Bangkok - Thailands schillernde Hauptstadt

In Bangkok treffen Jahrhunderte alte Tempel auf futuristische Hotels, Bankenviertel auf Rotlicht und Garküche auf Sternekoch. Die Millionenmetropole begeistert mit ihrem Facettenreichtum und historischen Sehenswürdigkeiten alljährlich Millionen von Besuchern
Bangkok

Gläserne Wolkenkratzer am Fluss formen die Kulisse Bangkoks

In diesem Artikel
Der Chao Phraya – Bangkoks Lebensader
Bangkok: Die Stadt der mächtigen Tempel
Shoppen und Staunen: Thanon Sukhumvit, Khaosan Road und Thanon Silom
Märkte statt Malls: Bangkoks bunte Marktkultur
Bangkoks abwechslungsreichen Viertel: Von Siam bis Chinatown
One night in Bangkok: Homestays, Hostels und Hotels
Tag am Meer - Strände in der Umgebung von Bangkok
Von der Stadt auf die Inseln

Bangkok im Überblick

Allgemeine Informationen
Bangkok liegt im Süden Thailands und ist seit 1782 die Hauptstadt des Königreichs. Die Millionenmetropole ist geprägt von dem Fluss Chao Phraya und befindet sich nördlich des Golfs von Thailand. Knapp 15 Millionen Einwohner zählt die Metropolregion Bangkok inzwischen und erstreckt sich über eine Fläche von 7761 Quadratkilometer. Die thailändische Hauptstadt ist das politische und kulturelle Zentrum des Landes. Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt +6 Stunden im Winter und +5 Stunden im Sommer. Die Bangkoker Währung ist der thailändische Baht.

Klima und Wetter
Bangkok liegt in der tropischen Klimazone und weist eine Jahresdurchschnittstemperatur von 28 Grad auf. Laut der Weltorganisation für Meteorologie ist Bangkok damit im Jahresdurchschnitt die heißeste Stadt der Welt. Als die wärmsten Monate in der thailändischen Hauptstadt gelten März und April. Während des Monsuns zwischen Mai und Oktober kann es hingegen zu heftigen Regenfällen in Bangkok kommen, die regelmäßig für Überschwemmungen im Stadtgebiet sorgen. Der meiste Niederschlag fällt in Bangkok im September und der wenigste im Januar.

Anreise
Knapp 17 Millionen Menschen besuchen Bangkok jährlich. Damit zählt die Stadt zu den meistbesuchten Städten der Welt. Ein Grund für die immense Besucherzahl ist der 2006 eröffnete Suvarnabhumi Airport in Bangkok , der als der wichtigste internationale Flughafen in Südostasien gilt. Bis zu 45 Millionen Passagiere werden hier pro Jahr abgefertigt. Darunter auch Reisende aus Deutschland, die Bangkok beispielsweise ab Frankfurt, Düsseldorf oder München per Direktflug in zehn bis elf Stunden erreichen. Weitere Flugverbindungen führen über Drehkreuze wie Dubai, Istanbul oder Doha zum Bangkoker Flughafen.

Ganz Bangkok ist eine Sehenswürdigkeit

Gläserne Wolkenkratzer, der Fluss Chao Phraya sowie die Jahrhunderte alten Tempel Wat Phra Kaeo, Wat Pho und Wat Arun formen die Kulisse Bangkoks. Das Herz der thailändischen Hauptstadt schlägt mittendrin – in den wuseligen Stadtteilen wo die 15 Millionen Einwohner dafür sorgen, dass sich Bangkok immer wieder neu erfindet. Das stetige mühelos erscheinende Wandeln zwischen Moderne und Tradition macht Bangkok bereits zu einer Attraktion für sich. Keine Frage, Bangkok zählt zu den beliebtesten Städten in Südostasien und bildet für einen Großteil der jährlich rund 900.000 deutschen Besucher den Anfang oder das Ende ihrer Thailandreise. Und wer kann, mischt sich unter die Bangkoker und stürzt sich für ein paar Tage in das pulsierende Leben der Königsstadt.

Der Chao Phraya – Bangkoks Lebensader

Thailand, Bangkok, Chao Phraya

Der Chao Phraya ist viel mehr als ein Fluss - er ist Bangkoks Lebensader

Der mächtige Fluss Chao Phraya – in Gänze Mae Nam Chao Phraya − windet sich, von Norden kommend, durch die gesamte Stadt. Auf einer Gesamtstrecke von 372 Kilometern durchfließt der Chao Phraya das Land, bevor er kurz hinter Bangkok in den Golf von Thailand mündet. Aus ihm speisen sich auch viele der Khlongs, die 1682 Kanäle, die das Hauptstadtgebiet durchziehen. Entlang der Uferbänke des Chao Phraya reihen sich mit dem Königspalast und den wichtigsten Tempelanlagen Bangkoks gleich mehrere Sehenswürdigkeiten aneinander.

Um sich einen ersten Eindruck von Bangkok zu verschaffen, bietet sich eine Fahrt über den Fluss also an. Wer sich direkt in das geballte Leben stürzen möchte, nimmt für wenige Baht eine der öffentlichen Personenfähren. Alle anderen chartern sich eins der Longtailboote, die an vielen der offiziellen Anlegestationen von Bangkok nur darauf warten, herangewunken zu werden. Gemächlich gleiten die Boote vorbei an Hotelikonen, Wolkenkratzern und Wohnhäusern, bis die reichlich verzierten Türme der Tempelanlagen, die das kulturelle Herz Bangkoks bilden, in Erscheinung treten. Sie liegen an den Anlegern Tha Tien (Wat Pho Tempel und Umstieg zu Wat Arun), Tha Chang (Wat Phra Kaeo) und Maharaj Pier (Königspalast). Entscheiden Sie sich also bevor Sie eins der Boote besteigen, wohin Sie fahren möchten, denn nicht alle Linien halten überall.

Bangkok: Die Stadt der mächtigen Tempel

Natürlich, an den großen Tempeln Wat Pho, Wat Arun, Wat Phra Kaeo kommt kein Bangkok-Tourist vorbei. Auch wenn es zu jeder Tageszeit entsprechend voll werden kann, überwiegen die Einblicke, die sich hier in die buddhistische Religion und Kultur werfen lassen.

Eintritt erhalten nur jene, die sich respektvoll und angemessen kleiden – das bedeutet sowohl für Männer und Frauen: Knie und Schultern bedecken sowie die Schuhe vor dem Betreten der einzelnen Tempel ausziehen. An den großen Anlagen lassen sich Tücher und Gewänder für die Zeit des Besuchs gegen eine Gebühr ausleihen.

Wat Benchamabophit

Wat Benchamabophit: Der Marmortempel zählt zu den schönsten Tempeln Bangkoks

Wer nur kurze Zeit in Bangkok verbringt und nicht alle großen Tempel besuchen kann, muss sich entscheiden, welche Anlage ihn am meisten reizt:

  • Wat Pho: Allen bisherigen Erkenntnissen nach, wurde diese Anlage im 17. Jahrhundert gegründet und erschließt sich südlich des Königspalastes. Die Hauptattraktion dieses Königlichen Tempels ist die 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete liegende Buddha-Statue.
     
  • Wat Arun: Wie kein zweiter Tempel prägt die Silhouette des Tempels aus der Ayutthaya-Periode die Skyline von Bangkoks Altstadt. Den Mittelpunkt von Wat Arun bildet der knapp 70 Meter hohe Phra Prang. Der gesamte Komplex ist mit buntem chinesischem Porzellan und Muscheln verziert.
     
  • Wat Phra Kaeo: Der Tempel des Königs befindet sich im alten Königspalast von Bangkok. Nicht nur Fläche und Ausgestaltung sind beeindruckend - Hier befindet sich mit dem Smaragd-Buddha auch das nationale Heiligtum Thailands.
     
  • Wat Suthat: Die Anlage zählt zu den größten im Stadtgebiet Bangkoks. Bekannt ist Wat Suthat für seine acht Meter hohe Buddha-Statue in der Haupthalle sowie für Wandmalereien und den Wandelgang mit 156 Buddha-Statuen in Meditationshaltung.

Einen etwas entspannteren Einblick in den Buddhismus bieten die kleineren Tempel, die sich auf die verschiedenen Stadtbezirke verteilen. Zu den schönsten zählen:

  • Wat Traimit: Die Anlage befindet sich in Chinatown von Bangkok und beherbergt einen 5,5 Tonnen schweren Buddha aus purem Gold – eines der wertvollsten religiösen Objekte weltweit. Ebenfalls in Chinatown liegt der Wat Mangkon Kamalawat – der wichtigste Tempel für Thais mit chinesischen Wurzeln.
     
  • Wat Saket: Mit seinem goldenen Chedi wacht der Tempel über den Bezirk Pom Prap Sattru Phai. Die Anlage liegt erhaben auf einem 80 Meter hohen künstlich aufgeschütteten Berg. Fast 320 Stufen geht es vorbei an Pflanzen und Wasserläufen hinauf. Oben wartet nicht nur eine der ältesten Tempelanlagen Bangkoks, sondern auch eine tolle Aussicht auf die Stadt.
     
  • Wat Ratchanatdaram: In unmittelbarer Nähe zum berühmten Golden Mount Tempel liegt diese friedliche Anlage. Von dem weiß glänzenden Tempel heben sich die goldenen Chedis ab und auch von hier lässt sich die Stadt gut überblicken.
     
  • Wat Benchamabophit: Im königlichen Stadtteil Dusit gelegen, zählt der Marmortempel zu den beliebtesten bei der einheimischen Bevölkerung in Bangkok. Sehenswert ist der Wandelgang mit 52 Buddha-Statuen, die König Chulalongkorn einst aus alle Teilen Siams hierherbringen lies.
     
  • Wat Phra Dhammakaya: Eine Stunde nördlich von Bangkok befindet sich der größte aktive Tempel der Welt. Der moderne Wat Phra Dhammakaya ist zwar nicht ganz so charmant, wie die alten Anlagen am Fluss, aber er verfehlt seine Wirkung nicht. Am besten bietet sich ein Besuch sonntags zur Messe an.

Shoppen und Staunen: Thanon Sukhumvit, Khaosan Road und Thanon Silom

Doch Bangkok hat nicht nur kulturell viel zu bieten, sondern gilt auch als eine der beliebtesten Shoppingmetropolen in ganz Asien, wenn nicht sogar weltweit. Kein Wunder mit über 50 Märkten und mehr als 60 Shoppingmalls lockt zu jeder Tages- und Nachtzeit irgendwo in der Millionenmetropole der Konsum. Angeboten wird von lebenden Tieren über gefälschte Markenware bis hin zu hochwertiger Technik und Luxusartikeln alles, was die Vorstellungskraft hergibt. Wer keine genauen Wünsche hat, sollte sich einfach treiben lassen und wird insbesondere in den Innenstadtbezirken Bangkoks schnell fündig.

Khao San Road, Bangkok, Thailand

Khaosan Road: eine der berühmtesten Backpacker-Straßen der Welt

Das gilt vor allem für Straßen wie der Thanon Sukhumvit. Sie ist mit 400 Kilometern eine der wichtigsten Straßen des Landes und zieht sich bis zur kambodschanischen Grenze. Innerhalb Bangkoks ist für Einheimische und Touristen aber vor allem der Abschnitt zwischen den Skytrain-Stationen Nana und Asok interessant. Hier findet jeden Abend der bekannte Thanon Sukhumvit Market statt und auch in den angrenzenden kleinen Gassen, den sogenannten Sois, ist immer was los. Ob weite Batik-Hosen oder eine frische Tom Kha Gai – das Angebot ist breit gefächert.

Ähnlich präsentiert sich die gerade einmal knapp 500 Meter lange Khaosan Road, die inzwischen auch als Backpacker Road bekannt geworden ist. Grund hierfür sind die vielen kostengünstigen Unterkünfte in der Gegend und auch sonst muss sich der Rucksack-Reisende kaum von der Khaosan Road entfernen um Kneipen, Restaurants, Maßschneider, Schmuckhändler und Reisebüros zu finden. All abendlich verwandelt sich die stets belebte Straße in eine große Shopping- und Partyzone.

Ganz anders präsentiert sich die Thanon Silom im Bangkoker Bezirk Bang Rak. Die Hauptverkehrsader zieht sich durch das große Finanzdistrikt von Bangkok. Zwar versorgen hier mobile Garküchen zur Mittagszeit die Büroangestellten mit Snacks und Suppen, aber ansonsten erscheint die Thanon Silom sehr geordnet und gepflegt. Mit den beiden Einkaufszentren Silom Complex und Taniya-Plaza ist die flussnahe Straße eine gute Adresse für all jene, die den Märkten wenig abgewinnen können. Weitere empfehlenswerte Shoppingmalls in Bangkok sind:

  • Icon Siam: Der Neuzugang im Shoppingviertel Siam liegt direkt am Ufer des Chao Phraya und präsentiert sich als Querschnitt des Landes. Alle 77 thailändischen Provinzen sind mit Kunst und Kultur vertreten. Es gibt sogar einen künstlichen Fluss, auf dem ein schwimmender Markt nachempfunden wird.
     
  • Central World: Es zählt zu den größten Shoppingzentren der Welt. Auf den sieben Ebenen des Bangkoker Einkaufzentrums sind vor allem internationale Modelabels, Technik und Kosmetik vertreten. Fußläufig sind von hier die ebenfalls großen Zentren Siam Paragon, Siam Discovery und Siam Centre erreicht.
     
  • EmQuartier: Neben der großen Auswahl an nationalen und internationalen Modelabels besticht diese Mall vor allem durch ihre Architektur. Hängende Gärten, viel Licht und Glas sowie ein hauseigener Wasserfall sorgen dafür, dass im EmQuartier das Einkaufen eher zur Nebensache wird.
     
  • Terminal 21: Ein Besuch in dieser Mall an der Sukhumvit Road kommt einer kleinen Weltreise gleich. Jede Ebene ist einer anderen Metropole oder Weltregion gewidmet und das sehr detailgetreu.

Märkte statt Malls: Bangkoks bunte Marktkultur

Wem solch großen Komplexe zu austauschbar und wenig authentisch sind, wird eher auf den Märkten der Stadt glücklich. Eine Mischung aus Shoppingcenter und Markt stellt Asiens erste Mall dar. Das Mahbookkrong, besser als MBK bekannt, wurde bereits 1985 erbaut und beherbergt seitdem auf sieben Stockwerken von thailändischen Köstlichkeiten über Stoffe, Kleidung sowie viel Technik das klassische Marktsortiment. Wer auf der Suche nach guter gebrauchter Technik sowie Kameras ist, wird insbesondere auf dem vierten und fünften Stockwerk einige Stunden verbringen, wo sich Hunderte kleiner Verkaufstresen aneinanderdrängen und neben Geräten auch ihre Reparaturdienste anbieten. Die beiden Kamerahersteller Nikon und Canon haben im MBK jeweils eine eigene große Verkaufsfläche.

Falls Sie sich im MBK trotz des Trubels wohlgefühlt haben, können Sie sich an die nächste Stufe wagen: den Chatuchak Weekend Market. Mit 15.000 Ständen ist er der größte Markt im ganzen Land und zählt pro Wochenende um die 200.000 Besucher. Hier darf gestaunt und gehandelt werden. Die Bangkoker Marktanlage ist nach Themen aufgeteilt. Zartbesaitete suchen die Abteilung der lebenden Tiere besser nicht auf. Zwar wird hier nicht geschlachtet, aber es werden beispielsweise Wildtiere in kleinen Käfigen als Haustiere angeboten.

Wer lieber die laue Abendluft zum shoppen nutzen möchte, hat auf den rund 40 Nachtmärkten ebenfalls die Chance dazu. Während die meisten einen bunten Mix aus Waren anbieten, haben sich einige der Nachtmärkte auf bestimmte Dinge, wie Vintage-Klamotten oder Essen spezialisiert.

Als besonders besuchenswert gelten:

  • Rot Fai Market: Unter bunten Stoffdächern werden auf diesem Markt viele Dinge mit nostalgischem Touch verkauft: Klamotten, antike Möbel und Deko sowie Spielzeug. Der Markt findet jeden Abend zwischen Donnerstag und Sonntag an der Srinagarindra Road in Bangkok statt. Eine kompaktere Version des Marktes ist an der Ratchadaphisek Road zu finden.
     
  • Artbox Bangkok: Stylisch, jung und vor allem bisher wenig touristisch präsentiert sich Artbox Bangkok in Chuvit Garden. Hier verkaufen lokale Designer ihre Waren, zwischendrin laden liebevoll dekorierte Flächen zum Entspannen ein.
     
  • Suan Lum Night Bazaar Ratchada: Jeden Abend zwischen 17 Uhr und Mitternacht verwandelt sich die Ratchada Road zu einem riesigen Markt: Knapp 1800 Verkäufer buhlen dann um die Gunst der Besucher.
     
  • Patpong Night Market: Shopping und dann hinein in das berühmt berüchtigte Nachtleben von Bangkok? Das lässt sich auf diesem aufstrebenden Nachtmarkt bestens kombinieren, denn er liegt mitten im Ausgehviertel Silom.
     
  • ChangChui Night Market: Rund um ein ausgemustertes Flugzeug findet Bangkoks einziger Nachtmarkt statt, der komplett auf Second-Hand sowie Upcycling-Produkte setzt. Der Markt gleicht einer Kunstinstallation und lockt vor allem junge Leute
     
  • Asiatique: Wer mit Kindern reist oder generell mehr auf Struktur und Hygiene bedacht ist, wird in dieser modernen Anlage direkt am Ufer des Chao Phraya glücklich.
Chinatown, Bangkok, Thailand

Chinatown: Mobilen Garküchen und ein Gewirr aus Gassen prägen das Viertel

Bangkoks abwechslungsreichen Viertel: Von Siam bis Chinatown

Was bereits für Großstädte wie München oder Paris gilt, exponenziert sich in Metropolen wie Bangkok: Jedes Viertel steht für sich, bringt seine eigene Facette in das Gesamtbild der Stadt mit ein. So unterschiedlich die Stadtteile, so unterschiedlich auch die Meinungen und Präferenzen der Besucher, welches das schönste ist. Doch einige Bezirke scheinen den Nerv der meisten Bangkok-Touristen zu treffen und sind bereits seit Jahren als angesagt:

  • Sukhumvit – Hier dürften die meisten Bangkok-Touristen landen, denn das Areal rund um die lebendige Sukhumvit Road gilt als das größte Hotelviertel Bangkoks. Entsprechend auch die Dichte an Einkaufszentren, Geschäften und Freizeitangeboten. Nachtschwärmer biegen in die Soi 11 ein und befinden sich mitten in einem beliebten Ausgehviertel der Metropole.
     
  • Siam – In direkter Nachbarschaft liegt der für seine Shoppingmalls beliebte Stadtteil Siam. Die diversen Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Umgebung der Skytrain-Haltestelle Siam.
     
  • Silom – Etwas ruhiger und grüner geht es in diesem Stadtteil rund um den weitläufigen Lumpini-Park zu. In den letzten Jahren sind hier viele Hotels entstanden. Doch ganz ohne Trubel geht es auch hier nicht: Silom ist die Heimat des Patpong-Nachtmarktes samt Rotlichtviertel.
     
  • Chinatown – Rund um die Yaowarat Road befindet sich das chaotisch schöne Viertel, das Bangkok seine ganz eigene Note verleiht. Besonders in den Abendstunden erwacht Chinatown und wird zu einem Wirrwarr aus Geschäften, mobilen Garküchen, Tempeln und chinesischen Schriftzeichen.
     
  • Altstadt – Obwohl natürlich deutlich mehr Straßen zur Altstadt von Bangkok zählen, wird den meisten die Khaosan Road ein Begriff sein. Wer günstig und mitten im Traveller-Geschehen sowie unweit der bekannten Tempel unterkommen möchte, ist hier richtig.

One night in Bangkok: Homestays, Hostels und Hotels

Prinzipiell gilt für Bangkok: Es gibt’s nichts, was es nicht gibt. Das gilt natürlich auch für die Unterkunftsmöglichkeiten. Von Homestays bei einheimischen Familien über Baumhäuser am Fluss bis hin zu exklusiven Suiten in Hotels lässt sich in Thailands Hauptstadt alles finden. Ausschlaggebend sind das Reisebudget sowie die eigene Sehenswürdigkeiten-Wunschliste.

Da Thailand für Europäer ein günstiges Reiseland ist, sind 60 Euro für ein Doppelzimmer mit Frühstück in einem Vier-Sterne-Hotel keine Seltenheit. Möchten Sie möglichst viel in kurzer Zeit sehen und abends in Ruhe entspannen, wählen Sie am besten ein Hotel in den Bangkoker Stadtteilen Silom, Siam oder Sukhumvit. Diese Viertel verfügen über gute und gehobene Hotels, sind über das Skytrain-Netz sowie die Wasserwege sehr gut angebunden.

Wer sich etwas gönnen und bestenfalls die Skyline bei Nacht vom Bett aus beobachten möchte, wählt ein Hotel am Ufer des Chao Phraya. Hier haben die großen internationalen Hotelketten ihre Häuser, einige davon trumpfen mit spektakulären Rooftops-Bars auf.

Günstiger geht es in Bangkok natürlich auch. Die Hosteldichte in Bangkok ist immens und der Traveller hat die Qual der Wahl. Auch hier sollte das eigene Reiseverhalten entscheiden: Partywütige für die Land und Leute eher Nebenschauplätze sind, steigen entlang der Khaosan Road ab. Privatzimmer sind hier bereits ab fünf Euro zu haben, Betten im Schlafsaal gar für weniger. Die meisten Hostels ähneln sich im Preis-Leistungs-Verhältnis.

Etwas mehr Ruhe und Charme bieten die Unterkünfte rund um die nahe gelegene Rambuttri Road. Wer so schnell wie möglich in die thailändische Kultur eintauchen möchte, mietet sich gleich bei einer Familie in ein sogenanntes Homestay ein. Das Modell ist weit verbreitet in Asien: Familien erwerben größere Häuser und vermieten mehrere Zimmer an Reisende, meistens gibt es auch Annehmlichkeiten wie Frühstück oder gar einen kleinen Pool. Auch in Bangkok sind solche Homestays zu finden.

Tag am Meer - Strände in der Umgebung von Bangkok

Die wenigsten Urlauber nehmen die lange Anreise nach Thailand auf sich, um lediglich ihre Zeit in der Hauptstadt zu verbringen. Nach einigen Tagen oder einem kurzen Zwischenstopp in Bangkok geht es für die meisten auf eine der beliebten Ferieninseln, wie Koh Samui, Koh Lanta oder Koh Chang weiter. Dabei gibt es auch in der unmittelbaren Umgebung von Bangkok schöne Strände, die sich teilweise sogar als Tagesausflug realisieren lassen.

Das gilt vor allem für den Strand Bang Saen in der Provinz Chonburi. Die Kleinstadt samt Bucht liegt knappe 85 Kilometer vor den Toren Bangkoks und wird besonders an den Wochenenden von den Hauptstädtern geflutet. Wer unter der Woche kommt, findet mehr Ruhe vor. Gleiches gilt für Cha Am im Südwesten von Bangkok. Allerdings bieten sich hier die nahe gelegenen Strände Puek Tian Beach und dem Chao Samran Beach tolle Ausweichmöglichkeiten. Sowohl Bang Saen als auch Cha Am lassen sich per Bus, Bahn oder Minivan mehrmals täglich erreichen. Die Fahrtzeit liegt je nach Verkehr bei eineinhalb oder zwei Stunden. Wer früh aufbricht, kann sich einem Tag am Meer hingeben und abends wieder in den Großstadt-Trubel eintauchen. Allerdings bleiben die meisten mindestens eine Nacht an der Küste.

Knapp 30 Kilometer südlich von Cha Am liegt das mondäne Seebad Hua Hin – erster offizieller Badeort des Landes und einstige Sommerresidenz der Königsfamilie. Der Ort ist ein beliebtes Ziel der Oberschicht aus Bangkok. Entsprechend das Angebot: Neben dem sehr gepflegten Strand gibt es eine Vielzahl guter Restaurants, Spas und Golfplätze.

Strand, Palmen und Meer gepaart mit verruchten Bars, Strip-Shows und wilden Partys − dafür ist Pattaya bekannt. Der Küstenort genießt nicht unbedingt den besten Ruf, bietet allerdings eine große Auswahl an Unterkünften und nur wenige Hunderte Meter vom Hauptstrand mit Buchten wie dem Pratamnak Beach auch Entspannung.

Wer es etwas authentischer mag, der sollte sich per Motorroller oder Bus die knapp 100 Kilometer lange Küstenlinie rund um die Stadt Rayong erschließen. Hier warten viele tolle und teils einsame Buchten, gesäumt von einem sattgrünen Hinterland. Während die meisten Reisenden nur den Hafen von Rayong nutzen, um nach Koh Samet zu gelangen, haben Sie hier die Möglichkeit noch wahre Strandperlen zu entdecken – wie Laem Charoen oder Mae Ramphueng.

Und wenn es unbedingt eine Insel im Golf von Thailand sein soll, dann ist Koh Samet von Bangkok aus die nächstgelegene Paradiesinsel. Die Fahrtzeit per Bus und Boot beträgt knapp vier Stunden.

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Von der Stadt auf die Inseln

Fast 1500 Inseln darf Thailand sein Eigen nennen. Kein Wunder, dass ein Großteil der Bangkok-Reisenden sich nach dem Stadtbesuch auf eins der Eilande absetzt, um unter Kokospalmen dem Wellenrauschen zu lauschen. Wie sich die Weiterreise gestaltet, hängt ganz von der Destination ab. Als beliebte Reiseziele gelten die Inseln Koh Tao, Koh Chang, Koh Phi Phi, Koh Lanta, Koh Phangan und Koh Samui.

Während sich alle dieser Ferieninseln kostengünstig aber meist zeitaufwendig mit einem Mix an möglichen Verkehrsmitteln wie Bus, Zug, Privat-Shuttle und Fähre erreichen lassen, bietet sich das am ehesten für Reisende mit dem Ziel Koh Chang an. Die Reisezeit zwischen Bangkok und der Insel beträgt je nach gewähltem Transfer zwischen sechs und sieben Stunden. Kalkuliert man die Anfahrt und Wartezeit am Flughafen mit ein, käme man bei einer Anreise per Flugzeug via Trat auf eine ähnliche Stundenzahl.

Ähnlich wie bei Koh Chang verhält es sich bei den meisten thailändischen Inseln: Der nächstgelegene Flughafen befindet sich auf dem Festland, ab da geht es nur noch per Fähre weiter. So versorgt der Flughafen Krabi beispielsweise Reisende mit dem Ziel Koh Lanta, der Flughafen Trat Reisende, die nach Koh Chang oder Koh Kut möchten. Vom Airport geht es dann per Taxi oder Shuttle zum Fähranleger.

Anders verhält es sich bei Koh Samui. Die zweitgrößte thailändische Insel verfügt über einen eigenen Flughafen, der mehrmals täglich von Bangkok aus angesteuert wird, aber inzwischen auch von internationalen Destinationen wie Singapur oder Hong Kong. Einige Airlines fliegen die Hafenstadt Surat Thani an und bieten gleich die dazugehörige Fährfahrt nach Koh Samui im Paketpreis. Wer Zeit hat und unterwegs Thailand kennenlernen möchte, der erreicht Koh Samui ab Bangkok natürlich auch per Bus oder Zug und Fähre.

Ein wenig Planung benötigt die Weiterreise ab Bangkok in jedem Fall, insbesondere dann, wenn der Urlaub nicht in der Hauptsaison zwischen November und März liegt. Einige Fähren fahren dann gar nicht mehr oder stark reduziert.

Aber kaum quietscht der Sand unter den Zehen und bis zum Horizont blitzt das Meer in der Sonne, beginnt die Entspannung. Egal, ob die Anreise von Bangkok einfach oder beschwerlich war. Versprochen!

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