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GEO EPOCHE Nr. 38 - 08/09 - Stalin - Heft vergriffen - › Abonnieren

Stalin: Emigranten: Hotel Lux

In den 1930er Jahren erreicht Stalins Terror ein Moskauer Hotel voller kommunistischer Auswanderer. Der Deutsche Herbert Wehner wird zum Opfer - und zum Täter

Text von Nicolas Büchse

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Im Januar 1937 kommt Herbert Wehner, Führungskader der KPD, nach Moskau. In einem Fragebogen muss er Auskunft über sich und seine Familie geben - etwa über den Beruf seiner Schwiegermutter (Foto von: Sammlung Reinhard Müller)
© Sammlung Reinhard Müller
Im Januar 1937 kommt Herbert Wehner, Führungskader der KPD, nach Moskau. In einem Fragebogen muss er Auskunft über sich und seine Familie geben - etwa über den Beruf seiner Schwiegermutter

Wenn es Nacht wird, beginnt die Furcht im Moskauer Hotel „Lux“. In den engen Zimmern spielen die Bewohner Schach oder Domino, um die Angst nicht zu spüren. Manche laufen bis in die Früh in ihren Kammern auf und ab, rauchen Zigarette um Zigarette neben gepackten Koffern, die griffbereit stehen für den Zwangstransport ins Gefängnis.

Ruhig schlafen kann kaum einer. Einige liegen vollständig angekleidet im Bett – um nicht auch noch die Würde zu verlieren: wenn die Häscher kommen, den Nächsten zu holen. Einen der rund 600 kommunistischen Emigranten, Genossen fern der Heimat. Nervös horchen die Bewohner in die Stille. Hören Ratten, die durch die Dunkelheit huschen. Das Knarren des Parketts in den langen, kalten Fluren. Sie fürchten das Rumpeln des Fahrstuhls nach Mitternacht, die schweren Stiefeltritte im Flur, das Klopfen an der Tür. Denn dann kommen die Männer des NKWD, des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten, das auch für die „Staatssicherheit“ zuständig ist.

Für seine Gäste ist das Lux zu einem Ort des Grauens geworden
Die Bewohner des Hotel Lux sind keine Gäste mehr in Stalins Sowjetunion des Jahres 1937. Sie sind Gefangene. Einer von ihnen: Herbert Wehner, Anfang 30, Führungskader der Kommunistischen Partei Deutschlands. In Zimmer 252 im 6. Stock ringt auch er mit der Nacht. Angespannt sitzt er auf einem Bett mit hellem Buchenfurnier. Der leinene Vorhang vor dem Fenster ist zugezogen, an der Wand stapeln sich Bücher.

Wehners Gesicht ist bleich. Der strenge Seitenscheitel lässt seine kantigen Gesichtszüge, die hohe Stirn, das hervortretende Kinn, hart erscheinen – wie einen Panzer gegen die unberechenbare Außenwelt, die ihn zermürbt. Wehner weiß um die Siegel des NKWD an den Zimmertüren, jene Papierstreifen, die die Agenten nach den Verhaftungen anbringen. Kennt das verfallene Gebäude im Hinterhof, in das die Frauen der Abgeholten verbannt werden.

Doch es ist nicht allein der Schrecken, der Wehner verzweifeln lässt. Es sind auch die Skrupel, selbst zu diesem Schrecken beigetragen zu haben: mit dafür gesorgt zu haben, dass dieses Hotel zu einem Ort des Grauens geworden ist.

Als das Lux 1911 eröffnet wird, ist es ein gehobenes Hotel für die Oberklasse. Prachtvoll ragt das Gebäude an der Twerskaja-Straße im Herzen Moskaus empor, schwere Säulen flankieren das Eingangsportal, das Foyer zieren roter Marmor und ein goldgerahmter Spiegel.

Das Quartier beherbergt vor allem ausländische Funktionäre
Zehn Jahre und zwei Revolutionen später ziehen Vertreter einer neuen Elite in das nun verstaatlichte Hotel: Funktionäre aus aller Welt. In den 1920er Jahren kommen Delegierte kommunistischer Parteien von China bis Mexiko zu Kongressen, Tagungen und Beratungen in Moskau zusammen; und vielen dient das Lux als Herberge. Auch verfolgte Revolutionäre aus dem Ausland finden im Hotel eine Zuflucht. Spätere KP-Führer wie Ho Chi Minh und Zhou Enlai leben hier, Walter Ulbricht und Josip Broz Tito. Das Lux wird zum Feldlager der Weltrevolution.

Sie alle sind Gäste der sowjetischen Machthaber oder der Kommunistischen Internationale („Komintern“): der von der Sowjetunion dominierten Weltorganisation kommunistischer Parteien. Mehr und mehr richten sich aber auch Mitarbeiter der Komintern mit ihren Familien in jeweils einem der Zimmer ein. Die neuen, dauerhaften Bewohner des Lux arbeiten als Referenten, Übersetzer und Schreibkräfte in der Moskauer Komintern-Zentrale.

1933, als viele deutsche Kommunisten Schutz vor der Gestapo suchen, wird das Hotel um zwei Etagen auf sechs Stockwerke erweitert. Dennoch ist das Haus mit seinen rund 300 Zimmern bald überfüllt. Und einem „Luxushotel“ entspricht allenfalls noch die Fassade. Warmwasser gibt es an zwei Tagen der Woche, freitags drängen sich die Männer, sonnabends die Frauen im einzigen Waschraum des Hauses, nicht selten vier unter einer Dusche – ein Bad auf dem Zimmer haben nur wenige privilegierte Bewohner.

In Gemeinschaftsküchen köcheln auf Gasherden Windeln neben Kartoffeln, während die Bewohner am Tisch sitzen und über den Sieg des Kommunismus debattieren. Es ist eine solidarische Gemeinschaft, in der einer an die Tür des anderen klopft, wenn dessen Wasserkessel in der Küche heiß geworden ist.


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