslo. Unter der eindrucksvollen ,,Great Belt Bridge“ hindurch. Unglaublich wie riesig und filigran zugleich sie sich über unsere Fähre schwang, während die Sonne am Horizont langsam im Meer versank. Das hatte schon etwas leicht kitschiges, war aber faszinierend.
In Oslo angekommen wurde uns erst einmal klar, dass das mit den Ampeln in Deutschland, in anderen Ländern nicht ganz so selbstverständlich ist. Hier setzt man eher auf Kreisverkehre. Also haben wir, uns durch das wunderschöne Hafenviertel zur super gelegenen Jugendherberge, den Berg hinauf gekreiselt.
Oslo ist die Hauptstadt von Norwegen. Man bekommt für relativ wenig Geld ein Oslo- Ticket welches in den öffentlichen Verkehrsmitteln und einigen, der zahlreichen, Museen gültig ist.
Die Stadt ist vielfältig, gemütlich und hat dennoch einen Großstadt- Touch.
Sehenswert ist auf jeden Fall das Kon- Tiki- Museum. Hier kann man das Papyrus-Schiff besichtigen, mit dem der norwegische Forscher Thor Heyerdahl über den Atlantik segelte.
In der Vigelands- Anlage und dem Frogner Park kann man die verschiedenen Menschenskulpturen des Künstlers Gustav Vigland bestaunen. Auf einer Brücke sind die Bronzestatuen versammelt, welche den Menschen in seinen verschiedenen Lebensabschnitten zeigen und wunderbar detailreich gearbeitet sind.
Desweiteren sollte man sich unbedingt die Mühe machen und auf die Skisprungschanze Holmenkollen aufsteigen. Sie liegt etwas außerhalb, sozusagen über der Stadt. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick über Oslo und kann im Sommer den Einheimischen beim Baden in der Auslaufstrecke zusehen (da diese geflutet und als Schwimmbad genutzt wird).
Wir verließen Oslo in Richtung Süden. Unsere Route führte uns über einige kleine, typisch norwegische Ortschaften nach Kristiansand, weiter nach Stavanger und Bergen. Am Wegesrand lagen überall die für Norwegen typischen Stabkirchen (ein muss für jeden Touristen) und glasklare Flüsse, die zum Baden leider zu kalt waren. Leider hatten wir nicht immer eine Schlafmöglichkeit reserviert bzw. gefunden. Daher klingelten wir das ein oder andere Mal einfach an Bauernhäusern. Kurz vor Stavanger sind wir dem wohl freundlichsten Menschen überhaupt begegnet. Irgendwie hatten wir den Gasthof, in welchem wir reserviert hatten, nicht gefunden. Es wurde schon sehr dunkel und wir dachten uns, klingeln wir einfach mal bei dem Haus da vorne. Gesagt getan. Uns wurde die Tür von einem etwa 40 jährigen Mann geöffnet und bevor wir unser Problem richtig geschildert hatten, bat er uns sein Gästezimmer für die Nacht an. Davon abgesehen, dass es wirklich kaum etwas dafür haben wollte, zauberte er uns am nächsten morgen ein unglaublich großes und leckeres Frühstück mit allem drum und dran.
In Stavanger angekommen, gönnten wir uns erst einmal eine zweitägige Pause. Da Stavanger, wie bisher eigentlich alle Ortschaften, wunderschöne Ecken zu entdecken hatte viel es uns nicht schwer dort zu leiben. Wir informierten uns über die Möglichkeiten einer Fjord- Bootsfahrt und der anschließenden Besteigung des Preikestollens.
Die Fjorde in Norwegen gehören mit zu den schönsten der Welt. Es kam uns vor als ob wir in einem Märchen wären. Riesige Wasserfälle zur linken und dieser unglaublich schroffe Preikestollen zur rechten. Zum Preikestollen muss man einfach gefahren sein, wenn man in Norwegen war. Er ist ein etwa 600m hoher und senkrecht aus dem Lysefjord, aufragender Fels mit einem riesigem Plateau anstelle eines Gipfels. Der einzige Weg, um die Aussicht von diesem genießen zu können, führt über einen etwa dreistündigen Fußmarsch durch die wilden Wälder am Rand des Fjordes.
Zurück von diesem Ausflug ging es am nächsten Tag weiter Richtung Norden, nach Bergen. Der regenreichsten Stadt der Welt. Während unserer drei Tage in Bergen regnete es ,,leider“ kein einziges Mal. Nichts desto trotz bestaunten wir das alte deutsche Hafenviertel, den Fischmarkt und fuhren mit der Floibanen auf den Floyen, um von dort ein atemberaubendes Panorama über die Hafenstadt zu genießen.
Nachdem wir der Tage erfolglos auf den Bergener- Regen gewartet hatten, fuhren wir über die gemütlichen norwegischen Autobahnen (von denen auch schon einmal private Garagenauffahrten direkt abzweigen können) weiter Richtung Lillehammer.
Lillehammer, die Olympiastadt von 1994, ist ein wunderschön kleiner und ruhiger Ort im mittelnorwegischen Nirgendwo. Hier gibt es neben dem historischen Ortskern, der olympischen Skisprungschanze auch eine olympische Bobbahn zu besichtigen. Die Bobbahn kann man im Sommer sogar mit speziellen Viererbobs herunter rasen (was sich auf jeden Fall lohnt!).
Nachdem wir mit Schrecken feststellen mussten, dass unsere vier Wochen sich nun schon dem Ende neigten, blieb uns nicht mehr viel Zeit um nach Oslo zu kommen. Gerne wären wir noch weiter in den Norden dieses wunderschönen Landes gefahren…
Aber wer weiß. Vielleicht fahr ich ja eines Tages mal wieder mit der Kiel- Oslo Fähre unter der eindrucksvollen ,,Great Belt Bridge“ hindurch und dann wird es weiter gehen, das Abenteuer Norwegen!



Kristiansand

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Kommentare

  • RELDATS

    Hat mir einfach gut gefallen, der Bericht.
    Vielleicht auch deswegen, weil ich vor Jahren eine ziemlich
    ähnliche Route gefahren bin.
    Nette Grüsse von Josef

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. 4 Wochen Norwegen- eine Rundreise 3.36 11

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