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Händler und Krieger

1602 gründen niederländische Kaufleute die Vereenigde Oost-Indische Compagnie, um den Handel in Südostasien an sich zu reißen - zur Not auch mit Mitteln der Piraterie

Von allen Europäern, die im 17. Jahrhundert mit Schiffen die Schätze Asiens erschließen, sind die Niederländer am erfolgreichsten. Die Vereenigde Oost-Indische Compagnie (VOC) ist die erste moderne Aktiengesellschaft der Geschichte, ein Weltkonzern, der in zwei Jahrhunderten sagenhafte Gewinne erwirtschaftet. Eine schlagkräftige Organisation, mit eigenen Gerichten und Soldaten, die Piraten und Konkurrenten bekämpft und deren Jurist Hugo Grotius als Erster in der Neuzeit definiert, wem eigentlich das Meer gehört.

Ihre Generalgouverneure wie Jan Pieterszoon Coen schrecken vor nichts zurück, scheuen weder Rechtsbeugung noch Raub, Plünderung noch Mord. Und so avancieren diese frühen Kapitalisten zugleich zu Piraten eines völlig neuen Typs: zu Kaufmannskriegern.

Am Anfang der Geschichte der VOC steht das Verlangen der Europäer nach Gewürzen aus Indien und Südostasien, nach den Beeren der Pfefferpflanze etwa und süß duftenden Muskatnüssen. Jahrhundertelang transportieren Karawanen die kostbaren Gewürze über die Seidenstraße an die östlichen Küsten des Mittelmeers, wo sie überwiegend von den Venezianern auf- und weiterverkauft werden.

1498 aber entdeckt der Portugiese Vasco da Gama den Seeweg nach Indien. Über das Meer lassen sich nun viel größere Warenmengen viel günstiger befördern. Zudem umgehen die Europäer so die muslimischen Zwischenhändler. Und weil der Papst im Vertrag von Tordesillas 1494 die Welt außerhalb Europas zwischen den beiden Seefahrernationen Portugal und Spanien aufgeteilt hat, fällt Ostindien mit all seinen Waren an Lissabon. Während die Spanier große Teile Amerikas kolonisieren, gründen portugiesische Kaufleute vor allem in Indien, China und Südostasien Handelsposten. Ende des 16. Jahrhunderts aber erwächst den iberischen Flotten Konkurrenz: Niederländer und Engländer drängen in den Handel mit Asien. Die Protestanten fühlen sich nicht an den päpstlichen Vertrag gebunden. Sie schicken Kundschafter nach Portugal, um sich dort geheimes Wissen über Häfen und Routen anzueignen. Die niederländischen Kartographen, die bald zu den besten Europas gehören, kopieren Karten der Portugiesen und ergänzen diese um Angaben von Seeleuten, die einst im Dienst der Iberer gestanden haben.

Händler und Krieger

Ostindienfahrer an der Südspitze Afrikas: Die Kapitäne der VOC, der ersten modernen Aktiengesellschaft der Geschichte, schrecken für Profit vor nichts zurück

Anfangs hoffen die Niederländer, im Nordpolarmeer eine neue Passage nach Indien zu entdecken. Aber der Versuch scheitert im Eis der Arktis. Dann wagen auch sie sich um Afrikas Südspitze. Auf diesem Weg erreicht 1596 erstmals eine niederländische Flottille Java. Wegen mangelnder Erfahrung mit langen Seereisen, der Navigation durch unbekannte Gewässer und Streit zwischen den Kommandanten verläuft die Reise chaotisch. Über die Hälfte der Seeleute kommt um, ein Schiff muss aufgegeben werden. Doch am Ende kehren die Niederländer mit einer Ladung Pfeffer in die Heimat zurück, die zumindest die Kosten deckt. Nach diesem ersten Erfolg schließen sich zahlreiche Kaufmänner zu mehreren kleinen Kompanien zusammen, bündeln ihr Kapital und entsenden Handelsflotten in den Osten, um die begehrten Gewürze direkt dort einzukaufen, wo sie wachsen. Dank der starken Nachfrage auf den europäischen Märkten erzielen die Kompanien Höchstgewinne für ihre Waren. Zudem sind die Kaufleute klug genug, um zu erkennen, dass sie die Absatzpreise in der Heimat besser kontrollieren können, wenn sie nicht miteinander konkurrieren. Und deshalb gründen 1602 Kaufmannskompanien aus mehreren niederländischen Städten die Vereenigde Oost-Indische Compagnie. Ziel des Verbundes: den Gewürzhandel an sich zu reißen und niederländisch kontrollierte Häfen einzurichten.

Zwar haben bereits zwei Jahre zuvor englische Kaufleute eine eigene Ostindien-Kompanie ins Leben gerufen, deren Schiffe ebenfalls nach Asien segeln. Doch die Niederländer erfinden ein völlig neuartiges Handelsunternehmen: Es gehört erstmals keiner Familie und keiner Privatperson, sondern all jenen, die Anteile kaufen. Jährlich wird ein Teil des Gewinns als Dividende ausgeschüttet, der Rest in neue Fahrten investiert. Schon bald beträgt der Kapitalstock der VOC sechs Millionen Gulden. Dieser Aktiengesellschaft steht das Direktorium der "Heren 17" vor. Sie setzen sich aus Gesandten der beteiligten Städte zusammen. Rasch gibt eine aggressive Fraktion den Ton an. Sie verlangt maximalen Profit - und den Kampf gegen alle europäischen Mitbewerber.

Schwer bewaffnet segeln die VOC-Schiffe in die asiatischen Gewässer. Die Niederländer drücken die Preise für Gewürze und bedrohen Einheimische, die mit Konkurrenten Handel treiben. Wenn sie auf Portugiesen oder Engländer treffen, eröffnen sie häufig das Feuer. Und auch die Mitbewerber kämpfen mit allen Mitteln: Bald liefern sich die Seefahrer der drei Nationen einen unerklärten Krieg. 1603 kapert der VOC-Kapitän Jakob van Heemskerck einen portugiesischen Segler nahe Singapur. Das Direktorium belohnt ihn dafür mit einem stattlichen Teil der Beute. Für die Portugiesen aber ist Heemskerck ein Pirat, ein Verbrecher, der Bestrafung verdient. Denn sie betrachten alle asiatischen Meere seit 1494 als ihr vom Papst verbrieftes Eigentum. Das Direktorium in Amsterdam beauftragt daher den jungen Philosophen und Anwalt Hugo Grotius, die Position der VOC juristisch abzusichern. Seine 1609 unter dem Titel "Mare liberum" ("Die freie See") gedruckte Schrift ist eine meisterliche Rechtfertigung des niederländischen Gewalthandels.

Grotius beginnt seine Argumentation mit dem Allmächtigen. Gott selbst habe das Meer allen Völkern zugänglich gemacht, damit sie miteinander Handel treiben können. Es gebe daher gar keine natürliche Herrschaft auf offener See, und niemand dürfe sich anmaßen, das Meer in Besitz zu nehmen. Wer jedoch die freie Schifffahrt behindere, ist ein Pirat und muss bestraft werden. Nicht die Niederländer sind also die Seeräuber, sondern die Portugiesen, die den Handel der anderen Nationen stören. Zwar wird Grotius' These vom freien Meer später zur Grundlage des internationalen Seerechts werden. Im 17. Jahrhundert aber lässt die katholische Kirche die gegen das Wort des Papstes gerichtete Schrift zunächst verbieten. Trotzdem löst "Mare liberum" einen Gelehrtenstreit aus: Juristen der Seemächte Spanien und Portugal erwidern, ihre Nationen würden das Meer von Seeräubern wie Heemskerck befreien - und da sie so den Schutz der Schifffahrt gewährleisteten, seien sie auch die rechtmäßigen Herrscher der Ozeane. Die Niederländer rechtfertigen die Angriffe auf die Portugiesen zudem als Teil ihres Freiheitskampfes gegen den spanischen König, der Portugal seit 1580 in Personalunion regiert.

Beide Seiten verteidigen verbittert ihren Ruf. Denn Piraten und Seeräuber, die auf eigene Rechnung arbeiten, stehen außerhalb von Recht und Gesetz. Sie sind Vogelfreie, Verbrecher, die jedermann verfolgen und bestrafen darf. Weder Portugiesen noch Niederländer wollen so behandelt werden. Kaperfahrer sind jedoch legal: Sie werden von einem Herrscher offiziell beauftragt, feindliche Schiffe anzugreifen, wofür sie einen Teil der Beute einstreichen dürfen. Werden sie gefangen genommen, gilt für sie - zumindest in der Theorie - das Kriegsrecht.

Die VOC-Kapitäne hingegen passen weder in das eine noch in das andere Lager. Sie kapern auf Befehl eines Wirtschaftsunternehmens, und wichtiger als vereinzelte Beuteschiffe ist ihnen dauerhafter Gewinn. Sie betreiben somit eine neue Form der Seebeutenahme: als Kaufmannskrieger, die skrupellos Handelsrouten verteidigen und Monopole anstreben - und dabei zwischen Geschäft und Gewalt wechseln, wie es ihnen gerade passend erscheint.

Händler und Krieger

Zuweilen verschaffen sich die Kaufmannskrieger der VOC mit Gewalt Zugang zu Märkten und Häfen. Der Gründung ihres Handelszentrums Batavia (heute Jakarta) 1619 auf der Insel Java gehen schwere Kämpfe gegen Engländer und Einheimische voraus

In wenigen Jahren erobern VOC-Kapitäne Dutzende portugiesische Segler und befestigte Handelsposten. Ihre wendigen Boote sind den bauchigen, hochwandigen Frachtschiffen der Portugiesen weit überlegen. Nach und nach knüpft die VOC so in Asien ein Netz von geschützten Ankerplätzen, Lagerhäusern und Kontoren.

Zwischen diesen Faktoreien tauschen ihre Seeleute Waren und Informationen: Wo ist die Muskaternte besonders üppig? Wo haben Engländer ein Fort errichtet? Wo lauern einheimische Seeräuber? Auf Veränderungen können die Kaufmannskrieger so schneller und eigenständiger reagieren als die Portugiesen, deren Handel staatlich geführt und eher unflexibel ist. Anfangs dient der Hafen von Banten auf Java als Sammelpunkt der VOC-Flotten für ihren Weg nach Europa und als Drehkreuz für den innerasiatischen Handel. Die Stadt liegt strategisch günstig am Übergang vom Indischen Ozean in die an Gewürzen reiche indonesische Inselwelt. Die VOC, aber auch Portugiesen und Engländer unterhalten hier Handelshäuser, entrichten dafür Abgaben an den herrschenden Sultan.

Doch einfache Faktoreien reichen den Niederländern bald nicht mehr. 1618 übernimmt Jan Pieterszoon Coen die Führung der VOC in Ostindien. Der Sohn eines Salzhändlers aus dem nordholländischen Hoorn ist einer der kaltblütigsten Seefahrer seiner Zeit. Schon als junger Mann hat er in den Diensten der Kompanie Asien bereist und eine Denkschrift verfasst, in der er ein monopolistisches Handelsimperium in Asien entwirft – mit einem eigenen Hafen als Zentrum. Zunächst stellvertretender Kaufmann einer VOC-Flotte, macht Coen schnell Karriere. Mit 31 Jahren gelangt er auf den obersten Posten der Kompanie in Asien. Rücksichtslos macht sich der neue Generalgouverneur nun daran, seine Vision zu verwirklichen.

Das erste Ziel: der Hafen Jayakatra, unweit von Banten gelegen, doch außerhalb der Herrschaft des mächtigen Sultans. Die VOC hat hier ebenso einen Stützpunkt wie die Engländer. Die Gewalthändler der beiden Nationen beobachten sich aufmerksam.

Coen provoziert, lässt das Handelshaus zum Fort ausbauen und die Garnison mit Soldaten verstärken. Die Engländer kapern dafür eine nahende VOC-Flotte. Jetzt sucht Coen den offenen Kampf. Doch als 14 englische Schiffe ihren bedrohten Landsleuten in Jayakatra zu Hilfe eilen, ergreift der Gouverneur die Flucht. Nur wenige Niederländer verbleiben im Fort, liefern sich über die kommenden Monate zermürbende Scharmützel mit Engländern und Einheimischen. Schließlich rückt sogar eine Flotte des Sultans von Banten an, der die europäische Expansion in seiner Nachbarschaft unterbinden will. Im Mai 1619 kehrt Coen mit Verstärkung aus den Niederlanden zurück. Seine Truppen bezwingen die Engländer und erobern Jayakatra. Sie töten all jene Bewohner, die Widerstand leisten, zerstören den Marktplatz, den Palast, die Moschee. Die indonesische Siedlung wird vollständig ausgelöscht. Auf ihren Ruinen gründet Coen Batavia, benannt nach einem lateinischen Begriff für die Niederlande, das heutige Jakarta. Eine Idealstadt in Äquatornähe entsteht, mit Rathaus, Gerichtsgebäude und Wohnhäusern im europäischen Stil, mit Kanälen, geometrischem Straßennetz und botanischem Garten, gut geschützt von einer mächtigen Stadtmauer und einem schwer bewaffneten Fort.

Hier etabliert die VOC ihre Verwaltung, die "Hohe Regierung", mit Generalgouverneur Coen an der Spitze. Wie ein Staat vertreten die Kaufmannskrieger nun in Asien ihre Interessen - und zugleich die der Niederlande. Coen hat sein erstes Ziel erreicht: einen Stützpunkt für die Amsterdamer Handelsflotten in Asien. Von Batavia aus segeln die VOC-Schiffe weiter nach Borneo und Ceylon, in das Südchinesische Meer und den malaiischen Archipel mit den Molukken. In diesen Gegenden gedeiht, was in Europa selten und begehrt ist: Zimt, Nelken und Sandelholz, Farbstoffe und Kautschuk, vor allem aber Pfeffer und Muskat.

Dem Generalgouverneur der VOC reicht der Hafen Batavia als Tor zu dieser Wasserwelt jedoch nicht aus, er will die ganze Region beherrschen. Immer häufiger drohen die Niederländer jetzt offen mit Krieg, Absprachen mit ihnen sind kaum etwas wert. Die VOC diktiert die Preise. Ihre Gewinne steigen noch mehr.

Wehrt sich ein lokaler Herrscher gegen die Übermacht, reagieren die Kaufmannskrieger mit barbarischer Gewalt: Als etwa die Bewohner der kleinen Molukken-Insel Banda sich immer wieder auflehnen, Hinterhalte legen und Vereinbarungen brechen, befiehlt Coen schließlich 1621 die Eroberung des Eilands. Seine Soldaten foltern und töten 47 Männer, legen 800 Bewohner in Ketten und verschiffen sie als Sklaven nach Java. Die meisten der etwa 6000 Bewohner fliehen ins unwirtliche Innere der Insel, wo sie verhungern.

Brutal geht Coen auch gegen die europäische Konkurrenz vor. 1623 überfallen VOC-Soldaten das Kontor der Engländer auf der Insel Ambon. Die Niederländer quälen und ermorden zahlreiche Arbeiter, darunter auch einige Briten. Das Massaker sorgt in England für helle Empörung, wird zugleich aber auch instrumentalisiert, um Stimmung gegen die Niederländer zu machen. Der Seekrieg zwischen VOC, Briten und Portugiesen dauert mit unverminderter Härte an. Die niederländischen Kaufleute gründen Faktoreien in Indien, Japan und auf Ceylon. Nur die Chinesen leisten dauerhaft Widerstand, die Niederländer lassen sich dafür auf Formosa (heute Taiwan) nieder. Immer weiter verdrängen sie die portugiesischen Segler aus den asiatischen Gewässern.

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Rückkehr der Ostindienflotte nach Amsterdam: Die VOC wächst binnen weniger Dekaden zur größten Handelsgesellschaft der Welt heran. Fast 200 Jahre wird das Unternehmen der Kaufmannskrieger bestehen - bis Misswirtschaft und Korruption ihm 1799 ein Ende bereiten

Doch je reicher die Schiffe der VOC beladen sind, desto öfter werden sie von einheimischen Piraten überfallen – die sich freilich selbst als Widerstandskämpfer sehen. Gouverneur Coen verlangt mehr Boote und Soldaten aus Amsterdam, oftmals vergebens. Den in seinen Augen unfähigen Direktoren schreibt er deutliche Briefe: "Ich schwöre beim Allmächtigen, dass die Kompanie keinen größeren Feind besitzt als die Ignoranz und Gedankenlosigkeit Eurer Exzellenzen, die über jedes Verständnis gehen."

Als Coens kompromisslose Politik die VOC in mehrere schwere diplomatische Krisen stürzt, zitieren die 17 Herren den Generalgouverneur nach Amsterdam und setzen ihn ab. Der Geschasste aber gibt nicht auf. Er heiratet eine Patriziertochter. Offenbar versucht er damit, sein gesellschaftliches Ansehen aufzubessern. Danach reist er inkognito zurück nach Asien und übernimmt erneut die Führung in Batavia, wo er genügend Unterstützer hat. Noch einmal versucht Coen, die Macht der VOC auf Java zu mehren. Bis sich ihm erneut ein Sultan entgegenstellt, um den Vormarsch der Europäer zu stoppen. Als dessen Truppen 1629 Batavia belagern, erkrankt der Generalgouverneur von eigenen Gnaden am Fieber und stirbt. Der Kaufmannskrieger hinterlässt seinen Landsleuten ein wertvolles Erbe: Coens Eroberungen liefern die Grundlage für die weitere Expansion der VOC und ermöglichen so deren Aufstieg zur reichsten Handelskompanie der Welt. Fast zwei Jahrhunderte lang besteht das Unternehmen. Vor allem in den ersten 100 Jahren schüttet es seinen Aktionären üppige Dividenden aus. Tausende Schiffe schickt die Kompanie nach Asien, transportiert etwa zweieinhalb Millionen Tonnen Güter. Amsterdam wird zur wichtigsten Handelsstadt Europas. Die Niederlande erleben ein Goldenes Zeitalter, in dem durch die Wirtschaft auch Künste und Wissenschaften erblühen.

Aber im 18. Jahrhundert stagnieren die Einnahmen der VOC. Im Geschäft der Zukunft, dem Kaffee- und Teehandel, sind die Engländer erfolgreicher. Erstmals macht die Kompanie Verluste, sie muss ihre Rücklagen angreifen und mehrere Kredite aufnehmen.

Zugleich verschärfen Misswirtschaft und Korruption die Lage. Schon immer haben sich die Direktoren persönlich bereichert, in Zeiten hoher Gewinne konnte die VOC sich das leisten. Nun aber, im wirtschaftlichen Niedergang, hat die Selbstbedienung katastrophale Folgen. 1799 wird die Vereinigte Ostindische Kompanie endgültig aufgelöst. Später werden die Niederlassungen in Asien Besitz des niederländischen Staates, der dort bis 1949 ein Kolonialreich unterhält.

Bis zuletzt kämpfen die Kaufmannskrieger mit Waffengewalt gegen ihre Konkurrenten und Gegner. Treu nach der Maxime ihres berüchtigten Generalgouverneurs Jan Pieterszoon Coen: "Wir können den Handel nicht treiben, ohne Krieg zu führen, und wir können den Krieg nicht führen, ohne Handel zu treiben."

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GEO EPOCHE Nr. 62 - 08/13 - Piraten
GEO EPOCHE Nr. 62
Piraten
Freibeuter, Abenteurer, Menschenhändler: 2000 Jahre Seeräuberei