Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben.
Reisebericht: Frühling in der Kalahari
Der Geruch der Kalahari, Krach in der Wüste und eine Milliarde Nagetiere - ein Bildbericht für Naturhungrige die der Zivilisation mal kurz die Zunge rausstrecken möchten.
Kgalagadi Transfrontier Park
Der durstauslösende Name entspringt der Vereinigung beider ehemaliger Kalahari / Gemsbok National Parks in Südafrika und Botswana im Jahr 1999. Beide existierten seit den 1930er Jahren um die zunehmender Bejagung der Wildbestände einzudämmen, wobei der beste Schutz wohl die Abgelegenheit und Wildheit des Gebietes selbst war und ist. Heute zählt das Schutzgebiet zu den größten Naturparks der Welt mit ca. 9500 km² auf südafrikanischer Seite und unvorstellbaren 28400 km² in Botswana. Um letzterenTeil zu besuchen, bedarf es Genehmigungen, besserer Vorbereitung und umfangreicherer Ausrüstung als im folgenden Bericht angegeben.
Der Weg in die Kalahari ist weit - von Europa aus sowieso, aber selbst wenn man in Kapstadt losfährt braucht man ein paar Tage. Wir haben einen kleinen KIA Sportage Allrad gemietet und schlängeln uns zunächst entlang der Westküste nach Norden. Gute Gelegenheit um den rauhen Westcoast N. P. zu besuchen, wo gigantische Atlantikwellen ans Ufer rollen und vor allem tausende Vögel beheimatet sind, aber auch Springböcke, Gnus, Zebras, Oryx, die hübschen Buntböcke und Löffelhunde, die mit ihren Antennenohren Insekten im Boden verfolgen – ein vielversprechender Reisebeginn und eigentlich ein viel zu kurzer Besuch.
Namaqualand
Weiter nördlich wechselt die Landschaft Farbe und Silhouette. Das Grün der sanften Kapregion mit ihren Weinbergen und Feldern verkriecht sich zunehmend zwischen Gestein und Geröll, Felsen rahmen endlose Ebene, Flüsse liegen trocken. Wir nähern uns dem Namaqualand, einer unwirtlichen und fast trostlosen Urlandschaft in allen Abstufungen von Grau und Braun – wenn nicht gerade Frühling wäre. Sobald der Regen dem Winter ein feuchtes Ende bereitet treiben Millionen von Korbblütlern explosionsartig aus und tauchen die Steinwüste in leuchtendes Orange-Violett-Karmin-Weiß-Gelb-Rosa und Blau. Blütenkelche bis zum Horizont , in jedem Straßengraben und in allen Größen. Leider kann man das Spektakel kalendarisch nicht festmachen, als Faustregel gilt August bis Mitte September. Wir sind ungefähr 2 Wochen zu spät gekommen und finden nur noch Reste der Farborgie im Namaqua National Park – Reste für die es sich allemal gelohnt hat!
-
Was für eine schöne Reise mit tollen Erlebnissen und phantastischen Bildern!
Bin im Geiste mitgereist und Du hast mit Deinem gut geschriebenen Bericht schönen Erinnerungen hervorgezaubert!!
LG Robert -
Ein schön zu lesender Bericht über eine spektakuläre Reise. So viele spannende Begegnungen im Nirgendwo...
-
Einfach toll. . .. der Bericht, die Fotos.. . Eine Einladung, nach Südafrika zu reisen !!!
LG Ursula -
Ist die Kalahari nicht großartig? Danke für diesen schönen Bericht und die vielen prima Photos. Ihr hattet ja wirklich Glück! Dirk
-
Sowas würde ich auch gerne mal machen! Och Mensch, jetzt hab' ich wieder Fernweh.
Danke für den mitnehmenden Bericht und die eindrucksvollen Bilder.
Viele Grüsse,
Gabi -
Toll !!
-
"Der Zivilisation mal kurz die Zunge rausstrecken", das ist mir Dank Deines lebhaften Berichtes und der tollen Fotos mühelos gelungen.
Danke für die Sonne, für Landschaft, Tiere und Blumen; sie bringen Wärme in einen verregneten Wintertag!
LG Beate -
nach oben
-
Ein sehr schön geschriebener und kurzweiliger Bericht, der Lust auf diese einmalige Landschaft mit der großen Artenvielfalt macht. Die Fotos unterstreichen diese Reise noch besonders.
-
Hallo Elke!
Wieder so ein wunderschöner Bericht von Dir mit dem Hauch von Abenteuer und Exotik! Danke für diese kurze Flucht aus der Zivilisation!
LG Susi -
Afrika ruft! Dein schöner Bericht bringt Sonne in den trüben Dezember! Danke.
Gruß Astrid -
Die Kalahari kann sehr schön, wenn sie blüht. aber auch sehr gefährlich sein, hat uns fast mal in eine ausweglose/gefährliche Situation gebracht. Dieses Unternehmen hat mir gezeigt was eine Fata Morgana ist und möchte das nicht noch einmal erleben. Glück, den einzigsten Farmer weit und breit dort gefunden zu haben. Dennoch, die Reise lohnt sich, aber bitte keine Alleingänge, sondern mit einem wirklich guten Reiseleiter/Führer. Kalahari ist wahrlich ein wahres Abenteuer und voller Überraschungen, so wie hier schon beschrieben.
Toller Bericht und Fotos.
-
Muss ne mords Gaudi gewesen sein =)
-
Hallo Elke,
vielen Dank für Deinen anschaulichen Bericht mit den wundervollen Bildern. Er hat mir interessante Infos für unseren Urlaub in der Kalahari in diesem Jahjr gegeben.
LG Mathias aus Oldenburg -
nach oben
-
Wieso hatte ich diesen Bericht denn soooo lange "übersehen" - dabei ist KTP doch mein absoluter Lieblingspark in Südafrika? Schön beschrieben, stimmungsvolle Fotos, macht Lust auf mehr Kalahari und ein wenig "Heimweh". Danke!
Auf dem Weg nach Bitterpan mussten wir uns vor vier Jahren in Nossob noch beim Ranger abmelden, bekamen das Tor aufgeschlossen und damit wären Experimente wie Euer "nur mal gucken" nicht möglich gewesen. Auch uns hat damals die fünfte Düne - schon in Einbahnstraßenrichtung - mehrere Anläufe gekostet. Aber Bitterpan hat sich definitiv gelohnt, so toll gelegen, so ungewöhnlich gestaltet. -
Wieso hatte ich diesen Bericht denn soooo lange "übersehen" - dabei ist KTP doch mein absoluter Lieblingspark in Südafrika? Schön beschrieben, stimmungsvolle Fotos, macht Lust auf mehr Kalahari und ein wenig "Heimweh". Danke!
Auf dem Weg nach Bitterpan mussten wir uns vor vier Jahren in Nossob noch beim Ranger abmelden, bekamen das Tor aufgeschlossen und damit wären Experimente wie Euer "nur mal gucken" nicht möglich gewesen. Auch uns hat damals die fünfte Düne - schon in Einbahnstraßenrichtung - mehrere Anläufe gekostet. Aber Bitterpan hat sich definitiv gelohnt, so toll gelegen, so ungewöhnlich gestaltet. -
@Zypresse: RC ist wie im richtigen Leben - man entdeckt immer wieder was Neues ;-) und Bitterpan steht definitiv auf meiner Liste fürs nächste Mal. Danke für den Tipp.
@all: An dieser Stelle mein herzliches Dankeschön an alle Besucher, Bewerter und Kommentierer für euer Interesse und eure netten Hinterlassenschaften. -
Sehr schöne Beschreibung, dazu die tolle Fotountermalung.
Ich habe die Kalahari hautnah erlebt, sie ist faszinierd, einzigartig. So wunderschön sie erblühen kann, so gefährlich kann sie sein. Ich weiß wovon ich rede.
Wer das Abenteuer sucht, kommt auf seine Kosten, dennoch sollte man das Risiko niemals unterschätzen.
LG. condor
-
Den schönen Bericht hätte ich eher lesen sollen, DANKE!
LG Rolf -
Hallo Elke, ja spät aber nicht zu spät habe ich jetzt Deinen Bericht gelesen. Spannend, was ihr da so alles erlebt habt und tolle Fotos hast du mit eingestellt. Gut Deine Beschreibung über die Risiken in diesen noch fast unverfälschten Gegenden auf dieser Welt. Wüsten und Einsamkeit sollte niemand unterschätzen. Deine Tierfotos sind ganz wunderbar, vor allem da sie ja nun nicht in irgendwelchen privaten Gameresort aufgenommen wurden. Für mich waren viele Stationen ein Wiedererleben - toll.
Verwundert hat mich Dein Reisedatum - 2.12. 09 - 5.10.09 :-))
Gruss Inge
-
nach oben
Lesezeichen für diesen Reisebericht setzen bei ...
-
Mister Wong
-
Google Bookmarks
-
YiGG
-
del.icio.us
-
Digg
-
StumbleUpon
-
Magnolia
-
Webnews
Bookmark in Ihrem Browser speichern Schließen