Peru - Unterwegs im Land der Üppigkeit

Reisebericht

Peru - Unterwegs im Land der Üppigkeit

Reisebericht: Peru - Unterwegs im  Land der Üppigkeit

Peru, 03.2010 – Peru ist ein Land der Gegensätze. Wer sich auf den Weg in das Land der Inkas begibt, wird reich belohnt. Der Reisebericht unserer 3 1/2 wöchigen Reise mit den Stationen Paracas, der Wüste um Ica, den Vulkan- und Canyonlandschaften von Arequipa, dem Titicacasee , dem traumhaften Cusco sowie dem Highlight Choquequireao machen Peru-Interessierten hoffentlich auch Lust auf mehr

Peru ohne Maccu Picchu, nicht auszudenken. Am Anfang waren wir sehr enttäuscht, dass wir aller Voraussicht nach eines der sieben Weltwunder nicht besichtigen konnten. Doch im Nachhinein war es wahrscheinlich auch ein wenig Glück, das Land ganz ohne Massentourismus kennenzulernen. Und dafür ist der März generell sehr zu empfehlen, denn wir hatten sowohl am Meer als auch in den Bergen tolles Wetter, wenig Regen und immer sommerliche Temperaturen. Insgesamt hätte die Reise für diese Stationen nicht kürzer sein dürfen, denn es gibt viel zu sehen...



Das Urlaubsziel



Flug – Mit LAN günstig, sicher und komfortabel unterwegs

Wir haben uns beim Flug für eine getrennte Variante Iberia und Lan entschieden. Lan fliegt recht günstig von Madrid nach Lima, mit Iberia wurde die Strecke Düsseldorf-Madrid bewältigt. Lan kann ich nur empfehlen, da man einen guten Service hat, die Flüge relativ günstig sind und im Flieger neben genügend Beinfreiheit auch ein angenehmes Unterhaltungsprogramm mit zahlreichen Filmen, Musik und Spielen am Sitzplatz angeboten wird. Die 11 Stunden mit Lan waren somit kein Genuss aber weitaus angenehmer als Flüge mit Iberia oder Delta-Airlines. Die Flugkosten lagen bei ca. 800 Euro pro Person und die Flugdauer von Madrid nach Lima hat ca. 11 Stunden betragen.



Lima - Kurz Baranco und weiter gings

In Lima haben wir nur wenig Zeit verbracht. Von dem Flughafen gings direkt ins Hotel, um nach einem Spaziergang zum Larcomar Shopping Center den Abend mit einem Freund in Baranco zu verbringen. Wir hatten in einer schöner Gegen einen feucht, fröhlichen Abend mit unseren ersten, leckerem Pisco Sours.

Unser Hotel lag direkt in Miraflores, welches als sicherer, etwas schickerer Statdteil gilt. Uns war zwar zu Beginn etwas flau im Magen, da überall Sicherheitspersonal vor Ort war, doch insgesamt ist Miraflores als Startpunkt für die Reise in Lima zu empfehlen und wir fühlten uns zu keiner Zeit in Gefahr oder bedroht. Auf unsere Peru-Reise ist insgesamt keine gefährliche Situation entstanden. Man kann im Nachhinein natürlich nicht wissen, ob die Reiseführer - vor allem der Lonely Planet von 2007- maßlos übertreiben, oder ob wir einfach viel Glück gehabt haben.



Paracas – Über Pelikane und den Candelabra

Der Candelabra

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Man kann nur jedem empfehlen, der den "Gringo-Trail" macht, auch auf jeden Fall eine kurze Zeit in Paracas zu verbringen. Auf der trockenen Strecke zwischen Lima und Paracas gab es auch nicht so viele Ortschaften, auf denen es sich gelohnt zu, halten. Wir waren die ganze Südküste mit Cruz del Sur unterwegs. Die Busse waren sehr pünktlich mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Vorteil und zugleich Nachteil der Busse ist es, dass Sie in nur ganz wenigen Ortschaften halten. Der eigene MP3-Player sollte hier auf keinen Fall fehlen, da die Filme im Bus nicht abgestellt werden können und die Lautstärke der Filme wahrscheinlich für Reisende mit schlechten Ohren angesetzt wird.

Paracas ist ein kleines Fischerörtchen mit tollen Ausflugszielen. Es war viel ruhiger als erwartet, was auch an unserer Reisezeit gelegen haben könnte. Wir haben dort zwei Ausflüge zu den Islas Ballestas sowie zur Halbinsel Paracas gemacht.

Die „Vogelinsel“ war wirklich atemberaubend. Ich glaube, so viele Vögel auf einem Fleck werden wir im ganzen Leben nicht mehr sehen. Auf dem Weg zu den Islas Ballestas kommt man mit dem Boot am Wüstenscharrbild „Candelabra“ vorbei, über das man sich bei strahlendem Sonnenschein nur wundern konnte. Zu welchem Zweck hat es die Paracas-Kultur angelegt und die Frage drängt sich auf, wieso es nicht vom Sand überdeckt wird. Auf den Ballestas gab es auch neben den vielen Vöglen auch Robben und Pinguine zu sehen. Eine alte Mütze sollte man aufgrund des doch zahlreichen Vogelkots im Gepäck haben. Wir haben uns dort wie in Jurasicpark gefühlt, wenn tausende Vögel mit doch beträchtlichen Flügelspannweiten ihre Bahnen am Himmel ziehen. Vor allem die Pelikane mit Ihrem gemütlichem Flug haben es uns angetan.

Auf der Halbinsel selber hatten wir einen sehr schönen Tag mit Rundtour und einem weiteren Tag an dem sehr schönen Strand bei Lagunillas. Übrigens: Hier gibt es einige der ältesten Fossilien zu bestaunen, die einfach in der kargen Gegend am Boden festgewachsen sind. Wie uns berichtet wurde, sind diese ca. 40 Millionen Jahre alt und früher lag die ganze Halbinsel im Wasser verborgen. Die Farbekontraste mit dem Meer und den verschieden Sandtönen war wunderschön anzusehen.



Jurasicpark



Ica –Sandboarden und Bullyfahren in den höchsten Dünen Südamerikas

Buggyfahren bei Ica

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Da wir noch nie eine richtige Sandwüste gesehen haben, ging‘s weiter zu den größten Dünen Südamerikas. Wir hatten ein super Hotel an den Dünen zu einem sehr gutem Preis ergattert und so hatten wir eine optimale Ausgangsposition für die nächsten zwei Tage. Auf dem Programm standen Sandboarden und Bullyfahren in den Dünen sowie ein morgendlicher Spaziergang auf die Dünen in der Nähe mit kleiner Fotosession. Auf die riesigen Dünen zu klettern war voll anstrengend. Die Landschaft, vor allem beim Sandboarden war sehr beeindruckend und den tollen Sonnenuntergang in der Wüste werden wir so schnell nicht vergessen. Die Oase Huacachina war hingegen nicht sehr ansprechend. Stinkend und dreckig lag Sie mitten in den Dünen.



Sonnenuntergang in der Wüste



Arequipa – Wunderschöne Stadt mit Blick auf den Vulkan Misti

Wer nicht gerne an steilen Klippen entlang fahren möchte, der sollte die Strecke Ica-Arequipa besser meiden. Wer allerdings die Südküste Perus kennen lernen möchte, der sollte am Besten mit einem Tagbus die Strecke genießen. Die Linien von Nasca haben wir durchfahren, wobei ich keinen Flug über die Linien wagen durfte. Meine Freundin hat es mir verboten, da eine Woche zuvor einige Touristen beim Flug mit einer kleinen Propellermaschine ums Leben gekommen sind. Mittlerweile sind einige der Maschinen aus dem Verkehr gezogen worden. Somit sind wir nur durchgefahren. Super interessant finde ich die Linien allerdings trotzdem und einen kleinen Rundflug darüber sollte man sich eigentlich nicht entgehen lassen. Allerdings haben sich fast alle übergeben, die dieses Abenteuer in Angriff genommen haben.

Arequipa, die weiße, ist eine sehr schöne Stadt. Wir haben das riesige Kloster und die Kathedrale am Plaza Armas besichtigt und uns vor allem um die Organisation unseres Trekking-Tripps zum Colca-Canyon gekümmert. Bei den tausend Anbietern ein richtiges Problem. Auch die Preisspannen waren riesig.

Tipp: Bitte auf keinen Fall bei Eco-Tours und buchen. Der Inhaber hatte überhaupt keine Ahnung und hat uns vieles verheimlicht. Die kleine Geschäftsstelle befindet sich direkt über dem bekannten Condortours oder Condortravel, die allerdings viel zu teuer sind!

Einen Tag haben wir eine private Tour gebucht, die uns direkt durch die Vulkane zu einsamen Landschaften führte, in der Vikunjas zahlreich in der kargen Gegend der Reserva Nacional Salinas Aquada Blancas ihre Mahlzeiten zu sich nehmen. Der Misti sieht von der anderen Seite noch einmal beeindruckender aus und auch die Felszeichnungen von Toro Muerto haben uns einen abwechslungsreichen Tag beschert! Dort ging allerdings nichts ohne Mate de Coca, denn hier hatte man die 4.000 Höhenmeter längst geknackt. Wir hatten übrigens mit der Höhe aufgrund der Akklimatisierung in Arequipa nicht so viele Probleme wie manch anderer, aber vor insbesonder später in Puno war die Luft schon extrem dünn.

Ein genereller Tipp: Handelt bei den Preisen, wo es geht, denn Touri-Preise sind Gang und Gebe und gerne wird auch mal das 5fache des Preises von Touristen für Wasser, Taxis und sonstige Leistungen genommen! Wir haben das leider erst zu spät begonnen und uns mit Sicherheit das eine oder andere mal über den Tisch ziehen lassen. Die Peruaner machen das sehr clever, denn Preisschilder gibt es dort keine.



Das Vikunja



Colca Canyon – Ein aufregender Trip zu den Kondoren mit böser Überraschung bei der Unterkunft

Der Kondor

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Nachdem wir die Tour für 165 Soles gebucht haben, ging es um 04.30 mit dem Bus Richtung Colca. Der Sonnenaufgang in den Bergen, bei dem die meisten der Tourmitglieder geschlafen haben, war einzigartig. Der Nebel machte in der Canyonlandschaft der Sonne Platz und verschaffte eine tolle Stimmung. Am Mirrador del Condor angekommen, ließen sich Condore auch nicht viel Zeit, um mit Ihrer riesigen Spannbreite ganz in der Nähe der Nähe der Touristen elegant durch die Lüfte zu gleiten.

Der Trekk war viel härter als erwartet. Fast alle Teilnehmer hatten viel zu wenig Wasser mit und einige waren mit Sneakers unterwegs. Kaum zu glauben, dass bei der 2-Tages Tour keiner umgeknickt oder „verdurstet“ ist. Denn es ging den ersten Tag fast nur runter und den zweiten Tag extrem bergauf - für jeden Truppe eine extrem Herausforderung. Die Höhe und der Kreislauf haben den Rest dazu beigetragen, obwohl wir sportlich generell nicht unaktiv sind. Das Wasser wurde für horrende Preise im Tal verkauft und die Unterkünfte waren einfache Bambusbaracken, in der sich gerne auch Skorpione und Ratten tümmeln. Eine Horrornacht! Aber der Trekk war wunderschön mit atemberaubenden Aussichten.

Hinter dem Cotahuasi ist der Colca der tiefste Canyon der Welt und das konnte man von den meisten Stellen eingehend beobachten. Zu unserer Reisezeit war im Canyon bei unserem Trekk auch sehr wenig los, am Mirrador tümmelten sich allerdings doch zahlreiche Tagestouristen.

Ausgepumpt und unangenehm riechend machten wir uns dann dann direkt von dort aus weiter zu unserer nächsten Station Puno am Titicacasee.



Unterkunft im Colca



Titicacasee – Besuch bei den Uros und der Insel Taquile

Kleines Mädchen am Titicaca

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Nach wir aufgrund von Zeitersparnis direkt bei Chivay absetzen lassen haben, haben wir uns nach kurzer Wartezeit direkt auf den Weg Richtung Puno begeben. Die Strecke führte über 4.000 Meter, bei dem ein Reisender aus Israel aufgrund von Übelkeit den Zwischenstopp zum Erbrechen nutzte, durch Landschaften, die stark an Bilder aus Schottland erinnerten.

Spät abends sind wir schließlich in Puno eingetroffen. Nachdem wir unser Lager bezogen hatten, beschlossen wir am nächsten Tag einen Ausflug zu den Uros zu machen. Unglaublich, dass diese nicht weit von Puno immer noch auf Ihren Schilfinseln leben, wie sie es seit hunderten von Jahren machen. Allerdings ist es aufgrund der zahlreichen Ausflugsboote nicht mehr ganz so ursprünglich aber die Inseln und deren Mitbewohner haben uns doch sehr beeindruckt. Die Landschaft ist dort aufgrund der Farben einzigartig, was man von Puno nicht behaupten kann. Für Leute mit mehr Zeit ist Copacabana mit Sicherheit die bessere Alternative!

Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug nach Taquile per Boot gebucht. Unangenehm, dass man am Hafen direkt von tausend Agenturen angesprochen wird. Wer die Einheimischen unterstützen möchten, sollte sich an Leute mit traditioneller Uro-Kleidung wenden. So kann man sicher sein, dass man nicht die falschen Agenturen unterstützt, denn diese haben den Ruf, die Einheimischen extrem auszunehmen und sehr viel in die eigene tasche zu wirtschaften.

Für Taquile hätten wir uns etwas mehr Zeit gewünscht, denn für eine Übernachtung auf der Insel war die Zeit zu knapp. Es soll aber ein tolles Erlebnis sein, dort die Nacht mit tollem Sternenhimmel zu genießen.



Die Schilfinseln im Titicaca



Cusco – Viel Zeit nehmen lohnt sich für das Zentrum der Inkas

Choquequirao

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Cusco hat viel zu bieten und dafür sollte man sich Zeit nehmen, wenn es möglich ist. Wir haben 8 Tage in und um Cusco verbracht. Highlights waren dabei die Ruinen von Sacsayhuamán, Ollantaytambo, Pisac und die Trekkingtour nach Choquequireao. Aber auch kulturell konnten wir einiges bestaunen. Die weltberühmte Kathedrale von Cusco sowie der Tempel von Coricancha, die der zentrale Standort der Inkas war. Die Kultur der Inkas hatte es uns insgesamt sehr angetan, die ja bis in die letzte Jungle-Festung von den Spaniern vertrieben wurden. Am meisten beeindruckt hat mich an deren Kultur allerdings die Religion, denn das zentrale Element war die Natur und deren einzelne Bestandteile wie Flüsse, Tiere, Sonne oder Berge. Sie lebten in absoluten Einklang mit der Natur.

Morray, Ollantaytambo und Pisac haben wir auf eigene Faust erkundet. Die Busfahrten waren ein Erlebnis, denn in den kleinen Busen durchs heilige Tal bekommt man so richtig was vom richtigen Leben der Peruaner mit. Nicht nur die Schulkinder, die sich über die deutschen Touristen lustig machen und kichern, sondern auch die Anzahl der Leute, die sich mit vollgestopften Tüten vom Markt noch auf den letzten noch so erdenklich letzten Freiraum im Bus quetschen, waren absolutes Neuland. Auch LKWs mit zahlreichen Leuten auf dem Dach und der Ladefläche trugen zu unserem Erstaunen bei. Ein lange Fahrt über 15 Stunden, wie es ja viele Backpacker machen, ist allerdings mit Sicherheit ein hartes Brot. Da wir nur knapp drei Wochen für unsere Reise hatten, haben wir uns generell auf die schnelleren Busse beschränkt. Allerdings haben wir die Fahrten durch das heilige Tal mit dieser Art von Transport sehr genossen…

Ollantaytambo ist ein kleines, wunderschönes Örtchen mit der mächtigen Festung direkt am Ort. Es war mit Sicherheit einer der schönsten Orte unserer Reise. Man konnte auf dem kleinen Markt einkaufen und einige Zeit beim Durchforsten der Festung verbringen. Die Nacht verbrachten wir in einem kleinen Hotel mit Blick auf die Festung. Am Ende gab es leckeres Essen in einem netten, ursprünglichen Restaurant, wo wir die einzigen Gäste waren. Wir konnten bei peruanischer Musik den Abend genießen und das Treiben auf dem Hinterhof mit Kätzchen auf dem Schoß vom Balkon aus genießen. Wir waren die einzigen Gäste. Man muss sagen, dass die Menschen hier in der letzten Zeit durch die starken Regenfälle eine schwere Zeit durchlebt haben. Der Urubamba hat Häuser davongeschwemmt und Brücken zerstört. Das hat auch dazu geführt, dass der Machu Picchu im März nicht zugänglich war und viele Touristen Ihre Peru-Reise abgesagt haben. Hinzu kam, dass zwei Tage vor Abflug in Chile das zweitgrößte jemals gemessene Erdbeben stattgefunden hat, was ebenfalls viele Touristen dazu bewegt hat, Ihre Südamerika-Reise zu verschieben.

Pisac und die Terassen von Moray würde ich auf jeden Fall auch jedem empfehlen, der sich in der Nähe von Cusco aufhält. Pisac ist eine weitere, sehr großflächige Inkastätte, die sich super per Wanderung erkunden lässt. Moray, das Forschungszentrum der Inkas hinsichtlich des Anbaus verrschiedener Pflanzenarten, lässt sich am besten privat mit dem Bus nach Maras erreichen. Dort warten immer zahlreich Peruaner an der Busstation, um Leute privat zu den Terassen zu bringen.

Unsere Trekkingtour zu Choquequirao war eigentlich das Highlight unserer Reise. Wir haben eine Tour gebucht, die am Ende schon fast zu viel Komfort geboten hat. Die Eselführer, Köche und der Guide haben unserer Meinung nach schon für viel zu viel Luxus gesorgt. Aber der Trip war trotzdem anstrengend. Über 60 Kilometer mit extremen Höhenunterschieden wurden gemeistert. Man muss aber nicht der Ausnahmeathlet sein, um das zu bewältigen. Gecampt wurde auf verschiedenen Anhöhen mit Blick in das wuchtige Tal mit Gletschern, Wasserfällen und Blick auf den wilden Apurymac, der schon zahlreiche Todesopfer gefordert hat. Angekommen in Choquequireao hatten wir das Glück, nur wenig Touristen anzutreffen. Dafür erwartete uns aber eine andere Überraschung: Direkt nach Ankunft auf der Plattform mit Blick auf die Ruine, flogen zwei Kondore aus dem Nichts direkt über unsere Köpfe! Unser Guide, der viele Touren gemacht hat, meinte, dass er sie noch nie so nah gesehen hat. Das war ein Traum. Man konnte sogar den Schnabel und die Brust der Kondore aus nächster Nähe sehen. Wahnsinn! Allerdings war ich am Ende des Trips sehr verärgert, denn unser Trinkgeld kam nicht zum großen Teil unseren Helfern zu Gute sondern dem Guide! Daqs zu erklären würde hier zu weeit führen aber es bleibt wieder nur festzustellen: die Leute, die das meiste Geld haben, lassen ihr weniges Trinkgeld lieber den Leuten mit dem meisten Geld zukommen. Am Ende ging es mit dem Flieger von Cusco nach Lima und anschließen über Madrid zurück nach Düsseldorf und Köln.

Uns hat es in Peru super gefallen und wir hätten nie damit gerechnet, ein so facettenreiches Land mit sehr freundlichen Leuten zu erleben.



Choquequirao


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Kommentare

  • doubleegg

    Sehr lebendiger Bericht mit schönen Fotos aus einem - im wahrsten Sinne - atemberaubenden Land. Man muss es wohl mehrmals bereisen um die ganze Vielfalt zu sehen, den Norden, Machu Picchu und gar den Manu Nationalpark am östlichen Fuße der Anden. Ein Land für Entdecker!

  • tumtrah

    Ich frage mich allerdings, was den Autor dazu bewogen hat, dieses karge Land als "Land der Üppigkeit" zu bezeichnen. Da ist die gesamte wüstenhafte Küstenzone , die Atacama, unterbrochen nur von einigen Flussoasen; da ist das steppenhafte Hochland, die Puna, oder, wo die Niederschläge höher sind, die unwirtliche, kühle Páramo. Bleibt der Osten mit seinem Anteil an den Regenwäldern des Amazonastieflandes, das der Autor aber nicht bereist und beschrieben hat.
    Die Menschen führen in diesem Lande ein unwahrscheinlich entbehrungsreiches Leben - von Üppigkeit keine Spur.
    LG Hartmut

  • _zorni

    Hallo Hartmut,

    Du hast mit vielem Recht, was Du in deinem Kommentar beschrieben hast. Ich bin da auch ganz Deiner Meinung und habe in der Kürze der Zeit vieles nicht gesehen. Allerdings bezieht sich das Wort auf Quechua, in der Peru "Üppigkeit" bedeutet. Und auf meiner Reise habe ich überraschender Weise festgestellt, dass es auf unserer Reise wirklich so viele unterschiedliche Landschaften, grüne Flächen, tausend Obstsorten, sehr viele unterschiedliche Pflanzen und Tiere, Gletscher und sehr grüne Berge gegeben hat, was mich wirklich überrascht hat. Es sind eben nicht nur die kargen Wüstengebiete und sogar das Meer vor Peru mit seinen vielen Vögeln ist eines der fischreichsten auf der ganzen Welt. Von daher ist der Begriff dann doch nicht so verkehrt und hätte ich den Manu Nationalpark gesehen wäre der Begriff wahrscheinlich noch zutreffender. Von daher haben die Völker, die dort lebten, wahrscheinlich diesen Begriff gewählt, da Sie die Natur sehr geschätzt haben und das Land für Sie "üppiger" war, als wir es auf den ersten Blick vermuten. Vielen Dank für eure Kommentare!

  • freeneck-farmer

    schönes Reisebericht und gute Bilder..
    Ich war in den 90er Jahre da unterwegs, 4 Wochen auf eigene Faust. Von Lima aus fast dieselbe Route mit öffentliche Busse. Zurück von Cusco nach Lima geflogen. Habe vieles wiedererkannt.
    Machu Picchu und den Manu Nationalpark sollte mann aber unbedingt sich mal angucken. Muß mann halt noch mal fahren und vielleicht anschließend Bolivien bereisen. Süd-Amerika ist immer eine Reise wert.
    LG Anneken

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