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Hurrikan "Katrina": Arme sollen draußen bleiben

Drei Jahre nach dem Hurrikan "Katrina" erfindet sich New Orleans neu. Arme passen nicht mehr ins Stadtbild. Der Sozialforscher Christian Jakob berichtet im GEO.de-Interview von den menschlichen Folgen des Wirbelsturms


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Monatelang recherchierten die Bremer Sozialwissenschaftler Christian Jakob und Friedrich Schorb in der Südstaatenmetropole, insbesondere in stark zerstörten Stadtteilen. Hier lebten vor "Katrina" überwiegend Schwarze und Arme, die nach Wunsch der Stadtplaner in Zukunft nicht zurückkommen sollen.

GEO.de: Welches Konzept verfolgt die Stadtverwaltung beim Wiederaufbau von New Orleans?

Christian Jakob: In Bezug auf die "Public Housing"-Anlagen, also 8000 Sozialwohnungen, in denen zu 99,8 Prozent Afroamerikaner lebten, haben wir herausgefunden: Die Neubebauung und Renovierung dieser Anlagen würde nach offiziellen Schätzungen rund 400 Millionen Dollar kosten, ein Abriss hingegen etwa 700 Millionen Dollar. Dennoch lautet das offizielle Konzept für New Orleans: die Siedlungsdichte in diesen Vierteln senken. Es sollen nur noch etwa 30 Prozent der Wohnungen entstehen, die es zuvor dort gegeben hat. Und davon wiederum wird nur ein kleiner Teil Wohnraum für sozial schwache Bevölkerungsschichten sein. Das Ziel ist es, eine heterogene Mieterschaft anzusiedeln. Die Gelder für den Neubau werden zum Teil aus dem Etat der Katastrophenhilfe genommen, die eigentlich für den Wiederaufbau gedacht waren.


Viele Betroffene sind obdachlos geworden  (Foto von: Daniel Nauck)
© Daniel Nauck
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Viele Betroffene sind obdachlos geworden

Wie kam man zu dieser Entscheidung und wen trifft sie?

Nach der Zerstörung bestimmter Gebiete hat die Stadt deutlich gemacht, dass sie nicht in den Wiederaufbau dieser Stadtteile investieren will, weil man erneute Überflutungen befürchtet. Insbesondere betrifft dies Stadtteile, die von der Unterschicht bevölkert waren. Also Menschen, die beispielsweise von staatlichen Förderungen abhängig waren, etwa weil sie ein niedriges Einkommen hatten und daher staatlichen Gesundheitsschutz brauchten oder weil sie nur eine geringe Rente bezogen. Betroffen waren auch Arbeitslose und Behinderte. Diese Menschen sind verstärkt unter den Nicht-Zurückkehrern vertreten. Von ursprünglich etwa 450 000 Einwohnern sind bis jetzt mehr als zwei Drittel wieder in der Stadt ansässig. Von den 120 000 Bewohnern, die noch außerhalb leben, an Orten überall in den USA, stammen 50 Prozent aus sozial schwachen Bevölkerungsschichten.

Sind die Pläne der Stadtregierung in der Öffentlichkeit bekannt?

Die Verdrängung sozial schwacher Bevölkerungsschichten ergibt sich aus einer Analyse der Sozialstrukturdaten, das wird nicht kommuniziert. Aber ganz offen steht man in New Orleans zur Senkung der Siedlungsdichte. Die Stadtplaner begründen ihr Vorhaben damit, dass diese Sozialquartiere vor Katrina Brennpunkte von Kriminalität und Drogenhandel waren, dass viele Menschen von staatlicher Unterstützung lebten. Jetzt hofft man, dass durch die Verteilung auf unterschiedliche Stadtteile, in denen sie nicht mehr unter sich sind, sondern auch Mittelklasse-Familien in der Nähe, dass sich das Weltbild dieser reicheren Bevölkerungsschicht positiv abfärbt. Es mag sein, dass diese Überlegungen richtig sind, das Problem ist jedoch: Rein numerisch ist es überhaupt nicht möglich, alle Menschen aus diesen "Problemvierteln" auf Siedlungen mit Bewohnern aus gemischten Einkommensschichten zu verteilen. In der Praxis führt das dazu, dass nur für einen kleinen Teil der ehemaligen Bewohner eine Wohnung zur Verfügung stehen wird, und der Rest sich selbst überlassen wird.

Was passiert Ihrer Meinung nach mit diesem "Rest"?

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden diese Menschen obdachlos. Derzeit haben sie noch Mietgutscheine, mit denen sie ihr Notquartier in den Evakuierungsorten bezahlen. Doch im März 2009 laufen diese Gutscheine aus, und sie müssen ihre Wohnungen verlassen. Danach könnten sie zwar einen Antrag auf Wohnhilfe in New Orleans stellen, allerdings gibt es schon jetzt lange Wartelisten, und die Budgets wurden und werden auch nicht erhöht.


Die Aufräumarbeiten sind auch drei Jahre nach dem Wirbelsturm nicht beendet  (Foto von: Daniel Nauck)
© Daniel Nauck
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Die Aufräumarbeiten sind auch drei Jahre nach dem Wirbelsturm nicht beendet

Es gibt aber keinen offiziellen Zuzugsstopp für New Orleans?

Den Menschen ist es natürlich nicht verboten zurückzukehren, aber viele hatten vorher Jobs im Niedriglohnsektor oder waren arbeitslos. Mittlerweile sind die Mieten um fast 50 Prozent gestiegen. Rein faktisch können sich diese Menschen auf Basis einer eigenständigen Erwerbsarbeit eine Rückkehr gar nicht leisten.

Was hat Sie bei der Recherche am meisten beeindruckt?

Die Zahl der Obdachlosen ist sehr offensichtlich, derzeit sind es rund 12 000 Menschen. Dazu kommt, dass die Quartiere, die zuvor sehr belebt waren, heute verwaist sind, ständig fährt Polizei daran vorbei. Das wirkt alles sehr trostlos. Und wenn man dann die Immobilienspekulanten hört, dass der Sturm nicht nur Negatives hatte, sondern auch viele Möglichkeiten eröffnet hätte, sprich wahnsinnige Gewinnspannen – das finde ich schon sehr zynisch.

Wie wird New Orleans in zehn Jahren aussehen?

Mit Sicherheit wird die Stadt kleiner sein als 2005. Ich vermute, dass die Außenbezirke, die bislang nicht wieder aufgebaut worden sind, irgendwann abgerissen werden. Die Einwohnerzahl wird sich wahrscheinlich auf 300 000 bis 350 000 Menschen einpendeln, das ist in etwa der Stand von heute.

Herr Jakob, wir bedanken uns für das Gespräch.


 (Foto von: Christian Jakob)
© Christian Jakob

Literatur: Christian Jakob u. Friedrich Schorb "Soziale Säuberung. Wie New Orleans nach der Flut seine Unterschicht vertrieb" Unrast Verlag, Münster.


Das Interview führte Bianca Gerlach.


Themen-Special

  • New Orleans, drei Jahre nach Katrina

    Am 29. August 2005 fegte der Hurrikan Katrina über die Südstaatenmetropole New Orleans, rund 1500 Menschen starben, 80 Prozent der Stadt standen unter Wasser. Wie die Katastrophe damals ihren Lauf nahm und bis heute andauert. Ein Special zum dreijährigen Jahrestag
     

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