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Unsere Philosophie Für Wald und Mensch

Der gemeinnützige Verein „GEO schützt den Regenwald“ engagiert sich seit 1989 für den Erhalt tropischer und subtropischer Wälder. Unsere Leitidee: Was brauchen die Menschen vor Ort, um den Wald als Lebensgrundlage - für sich selbst sowie für die dort heimischen Arten -  dauerhaft zu bewahren?

Unsere Philosophie: für Wald und Mensch

Geschützte Gemeindewälder. Biogasanlangen oder Kochöfen, die den Holzverbrauch reduzieren. Baumschulen, um mit heimischen Arten aufzuforsten. Oder neue Einkommensquellen wie Wildkaffee, Kakao oder Vanille, die dem Wald, in dem sie gedeihen, einen hohen Wert geben.

Solche „integrierten“ Projekte verhindern den Raubbau am Regenwald – und verbessern zugleich das Leben der dort wohnenden Menschen. Denn nur gemeinsam mit ihnen kann nachhaltiger Waldschutz gelingen.

Bei regelmäßigen Besuchen in den Projektgebieten stimmen wir die Vorhaben eng mit unseren lokalen Partnern sowie den Gemeinden ab und stellen zugleich sicher, dass alle Projektmittel bestmöglich eingesetzt werden.

Unsere Arbeit: vielfältig wie die Projektgebiete

Aktuell finanziert und betreut "GEO schützt den Regenwald e. V." Projekte in Ecuador, Nepal, Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo, Indien und Madagaskar. Zentral für unsere Arbeit ist die enge und langfristige Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen vor Ort: Sie ist dieVoraussetzung für den Erfolg einer auf die lokalen Bedürfnisse und Gegebenheiten ausgerichteten Projektentwicklung.

Die Vorhaben sind dabei so unterschiedlich wie die Bedingungen in den Projektregionen. Einige Beispiele:

  • In Äthiopien unterstützt der Verein seit 2007 die Umsetzung einer gemeinschaftlichen Waldbewirtschaftung in der Kaffa-Region. Das Projekt ermöglicht geschulten Gruppen von Anwohnern, „Waldbesitzer auf Zeit“ zu werden - nur sie dürfen den Wald nutzen und dort Wildkaffee, Honig und Gewürze ernten. Im Gegenzug verpflichten sie sich, den Naturraum zu schützen, vor illegalem Baumeinschlag, vor Rodungen für neue Ackerflächen oder Tee- und Kaffeeplantagen und vor illegaler Besiedlung.
  • Um die Abholzung der Wälder in Nepal zu verringern, setzt sich der Verein für Aufforstung und für den Bau von Biogasanlagen in abgelegenen Dörfern ein. Denn die Menschen dort holzen die Wälder vor allem deshalb ab, um kochen und heizen zu können.
  • In Ecuador fördert „GEO schützt den Regenwald“ mit dem Anbau heimischer Vanille in den „Waldgärten“ der indigenen Kichwa die Schaffung von Einkommen ebenso wie den Erhalt des Tropenwaldes.
  • Im Nationalpark Virunga, DR Kongo, riskieren Ranger ihr Leben, um Berggorillas und andere Tiere zu schützen. Fast 200 von ihnen starben im Einsatz für die Natur. Sie hinterließen Frauen und Kinder – mittellos, eine unsichere Zukunft vor Augen. Unser Projekt unterstützt die Witwen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit

Zu den Komponenten unserer Projekte zählen:

Waldschutz, Waldmanagement durch die Anwohner, Aufforstung mit heimischen Arten, Renaturierung degradierter oder landwirtschaftlich genutzter Flächen, verbesserte Trinkwasserversorgung (Brunnen, Tanks) und Hygiene (Latrinen), Energieversorgung aus regenerativen Quellen  (Haushaltsbiogasanlagen und Mikrowasserkraftwerke), Bau von Holz sparenden Kochöfen, Umweltbildung, Aufbau und Unterstützung dörflicher Strukturen (Kooperativen, Frauengruppen, Dorfräte), Erschließung von Marktzugängen für Waldprodukte (Wildkaffee, Kakao, Vanille), Förderung umweltverträglicher Landwirtschaft.