Ausgezeichnet: Preise für GEO, GEOkompakt und GEO WISSEN

GEO-Autorin Martina Keller hat den renommierten Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus erhalten. GEOkompakt- und WISSEN-Autor Bertram Weiß wurde als Nachwuchsreporter ausgezeichnet. Fotograf David Klammer bekam für eine Fotoreportage in GEOkompakt den Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie

Alljährlich würdigt die Jury des Georg von Holtzbrinck Preis herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Wissenschaftsjournalismus.

Preisträgerin in diesem Jahr ist die GEO-Autorin und freie Wissenschaftsjournalistin Martina Keller. Sie wurde für ihre Reportage "Tatort Klinik Madrid" (erschienen in GEO 5/2011) über die liberale spanische Praxis der Organentnahme ausgezeichnet. Die Jury lobte ihre anspruchsvollen, sehr differenziert aufbereiteten Artikel, die sich gesellschaftlich relevanten Fragen der medizinischen Ethik widmen. Keller zeige anschaulich an konkreten Fällen die Zusammenhänge und Tragweite von medizinischer Forschung, ärztlichem Handeln und gesellschaftlichem Tabu.

In diesem Jahr wurde der Georg von Holtzbrinck Preis erstmals auch in der Kategorie "Nachwuchs" vergeben. Für seine in GEOkompakt und GEO WISSEN erschienenen Beiträge über die Physik der Zeit (GEOkompakt Nr. 27 "Das Rätsel Zeit"), das Phänomen Kreativität (GEOkompakt Nr. 28 "Intelligenz, Begabung, Kreativität") und Psychische Störungen (GEO WISSEN Nr. 48 "Was die Seele stark macht") erhält der Hamburger Autor Bertram Weiß, 29, diesen Nachwuchspreis. Weiß, der Biologie und Journalistik studiert hat, berichtet bereits seit sieben Jahren für GEOkompakt und GEO WISSEN aus dem Kosmos der Forschung.

Zudem hat die Jury des Deutschen Preises für Wissenschaftsfotografie den Kölner David Klammer, 50, für eine in GEOkompakt Nr. 31 ("Wie uns Chemie die Welt erklärt") veröffentlichte Bildserie über Klebstoff-Forschung ausgezeichnet. Klammer machte seine Aufnahmen am Fraunhofer Institut für Klebstoffe und Polymerchemie in Bremen – und präsentierte sie nach dem Vorbild mittelalterlicher Künstler in drei Teilen: als sogenanntes Triptychon.

Für eine Fotoreportage am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen wurde der Kölner David Klammer mit dem Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie ausgezeichnet
Für eine Fotoreportage am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen wurde der Kölner David Klammer mit dem Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie ausgezeichnet
© David Klammer

Die prämierten Arbeiten der Preisträger stehen hier zum Download bereit

Ein Mensch stirbt und wird Organspender. Glück für einen schwer kranken Empfänger. Doch wie verändert die Transplantationsmedizin unser Verhältnis zum Sterben?

Was ist Zeit? An nur wenigen Fragen haben sich Gelehrte den Kopf so zerbrochen wie an dieser. Mit ausgeklügelten Experimenten, komplizierter Mathematik und ungemein komplexen Theorien kommen die Naturforscher der Lösung immer näher. Doch die Erkenntnisse, die Wissenschaftler dabei gewinnen, wirken mitunter bizarr - weil sie unserer alltäglichen Erfahrung widersprechen

Mit Gedanken, Buchstaben, Farben und Tönen gestalten Menschen aus dem Nichts etwas Neues: Sie schaffen Gemälde, komponieren Symphonien, entwickeln Schlachtpläne oder wissenschaftliche Theorien - und verändern auf diese Weise ihre Welt. Wie aber kommen wir auf neue Ideen? Wo liegen die Quellen unserer Inspiration? Forscher enträtseln die einzigartige Gabe der Kreativität

In seiner harten Schale ist das Gehirn gut geschützt, besser als jedes andere Körperteil. Und doch können zahllose psychische Störungen seine Funktion beeinträchtigen. Dann geraten die neuronalen Netzwerke aus dem Takt, erschüttern depressive Schübe, Psychosen oder Phobien den Menschen. Doch manche solcher Störungen helfen uns sogar, besser in der Welt zurechtzukommen

Ob in Eisenbahnen oder Flugzeugen, Verpackungen oder Textilien: Klebstoffe zählen zu den wichtigsten Materialien der Moderne. Denn kaum ein Gegenstand kommt noch ohne die haftenden Substanzen aus. Mit ausgefeilten Apparaturen entschlüsseln Wissenschaftler, weshalb Moleküle überhaupt kleben, untersuchen winzige Details von Oberflächen - und entwickeln immer bessere, immer raffiniertere Kitte. Eines der weltweit führenden Institute für Klebstoffforschung hat seinen Sitz in Bremen

zurück zur Hauptseite