Kleines (Kultur-)Schock-Kompendium der Philippinen

Reisebericht

Kleines (Kultur-)Schock-Kompendium der Philippinen

Reisebericht: Kleines (Kultur-)Schock-Kompendium der Philippinen

Das Land der Unglaublichkeiten - ein Sammelsurium kurioser Begebenheiten und Erlebnisse auf den Philippinen

Bloß nicht...

Balut - ein reifes Ei

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Ja, ich hatte ihn dabei. Den Marco Polo-Reiseführer. Konsequent versucht er mir auf knapp 110 Seiten, nicht einmal Din-A 5, gespickt mit vielen bunten Bildchen, das Land und seine Leute zu erklären. Geschafft haben das selbst meine Professoren während des Südostasienkunde-Studiums nicht. Aber Marco gibt sich Mühe.
Lustig ist die „Bloß nicht“-Seite. „Bloß nicht unvorsichtig sein“ soll ich. Und aufpassen, dass ich ausreichend trinke (ja weiß denn der Marco nicht, dass die Rum-Cola hier sowieso nur 80 Cent kostet?). Auch darf ich „bloß nicht ungeduldig sein“, da der Filipino an sich sich sehr viel Zeit nehme, zum Beispiel zum Essen. Ich habe in noch keinem Land die Menschen so schnell essen sehen wie hier. Sobald einer fertig ist, rennt er raus – der letzte schließlich ist für den Abwasch zuständig. Dazu die Tischmanieren. Der philippinische Mann ist ja auch sehr stolz auf ALLES, das er produziert, besonders Körpergeräusche, so scheint es. Ein wahres Konzert am Tisch! Es wird geschmatzt, gerotzt, gespuckt, gerülpst. Finde ich das anstoßend oder fantastisch? Ich könnte mitmachen und all das machen, was ich als Kind zu Tisch super fand. Aber nicht, dass das zur Gewohnheit wird...
Sie sind schon anders, die Filipinos. Im Wesentlichen gleich ist dagegen ihre Bibel. Statt eines Apfels spielt die Mango eine tragende Rolle. Die Mango ist Nationalfrucht und die philippinische Mango die beste der Welt, dagegen verdienen Mangos aus Südamerika noch nicht einmal den Namen Mango! Auch lecker: Buko, die junge Kokosnuss. Die gibt’s auf den Philippinen, dem Hauptexporteur von Kokosnüssen und Kokosprodukten weltweit, recht häufig. Ordentlich mit der Machete draufgehauen, schon lässt sich der leckere Saft trinken, weiter drauf einschlagen, dann lässt sich das noch ganz zarte Kokosfleisch auslöffeln – vorzugsweise mit einem aus der Schale der Nuss flugs geschnitzten Löffel. Man ist ja Gast und probiert alles. Auch wenn’s bei Reis mit panierter Knoblauchhenne in scharfer Soja-Zwiebel-Sauce zum Frühstück grenzwertig ist. Diskussionsbedarf gibt’s auch bei „Balut“. Das ist sowieso besser für Männer geeignet, kann ich argumentieren, schließlich stärke es doch angeblich die Kraft zwischen den Hüften. „Balut“ ist eigentlich ein ganz normales Hennenei, außer, dass es befruchtet und fast ganz ausgebrütet wurde, bevor es im Kochtopf gelandet ist. Zuerst wird der Saft aus dem Ei gelutscht, dann der Rest verspeist, meist kann man schon erkennen, was die einzelnen Körperteile des Kückens gewesen wären. Definitiv zu lange ausgebrütet wurde das Ei, wenn es nicht nur knusprig, sondern auch gefedert ist.



Ein Mann, ein Hahn, ein Wort, oder: Von Machos und Hähnen

Testlauf für den Hahnenkampf

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Die Filipinos sind unheimlich gastfreundlich. Nicht nur geben sie mir stets ihr bestes (und meist einziges) Bett für die Nacht und zum Abendessen wird auch schon mal extra ein Huhn geschlachtet, wobei ich an dieser Zeremonie auch teilhaben darf und ich Vegetarierin bin. Armes Huhn. Aber die Gastgeber freuen sich endlich mal wieder Fleisch essen zu können. Warum die Deutschen alle Vegetarier seien, das können sie gar nicht verstehen – was ist das für eine Religion?

Mit Absprachen hingegen nehmen es die Filipinos nicht so genau („Bloß nicht ungeduldig sein!“). Mein Gastgeber erzählte mir am Abend, er werde mich am nächsten Tag gegen 5 Uhr wecken, da die Veranstaltung, zu der wir wollten, um 11 Uhr beginne und wir vier Stunden dorthin laufen müssten. Als ich gegen 6.30h aufwache wird gerade Frühstück gekocht (schon wieder Knoblauch-Huhn). Nach der Morgenwäsche und dem Frühstück brechen wir um 8 Uhr auf, erreichen gegen 9 Uhr die Veranstaltung, wo uns nach dem zweiten Frühstück gesagt wird, dass um 13 Uhr die anderen Teilnehmer kommen. Und wenn man das drei Monate lang mitmacht, dann kommen einem zurück in Deutschland die Menschen alle nur noch komisch vor: Wozu die ständige Eile?

Aber zurück zum Geflügel. Der Filipino und sein Hahn – ein unzertrennliches Paar (man behauptet bei einem Hausbrand würde ein Mann zunächst den Gockel retten, dann die Frau – selber Schuld, wenn sie sich nicht selbst retten kann). Der Hahn ist ein Tier von graziler, bemerkenswerter Schönheit. Er plustert sich auf, macht einen auf Macho (das hat er von den philippinischen Männern gelernt, oder umgekehrt), hat doch Respekt vor den Menschen, gibt es nicht zu, bettelt aber gleichzeitig um Futter – eine Gradwanderung! Dennoch – diese Liebe ist für mich kaum nachvollziehbar, denn unter dem Bambusboden der Hütten fangen die Viecher mitten in der Nacht das Krähen an. In solchen Fällen sehe auch ich die Tiere gerne im Kochtopf. Das schlage ich meinem Gastgeber auch vor. Er guckt unverständlich. Am nächsten Tag schleift er mich zu einem Hahnenkampf, Nationalsport. Eine große Ehre, besonders als Frau. Kurz vor Kampfbeginn wird gewettet, mit Zeichensprache werden die Einsätze gemacht, Wettscheine gibt es nicht: Hier zählt noch des Mannes Wort, bzw. Zeichen, nicht dagegen das der Frau! Angestachelt von der Atmosphäre wette ich trotzdem, natürlich gewinne ich, habe ja einen erfahrenen Berater dabei, immerhin etwas über drei Euro! Aber der Hahn, der grazile, ist tot. Zuerst wurde ihm eine rasiermesserscharfe Klinge um den Fuß gebunden, dann wurde er auf seinen Kontrahenten losgelassen. Um ihn heiß zu machen, darf er vorher ein paar Mal in den Hals des Gegners picken. Der Kampf selbst dauert nur wenige Sekunden, dann ist ein Hahn tot. Ist er nicht tot, sondern gibt auf, wird er trotzdem getötet – er ist ja der Verlierer –, wird gerupft und kommt gleich in den Topf. Der Gewinner wird an Ort und Stelle zusammengeflickt. Insgesamt eine blutrünstige Angelegenheit.



Ein Mann, ein Hahn, ein Wort



Von BingBong zu Caesar

Basketball in den Bergen

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Der andere Nationalsport auf den Philippinen ist Basketball. Der Filipino gilt nicht gerade als großgewachsen und körperlich robust. Darauf angesprochen reagiert er manchmal etwas gereizt, vor allem von einer 1,88m großen Frau...es gebe ja auch kleine gute Basketballspieler und in Deutschland sei Fußball ja sowieso nur so populär, weil die Deutschen kein Basketball spielen könnten. Danach fängt der Filipino meist an von Dirk Nowitzki zu schwärmen und die Wogen glätten sich.

Die Filipinos haben ein Fable für alles Amerikanische. Fastfood-Ketten, Shopping-Malls, HipHop-Musik, naja und Basketball eben. Komischerweise lieben sie die Amerikaner, obwohl diese das Archipel im Zweiten Weltkrieg ruckzuck verlassen haben, als die Japaner vor der Tür standen...dafür wurden sie ja nach dem Krieg wieder schön von den Amis kolonialisiert und haben als Geschenke die tolle Demokratie bekommen, dazu vermutlich vielfältige Fortbildungen durch die CIA in Sachen psychologischer Kriegsführung, Ausrottung von Minderheitengruppen (v.a. Muslimen), maximaler Wertschöpfung durch Korruption und schlichtes Ignorieren der Armen und – am wichtigsten – Tipps, wie man Diktatoren ganz einfach ins Deckmäntelchen eines demokratischen Regierungssystems kleiden kann. Also danken die Filipinos ihren amerikanischen Ziehvätern brav.

Und mich nennen sie Joe. „Hey Joe!“. Mindestens 50 mal am Tag. So werden alle „Weiße“ begrüßt, schließlich sind alls „Weiße“ Amis und alle Amis heißen Joe – das Leben ist einfach. Darauf sollte Marco Polo doch auch hinweisen: „Bloß nicht mit ‚Juan’ grüßen!“. Nennt man einen Filipino als Antwort auf das „Joe“ einfach mal „Juan“ fühlt er sich gekränkt. Den Spaniern hat man ihre jahrhundertelange Kolonialisierung des Inselreiches nämlich noch nicht verziehen.

Außerdem haben die Filipinos sowieso viel schönere Namen als „Juan“ (oder auch „Joe“). Filipinos sind lustige Menschen, meistens stehen sie mit einem breiten Grinsen vor einer Karaoke-Maschine (ein weiterer Nationalsport). Ihre Namen sind ihrem Gemüt und Musikalität angepasst, Filipinos heißen BingBing, BongBong, BongBing, BingBong, BingBoy, BongBoy, BoomBoom etc. Etwas kreativer sind dann schon Pepito, Pepino, Joboy oder Jansept. Letzterer erklärt die Entstehungsgeschichte seines vollen Namens Jansept Love Geronimo wie folgt: Er sei das Ergebnis der Liebe (Love) seiner Eltern, welche im Januar (Jan) vollzogen worden sei und im September (Sept) durch seine eigene Geburt verewigt wurde. Wieviele FebOcts, MarNovs, JulMarchs etc. wohl auf den über 7000 Inseln der Philippinen rumlaufen?

Wahrscheinlich nicht so viele wie Bismarks, Napoleons, Caesars, Hitlers oder andere zweifelhaften Gestalten der Weltgeschichte. Eine Bürgermeister-Kandidatin aus Legaspi City stellte mir ihre beiden Hunde vor. Der eine, schwarz, trug den Namen Mandela. Der zweite, schneeweiß, war auf den Namen Hitler getauft worden. Der sei schließlich ein großartiger Führer gewesen, erklärte sie. Es ist erschreckend in wie vielen Ländern ich schon auf den „tollen Hitler“ angesprochen wurde. Sollte sie die Bürgermeisterwahlen gewonnen haben wünsche ich den Einwohnern Legaspis jedenfalls alles Gute & baldige Neuwahlen.



Visum, Korruption und so...

Es ist heiß...

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Auch wie ich Bekanntschaft mit Caesar und Napoleon machte ist eine etwas ausführlichere Geschichte wert. Wobei Caesar schnell erzählt ist. Er war der diensthabende Konsul in Deutschland, der mein Visum im Reisepass unterschrieben hatte. Ein Visum von Caesar, endlich eine Verwendung für mein mit Müh und Not erreichtes großes Latinum? Und Napoleon traf ich in Lucena.
Nur durch Zufall habe ich noch mal auf mein Visum geschaut. In zwei Tagen läuft das Haltbarkeitsdatum ab. Weil ich nicht nach Papua-Neuguinea oder an die Elfenbeinküste ausgeliefert werden will, stehe ich am nächsten Morgen um 5 Uhr auf, um bei Toröffnung beim Bureau of Immigration, Zweigstelle Lucena, zu sein. Ich weiß, dass das Bleiberecht teuer erkauft werden muss, deshalb frage ich den netten Wachmann am Eingang gleich nach einer Bank mit Geldautomaten. Er zeigt auf ein rotes Gebäude in 100 Metern Entfernung. Darin sei eine. Als ich mit dem Geld zurück komme, weist mich der Türsteher darauf hin, dass ich eine Kopie des Reisepasses brauche, und wenn ich keine habe, drüben, im roten Gebäude, nur 100 Meter von hier, könne ich eine Kopie machen. Als ich mit Geld und Kopien zurück komme und – bitte bitte – meinen Visums-Verlängerungs-Sachbearbeiter endlich kennen lernen möchte, fällt Mr. Wachmann auf, dass es sich um die Verlängerung eines Visums handelt (Ach!) und die Zweigstelle drüben im roten Gebäude (nur 100 Meter von hier!) zuständig sei. Auf dem Weg dorthin wird mir zum dritten Mal vom gleichen Kerl ein Taxi angeboten.
Nicht mehr zum Scherzen aufgelegt, müde und leicht verschwitzt, zeige ich dem Wachmann vor der Zweigstelle im roten Gebäude meinen Reisepass zur Identifizierung. Die Frage, die am Flughafen überraschenderweise nicht gestellt wurde, kommt jetzt: Sind das tatsächlich sie, da auf dem Bild?...Soll ich Nein antworten? Ich erkläre ihm, dass das tatsächlich ich sei, ich mir aber sowohl eine neue Haarfarbe als auch eine neue Frisur angeeignet habe, weil das besser aussehe. Wenn er jetzt einen Witz über mein Aussehen macht... – macht er nicht und schickt mich in die Wartehalle. Ich bin nicht der einzige Frühaufsteher. Ich muss dahin, wo schon die ganzen anderen Ausländer stehen. Plötzlich kann ich dem Nummer-Zieh-System aus dem heimischen Bürgeramt viel Gutes abgewinnen. Als ich an der Reihe bin frage ich meinen Sachbearbeiter, warum mein 59-Tage-Visum nur 40 Tage gültig sei. Er kann oder will nicht antworten – hätte ich auch nicht gemacht bei dem aggressiven Unterton in der Frage. Stattdessen der Befehl: Zettel ausfüllen, bezahlen, warten, Unterlagen abgeben. Da fühl ich mich wieder sicher, den Befehl kenn ich ja aus dem heimischen Bürgeramt.
Beim Warten in der viel zu kleinen Wartehalle schaue ich dem Treiben zu. Ganz schön lustig, wenn man nicht selbst in dem Haufen steckt. Ein dicker weißer Ausländer, wahrscheinlich Amerikaner oder Oberfranke, versucht sich am Rudel vorbei nach vorne zu schieben, großer Tumult, aber alle bleiben freundlich, jedoch sehr ergebnisorientiert. Für mich als Freund interkultureller Kommunikation ein Augenschmaus!
Gegen 12 Uhr wird mir langweilig und ich frage nach ob mein Pass noch da sei, weil den bräuchte ich noch. Man weiß ja nie, die Korruption ist ja ein großes Problem auf den Philippinen, und ich wolle ja nicht, dass mein Pass an einen einreisewilligen Chinesen verhökert werde. Bevor die Frage zu Ende gestellt ist befiehlt mir der Mann um 14 Uhr wieder zu kommen, wahrscheinlich besser so...
Um Punkt 14 Uhr steh ich wieder bei meinem Sachbearbeiter auf der Matte. Sofort und freudestrahlend wir mir mein Reisepass überreicht. Der Sachbearbeiter schlägt die Seite mit dem Visum auf: Groß prangt dort die Unterschrift auf der Verlängerung des Visums: „NAPOLEON III.“ Das sei er, sagt er mir. Wow.



Was habt ihr erlebt?

Gelbe Flipflops unterwegs

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Ich würde mich freuen, wenn andere community-Mitglieder dieses kleine Kuriositäten-Kompendium durch ihre ganz eigenen Erfahrungen bereichern!


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Kommentare

  • PioAdam

    Also...Joe, ich kann Dein Kompendium leider nicht durch meine persönlichen Erfahrungen ergänzen, da mein letzter Urlaub schon fast vergessen scheint. Jedoch möchte ich Dir gerne versichern, dass Dein Bericht mich sehr zum Lachen gebracht hat. Nicht nur aufgrund Deines Durchhaltevermögens was den all morgendlichen Konsum von panierter Knoblauchhenne angeht, gebe ich 5 von 5 Punkten. Die Arbeit und Mühe an diesem super Reisebericht kann man nicht anders honorieren!

    Vielen Dank dafür!

    Grüße Adam

  • winni

    Wieder ein guter Erfahrungs- und Reisebericht. vg winni

  • poseydon

    Hola Juan! :-D
    Das freut mich, das ich dich zum Lachen bringen konnte - mich hat auf den Philippinen oft auch nur der Humor vorm Verzweifeln gerettet :-)
    Und ich hoffe, dass du bald wieder einen Urlaub machen kannst, das ist ja grausam wenn man sich an den letzten kaum noch erinnern kann! *Mitleid*
    LG,
    Carolin

  • daruwalla

    Hallo,
    habe diesmal sogar noch mehr gelacht. Vor allem die Visumsverlängerung hat uns an ein mehrtägiges Erlebnis in Laos erinnert. Vielleicht stellen wir das jetzt ja doch rein (hatten schon mal daran gedacht).

    Liebe Grüße

    Yvonne

  • poseydon

    Ja, macht das! Ich bin gespannt! Meine Visums-Verlängerung in Laos war auch nicht ganz so einfach - aber nicht so schlimm wie die auf den Philippinen :-)
    Freut mich, dass ich dich zum Lachen bringen konnte! :-D

  • desertflower

    Was für ein schöner Gute-Laune-Bericht an einem trüben, regnerischen Sonntag! Danke!

  • poseydon

    Stimmt, bei solchem Wetter genau das Richtige ;-) Es wird Zeit, dass der Sommer endlich wieder kommt...!

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  • harald.voglhuber

    Ein sehr unterhaltsamer Bericht, macht richtig neugierig auf die Philippinen :-))

    Danke, Harry

  • mariadegala

    Hallo, das ist ein wirklich toller, unterhaltsamer und lehrreicher Reisebericht.
    Da fängt mein Sonntag doch gleich fröhlich an. Danke für diesen Bericht und bewahre die deinen Humor, er ist köstlich.
    Maria

  • ernibert

    Andere Länder - andere Sitten..... Diese Kuriositätensammlung ist einfach herrlich!
    Danke, ernibert

  • Elmer

    recht interessant, wie wenig sich dort geändert hat, ich bin vor gut 20 Jahren mal durch Luzon gereist, war ne recht eindruckvolle Tour, die für weitere Fernreisen recht prägend war. Gutes Reiseland für Damen, wenn sich nichts Grundlegendes geändert hat, gibt es dort nach wie vor 3/4 Mädels und ein paar Jungs - die wenigen Jungs sind im Ausland bei der Arbeit und haben genug zu tun, also werden die Touristinnen nicht sehr belästigt.

  • AndreCravan

    Wunderschön zu lesen. Eine tolle Sammlung lustiger Begebenheiten.
    Das schreit nach vollen 5 Büchern :-)

    Grüße, Andre

  • RdF54

    kringel vor Lachen der Erinnerungen! Genauso!!
    LG Robert

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  • Frau_Mue

    Da kommt viel von Land und Leuten rüber und lässt sich auch noch in einem Rutsch lesen!
    Auf den Phillipinien war ich leider (noch?) nicht, da kann ich also keine ähnlichen Geschichten beisteuern.
    LG Steffi

  • Blula

    Einfach herrlich .. . Deine Berichte. .!! So auch dieser. .. Humorvoll und informativ zugleich. VIELEN DANK !!
    LG Ursula

  • 238EWT

    ...mir spitzer Feder das Erlebte liebevoll aufgespießt. Eine glatte Fünf, was die Punkte betrifft. Da macht das Lesen Spaß!
    LG Eberhard

  • 238EWT

    Ich habe Deinen Bericht ein zweites Mal gelesen, mich wieder köstlich amüsiert und einiges dazu gelernt.
    LG Eberhard

  • astrid

    Ich schließe mich allen anderen an: herrlich, wunderschön, großartig - danke!
    LG Astrid

  • agezur

    Danke für diesen kurzweiligen und trotzdem informativen Bericht. Wozu Marco Polo wenn es poseydon gibt??
    Liebe Grüße Christina

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  • ingepeter (RP)

    Wirklich nett geschrieben, bei der leisen Kritik im Unterton ist es doch eine heitere und lustige Geschichte. Gruß Inge

  • Zeitreisende

    ...über meine Lieblingsstelle " der letzte ist schließlich für den Abwasch zuständig " lache ich immer noch! Wirklich herrlich ! LG Dani

  • poseydon

    @alle: danke für die lieben Kommentare und Bewertungen
    @Dani: lustig, aber ernst! In den Dörfern war das wirklich so...wer in ruhe kaut, hat schlechte Karten.

  • yunnanfoto

    Super schön geschrieben.
    In Vigan bin ich nur durch Zufall dem Feuertod entkommen. ich wohnte ineinem alten Hotel, ganz aus Holz gebaut. Alle Zimmer gingen von einer zentralen Diele aus. Abends Stromausfall. Als nach mehreren Stunden wieder Strom da war wollte ich in dieser Diele noch eine Zigarette rauchen und sah unter der Tür des Nachbarzimmers dichten Rauch hervorkommen. Es brannte in diesem Zimmer. Der Bewohner hatte eine Kerze neben sein Bett gestellt und war eingeschlafen. So fest habe ich noch nie gegen eine Tür gehämmert. Mit Hilfe des Personals und viel Wasser wurde dann der Schwelbrand gelöscht. Den Rest der Nacht habe ich nicht mehr geschlafen und bin am nächsten Tag weitergereist nach Laog. Ausser mich schien das aber niemanden ernsthaft beunruhigt zu haben, kurz danach drang schon wieder heftiges Schnarchen aus dem Nachbarzimmer.
    LG, Herbert

  • poseydon

    Haha, ja das war dann wohl ein Filipino oder ein Chinese im Nachbarzimmer, oder? Ist das wohl angeborene Gelassenheit oder Gottesvertrauen?
    Ich hoffe in Laoag konntest du dann wieder einen ruhigeren Schlaf finden?

  • yunnanfoto

    Es war ein Filipino !
    In Laoag und später in Pagudpud hatte ich dann ruhigere Nächte !

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  • poseydon

    Haha, das ist schön. Innerhalb des letzten halben Jahres sind übrigens in Metro Manila zwei Stadtviertel abgebrannt...Ursachenforschung...

  • yunnanfoto

    Das wundert mich nicht !
    Mein Erlebnis war übrigens vor 24 Jahren, es scheint sic h nicht viel geändert zu haben :-))

  • ingepeter (RP)

    ... nachdem ich noch einmal so alle Kommentare gelsen habe möchte ich meinen noch etwas ergänzen. Mit heiter und lustig bin ich nicht der Meinung, dass in dem Land alles lustig oder heiter ist, sondern eher die Art und Weise wie es geschrieben ist. Den kritischen Unterton meine ich durchaus ernst, doch bei allen Beschreibungen dieser manchmal haarsträubenden Situationen bleibt eben für mich etwas Heiteres dabei. Liegt mit Sicherheit an der Lebenseinstellung und auch Schreibweise der Verfasserin.

    @ Herbert, eine ähnliche Situation erlebte ich vor vielen Jahren in einem Hotel mit Fachwerkbauweise in der Nähe von Geisenheim. Es waren wenige deutsche Gäste dort
    und alle schliefen tief und fest. Im Schlaf merkte ich den Rauchgeruch - er kam aus dem Gastraum, ein Gast hatte eine glimmende Zigarette in den Müll geworfen,
    den Rest spare ich jetzt hier. Aber eine gewisses beklemmendes Gefühl habe ich noch heute, wenn es irgendwo unangenehm nach Qualm riecht.

  • yunnanfoto

    @Inge: Da sind wir ja beide noch mal davongekommen !
    In chinesischen Hotels habe ich auch immer dieses eigenartige Gefühl. Die meisten Chinesen sind Raucher und viele haben die Angewohnheit ihre Zigaretten auf dem Teppichboden des Hotelzimmers auszutreten, wie man an den zahlreichen Brandflecken erkennen kann. Und "schwer entflammbar" ist die Qualität meistens nicht !
    Aber ich hatte auch gute Erlebnisse auf den Philippinen, die Fischer die abends am Strand ihr bisschen Essen mit mir teilten, den Bürgermeister von Pagudpud, der mir für eine Woche kostenlos sein Strandhaus nebst Essen zur Verfügung stellte (ein Hotel oder guesthouse gab´s damals dort noch nicht) und viele mehr.

  • brandriba

    Wunderbar,so soll ein Erlebnis-Bericht aus fernen Landen sein: Informativ, humorvoll, eine Prise Selbstironie und weit weg von Marco's "Aufwasch"! Bei einer Reise nach Sangat haben wir uns vertrauensvoll in die Hände eines lokalen Agenten gegeben und uns durch Manila zum Inlandflughafen lotsen lassen. Ruck-Zuck wurden die Kontrollen, das Wiegen der Passagiere, die Ticketvergabe von Ihm mit uns im Schlepptau absolviert, wir waren schlicht Sprachlos vor solcher Effizienz.! Das war sicherlich Napoleon III im Turbo-Modus.... :-))) LG DAni

  • simaionie

    Toller Bericht, ich war erst kürzlich, über Weihnachten auf den Philippinen und kann viele beschriebene Erlebnisse nur bestätigen!

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  • Zwaage

    Hallo !
    Ich habe selbst eine Zeit auf Cebu gelebt und kann deine Erfahrungen nur bestätigen !!! In allen Punkten! Du hast gerade viele, viele Erinnerungen geweckt. Auch schöne.... Danke für deinen tollen Bericht ! Salamat !

  • FloTo74

    Ich war 17 Mal auf den Philippinen. Beim ersten Satz musste ich schon lachen. Wer nimmt denn den Marco Polo Reiseführer??? Das kann ja nix werden :-))))

  • poseydon

    Marco-Polo-Reiseführer sind ein typisches Geschenk, das man von Freunden/Familie etc. vor einer Reise bekommt...aber klar, das muss natürlich durch LP o.ä. ergänzt werden.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Kleines (Kultur-)Schock-Kompendium der Philippinen 4.40 52

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