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ISS-Foto Erstaunlicher Anblick: Wie der Strudel in den Skutarisee kommt

Der Skutarisee zwischen Albanien und Montenegro aus Sicht der Internationalen Raumstation ISS
Ein Foto des Skutarisees aufgenommen von einem Crew-Mitlglied der Internationale Raumstation (ISS)
© NASA
Der Skutarisee ist das größte Binnengewässer der Balkanhalbinsel. Von oben aus betrachtet, zeigt sich ein gigantischer Strudel in dem Gewässer, wie ein Foto der Nasa nun offenlegt

Bei ihrem Flug über die Balkanhalbinsel erregte ein ungewöhnliches Muster im Skutarisee die Aufmerksamkeit der ISS-Besatzung, sodass eines der Crew-Mitglieder sofort zur Kamera griff: Ein Foto, das nun von der US-Weltraumbehörde Nasa veröffentlicht wurde, zeigt einen riesigen Strudel inmitten des Binnengewässers zwischen Albanien und Montenegro.

Morača speist den Skutarisee

Zu erklären ist der erstaunliche Anblick mit unterschiedlichen Sedimenten, die mit Regen- und Schmelzwasser in den See eingetragen werden. Vermischen sich die dunklen und hellen Sedimente mit der Strömung des Sees, entsteht der Eindruck, als ließe ihm jemand das Wasser ab. Hauptquelle für den Sedimenteintrag ist der Fluss Morača, der bei Vranjina in den Skutarisee mündet. Je nach Jahreszeit können der Wasserspiegel sowie die Oberfläche des Sees, bedingt durch die Schneeschmelze, stark schwanken.

Montenegrinischer Teil des Sees ein Nationalpark

Der Skadarsee, wie das Gewässer auch genannt wird, ist ein sensibles Ökosystem. Er beherbergt zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die nur dort vorkommen – und steht deshalb unter besonderem Schutz. 1983 wurde der montenegrinische Teil des Sees zum Nationalpark erklärt, seit 2005 ist auch der albanische Teil ein Naturreservat. Seit wenigen Jahren nistet der Krauskopfpelikan wieder am Skutarisee.

Der Skutarisee gilt als größtes Binnengewässer der Balkanhalbinsel, der montenegrinische Anteil an der Fläche des Sees ist etwas grösser als der albanische. Während sich im Nord ein weites, teils versumpftes Flachland anschliesst, wird der See im Süden durch das bis zu 1600 Meter hohe Rumija Gebirge von Adria getrennt, die nur gut 20 Kilometer entfernt liegt.


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