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Sittiche in Europa Darum leben immer mehr Papageien in unseren Städten

Sittiche
© Natasha Quarmby / REX / action press / shutterstock
Bei Parkbesuchen beliebt, von Umweltschützern gefürchtet: Sittiche erobern europäische Städte, allein in London leben bereits rund 70.000 Exemplare. So schön sie auch sind, die steigende Population der Exoten ist nicht unproblematisch.

Immer mehr Sittiche nisten in europäischen Großstädten. Allein in London leben rund 70.000 Papageienvögel, in Madrid 1000, in Köln und Düsseldorf immerhin noch mehr als 600. Viele Parkbesucher freuen sich, wenn sie einen der grün-bunten Vögel entdecken.

Allerdings hat die Invasion Konsequenzen: Einige in Europa heimische Singvögel - Sperlinge, Stare, Meisen, die ihre Nester in Baum- oder Mauerlö-chern bauen – sind den Sittichen körperlich unterlegen. Die einheimischen Bestände geraten dadurch unter Druck.

Die Neu-Städter wurden von Menschen als Ziervögel eingeführt. Alle untersuchten Mönchssittiche etwa, eine der häufigsten Arten, sind sich in ihrem Erbgut so ähnlich, dass sie wahrscheinlich auf eine einzige Population aus ihren Käfigen entkommener oder frei gelassener Tiere zurückgehen. In Städten kommen die Sittiche gut zurecht, weil es dort meist wärmer ist als auf dem Land – und weil sie im Winter von Menschen durchgefüttert werden.

Ein Video zeigt die Papageienvögel im Rhein-Main-Gebiet:

GEO NR. 07/2017 - Berührung

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