Medellin, die gefährlichste Stadt der Welt?

Reisebericht

Medellin, die gefährlichste Stadt der Welt?

Reisebericht: Medellin, die gefährlichste Stadt der Welt?

Pablo, Paisa, Presidente
Ich bin weder verrückt (das hoffe ich zumindest) noch Kokainabhängig, trotzdem habe ich mit Frau und Kind einen Wochenendausflug nach Medellin unternommen. In keiner Stadt weltweit wurden, zur wildesten Zeit Medellins, mehr Menschen ermordet als hier.Inzwischen hat es sich zur interessanten Stadt gemausert, angenehmes Reisen und doch immer ein Schaudern der Vergangenheit.

Medellin, Armenviertel



Pablo, paisa, presidente

In vielen Ländern der Erde gibt es Menschen einer bestimmten Region, die anders sind, die sich vielleicht auch nur anders fühlen. Mit eigenen Traditionen, Vorstellungen, mit einem veränderten Dialekt.
Und so wie wir Bayern andere Deutsche sind, wie es in Spanien Katalanen und in den USA Texaner gibt, so haben die Kolumbianer auch ihr eigenes seperates Völkchen: Die Paisas. So nennen sich die Einwohner des großen kolumbianischen Bundesstaates Antioquia und seiner Hauptstadt Medellin. Und abgesehen von den geringen Sprachunterschieden sind die Menschen dort wirklich anders, offener, netter, extrovertierter. Es ist fast unmöglich, mehr als fünf Minuten am Stück in der Innenstadt Medellins auf einer der zahlreichen Bänke zu sitzen, ohne dass man angesprochen wird.

Vielleicht liegt die Andersartigkeit ja zumindest teilweise an der Geschichte: Die Urväter der Paisas waren spanische Juden, die vor Jahrhunderten vor der Inquisition flüchten mussten.
Das Land Antioquias mit seiner gebirgigen Struktur eigenete sich nicht so sehr für Großgrundbesitz und Landwirtschaft in großem Stile wie viele andere Teile Kolumbiens, also bot sich der Handel als Alternative an.
Daher möglicherweise die Geschäftstüchtigkeit. In jedem noch so kleinem Ort Kolumbiens, und sei es im Choco, also quasi am Ende der Welt, gibt es noch einen Gemischtwarenladen, der einem Paisa gehört.

Und wie das so häufig bei solch sonderbaren Regionen ist, hat auch Antioquia eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Persönlichkeiten hervorgebracht: Diverse Präsidenten, Künstler wie den Maler und Bildhauer Fernando Botero oder eben Pablo. Der bekannteste Kolumbianer der Welt, Pablo Escobar, über lange Jahre der erfolgreichste Verbrecher des Planeten, Chef des riesigen Kokainkartells von Medellin. Ein Mann, der auf dem Höhepunkt seiner Macht anbot, sämtliche Auslandsschulden Kolumbiens auf einem Schlag aus der Privatschatulle zu begleichen, wenn er nur nicht von der Auslieferung in die Vereinigten Staaten bedroht werden würde. Ein Mann, der vielleicht zu offen mit dem Gedanken kokettierte, gerne mal Präsident Kolumbiens werden zu wollen. Da war allerdings selbst die Geduld der überkorrupten kolumbianischen Politikerkaste ausgereizt: Solange er Kokain dealte, unangenehme Politiker, Journalisten und Richter wegbombte, all das war irgendwie noch akzeptabel. Aber ihnen die Macht streitig zu machen, das war selbst für 'Schnee-lumbien' zu viel.
Vieles an Pablo ist und war bizarr. So bizarr, dass wenn man solche Geschichten in einem Spielfilm sehen würde, man würde es für absurden Unfug halten. Auf die Welt kam er 1949 in Rionegro bei Medellin, wuchs als Sohn eines Bauern und einer einfachen Lehrerin in den Slums auf.
Angeblich fing alles damit an, dass der jugendliche Pablo Grabsteine raubte und weiter verkaufte. Später hatte er in Medellin einen Gebrauchtwagenhandel von zweifelhaftem Ruf und schmuggelte harte Alkoholika. Und irgendwann eben blanca, das weiße Pulver Kokain. In den 70er Jahren baute er sich sein Drogenimperium auf. Das Forbes Magazin listete ihn als einen der reichsten Männer der Welt auf, er machte bis zu einer Million Dollar Gewinn am Tag. In seiner riesigen Finca Nápoles nahe Medellin lies er sich afrikanische rosa Zwergnilpferde einfliegen, am Eingang der Finca steht, einem nationalen Denkmal gleich, das Sportflugzeug, mit dem er die erste Ladung Kokain in die USA schmuggelte. Seinem Heimatverein stiftete er einen Sportplatz, die ärmsten der Armen wurden von ihm alimentiert. Die „gente echables“, also die „Wegwerfmenschen“, die in den Müllkippen der Stadt von den Resten lebten, waren seine besten Freunde. Ihm wurden Kerzen geweiht, in den Kirchen standen neben diesen seine Fotos, er glaubte sich unangreifbar, vor allem auch durch den Schutz des göttlichen Kindes, das er noch mehr als seine Mutter verehrte. Welches Interesse sollte die kolumbianische Öffentlichkeit haben, dass solch ein erfolgreicher Mensch in die gehasste USA ausgeliefert wird?
Als die Guerillabewegung M19 im Jahre 1981 Martha Nieves, eine Schwester der mit ihm befreundeten Ochoabrüder, ebenfalls berüchtigte Drogenbarone des Medellinkartells, entführt wurde, zeigte er erstmals sein anderes Gesicht: Er gründete die MAS, Muerte a los secuestradores („Tod den Entführern“), eine Terrorgruppe, die alle an der Entführung Beteiligten liquidierte.
Um noch mehr Macht auf sich zu vereinen, kandidierte er auf der Liste des Reformers Luis Carlos Galan 1982 für das Parlament. Doch Galan demütigte ihn öffentlich, vor 5000 Zuhörern outet er ihn als Drogenhändler und warf ihn von seiner Liste, damit stellte sich Galan zugleich sein eigenes Todesurteill aus.
Als Nachrücker kam Pablo für eine unbedeutende Splitterpartei dann doch noch ins Parlament, musste aber als nun bekannter Drogenhändler bald zurücktreten.
Als 1984 erstmals ernsthaft an seine Auslieferung in die USA gedacht wurde, lies er den Juistizminister Rodrigo Lara Bonilla ermorden.
Auf dem Höhepunkt der Auslieferungsdebatte entfesselte er einen Krieg gegen den Staat, bot aber gleichzeitig an, so in etwa „Zuckerbrot und Peitsche“, sich zu stellen und den Kampf zu beenden, wenn ihm Schutz vor Auslieferung gewährleistet werden würde. „Lieber ein Grab in Kolumbien als in einer amerikanischen Gefängniszelle verotten“, das war ein gängiger Spruch von ihm in dieser Zeit.
Vier Kandidaten für die Präsidentenwahlen 1990 lies er ermorden, darunter Carlos Pizarro von der M19, also jener Guerilliagruppierung, die sich gerade als legale politische Gruppe zu etablieren versuchte, und, wie sollte es anders sein, Luis Carlos Galan: Dem halfen auch seine 18 schwer bewaffneten Leibwächter nicht, als er im August 1989 von Maschinengewehrsalven bei einer Wahlveranstaltung in Soacha, im Süden Bogotás, niedergemäht wurde. Der Chef des Inlandsgeheimdienstes DAS, General Maza, überlebte eine 350 Kilo Autobombe und die Sprengung des 19-stöckigen DAS-Hauptquartiers mit 70 Toten und 720 Verletzten. Dem Kandidat Samper galten elf Kugeln, und als er fünf Jahre später tatsächlich Präsident Kolumbiens wurde, sorgten die fünf in seinem Körper verbliebenen Projektile an jeder Sicherheitsschleuse von Flughäfen für Alarm.
Und um auf die verfassungsgebende Versammlung Druck auszuüben, damit ein für alle Mal festgelegt werden würde, dass kein Kolumbianer an einen anderen Staat ausgeliefert werden darf, lies er zehn einflussreiche Persönlichkeiten, vor allem Journalisten, monatelang entführen. Gabriel Garcia Marquez hat diese Ereignisse in seiner brillianten Reportage „Nachrichten einer Entführung“ detailliert aufgearbeitet.
Anfang 1991 dann der Höhepunkt der Gewalt. Im Januar und Februar gab es allein in Medellin 1200 (eintausendzweihundert!) Morde, also im Schnitt 20 am Tag, etwa 2000 Jugendliche gingen auf Polizistenjagd, Pablo hatte ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt, die Staatsmacht antwortete mit wahllosen Massakern unter jungen Männern in den Vororten.

Medellin, wahrlich die gefährlichste Stadt der Welt?

Als Pablo sich der Justiz erstmals stellt, diktierte er die Bedingungen: Keine Auslieferung und Haft in seinem Privatgefängnis. Auf den Hügeln über Medellin lies er sich in seiner Heimatgemeinde Envigado, in der Nähe des weit vor den Toren der Stadt gelegenen Flughafens Rionegro, von seinem Geld einen Luxusknast bauen. Er wurde „La catedral“ genannt. Pablo lebte dort mit seiner Entourage und Leibwächtern in Sauß und Braus , offiziell natürlich als Gefangener.
Erst als sich Skandale, Prostituiertenbesuche, Drogenkonsum häuften und schließlich noch ein verfeindeter Drogendealer in die Kathedrale verschleppt und ermordet wurde, beschloss der Staat Pablos Verlegung. Grund genug für ihn zu flüchten.

Szenenwechsel, nationales Polizeimuseum im Zentrum von Bogotá. Es gibt Säle über Säle zur Geschichte der Polizei, Uniformen, Fotos, Glanztaten der kolumbianischen Polizei im Kampf gegen FARC, ELN und 20 weiteren Rebellen- und sonstigen subversiven Gruppen. Aber alle Besucher wollen doch eigentlich nur den Keller sehen: Pablos blutiges Hemd. Klar, es ist noch die gesamte Abhöreinrichtung der CIA zu sehen, mit der Pablo dann auf seiner Flucht geortet wurde. Das war gar nicht so leicht, Pablo war so misstrauisch, dass er glaubte, unter den Zahnkronen von Unterhändlern der Regierung könnte ein Peilsender versteckt sein. Als er einen Tag nach seinem 44.Geburtstag so unvorsichtig war, mit seinem Sohn zu telefonieren, wurde er gestellt und beim Sprung aus einem offenen Fenster erschossen. Wahrscheinlich genau so, wie es auf einem dieser naiven Gemälde Fernando Boteros im Museo de Antioquia zu sehen ist, Pablo durchsiebt von Kugeln des „Bloque de busceda“, der Spezialeinheit, die ihn jagte. Vielleicht aber doch nicht so: Eine Exhumierung seiner Leiche auf dem Friedhof in Itagüi Ende 2006, eine angebliche, uneheliche Tochter erzwang einen DNA-Abgleich, lies Vermutungen aufkommen, Pablo hätte sich selbst das Leben genommen. Wie dem auch sei, in der Glasvitrine liegt also sein noch blutiges Hemd und die blutige Dachziegel, auf die sein Kopf aufschlug im Todesmoment. Wenn man durch die Straßen des Stadtteils El Poblado so schlendert, wo sich das Ende dieser im Endeffekt doch jahrelangen Jagd abspielte, spürt man Ruhe, Gelassenheit, Reichtum, alles so unwirklich und gar nicht mit der Geschichte in Einklang zu bringen.

Da nimmt es also nicht Wunder, dass Medellin über Jahre als gefährlichste Stadt der Welt galt. Ein Menschenleben, oder vielmehr das Ableben eines Menschen kostete etwa 20 Euro. Für diesen Betrag konnte man sich einen Sicario anheuern, also einen Jungen aus den Slums, der mit Mofa und großkalibriger Waffe seinen Auftrag erledigte.
Ich fand es schon verrückt genug, in einem Land wie Kolumbien für drei Jahre einen Job anzunehmen. Aber man gewöhnt sich ja an alles, und so kam es, dass wir tatsächlich einen Familienkurzurlaub in Medellin machten.
Aber Medellin ist nicht mehr die Stadt des Pablo Escobar. Es ist inzwischen eine prosperierende und relativ reiche Stadt. Man sieht sehr viele Penner in den Straßen, das schon. Menschen, deren einziger Besitz ein Stück Pappe ist, auf der sie schlafen. Bei der Fahrt in die Stadt, in den Unterführungen der Autobahnen liegen sie auf dem Randstreifen. Im gesamten Zentrum ziehen sie herum. Oft mit einer Tüte voll Boxer in der Hand, jenem Klebstoff voller organischer Lösungsmittel, der die Sinne benebelt und diesen Menschen für einige Augenblicke ein Gefühl von Ruhe und Entspannung in ihrem Leben gibt. Am hellichten Tage stehen die Plätze nahe des bekannten Museo de Antioquia voller Prostituierter. Teilweise sehr verwelkte Frauen mit mehr Falten als Haut, aber von dieser Haut wird fast alles gezeigt. Und eine Kundschaft, die noch viel verwelkter ist.

Ganz Medellin ist gespickt mit diesen riesigen, teils unförmigen, auf jeden Fall einmalig und phantastischen Bronzeplastiken von Fernando Botero. Da gibt es diese fettsüchtige Friedenstaube, man muss kein Biomechaniker sein um zu sehen, dass die nie fliegen könnte. Höchstens 'in die Luft fliegen', und genau das ist passiert. Denn Kolumbien heißt immer auch Guerilliaaktivität, und die FARC, größte und weichtigste Guerilliaorganisation, sprengte am belebten San Antonio Platz die Friedenstaube in die Luft, ein Schild unter den Resten listet die 23 Toten dieses sinnlosen Attentates auf. Botero hat eine Kopie der Taube direkt daneben aufstellen lassen. Und auf den Bronzefetzen sitzen kleine Kinder und tollen vergnügt herum. Nur mit dieser etwas schizophrenen Einstellung können die Kolumbianer ihre Realitäten ertragen und trotzdem eines der fröhlichsten Völker der Erde sein.


Antioquia ist frömmig, aber zutiefst. Da verwundert es auch nicht, dass die Sicarios vor ihren Aufragsmorden ihre Kugeln mit Weihwasser besprengten, um auch wirklich gut zu töten, und die Heilige Jungfrau, die „Virgen de los sicarios“, um Hilfe beim tödlichen Schuss anzubeten. Fernando Vallejo, der große kolumbianische Autor, Provokateur und Filmmacher, der in Mexiko im Exil lebt, hat diese Schizophrenie in seinem Film „Virgen de los sicarios“ dargestellt.
Wir haben das Glück, bei der Familie Vallejos eingeladen zu sein: Diese Familie sind die engagierten Tierschützer von Medellin, die tausende von Straßenkötern sterlisieren haben lassen und so dafür gesorgt haben, dass Medellin vielleicht die einzige lateinamerikanische Großstadt ohne Straßenhunde ist.
Dank dieser Einladung lernen wir nicht nur den touristischen Teil der Stadt kennen. Nach einem gemütlichen Paisa-Menü im Hause Vallejo fahren sie uns kreuz und quer durch die Stadt zu eher ungewöhnlichen Orten. Ein Viertel, das vor 15 Jahren nicht betreten werden konnte, in das sich nicht einmal mehr Polizei oder Miltär traute, sieht heute eher wie eine „Zona popular“aus, also ein Viertel der unteren Mittelschicht, die Menschen sitzen mit den Nachbarn auf der Straße, trinken gemeinsam am Samstag nachmittag, tratschen und hören laute Vallenatomusik, ich hätte keine Bedenken, hier zu Fuß unterwegs zu sein. Insgesamt sieben nagelneue Bibliotheken, moderne Zementkathedralen des Wissens wurden in solchen benachteiligten Vierteln gebaut. Die Kids können sich dort aufhalten, sogar die Internetbenutzung ist umsonst, welch genialere Vorsorge gegen ein Abrutschen Jugendlicher ins Verbrechen könnte man sich denken?
Bei der Fahrt mit der Seilbahn Metrocable über solche Viertel sieht man ärmliche Verhältnisse, aber eben keine Slums. Wild in die Gegend gebaute Häuser, aber mit Wasser- und Stromanschluss und alle Wege asphaltiert.
Und immer wieder Spuren des Kokainkartells: Die Endstation der U-Bahn in Itagüi, nicht nur dort, wo die Deutsche Schule Medellin liegt, sondern auch Pablos Grab und natürlich der Ochoa-Knast: Der alte Patron, Don Ochoa, überredete seine drei Söhne, sich 1990 der Staatsmacht zu stellen, das war deren Lebensversicherung, nirgendwo waren sie so gut geschützt wie im Knast. Denn einmal im Verbrechenszirkel, ist ein Ausstieg ansonsten fast unmöglich. Der Paramilitär Rasguño fasste das 2007 bei seinen Aussagen so zusammen: Nach Pablos Tod wollte ich aussteigen, habe mich an der Karibik niedergelassen, aber das Leben geht halt nur noch mit Leibwächtern. Und das Leben ist nicht nur gefährlich, sondern vor allem teuer: Also weitermachen, oder Knast oder gewaltsamer Tod.

Die größte klassische Sehenswürdigkeit Medellins ist aber dann doch die Plaza Botero mit seinen Massen von Skulpturen Boteros, die einfach so auf dem großen Platz herumstehen, mit seinen vielen Bänken und Cafés, mit seinen wild zwischen den Palmen rumfliegenden Papageien und dem Antioquiamuseum. Direkt am Platz dann auch unser Hotel, das Nutibara, ehemals das erste Haus am Platz. Inwischen bröckelt der Putz, doch das Interieur ist immer noch so unglaublich stilvoll. Kronleuchter in der Eingangshalle, Nierensessel aus den 50er Jahren, Aufzug immer mit Liftboy. Aber klar, der alte Aufzug blieb prompt mehrfach stecken.

Die Freundlichkeiten unserer Gastfamilie gipfelt dann noch in die Einladung, bei unserem nächsten Besuch in ihrem neuen Haus zu wohnen. Diese Paisas, was für ein Völkchen.



Vor dem Museo de Antioquia, Medellin


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

  • laloca

    Super der Artikel,
    meine Geburtsstadt von einem Nichtkolumbianer so real dargestellt.
    Medellin ist inzwischen auch wirklich eine Reise wert!
    Besonders gefällt mir, dass es nicht nur ein Reisebericht ist, sondern dass so viel Hintergrundinfo gegeben wird...

  • sunfun

    der bericht ist klasse,habe den film auf deutsch gesehen(DIE MADONNA DER MÖRDER)ein wahnsinnsfilm

  • RdF54

    kann nur zustimmen - TOLLER Bericht!!

    LG Robert

  • wulf

    Klasse Bericht und passt zum offiziellen Motto "Colombia, the only risk is wanting to stay". Aber ist Reisen in Kolumbien inzwischen wirklich ungefährlich?

  • waypoints

    Danke fuer diesen informativen, sehr guten Bericht.
    Werden auf unserer weiteren Tour Kolumbien bereisen und freuen uns schon jetzt.
    LG Edy und Brigitte

  • balam

    Sehr guter Artikel, das letztemal als ich in Medellin war, konnte man noch immer praktisch durch alle Viertel, und Abends im Garten des Hotel "Nutibara" ein Bier trinken, existiert das Nutibara immer noch?

    Cordiales saludos
    Roberto

  • mikhu (RP)

    Starker Bericht, Danke!

    Guten Gruss
    Mike

  • nach oben nach oben scrollen
  • knallus

    sehr interessant !!

  • astrid

    Ich kann mich nur anschließen: ein toller Bericht aus einer Stadt die ich nur aus der Tagesschau kenne
    Gruß Astrid

  • panthera

    toll geschrieben sehr interessant und so real
    war erst im januar dort und fands klasse und nicht gefährlich
    gruß angi

  • Manu

    Hallo, der Bericht ist wirklich sehr interessant. Ich war in den 70-er Jahren in Medellin. Es ist wirklich eine der schönsten Städte Kolumbiens. Von 1960 bis 1962 war ich Geschäftsführer des Almacén Helda in Barranquilla. Zuletzt 1974 dort. Ich würde gerne erfahren, wie sich Barranquilla inzwischen entwickelt hat. Kann man Barranquilla problemlos als Tourist besuchen. Grüsse, Manu

  • dernomade

    Hallo,
    jetzt war ich sehr lange nicht mehr in der Reisecommunity, mich überrascht die vielfältige Reaktion auf den Bericht, danke vielmals...

    Ein paar Ergänzungen:
    Nutibara existiert noch und das Feierabendbier auf dieser Hotelterasse ist einmalig (Leute gucken).
    Freunde von mir leben dort inzwischen (in Medellin) und sie finden es super.
    In den Zeitungen kommt Medellin schlechter weg: 2.000 Morde im Jahr 2009 lassen Gedanken an die schauerigen Zeiten von Escobar aufkommen. Das sind allerdings fast nur Bandenkriege in den Hügeln, da kommt unsereins gar nicht hin. Und wenn, dann nicht mehr raus.
    Zur Zahl 2000 muss man noch sagen: Die Regierung wurde kritisiert, weil die 2000 nur die direkt Getöteten erfasst. Wer also angeschossen wird und 48 Stunden später verstirbt, taucht in der Statistik nicht auf. Dunkelziffer liegt also höher.
    Also: Als Tourist immer noch empfehlenswert, wenn man ein paar wenige Hinweise beachtet, die Wirtschaftskrise hinterlässt aber Spuren.
    Trotzdem ist Kolumbien ein super Reiseland, weil so extrem untouristisch.

  • dernomade

    Teil 2:
    Barranquilla ist ein heißer Tipp, im doppelten Sinne. Der Karneval dort, in der Heimatstadt von Shakira, ist inzwischen Weltkulturerbe und wahnsinnig toll.
    Besonders gefährlich ist es dort nicht. Im Rest des Jahres gibt es kaum was zu tun.

    Auch in Bogotá hat die gefühlte Sicherheit abgenommen. Es vergehen keine 2 Wochen, in denen nicht Freunde oder Bekannte mitten in der Stadt ausgeraubt werden, vor 2 Wochen bei der Besteigung des Hausberges: 6 Touristen, zwei bewaffnete Räuber, die haben meinen Freunden sogar die Schuhe abgenommen, damit diese nicht schnell Hilfe holen konnten.
    Die Regierung Uribe hat jahrelang auf soziale Probleme damit reagiert, dass an jede Ecke im Norden ein weiterer Polizist gestellt wurde. Wie ein Dampfkocktopf voller Hitze, immer fester den Deckel drauf drücken. Doch das scheint jetzt nicht mehr so zu funktionieren.
    Ostern waren auf dem Hausberg (Wallfahrtsberg) Montserrate 400 Polizisten stationiert, um die Pilger zu schützen.

  • nach oben nach oben scrollen
  • dernomade

    Teil 3
    Zu guter Letzt: Medellin und Bogotá schaffen es kaum noch in die Top Ten der der gefährlichsten Städte, trotzdem.
    Ciudad Juarez in Mexico ist (laut El Tiempo, Bogotá), auf Platz eins, gefolgt von Caracas...

  • Blula

    Sehr gut! Muss man einfach gelesen haben. VIELEN DANK!!

  • christian.vgu

    Danke für den tollen Artikel! War sehr interessant und informativ!

    Also ich war diesen Sommer in Bogota, Santa Marta, Barranquilla und Cartagena und ich kann mit guten Gewissen sagen, diese Städte sind problemlos bereisbar. Klar Vorsicht nach gesundem Menschenverstand sind immer geboten, aber dennoch hatte ich weder in der Nacht noch am Tag irgendwelche Probleme. Auch von Freunden die kurz zuvor oder nach mir da waren habe ich das selbe gehört. Alle diese Städte haben enorm viel an kulturellen Schätzen und Geschichte zu bieten!

  • christian.vgu

    Danke für den tollen Artikel! War sehr interessant und informativ!

    Also ich war diesen Sommer in Bogota, Santa Marta, Barranquilla und Cartagena und ich kann mit guten Gewissen sagen, diese Städte sind problemlos bereisbar. Klar Vorsicht nach gesundem Menschenverstand sind immer geboten, aber dennoch hatte ich weder in der Nacht noch am Tag irgendwelche Probleme. Auch von Freunden die kurz zuvor oder nach mir da waren habe ich das selbe gehört. Alle diese Städte haben enorm viel an kulturellen Schätzen und Geschichte zu bieten!

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Medellin, die gefährlichste Stadt der Welt? 4.25 36

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps