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Mord an den Armeniern: kein Genozid?

In seiner Ausgabe über die Geschichte des Osmanischen Reichs hat GEOEPOCHE unter anderem auch über den türkischen Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915 und 1916 berichtet, bei dem mehr als eine Million Menschen ums Leben kamen. Dies führte zu einem Briefwechsel zwischen Hüseyin Avni Karslıoğlu, dem türkischen Botschafter in Deutschland, und GEOEPOCHE-Chefredakteur Michael Schaper, den wir im Folgenden dokumentieren


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


<a href="http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_epoche/ein-verleugnetes-verbrechen-72514.html">"Ein verleugnetes Verbrechen"</a> (Foto von: GEOEPOCHE)
© GEOEPOCHE

Der Botschafter der Republik Türkei - 11.12.2012

Sehr geehrter Herr Schaper,

die 56. Ausgabe von GEOEPOCHE, in der die verschiedenen Phasen des Osmanischen Reiches beleuchtet werden, habe ich mit Interesse gelesen. Manches schriftliche und visuelle Material in diesem Heft fällt dabei ins Auge. Ich muss diesbezüglich anmerken, dass wir den Artikel "Ein verleugnetes Verbrechen" von Frank Otto und Tobias Völker für nicht objektiv erachten. Da das Thema aus einem einseitigen Blickwinkel behandelt wird und andere Meinungen nicht berücksichtigt werden, genügt dieser Artikel nicht den wissenschaftlichen Anforderungen. Daher erachte ich es für sinnvoll, Sie auf einige Punkte hinzuweisen, die es ermöglichen könnten, in Zukunft auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte an das Thema heranzugehen.

Im Jahr 1915 erlebten Türken, Armenier und andere Völker großes Leid. Es zeugt jedoch von keinem objektiven Geschichtsverständnis, auf eine selektive Weise ausschließlich das Leid der Armenier zu thematisieren, die Erlebnisse in verschiedenen Formen zu verzerren und die Ereignisse als Verbrechen der Türken an den Armeniern und als Völkermord darzustellen, der ohnehin im Völkerrecht eindeutig definiert ist. Um eine Tat zum Völkermord zu erklären, bedarf es eines Urteils eines zuständigen Gerichts. Im Hinblick auf die Ereignisse im Jahr 1915 liegt jedoch kein derartiges Urteil vor.

Obwohl sämtliche türkische Archive offen zugänglich sind, konnte bislang nicht ein einziges Dokument gefunden werden, wonach die damalige osmanische Regierung die Umsiedlungen mit dem Ziel der planmäßigen Vernichtung der Armenier eingeleitet hat. Die Tatsache, dass die osmanische Regierung im Zusammenhang mit den Umsiedlungen Maßnahmen im Hinblick auf den Schutz der Routen und Siedlungen für die in die südlichen Provinzen verbrachten armenischen Kolonnen getroffen und diese mit Verpflegung unterstützt hat, ist ein Beleg für die Unhaltbarkeit des Völkermord-Vorwurfes.

Daher wäre es im Hinblick auf objektivere und anerkannte wissenschaftliche Arbeiten hilfreich, wenn Sie bei der Thematisierung der Ereignisse von 1915, die zu Recht Gegenstand wissenschaftlicher Debatten und historischer Forschung sind, auch die anders lautende Meinung renommierter Historiker hinzuziehen würden. Denn Wissenschaftler, darunter sowohl Historiker als auch Juristen, wie die US-Amerikaner Bernard Lewis, Stanford Shaw, Guenter Lewy, Justin McCarthy, Norman Itzkowitz, Brian Williams, David Fromkin, Avigdor Levy, Michael Gunter, Pierre Oberling, Roderic Davison, Michael Radu und Edward Erickson, sowie die Briten Norman Stone und Andrew Mango, Franzosen wie Gilles Veinstein oder Italiener wie Stefano Trinchese und Augusta Sinagra sind der Meinung, dass die Umsiedlung keinen Völkermord darstellt.

Die vorgenannten Ausführungen zu den Ereignissen von 1915 bilden lediglich einen Bruchteil anders lautender Meinungen. Ob man diese Auffassung teilt, bleibt sicherlich jedem einzelnen überlassen. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass es die wissenschaftliche Ethik gebietet, dass ein Artikel, der mit dem Anspruch der Informationsvermittlung für die Öffentlichkeit verfasst wurde, bei einem derart umstrittenen Thema alle Standpunkte darlegen sollte.

Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen viel Erfolg für Ihre journalistische Arbeit und bitte um Veröffentlichung meines Schreibens unter der Rubrik "Briefe an die Redaktion".

Mit freundlichen Grüßen, H. Avni Karslıoğlu, Botschafter der Republik Türkei


Chefredakteur Michael Schaper - 13.12.2012

Sehr geehrte Exzellenz, Herr Botschafter Karslıoğlu,

vielen Dank für Ihren Brief. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihren Argumenten nicht folgen können.

1. Ihre Behauptung, man dürfe den Begriff "Völkermord" nur dann benutzen, wenn es ein entsprechendes Gerichtsurteil gibt, erscheint mir haarspalterisch (zumal es ein entsprechendes Gerichtsurteil tatsächlich gibt: 1919 verurteilte ein osmanisches Kriegsgericht den ehemaligen Großwesir Talaat Pascha wegen vorsätzlichen Massenmordes an Armeniern in Abwesenheit zum Tode). Wenn mehr als eine Million Menschen einer bestimmten Volksgruppe durch Gewalt ums Leben kommen, ist es meiner Meinung nach naheliegend, von Völkermord zu reden. Zudem: Würde ein Verzicht auf diesen Begriff irgendetwas an den Fakten ändern?

2. Es mag durchaus so sein, dass es kein Dokument gibt, das belegt, dass die damalige türkische Regierung die "Umsiedlungen" der Armenier angeordnet hat. Aber wenn Sie mir diese Bemerkung erlauben: Auch zu der von den Nationalsozialisten betriebenen Ermordung der europäischen Juden gibt es keinen überlieferten Befehl Adolf Hitlers; dennoch sind die Fakten doch unbestritten. Auch hier scheinen Sie rein formal zu argumentieren; Tatsache ist doch, dass 1,2 Millionen Armenier "umgesiedelt" wurden und dass dabei mehr als eine Million Menschen ums Leben kamen.

3. Wenn Sie schreiben, "die osmanische Regierung (hat) im Zusammenhang mit den Umsiedelungen Maßnahmen im Hinblick auf den Schutz der Routen und Siedlungen für die in die südlichen Provinzen verbrachten armenischen Kolonnen getroffen und diese mit Verpflegung unterstützt", so kommt mir diese Wahrnehmung der Realität angesichts des unfassbaren Leids, das die Armenier auf diesen Todesmärschen erlitten und das wir in unserem Heft ausführlich dokumentiert haben, sehr ungewöhnlich vor, um nicht zu sagen: zynisch.

4. Da Sie in Ihrem Brief auf die osmanischen Archive verweisen, möchte ich Sie auf das Buch "Young Turks' Crime Against Humanity: The Armenian Genocide and Ehtnic Cleansing in the Ottoman Empire" von Taner Akçam hinweisen. Darin räumt der Autor mit dem weitverbreiteten Mythos auf, in den osmanischen Archiven gäbe es keine Belege für Vorsätzlichkeit. Das Besondere an dem kürzlich erschienenen Buch ist, dass der Autor nachweist, wie sich anhand von osmanischem Archivmaterial die Mentalität der jungtürkischen Befehlshaber, die Befehlsketten sowie bis ins Detail die Abläufe rekonstruieren lassen. Er weist auch nach, dass neben den offiziellen auch inoffizielle Befehle erteilt wurden, die natürlich nicht dokumentiert sind, die sich aber aus den Protesten einzelner Beamter, die sich weigerten, diese Befehle auszuführen, rekonstruieren lassen. Und natürlich erlauben auch die Abläufe der Ereignisse, wie sie wieder und wieder geschildert wurden, Rückschlüsse auf den Inhalt der Befehle – sprich darauf, dass die Tötungen keineswegs "Unfälle" waren, sondern systematisch geplant.

5. Auf die endlose Liste angeblicher Gegner der Genozid-These möchte ich nicht weiter eingehen. Viele der von Ihnen genannten Autoren haben sich vor längerer Zeit oder nur am Rand zu dem Thema geäußert. Gleichzeitig wäre die Liste von seriösen Wissenschaftlern, die den Tatbestand des Genozids für unbestreitbar halten, um ein Vielfaches länger. In diesem Zusammenhang möchte ich nur auf die Arbeiten des renommierten Historikers Hilmar Kaiser verweisen, etwa auf seinen Beitrag im "Oxford Handbook of Genocide Studies" (2010), oder auf den Aufsatz des Historikers Fikret Adanir "Die historiografische Kontroverse über die 'Armenische Frage' und den Völkermord an den osmanischen Armeniern im Ersten Weltkrieg" in dem Band "Turkey in the Twentieth Century" (Berlin 2008).

Wir bleiben deshalb bei unserer Darstellung.

Mit freundlichen Grüßen Michael Schaper Chefredakteur



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