Bangkoks Schatztaucher

THAILAND: Im Chao Phraya in Bangkok suchen Flusstaucher mit selbst gebauter Tauchausrüstung nach antiquarischen Schätzen. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag, den 23. Mai um 19.30 Uhr

Ein Film von Martin Schacht

Wie eine riesige Schlange windet sich der Chao Phraya-Fluss durch Bangkok, an seinen Ufern liegen die historischen Viertel der Hauptstadt mit ihren Tempeln und Palästen. Die Wasserader ist das Revier der Flusstaucher, die mit selbst gebauter Tauchausrüstung unter Wasser nach antiquarischen Schätzen suchen.

In Blickweite der glitzernden Bürotürme und Luxushotels der thailändischen Hauptstadt leben Bangkoks Flusstaucher in einer ländlichen Oase. Sie wohnen mit ihren Familien auf der Halbinsel Pra Pradaeng – dort, wo der mächtige Chao Phraya eine Schleife mitten durch die Stadt zieht. An seinen Ufern ließen sich schon vor Jahrhunderten Könige, europäische Handelshäuser und asiatische Zuwanderer nieder. Und so ist der Fluss heute eine unergründliche Schatztruhe. Zum Ende der Regenzeit, im Oktober, können die Taucher es wieder wagen, auf dem Grund des Chao Phraya nach Wertvollem zu suchen. Davor ist die Arbeit unter Wasser zu gefährlich, die Strömung ist zu stark und oft unberechenbar. 360° - GEO Reportage war bei aufregenden Tauchgängen mit an Bord.

Bangkoks Schatztaucher

Wegen seiner historischen Bedeutung nennen die Thais den Chao Phraya auch „.Fluss der Könige“

Bangkoks Schatztaucher

Somchai Panthong und neffe Tding tauchen nach dem, was Händler, Mönche und Kriegsherren im Laufe der Jahrhunderte im Fluss versenkt, verloren und

versteckt haben

Im schlammigen Bett von Thailands „Fluss der Könige“, dem Chao Phraya, liegen noch viele Schätze verborgen, da ist sich der Taucher Somchai Panthong sicher. Der 50jährige lebt davon, mitten in Bangkok Fundstücke aller Art – von Antiquitäten bis Altmetall – aus dem Fluss zu holen und zu verkaufen. Zusammen mit seinem Neffen Tding sucht er nach dem, was Händler, Mönche und Kriegsherren im Laufe der Jahrhunderte im Chao Phraya versenkt, verloren und versteckt haben. Tauchen können Somchai und Tding überall, wo Strömung und Wasserstand es zulassen. Ihr Revier erstreckt sich vom Norden Bangkoks über das Zentrum bis hin zum Hafen im Südwesten. Zum Ende der Regenzeit müssen sie sich allerdings auf geschützte Tauchstellen mit wenig Strömung beschränken – sonst riskieren sie ihr Leben. Doch auch die vielen Schiffe auf dem Chao Phraya, der eine von Bangkoks Hauptverkehrsadern ist, können den Tauchern gefährlich werden. Um sich mit ihrem kleinen Boot und dem selbstgebauten Equipment bemerkbar zu machen, hissen die Männer eine Flagge. Somchai Panthong braucht nun viel Glück, denn zu Beginn der Tauchsaison ist sein erspartes Geld weitgehend aufgebraucht. Was werden die wagemutigen Schatzsucher finden?

Wiederholungen:

Sonntag, den 24. Mai gegen 13.00 Uhr

Online in der Mediathek ARTE+7

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