VG-Wort Pixel

Corona-Pandemie Tierschützer dürfen im Lockdown ausnahmsweise Tauben füttern

Stadttauben
Geschlossene Geschäfte, leere Innenstädte: Stadttauben finden in der Coronapandemie weniger zu Fressen
© Cosmin Coita - Shutterstock
In der Corona-Pandemie bleiben viele Geschäfte und Innenstädte leer. Das trifft nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Stadttauben. Die Tiere finden nicht mehr genug zu fressen. Einige Städte und Kommunen haben daher nun geltende Fütterungsverbote außer Kraft gesetzt.

Unter den geschlossenen Geschäften und Lokalen leiden auch die Stadttauben. Sie finden weniger Essensreste zum Aufpicken. Zusätzlich hat in diesem zweiten Lockdown die eisige Winterkälte an den Reserven der Tiere gezehrt. Taubenschützer mit einem hohen Aufkommen von abgemagerten Tieren.

Vor allem Jungtiere, die im Winter schlüpfen, sind akut gefährdet. Erschwerend kommt bei kalten Temperaturen hinzu, dass die Tiere bei permanenter Unterernährung ihre Körperwärme nicht mehr ausreichend regulieren können.

Tierschützer fürchten nun ihren Hungertod. Der Deutsche Tierschutzbund fordert deshalb von den Kommunen, während des Lockdowns kontrollierte Notfütterungen mit artgerechtem Körnerfutter zu erlauben.

So dürfen in Nürnberg die Ehrenamtlichen vom Tierschutzverein für Stadttauben und Wildtiere die Vögel täglich an sechs Plätzen mit Körnerfutter versorgen. Die Stadt hat ihnen dafür eine Ausnahmegenehmigung vom allgemeinen Fütterungsverbot erteilt. Für alle anderen bleibt es jedoch verboten, Stadttauben zu füttern. Auch in Köln, Kiel und Braunschweig gibt es solche Regelungen.

Diese und einige andere Städte gingen mit positivem Beispiel voran, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. "Die meisten halten aber am Fütterungsverbot fest."

Darunter sind zum Beispiel Hamburg und München. Im Winter seien die Biergärten und Straßencafés immer geschlossen, so dass die Tauben weniger Essensreste finden würden, heißt es von der Stadt München. "Eine besondere Notlage ist daher nicht ersichtlich."

dpa


Mehr zum Thema