Litauen und Russland Die Kurische Nehrung zählt wohl zu den schönsten Landzungen der Welt

Was macht die Kurische Nehrung so besonders? Und wann sollten Sie die sandige Halbinsel im Baltikum am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
 Litauen, Nida, 'Große Düne', Nationalpark Kurische Nehrung

Die teilweise bis zu 60 Meter hohen Sanddünen dominieren das Bild der Kurischen Nehrung

Ob als kleine Alltagsflucht für zwischendurch oder als Inspiration für die nächste Reise: In unserer Reihe "Traumort des Tages" zeigen wir Ihnen die schönsten Ziele der Welt. Heute:

Kurische Nehrung, Litauen und Russland

Die Kurische Nehrung ist eine fast 100 Kilometer lange Landzunge, die das Kurische Haff von der Ostsee trennt und an der schmalsten Stelle gerade einmal 380 Meter misst. Die Grenze von Litauen und Russland verläuft hier und trennt die Halbinsel in zwei Hälften, wobei Litauen 52 Kilometer zugerechnet werden und Russland 46.

Wo liegt die Kurische Nehrung?

Die Halbinsel liegt an der Nordküste des sogenannten Samlands und zieht sich von Lesnoi bis zum Memeler Tief. Besonders der litauische Teil ist bei Reisenden beliebt. Rund um den Ort Nida, dort wo sich auch die größten Dünen der Kurischen Nehrung erheben, hat sich ein kleines touristisches Zentrum mit Hotels, Geschäften und Restaurants entwickelt.

Was macht die Kurische Nehrung so besonders?

Einst war die schmale Landzunge von Nadelwäldern überzogen, doch über die Jahrhunderte wurden diese teilweise gerodet und mächtige Sanddünen sind entstanden. Teilweise bis zu 60 Meter hohe Sandberge erheben sich hier nun und sorgen für einen malerischen Kontrast zu dem tiefen Blau der Ostsee und den dichten Wäldern der Inselmitte. Die Parnidis-Düne unweit der litauischen Ortschaft Nida ist eine der größten Dünen Europas. Früher trug sie den Spitznamen „ostpreußische Sahara“. Seit dem Jahr 2000 zählt die außergewöhnliche Landschaft der Kurischen Nehrung zum Weltnaturerbe der UNESCO. Sowohl der russische als auch der litauische Teil wurden zu Nationalparks erklärt. In der Mythologie der Region ist die Halbinsel aber nicht aufgrund von Naturgewalten entstanden, sondern durch Menschenhand. Der Sage nach, soll die Riesin Neringa den Sand in ihrer Schürze herbeigeschleppt und aufgeschüttet haben, um das Volk der Kuren vor der Gewalt des Meeresgottes Bangputis zu schützen. Geologen zufolge ist die Nehrung aufgrund mehrerer Zusammenkünfte von Naturgewalten nach der letzten Eiszeit entstanden. Die meisten Besucher verbringen ihren Urlaub in Nida. Der Ort hat nicht nur direkten Strandzugang, sondern auch die beste touristische Infrastruktur sowie kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zum Beispiel das Thomas-Mann-Kulturzentrum im ehemaligen Ferienhaus des Schiftstellers oder das Bernsteinmuseum. Wanderer schätzen hingegen das gut ausgebaute Netz aus Wanderwegen und Vogelbeobachter kommen bei Juodkrantė auf ihre Kosten. Hier leben Graureiher- und Kormoranenkolonien.

Wann ist die beste Reisezeit für die Kurische Nehrung?

Da sich das Leben auf der Kurischen Nehrung größtenteils in der Natur und draußen abspielt, sollte man in den Sommermonaten kommen. Auch wenn die Zeit zwischen Juni und August als Hauptsaison gilt, ist die Kurische Nehrung noch nicht überlaufen. Zwar mag die rauschende Ostsee für einen Sprung ins kalte Nass werben, aber die Wassertemperatur steigt hier auch im Sommer selten über 17 Grad.

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