Haushalt Strom sparen - und zwar in jedem Raum im Haus

Wir verraten Ihnen, wie Sie rund ums Jahr effektiv elektrische Energie sparen – Raum für Raum
Fön

Strom sparen: Wer volleres oder langes Haar hat wird kaum auf den Fön verzichten können oder wollen. Aber vielleicht probieren Sie es mal mit einer niedrigen Temperaturstufe - das dankt Ihnen auch Ihr Haar.

In diesem Artikel
1. Wohnzimmer: Halogen gegen LED tauschen
2. Küche: Energiesparend kochen
3. Waschküche: Sauberkeit bei 30 Grad
4. Arbeitszimmer: Heimliche Energiefresser ausschalten
5. Bad: Weniger Warmwasser nutzen
6. Keller: Pumpe tauschen

1. Wohnzimmer: Halogen gegen LED tauschen

Für heimelige Gemütlichkeit sorgen in vielen Wohnzimmern noch Halogen-Strahler. Doch die erzeugen nicht nur ein warmes Licht. Sondern auch jede Menge nutzloser Wärme. Aus diesem Grund dürfen inzwischen nicht nur die meisten Glüh- sondern auch einige Halogenlampen nicht mehr hergestellt und verkauft werden. Denn mittlerweile gibt es sparsame LED-Lampen für fast jede Fassung, mit jeder erdenklichen Helligkeit und Lichttönung. Ganz billig sind sie zwar nicht. Aber sie halten wesentlich länger als Glüh- und Halogenlampe. Und sparen jede Menge Strom. Aber Obacht: Wenn Sie doch einmal kaputtgehen, gehören LED-Lampen wegen ihrer elektrischen Bauteile nicht in den Hausmüll – sondern in den Elektroschrott.

2. Küche: Energiesparend kochen

Mixen, Zerkleinern, Backen, Kochen: In vielen Küchen steht eine ganze Armada von Stromverbrauchern. Und wenn die Geräte schon älter sind, ein Heer von Stromfressern. Entsprechend gibt es jede Menge Möglichkeiten, hier elektrische Energie zu sparen: Wer zum Beispiel Nudeln mit Deckel und möglichst wenig Wasser kocht, spart gegenüber der traditionellen Zubereitungsweise eine Menge Energie. Für den Ofen gilt: Ein Vorheizen ist meist nicht nötig. Es verbraucht nur Energie, die nicht genutzt wird.

3. Waschküche: Sauberkeit bei 30 Grad

Wäsche kochen? Das war gestern. Moderne Waschmittel und energieeffiziente Waschmaschinen sorgen dafür, dass normal verschmutzte Textilien schon bei 20 oder 30 Grad lupenrein sauber werden. Das spart Energie für das Aufheizen des Waschwassers – der mit Abstand größte Posten des Stromverbrauchs beim Maschinenwaschen. Für tadellose Sauberkeit sorgen die extra-langen Öko-Waschgänge, der dem Waschmittel genügend Zeit geben, seine Wirkung optimal zu entfalten.

4. Arbeitszimmer: Heimliche Energiefresser ausschalten

Inzwischen hat es wohl jeder mal gehört: Deutschland steht auf Standby. Und verbraucht dabei so viel Energie wie zwei Atomkraftwerke produzieren. Und das völlig unnötig, denn im Standby tun die meisten Geräte – nichts. Außer Strom verbrauchen. Achten Sie also darauf, dass im Arbeitszimmer (und nicht nur da) Drucker, Rechner, Radiowecker etc. wirklich aus sind, wenn Sie sie länger nicht brauchen. Wenn irgendwo noch ein rotes Lämpchen leuchtet oder ein Gerät leise vor sich hin summt oder Wärme erzeugt: Schalten Sie es ganz aus. Um ganz sicher zu gehen, dass wirklich alles aus ist, sind schaltbare Steckerleisten ein probates Mittel.

5. Bad: Weniger Warmwasser nutzen

Das Bad ist – neben der Küche und der Waschküche – einer der Hotspots des Stromverbrauchs im Haus. Verantwortlich dafür ist nicht der elektrische Rasierer. Sondern der stromfressende Durchlauferhitzer für warmes Wasser (sofern vorhanden) – und der Fön. Ersteren können Sie entlasten, indem Sie auf Vollbäder ganz oder teilweise verzichten. Und mit kaltem Wasser die Hände waschen. Wer volleres oder langes Haar hat wird – zumal im Winter – nicht auf den Fön verzichten können oder wollen. Vielleicht probieren Sie es mal mit einer niedrigeren Leistungs- und Temperaturstufe? Das dankt ihnen auch ihr Haar.

6. Keller: Pumpe tauschen

Auch wenn man es nicht vermutet: In vielen Privathäusern wird gerade im Keller besonders viel Strom verschwendet. Der Grund ist eine veraltete Heizungspumpe. Solche Pumpen sind notwendig, um das warme Wasser aus der Heizungsanlage in die Heizkörper des Hauses zu transportieren. Und das im Winter rund um die Uhr. Mit moderner Technik lässt sich dieser konstante Stromverbrauch allerdings drastisch reduzieren: Hocheffizienzpumpen verbrauchen nur einen Bruchteil herkömmlicher Pumpen – und werden auch noch vom Staat bezuschusst. Das Portal co2online.de rechnet vor, dass eine veraltete Heizungspumpe locker doppelt so viel verbraucht wie Fernseher und Kühlschrank zusammen.