Zwischen Bangkok und Singapur - eine Tour für Südostasien-Starter

Reisebericht

Zwischen Bangkok und Singapur - eine Tour für Südostasien-Starter

Reisebericht: Zwischen Bangkok und Singapur - eine Tour für Südostasien-Starter

Diese recht einfache Tour ist mit den öffentlichen Verkehrmitteln problemlos für jeden Südostasienanfänger durchzuführen ein guter Einstieg. Wir haben uns dafür entschieden, weil sie Kultur, Natur und Strände verbindet. Die Strecke führte von Bangkok über KoSamui nach Krabi, weiter nach Penang, den Camoren Highlands, von dort nach Kuala Lumpur, Melakka, der Insel Tioman und zum Schluss nach Singap

Das Opernhaus in Singapore



Bangkok

Um Bangkok anzufliegen und den Rückflug von Singapur zu starten, ist ein Gabelflug die ideale Lösung. Der fast neue Flughafen im Südosten vom Grossraum Bangkok, der heute schon wieder zu klein ist, wirkt einladend. Nach der Ankunft in Bangkok ist der erste Geldwechsel an den vielen ATM`s oder an einen die Bankschalter im Flughafengebäude kein Problem.

Um in die Stadt zu kommen bieten sich das Taxi, der Airportlink (S-Bahn) oder der Bus an. Am günstigsten geht es mit dem Taxi vom Taxistand aus. Die angebotenen Limosinen in der Ankunftshalle sind sehr teuer. Die Taxifahrt in die Stadt ist wenig aufregend, wobei der Dauerstau in Bangkok manchmal Nerven verlangt. Der Airportlink ist mit umsteigen an der MakasanStation der umweltfreundlichere Weg, aber leider ist das wegen der Kofferschlepperei und der Umsteigerei zur Metro (MRT) in der Stadt nach einem Langstreckenflug eine Quälerei.



Ko Samui oder was davon übrig ist

Um die Zeit zu nutzen, bietet sich Bangkok Air zur Hinreise nach Ko Samui am besten an. Das ist zwar relativ teuer, geht dafür aber schnell. Alternativ gibt es auch Flüge nach Surat Thani und dann weiter mit Bus und Fähre zur Insel hinüber. Zeitaufwändiger ist die Anfahrt über Nacht mit Bus oder Bahn. Weiter geht es dann mit der Fähre.
Nicht viel ist von der Ursprünglichkeit der Insel übriggeblieben. An den Stränden reihen sich Hotelanlagen neben Hotelanlagen. Die Nächte an den Haptstränden sind laut. Die Musik kommt aus den allseitig aufgestellten Lautsprechern und sind einfach störend. Wem eine Ballermannumgebung gefällt, der ist hier gut aufgehoben.
Die meisten Reisenden ergreifen die Flucht. Schade für den, der eine Pauschalreise gebucht hat und somit etwas mehr gebunden ist. Ruhige Strandabschnitte wird es sicherlich auch noch geben, aber die Hauptstrände sind dem Tourismus unterlegen.

Wir ergriffen nach zwei Nächten die Flucht.



Krabi und seine Inselwelt

Mit Fähre und Bus reisten wir nach Krabi weiter. Ähnlich wie Samui "es war einmal eine schöne Ecke", ist aber noch erträglich. Es finden sich immer noch ruhige Stellen oder die umliegenden Inseln laden ein. Insgesamt ist das Angebot auf jüngere Leute abgestimmt. Es lassen sich Trekkingtouren oder Inselausflüge unternehmen. Für waghalsige Leute stehen "Climbing" im Angebot. Die Stadt Krabi selbst hat wenig zu bieten. Zumindest gibt es dort eine (oder mehrere) Konditorei mit einem leckeren Angebot.



Krabi "Regenzeit" und leere Strände



Penang, Multikulti und viel zu sehen

Georgetown Penang

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Der Minibus nach Georgetown auf Penang braucht acht Stunden. Meistens kommt man in den Abendstunden in seiner Unterkunft an, so dass sich ein erster Stadtbummel anbietet. Viele Restauants aller Klassen laden zu einem abwechslungsreichen Abendessen ein. Die Insel ist multikulturell geprägt, demnach ist auch die Küche vielseitig.

Hier läßt es sich ein paar Tage aushalten. Wer kulturinteressiert ist, kommt voll auf seine Kosten. Obwohl die alten chinesischen Häuser saniert wurden und zu hochwertigen Objekten wurde, blieb das ursprüngliche Strassenbild erhalten. Die in den 80er Jahren begonnenen Bausünden und Abrisse der alten Substanz wurde weitgehend gestoppt. In den Baulücken entsanden Einkaufszentren und Bürohäuser, die auch in Hamburg ider München stehen könnten.

Interessant zu sehen sind das alte britische Fort, das kleine Penangmuseum und die vielen erhaltenen kolonialen Häuser. Ausserhalb der Stadt sind mit dem Bus der Penang Hill zu erreichen, auf dessen Gipfel die bequeme Seilbahn fährt.. In unmittelbarer Nähe des Penang Hill befindet sich in Ayer Itam die große Tempelanlage Kek Lok Si. An der Bushaltestelle nach Georgetown zurück befindet sich eine "richtige Bäckerei".

Wer möchte, kann mit dem Linienbus eine Inselrundfahrt unternehmen.



Georgetown Penang



Camoren Highlands

Auf dem Weg nach Süden bietet sich nach einer vierstündigen Busfahrt ein mehrtägiger Besuch der Camoren Highlands an. Die neue Strasse in die Berge ist nicht mehr Schwindelerregend. In Tana Rata, dem Hauptort angekommen, spürt man die kühle Höhe. Dort oben ließen es sich schon die "alten Briten" gutgehen.
Es bieten sich Bergwanderungen oder der Besuch einer Teeplantage an. Wer Golf liebt, kann die 18LochAnlage nutzen.



Teeplantagen on den Camoren Highlands



Kuala Lumpur, die Stadt ohne Gehsteige

Petronas Kuala Lumpur

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Mit dem Bus geht es die Bergstraßen hinunter. Die Strecke führt auf der alten Straße entlang. Jeder der sie macht, sollte sich wenn möglich einen Platz in den vorderen Reihen ergattern und die Slalomfahrt genießen. Ein umgestürzter Baum über die Straße kann eines der letzten Abenteuer bedeuten. So ist es uns passiert. Alles aussteigen und mit 50 oder mehr Leuten den Baumriesen auf die Seite schieben.

Die Fahrt nach Kuala Lumpur führt dann auf der Autobahn weiter bis Kuala Lumpur. Normalerweise ist man vier Stunden unterwegs. Wer bei Kuala Lumpur an einer verträumten Großstadt denkt, wird enttäuscht sein. Die Stadt ist sehr modern. Einziges Manko sind die recht wenigen Gehwege.

Zu unternehmen gibt es eine ganze Menge. Da sind der wirklich schöne Bahnhof und die alten Regierungsgebäude im kolonial-orientalischen Baustil. Besucheswert ist die alte Moschee oder die Petronas. Die Pretronas lassen sich besser vom nahegelegenen Fernsehturm aus betrachten, als direkt vor den beiden Türmen. Es bieten sich ein Besuch des Vogelparks oder des Orchideenparks an.

Vom alten Chinatown ist nicht mehr viel übrig, aber dort spielt sich das touristische Leben ab. Wer in dieser Ecke seine Unterkubft sucht, kann vielen zu Fuß unternehmen. Die Taxipreise sind in Kuala Lumpur fast einheitlich günstig. Es gibt Coupontaxis. Wer mit dem Taxi fahren will, kauft sich am Taxistand ein Ticket. Natürlich kann man ein Taxi einfach anhalten, aber die Couponlösung ist praktisch. in der Stadt gibt es auch zwei Hochbahnsysteme, deren Strekenführung und Benutzung mir etwas umständlich erscheint.



Petronas



Melakka, der Glanz ist verblichen

Melaka

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Drei Fahrstunden südlich von KualaLumpur befindet sich Melakka. Die Sadt war einmal der Mittelpunkt des Kolonialismus auf der malayischen Halbinsel. Um die Stadt selbst haben sich viele gestritten. Um den alten Glanz zu finden, muß man etwas suchen. Die alte Festung, die einstmals am Ufer lag und die Altstadt mit ihren roten Häusern bilden den Mittelpunkt. In den alten Lagerhäusern ist ein sehr interessantes Museum untergebracht.
Die Häuser waren einmal weiß. Die rote Farbe war eine Bestrafung der Protugiesen (?) und sind nun das Wahrzeichen. Unterhalb der Festung liegt der Nachbau des alten Palastes.
Den Fluss zu überqueren und in dien nächsten Stadtteil zu gehen, ist für den hungrigen Magen gut. Dort befinden sich auch einige sehenswerte Moscheen. Für ganz interessierte. In Melakka gibt es der wahrscheinliche größten und ältesten chinesischen Friedhof.



Melaka



Tioman klein und fein

Tioman

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Eine halbe Tagesreise in Richtung Osten erreicht man die Hafenstadt Mersing. Mit der Fähre dauert die Überfahrt ins Paradies gute zwei Stunden. Die Insel ist supergeeignet zum ausspannen oder zum tauchen. Ihre Abgelegenheit hat den Vorteil, dass sie nicht überlaufen ist. Nur am Wochenende kommen etwas mehr Gäste aus Singapur. Schön ist auch, dass die Insel eine zollfreie Zone ist und ein kühles Bier keine 5€, sondern nur einen Bruchteil davon kostet. Viele Badebuchten, die mit dem Boot zu erreichen sind, laden zum relaxen ein. Die Bungalowanlagen auf der Insel sind in der Regel einfach, aber praktisch eingerichtet.



Tioman vom Boot aus



Singapur - am größten, am saubersten, am teuersten

Singapur - Marina,...

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Singapur ist von Tioman mit dem Flugzeug in 30 Minuten oder mit der Fähre und dem Bus in sieben Stunden zu erreichen.
Die Tage in Singapur lassen sich mit einkaufen und bummeln verbringen. Die Abende sind gut für einen Besuch der Marina oder dem Nachtzoo. Sehr zu empfehlen ist das Nationalmuseum. Bewegen lässt es sich mit der MRT. Die Insel Sentosa ist eine Tagesausflug wert. Mit der Seilbahn geht es hinüber. Weiter mit der Inselbahn weiter ins "Land der Disneyfreunde".



Singapur zum Reiseabschluss ist ein...



Weiterreise

Wer Singapur auf dem Luftweg verlässt, wird vom Flughafen Changi begeistert sein. Es funktioniert dort alles und BER könnte sich eine große Scheibe davon abschneiden. Wir waren 25 Tage selbstgemacht unterwegs. Die kleine und einfache Tour hat insgesamt 2600€ für zwei gekostet. Die Planung und die Vorbereitung dauerten nur ein paar Tage.
Visum ist keines notwendig. Mit Ausnahme der Städte wie Bangkok, Singapur oder Kuala Lumpur braucht keine Unterkunft im Vorfeld gebucht werden.

Kostenaufstellung
Flugtickets Frankfurt-Bangkok//Singapure-Frankfurt je 520€ mit Emirates
Übernachtungskosten je Nacht in mittleren Unterkünften ca 20€ je Nacht
(Singapur ca 80€); Transportkosten (Bus, Boot,Taxi etc) ca 15€ pro Tag;
Eintritte, Essen und Sonstiges ca 25€ am Tag (Singapur ca 60€)

Ich weiß, der Bericht ist für "alte Globetrotter" nicht überwältigend, aber für Südostasienanfänger vieleicht brauchbar.


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Kommentare

  • weltreisen

    Werner, ein interssanter bericht. bangkok und singapore kenne ich recht gut wieder.
    und leider ist unsere malaysia rundreise schon einige jahre her, aber du hast da einiges aufgeführt, was auch bei mir in guter erinnerung ist: melakka, tionman, penang (vor allem der schlangentempel) und natürlich cameroon highlands (wo auch der gute tee angebaut wird).
    inge

  • schokolade55 (RP)

    Danke für die Blumen,
    ich finde meinen Bericht trrotzdem ziemlich flach. Wenn du Touren einigemale so oder so ähnlich gemacht hast, dann fällt mir nichts besonderes dazu ein. Alles bekommt eine "Normalität" und ich sehe vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

  • weltreisen

    ...gerade für malaysia war es trotdem für mich ein "nostalgie-trip"
    inge

  • ursi67

    Hallo Werner
    auch wenn ich kein Südostasien Anfänger bin, hat mir Dein Bericht sehr gut gefallen und ich bekomme wieder Sehnsucht nach der nächsten Reise! LG, Ursi

  • Blula

    Ich habe mich hier sehr gerne nochmals mit Dir auf die Reise gemacht und in Erinnerungen geschwelgt. Dein Bericht ist sehr gut und für Südostasien-Starter noch dazu sehr hilfreich.
    LG Ursula

  • moho

    Ja da kommen Erinnerungen hoch. Danke dir fürs mitnehmen.
    LG Moni

  • Pinky3

    ..........sehr interessant Deine Tour für Anfänger, wir hatten uns aus verschiedenen Gründen nur für Singapore entschieden, sollte ich aber irgendwann noch einmal Richtung Asien starten wäre diese von Dir gemachte Tour wirklich zu überlegen............
    LG Gaby

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  • irachr

    Hallo Werner, ein wirklich interessanter Bericht. Könntest du mir vll verraten wie ihr genau von Krabi nach Penang gekommen seid. Gibt es da direkte Zug/Bus verbindungen.Finde nur was über Surat Thanu, was meiner Meinung nach nicht so wirklich auf dem Weg liegt...
    vielen Dank
    Irina

  • schokolade55 (RP)

    Hallo Irina,
    von Krabi geht es mit Minibussen via Had Yai nach Penang/Gorgetown. Kostet zwischen 600 und 800 THB und dauert ungefaehr 8 Stunden.
    Gruesse aus Saigon um Mitternacht

  • Gloria63

    Hallo, das ist ein toller Bericht für uns als Thailand-Anfänger.
    Den Hinflug (BKK), 3 Nächte BKK und den Rückflug Singapur haben wir schon. Und dank der Tips auch eine ungefähre Vorstellung, was man machen kann.
    Was ich allerdings nirgends bei den Reiseberichten (Rundreisen Thailand-Malaysia, Backpackerreisen Thailand) bisher lesen konnte, ist eine Antwort auf meine dringendste Frage. Wie leicht lassen sich (wir reisen im Februar) Unterkünfte finden. Es müssen auch nicht unbedingt die 5 Euro-Zimmer mit Gemeinschaftsbad sein. In unserem Alter legen wir schon Wert auf ein sauberes Zimmer mit eigenem Bad. ;-) Oder empfiehlt es sich, die Unterkünfte schon im Vorfeld zu buchen, was ich nicht so prickelnd finde, da es ja auch sein kann, dass es uns irgendwo besonders gut gefällt und wir dann länger bleiben wollen, aber weiter müssen, da ja schon alles festgelegt ist.
    Wäre schön, wenn uns ein paar Thailand- und Malaisya-Profis ein paar nützliche Informationen geben könnten. Liebe Grüße

  • schokolade55 (RP)

    Hallo Gloria,
    ich antworte mal hier.
    Unterkünfte lassen sich sehr leicht vor Ort und an fast jedem Ort finden.
    Für die Städte (BKK,KUL,SIN) ist es angenehmer, vorab etwas zu buchen.
    Es erspart eine Menge Zeit und Stress.

  • Backpacker82

    Hallo lieber Verfasser!
    Vorab: ich schätze die Mühen, die sich jemand macht einen Artikel bzw. Bericht zu verfassen. Ich hatte bisher noch nicht die Muße einen zu verfassen.
    Aber: Ich finde diesen Bericht wirklich sehr sehr oberflächig. Mag sein, dass er bei jemanden Erinnerungen weckt, der schon einmal diese oder eine ähnliche Tour gemacht hat. Aber für mich (wollte mich über genau diese Tour für meinen nächsten Trip informieren), klingt es nahezu langweilig und auch eher abschreckend als ein Urlaubs-Vorfreude-Gefühl zu bekommen.

    Aber sei´s drum! Ich denke es ist trotzdem großartig.

    Sorry, für die harsche Kritik. Aber ehrlich währt am längsten oder wie heißt es so schön (oder breche ich damit einen Bloggerkodex?:-/)

  • schokolade55 (RP)

    Lieber Backpacker82, natürlich ist der Bericht oberflächlich. Oder denkst du, ich mache mir die Mühe, einen Bericht als Reiseführer auszufeilen. Bei den Berichten geht es um eine grobe Richtung, mehr nicht. Mein Vorschlag, mache deine Reise und schreibe anschliessend einen ausführlichen Bericht. Darüber wäre ich sehr dankbar.
    Gruss Schokolade

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