Besuch der deutschen Alpen

Reisebericht

Besuch der deutschen Alpen

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Blick vom Karwendel



Karwendelklettersteig

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Im Jahr 2009 haben wir uns die Urlaubsziele ausgewählt, durch die wir sonst nur durchfahren um weiter im Süden Erholung und Sonne zu suchen. Zu Ostern war es Oberösterreich und im Herbst waren wir eine Woche am Alpenrand um die Zugspitze und das Karwendelgebirge. Unser Urlaubsquartier war das ehemalige Forsthaus in Klais nahe Mittenwalde. Das Alte Forsthaus war ursprünglich ein Forsthaus in den Bergen, erbaut 1835. Es wurde vom Förster und seiner Familie, den Jägern und den Gehilfen bewohnt. Vor 45 Jahren wurde es veräußert, da die Dienststelle aufgelöst werden sollte und zu einer Pension umgebaut. Mittlerweile gibt es nebenan ein neues Forsthaus, da es ohne Förster doch nicht ging.
Von unserem Balkon hatten wir einen fantastischen Blick auf das Karwendelgebirge. Mit dem Fernglas konnte man die obere Seilstation gut erkennen. Sie befindet sich auf 2244 Metern und ist Ausgangspunkt von gut ausgebauten Wanderwegen und Klettersteigen. Die Birkkarspitze ist mit 2729 Metern der höchste Gipfel dieses Gebirges.



Auf dem Karwendel

Seilbahnstation Karwendel mit...

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Diese Seilbahn war Ziel unseres ersten Wandertages. An der oberen Bahnstation befindet sich ein Naturinformationszentrum welches in einem im Juli 2008 fertig gestellten Gebäude untergebracht wurde, welches einem überdimensionalen Fernrohr nachempfunden ist. Die Ausstellung im Riesenfernrohr bietet einen Einblick in das alpine Ökosystem und den Lebensraum „Karwendel“. Es werden die besonderen Lebensbedingungen der Pflanzen, Tiere und Menschen im Alpenraum verständlich dargestellt
Die Seilstation ist auch Ausgangspunkt zum Mittenwalder Klettersteig. Wie der Name schon sagt muss man hier Klettern können, schwindelfrei sein und nach Möglichkeit auch eine Kletterausrüstung mitführen. Da wir dies alles nicht hatten sind wir ganz gemütlich auf den gut ausgebauten Wanderwegen gewandelt und hatten nur etwas Atemnot wenn der Weg steil nach Oben führte. Eine schöne kleine Runde kann man machen wenn man oberhalb der Bahnstation um den Felsen geht und dann in Richtung Mittenwalde absteigt. Man kommt dann zum Fußgängertunneleingang und geht ca. 1500 Meter durch diesen Tunnel direkt zur Seilbahnstation zurück.



Naturinformationszentrum im Fernrohr



Schloß Lindenhof

Schloss Lindenhof

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Da das Wetter während unseres Aufenthaltes nicht nur von Sonnenschein und schöner Sicht geprägt war, mussten wir auch die Tage gestalten an denen Regen und trübes Wetter vorherrschten. Bei einer Autotour lernten wir das Schloss Lindenhof kennen. Schloss Linderhof, die "Königliche Villa" Ludwigs II., geht zurück auf ein Jagdhaus seines Vaters Maximilian II., das sogenannte Königshäuschen. Es wurde zwischen 1870 und 1872 durch Georg Dollmann mit einem U-förmigen Gebäudekomplex erweitert, in dessen Mittelpunkt das Paradeschlafzimmer lag. Der Neubau war wie das Königshäuschen ein hölzerner Ständerbau. Erst 1874 wurde die Außenfassade mit einem Steinbau ummantelt, das alte Jagdhaus wurde abgetragen und im Schlosspark wieder aufgebaut. Anschließend ergänzte man das Schloss durch den Spiegelsaal und das Treppenhaus und stattete es im Stil des "Zweiten Rokoko" aus. Um das Schloss im Schlosspark der zwischen 1870 und 1880 angelegt wurde, liegen barockisierende Gartenräume und an der italienischen Renaissance orientierte Terrassen- und Kaskadenanlagen.



Schloss Lindenhof



Schloss Lindenhof...

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Der anschließende Landschaftsgarten leitet in den Wald des Ammergebirges über. Im Park und der näheren Umgebung ließ Ludwig II. Staffagebauten errichten, die die Welt des Orients heraufbeschwören wie der Maurische Kiosk und das Marokkanische Haus, oder an Schauplätze in Wagners Musikdramen erinnern wie die Venusgrotte, die Hundinghütte oder die Einsiedelei des Gurnemanz..



Schloss Lindenhof



Vieabtrieb von den Almen in...

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Beim Besuch des Ortes Mittenwalde, der an einer der ältesten Handelsstraßen nach Rom liegt, konnten wir den in dieser Jahreszeit stattfindenden Vieabtrieb von den Almen beobachten. Wenn es nicht gerade stark Regnet lohnt sich auch ein Spaziergang durch die Leutascher Klamm.



Die Lautaschklamm

Leutaschklamm

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Diese bis zu 75 Meter tiefe Klamm bietet viel Romantik und lässt einen die Kraft des Wassers spüren. Ein sehr gut angelegter Wanderweg der durch die Anlage als Geisterklamm familienfreundlich gestaltet ist führt auf halber Höhe durch die Klamm. Auf diesen 800 Meter langen Steg gelangt man zu einer Panoramabrücke über die Klamm, die auf der einen Seite einen imposanten Blick in die tiefe Klamm bietet und der anderen Seite ein Panoramabild in die Landschaft. Die Leutaschklamm wurde als erste in der deutschen Alpenkette erschlossen. Der Instrumentenverleger Matthias Neuner machte 1880 die Klamm erstmalig der Allgemeinheit zugänglich. In der Nische der senkrechten Felswand vor der Klamm steht eine St. Johannes- Statue als Schutzpatron gegen Hochwasser. Solche haben mehrmals den Steg völlig weggerissen.



Panoramabrücke über die Leutaschklamm


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Kommentare

  • Gerd-Krauskopf (RP)

    Ein wunderbarer Reisebericht, spannend geschrieben und gut bebildert aus einer wunderbaren Gegend, die ich sehr mag. Vielen Dank, dass ich mitreisen konnte.
    Liebe Grüße von Gerd

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