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Aurora

Minutenlang flackern im Juli 2014 die grünen Wellen dieses Polarlichts unter der Raumstation durch die Atmosphäre: Spuren des Sonnenwinds aus geladenen Teilchen, der in höheren Breitengraden das schützende Erdmagnetfeld durchdringt

Arbeitsplatz mit Aussicht

Der Blick aus dem Cupola-Modul bietet den Astronauten immer wieder »verdrehte« Ansichten der Kontinente und Meere. Immer gleich hingegen: Während der Sonnenauf- und -untergänge fallen einige Minuten lang wärmende Strahlen auf die Kuppel - was Gerst dankbar für eine Lichtdusche nutzt

Flüsse aus Watte

Nach einer windstillen Herbstnacht herrscht Inversionswetter in den Alpen. Das Licht der Sonne ist nicht stark genug, um die kalte Bodenluft zu erwärmen und aufsteigen zu lassen. Wolkenströme füllen die Täler, während die Gipfel, teils schon mit Schnee gepudert, im Sonnenlicht glänzen. Anblicke, die den Rhythmus der Jahreszeiten selbst in der abgeschotteten Raumstation spürbar machen

Supertaifun

Das Auge des Supertaifuns »Vongfong«, der im Oktober 2014 über Japan zog, hatte einen Durchmesser von ungefähr 80 Kilometern

Deutschland, ein Lichtermeer

Nachts ist es für die Astronauten besonders augenfällig, wie der Mensch das Antlitz der Erde formt. Im Vordergrund rechts: der Großraum München

Schwerelos

Ausblick des deutschen Astronauten und Wissenschaftlers Alexander Gerst, der 2014 in den Weltraum flog und als weltbekannter »Astro_Alex« zurückkam

Bewässerte Felder in der Wüste

Wie Siedlungen von Pionieren auf einem Sandplaneten stechen künstlich bewässerte Felder aus der Sahara hervor. Die meisten dieser Oasen zehren von unterirdischen Quellen wie dem Nubischen Sandstein-Aquifer - dem größten fossilen Wasserspeicher der Welt

Sahara

Wie schwebende Inseln wachsen Gewitterwolken aus einem gewaltigen Sandsturm, der über Hunderte Kilometer durch die Sahara in Südlibyen fegt: ein »Habub«. Solche Unwetter bilden sich, wenn der Monsunwind der Tropen auf trockene Luftschichten prallt. Sie wirbeln Staub bis in die höheren Lagen der Atmosphäre. Und sie beeinflussen sogar, wie Forscher jüngst herausfanden, das weltweite Wettersystem so stark, dass sie Hurrikane in Nordamerika auslösen können

Blauer Planet

Auf der Erde bedecken Ozeane mehr als zwei Drittel der Oberfläche und machen gut 90 Prozent der Biosphäre aus. Die Tiefsee, ihr »innerer Kosmos«, mag uns lebensfeindlich und fremd wie der Weltraum erscheinen. Vor den Küsten aber erschaffen die Meere schillernde Kunstwerke wie das Barriereriff von Belize in der Karibik: ein »Paradies für Rundschwanzseekühe«, kommentiert Gerst sein Foto

Dünne Atmosphäre

Unendlich weit wirkt der Himmel, wenn wir vom Boden zu ihm hinaufschauen. Tatsächlich jedoch bewegen wir uns schon auf Flugreisen im oberen Teil der Luftmassen. Wäre die Erde so groß wie ein Apfel, hätte die Atmosphäre gerade die Stärke der Schale

Auge der Urzeit

Nicht türkisblaues Wasser, sondern allein totes Salz füllt den See, der 3700 Meter hoch über dem Meeresspiegel den Altiplano in Bolivien bedeckt, die Hochebene der Anden. Der Salar de Uyuni ist ein Relikt des ausgetrockneten Urzeitsees Tauca - und die größte Salzpfanne der Erde. In ihrem Becken fände der Bodensee 20 Mal Platz

Kranke grüne Lunge

Tiefer und tiefer fressen sich Holzfällerstraßen in die Regenwälder des Amazonasbeckens. Das Rodungsgebiet sieht für Gerst »wie ein Krebsgeschwür« aus. Seit 1970 wurde rund ein Fünftel des Waldes am Amazonas zerstört - eine Fläche fast so groß wie Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz zusammen

Das achte Weltmeer

In den Wolken der Welt sind 15 Billionen Tonnen Wasser in Bewegung - fast so viel, wie die Ostsee enthält

Schwindelfrei?

Während seines »Weltraumspaziergangs« schwebt Gerst auf dem Roboterarm an der Station entlang - und genießt bei 28.000 km/h kurz die Aussicht

Selfie im All

Während des Außenbordeinsatzes an der ISS nimmt Gerst sich die Zeit für ein überirdisches Erinnerungsfoto

GEO extra

Diese Fotos stammen aus der neuen GEO-Sonderausgabe Überirdisch - Alexander Gerst: Die besten Fotos aus dem All. Sie finden das Magazin ab sofort im Zeitschriften-Handel und im GEO-Shop