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    <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 15:33:27 GMT</pubDate>
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      <title>In Kanadas Einsamkeit: Was passiert, wenn nichts passiert? Tagebuch einer Auszeit</title>
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      <description>Eine Woche allein in einer abgelegenen Hütte im Norden British Columbias: kein Empfang, keine Straßen, kein menschlicher Laut. Ein Experiment im Muskwa-Kechika – eine Wildnis fast so groß wie Irland.</description>
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      <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 22:05:43 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Eine Woche allein in einer abgelegenen Hütte im Norden British Columbias: kein Empfang, keine Straßen, kein menschlicher Laut. Ein Experiment im Muskwa-Kechika – eine Wildnis fast so groß wie Irland.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Fort Nelson (dpa/tmn)- Zeit fernab jeder Verbindlichkeit, irgendwo zwischen Wald, Wasser und dem Gefühl, plötzlich mutterseelenallein zu sein: Genau das hatte ich gewollt. Jetzt liegt dieser Plan vor mir wie eine leere Seite – verheißungsvoll. Und zugleich beunruhigend. Diese Geschichte beginnt dort, wo die Vertrautheit langsam ausfranst und die Stille mehr Raum bekommt, als mir lieb ist. Zunächst jedenfalls ...</p><p>Tag 1: Ankunft und ein Schuss in der Stille</p><p>Die blaugelbe Twin Otter der Northern Rockies Lodge brummt dicht über die Ausläufer der Rocky Mountains – eine düstere, latent gewaltbereit wirkende Welt aus kahlen Gipfeln und messerscharfen Graten. Das alles hat nichts mit den fotogenen Publikumslieblingen am Icefields Parkway gemein.</p><p>Buschpilot Urs Schildknecht kippt das kompakte Wasserflugzeug in eine enge Kurve. "Da unten ist sie", ruft er – meine Hütte am Netson Lake. Ein roter Punkt zwischen tiefgrünem Wald und tiefblauem Seeufer an einem langen See zwischen steilen Bergen, mitten in der riesigen Muskwa Kechika Management Area. Es ist das größte Schutzgebiet in den kanadischen Rocky Mountains. Eine straßenlose Wildnis.</p><p></p><p>Noch ehe ich mich sortiert habe, hebt Urs wieder ab. Die Motoren dröhnen leiser, dann verschlucken die Berge auch das letzte vertraute Geräusch. In die Euphorie des Abenteurers mischt sich die Unsicherheit des Stubenhockers. Eine ganze Woche? Hier? Ganz allein?</p><p>Meine Welt ist auf Briefmarkengröße geschrumpft: eine Blockhütte mit Sonnensegel auf dem Dach, ein Schuppen, ein Generator, ein Plumpsklo, eine Feuerstelle. Dahinter: eine Mauer aus hohen Nadelbäumen und dichtem Unterholz. Die beiden Pfade sind kurz und enden nach wenigen Minuten an der Mündung eines Baches in den See und an Urs’ Anlegestelle. Für Tapetenwechsel gibt es nur ein Kanu. Internet? Haha. Jetzt bloß keine Panik.</p><p>Die Hütte: hinten vier Holzpritschen mit Schaumgummimatratzen, vorn ein Ess-Wohn-Bereich mit Tisch, Sitzbank und Gaskocher, Regal mit Plastikgeschirr und Ofen. Eimer zum Wasserholen gleich neben der Tür, und eine Axt zum Holzhacken. Urs hat mir gezeigt, was wichtig ist: Gasflaschen wechseln, Generator starten, Batterieregler verstehen.</p><p></p><p>Eigentlich sollte mich das beruhigen. Stattdessen stolpere ich bis Sonnenuntergang durch mein neues Reich, unsicher, ob es der unebene Boden ist oder ich selbst wanke. Immer dabei: Bärenspray. Ich spähe in die grüne Wand hinter der Hütte, horche, halte den Atem an.</p><p>Schaue über die Schulter, klatsche in die Hände. Es sei ein gutes Jahr für die Grizzlys der Gegend, hat man mir erzählt. Nun spukt diese eigentlich ja schöne Info durch meinen Hypothalamus wie Chucky, die Mörderpuppe. Mein Großstadtkopf lässt bei jedem Rascheln Horrorszenarien aufkommen.</p><p>Bald allein im Dunkeln zu sitzen, beschäftigt mich jedoch mehr. Ich werfe den Ofen an. Immerhin Knistern und Wärme geben mir ein heimeliges Gefühl. Ich schäle Kartoffeln und Karotten, lege ein Stück Fleisch in die Pfanne, schaue aus dem Fenster auf den See. Später lese ich. Der Minutenzeiger meiner Uhr schleppt sich durch die Stunden.</p><p> </p><p></p><p>Um neun ist die Welt draußen pechschwarz. Ich gehe schlafen. Gegen drei bin ich hellwach. Zu Hause gibt es Netflix, hier nur meine Gedanken. Ich lege Holz nach, setze mich vor die offene Ofenluke und lausche in die Nacht. Kein vertrautes Grundrauschen. Nichts. Der Netson Lake glimmt im Mondlicht wie ein atmendes Wesen.</p><p>Plötzlich zerreißt ein Schuss die Stille – ganz nah. Es muss eine harmlose Erklärung geben. Muss. Trotzdem schiebe ich den Türriegel vor – und da erwischt sie mich kalt: die Ruhe. Kompromisslose, nicht verhandelbare Ruhe. Radikale Stille, die alles ausblendet, woran ich mich sonst orientiere. In dieser ersten Nacht ist das nicht gerade ein Wellnessmoment.</p><p>Tag 2: Routine und ein galoppierender Elch</p><p>Um sechs wird es hell. Gaskocher an, Instantkaffee. Morgendunst hängt über dem See, das Kanu ist taunass. Der Bug braucht Ballast, um kein Problem mit dem Wind zu bekommen. Zwei Eistaucher schwimmen rufend aufeinander zu.</p><p>Ich werde ruhiger. Hacke Holz, entsorge Abwasser in der Grube hinter dem Plumpsklo, hole Wasser vom Bach, wuchte zwei dicke Steine ins Kanu und mache eine Paddeltour am Seeufer entlang. </p><p>Als ich das Kanu wieder an Land ziehe, kracht es gewaltig. An Urs' Anlegestelle stürzt ein kapitaler Elch im Galopp aus dem Wald in den See. Ein paar köstliche Minuten lang schwimmt er zum anderen Ufer, seine gewaltigen Schaufeln glitzern nass im Sonnenlicht.</p><p></p><p>Der Tag folgt einfachen Abläufen. Zur Haushaltsführung gesellen sich fluchend verlegtes Bärenspray suchen, Fliegen in der Hütte jagen, fegen, abwaschen und Abwasser entsorgen. Alltagsarbeit hat die Anspannung ersetzt. </p><p>Nachmittags sitze ich neben meiner Tür in der Sonne und lese. Die Bärenangst ist noch da, findet aber allmählich ihren Platz. Abends Schnitzel mit Kartoffel-Möhren-Mus. Danach springe ich in den See und tauche unter - zum ersten Mal Genuss pur. Um 21 Uhr macht die große Batterie schlapp. Ich stolpere mit Taschenlampe und Bärenspray hinaus und lasse den Generator über Nacht laufen.</p><p>Tag 3 und die folgenden: Zwecklose Zeit und Zen-Momente</p><p>Die Tage greifen ineinander, verschmelzen fast. Irgendwann vergesse ich sogar das verdammte Bärenspray. Die Highlights: die beiden herrlichen Trompeter-Schwäne, die eines Morgens dicht über dem Wasser vorbeifliegen. Mein Elch, der wieder vorbeischwimmt. Das auf mich zu wackelnde Stachelschwein, das erst umkehrt, als ich mich leise räuspere. Die Kanutouren frühmorgens und vor Sonnenuntergang, wenn der Netson Lake spiegelglatt vor mir liegt – Zen pur. Und das "Schuss"-Rätsel wird gelöst: Es sind Kiefernzapfen, die – peng, peng – bei Wind auf das Blechdach des Schuppens krachen.</p><p>Es passiert nichts – gemessen am Maßstab daheim. Ich arbeite langsam, mit vielen Pausen. Oft sitze ich einfach nur da, höre Wind und Wellen zu – und denke an nichts. Manchmal minutenlang.</p><p></p><p>Anfangs kommt noch dieses leise Ziehen im Kopf: "Müsstest du nicht etwas Nützliches tun?" Die Stimme der ständigen Produktivität. Vielleicht zur Mündung gehen, da stehen Fische, im Schuppen hängt eine Angel. Oder was aufräumen. Oder den schmutzigen Kanuboden mit einem Lappen ... </p><p>Allmählich kapiere ich, dass es okay ist, einfach hier zu sein. Die Hütte, der See, das Licht - sie existieren, auch, ohne dass ich etwas leiste. Und falls mich der Aktionismus doch mal packt, mache ich Holzspäne. Anzünder brauche ich immer.</p><p>Verbindung nach draußen</p><p>Wie ich für den Notfall aufgestellt bin? Natürlich geht der Veranstalter auf Nummer sicher, das muss er. Deshalb ist ein kleines Ding mit dem Charme eines Autoschlüssels dabei: ein inReach-Kommunikator, ein Satellitengerät, mit dem ich kurze Textnachrichten schicken und im Notfall einen SOS-Button drücken kann. Auch mein Handy hat eine Satellitenfunktion. Keine Anrufe, keine Videos, kein Tiktok-Tinnitus – nur Texten.</p><p>Eigentlich wollte ich genau das vermeiden. Aber irgendwann schreibe ich doch nach Hause, einen beruhigenden Gruß. Kaum abgeschickt, rutsche ich in die alte Falle: Warten. Erwartung. Als hinge von der Antwort irgendetwas ab. Ich erwische mich bei einem vertrauten Reflex: Handy raus, swipen wollen, irgendetwas checken. Auch wenn es nichts zu checken gibt. Hauptsache, es knistert im Kopf.</p><p></p><p>Aber hier knistert nur das Feuer. Ein Ping, dann die Antwort. Ein kurzer Text, zwei Herzen. Und plötzlich wirkt das, worauf ich so gewartet habe, seltsam belanglos. Nicht unwichtig – sondern klein. Klein gegenüber dem Netson Lake, der auch an diesem Abend daliegt wie eine Glasplatte. Klein gegenüber der Mauer aus Nadelbäumen, die im Abendlicht stehen wie uralte Wächter. Klein gegenüber diesem klaren Licht, das niemals langweilt. Danach nutze ich das Handy nur noch für Fotos. Ich beginne, der Stille zu vertrauen.</p><p>Rückkehr</p><p>Am letzten Tag höre ich Urs' Twin Otter lange, bevor ich sie sehe. Ich bin bereit - und enttäuscht zugleich. Ich habe mich doch eingelebt! Ich versuche ein Resümee: Was passierte, als nichts passierte? Ich höre wieder - den See, den Wind, den Wald, den eigenen Kopf.</p><p>Und irgendwann auch das, was sonst unter dem Dauerlärm zu Hause verloren geht. Die Distanz zur Welt draußen schrumpft auf ein einziges Satelliten-Ping, das plötzlich völlig genügt. Während die Hütte unter mir kleiner wird, denke ich: Wie schön, dass solche Orte nicht erklären, sondern einfach wirken. Das ist das Beste, was man mitnehmen kann.</p><p>Links, Tipps, Praktisches:</p><p>Reiseziel: Das Schutzgebiet Muskwa-Kechika (muskwa-kechika.com) erstreckt sich im Nordosten British Columbias (BC) über 64.000 Quadratkilometer.</p><p>Beste Reisezeit: Ende Juni bis Ende September</p><p>Anreise: Nonstop-Flug ab Frankfurt/Main oder München nach Vancouver mit Lufthansa, Air Canada oder saisonal auch Condor. Weiter mit dem Mietwagen über den Alaska Highway bis zur Northern Rockies Lodge am Muncho Lake (1.800 Kilometer Fahrt) oder mit lodge-eigener Liard Air nach Fort Nelson, weiter per Shuttle zur Lodge; die letzte Etappe mit Buschflugzeug zur Hütte.</p><p>Einreise: Einreise: Reisepass plus elektronische Reisegenehmigung (eTA; 7 Kanadische Dollar)</p><p>Unterkunft/Anbieter: Backcountry-Aufenthalte in nur per Buschflugzeug erreichbaren Outpost Cabins organisiert die Northern Rockies Lodge (nrlodge.com). Die Lodge selbst bietet Restaurant, Tankstelle, Kanuverleih sowie Cottages und Chalets. Unter dem Label Backcountry-Abenteuer operieren mehrere Anbieter, darunter auch die Purcell Mountain Lodge, ebenfalls in BC, oder Skookum Backcountry Adventures im benachbarten Yukon.</p><p>Weitere Infos: supernaturalbc.com</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Für Mountainbiker: Neuer Bikepark öffnet nahe der Zugspitze</title>
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      <description>Rasante Abfahrten durch den Wald: Das bieten die neuen Trails knapp hinter der österreichischen Grenze.</description>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Rasante Abfahrten durch den Wald: Das bieten die neuen Trails knapp hinter der österreichischen Grenze.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nahe von Deutschlands höchstem Berg eröffnet ein neues Areal mit Abfahrten für Mountainbiker. Der Bikepark Zugspitze liegt auf der Tiroler Seite des Gipfels und bietet drei Trails mit knapp einen bis gut vier Kilometer Länge und unterschiedlichen Schwierigkeiten.</p><p>Erreichbar ist der Park über die Ehrwalder Wettersteinbahn, gut 20 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen entfernt. Die Eröffnung ist für den 17. Mai geplant. In den nächsten Jahren sollen weitere Strecken dazukommen.</p><p>Mit dem neuen Park baut die Tiroler Zugspitz-Arena ihr Angebot für Radurlauber weiter aus, heißt es vom Tourismusverband. Es ist der zweite Bikepark in der Region, ein erster steht schon in Lermoos-Biberwier, nur wenige Kilometer von Ehrwald entfernt.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Für mehr Komfort: Powerbank, Kissen und Co: Diese Helfer machen das Reisen entspannter</title>
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      <description>Nackenschmerzen, laute Sitznachbarn und dann ist auch noch der Smartphone-Akku leer: Reisen kann eine Tortur sein. Doch man kann vorbeugen – neun nützliche Reisebegleiter im Check</description>
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      <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 22:05:24 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nackenschmerzen, laute Sitznachbarn und dann ist auch noch der Smartphone-Akku leer: Reisen kann eine Tortur sein. Doch man kann vorbeugen – neun nützliche Reisebegleiter im Check</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Vor dem Urlaub steht die Anreise. Und die kann ziemlich strapaziös sein. Weil man weder Ruhe noch Ablenkung findet, schwere Beine bekommt und einem schlimmstenfalls auch noch übel wird. </p><p>Bestenfalls aber läuft alles ganz entspannt – man sitzt bequem, hat weder Schmerzen noch Unwohlsein und auch noch Unterhaltung dabei. Was dafür im Gepäck sein sollte und was man sonst noch gut auf Reisen gebrauchen kann: Diese Liste hilft beim Planen des nächsten Trips.</p><h3>1. Nackenkissen: Hals gestützt, Schlaf entspannter</h3><p>Im Flieger oder Fernbus fallen einem die Augen zu – und wenn man wieder aufwacht, ist da dieses unangenehme Ziehen im Nacken. Ein Nackenkissen kann dem vorbeugen. "Einfach, weil es den Hals stützt", sagt die Manualmedizinerin Ricarda Seemann. Der Effekt: Nacken und Halswirbelsäule geraten dadurch nicht in eine unnatürliche schiefe Haltung - wobei sie dann Spannungskräften ausgesetzt wären.</p><p>Beim Kauf sollte man auf zwei Dinge achten: Das Kissen sollte fest und dennoch anschmiegsam sein – und nicht zu klein. Ansonsten ist es keine Unterstützung für den Nacken. Legt man sich das Kissen um und neigt den Kopf zur Seite, sollte man also recht schnell Kontakt haben und auf dem Stoff aufliegen.</p><p></p><p>Ein zusammengerollter Pullover oder ein kleines Schmusekissen tun es zwar prinzipiell auch, doch das Nackenkissen hat einen Vorteil: Es verrutscht durch seine besondere Form nicht so leicht – und hilft so beim Entspannen.</p><p><strong>Spartipp</strong>: Wer sich erst am Flughafen ein Nackenkissen zulegt, zahlt oft viel zu viel. Besser schon vor der Reise bestellen oder im Sanitätshaus um die Ecke vorbeischauen, um sich das passende Kissen zu kaufen.</p><p><strong>Ricarda Seemanns Fazit:</strong> "Wenn man auf einer langen Reise schlafen will, ist das wirklich ein gutes Hilfsmittel", sagt die Expertin der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie.</p><h3>2. Reisestecker: Steckdose fremd, Strom dennoch da</h3><p>Was haben England, die USA und Australien gemeinsam? Die Sprache. Okay, was noch? Nun, unter anderem auch, dass deutsche Ladegeräte nicht in die dortigen Steckdosen passen. Es braucht Adapter. </p><p>Sie gibt es für wenige Euro als Einzelstecker für einen ganz bestimmten Steckdosentyp, oder als preisintensivere Multistecker mit Kontaktstiften für Stecker aus aller Welt. Welche Steckdosen einem auf Reisen begegnen können, listet die International Electronical Organisation (IEC) für alle Länder auf ihrer Website auf: www.iec.ch/world-plugs </p><p></p><p><strong>Fazit</strong>: Unverzichtbar in bestimmten Reisezielen, sonst bleibt das Smartphone-Display im Urlaub ziemlich schnell schwarz.</p><h3>3. Downloads: Einfache Vorbereitung, keine Langeweile</h3><p>Ja, in Zügen, Fernbussen und auch auf immer mehr Flügen gibt es inzwischen WLAN. Doch die Internetverbindung ist längst nicht immer gratis – und oft auch viel zu wacklig, um Podcasts oder gar Serien zu streamen. </p><p><strong>Vorbereitung zahlt sich aus:</strong> Je nach Abo erlauben viele Streaminganbieter, Serien, Filme oder Musik aufs Smartphone oder Tablet herunterzuladen. So kann man sie offline schauen und ist nicht auf Netz angewiesen.</p><p><strong>Fazit</strong>: Man muss nur an das Anstoßen der Downloads denken, wenn man noch im heimischen Netz ist oder das Hotel-WLAN zur Verfügung steht. Dann ist man unterwegs gegen stundenlange Langeweile gewappnet.</p><p></p><h3>4. Stützstrümpfe: Leichter Druck, mehr Wohlgefühl</h3><p>Schwere Beine sind eine typische Begleiterscheinung bei langen Flügen oder Busfahrten. Die Kombination aus langem Sitzen und wenig Bewegung lässt Flüssigkeit in den Beinen versacken. </p><p>Gegen dieses unangenehme Gefühl können handelsübliche Stützstrümpfe helfen – aus hochelastischem Material gestrickt, üben sie sanften Druck aufs Gewebe aus und helfen dabei, dass etwa das Blut besser zirkuliert. "Das kann man einfach als Wohlfühlstrumpf nutzen", sagt Gefäßmedizinerin Katja Mühlberg. Besonders profitieren nach ihrer Einschätzung Menschen, die im Alltag – gerade an heißen Tagen – das Gefühl schwerer Beine kennen.</p><p>Davon abzugrenzen sind Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen im Flieger oder Fernbus spezielle medizinische Kompressionsstrümpfe tragen sollten, die einen ganz bestimmten, festgeschriebenen Druck auf das Gewebe ausüben. Etwa, wenn man infolge einer Thrombose oder eines Krampfaderleidens zu Schwellungen neigt. "Auch Schwangeren raten wir auf langen Reisen in jedem Fall, Kompressionsstrümpfe zu tragen", sagt die Expertin der Deutschen Gesellschaft für Angiologie.</p><p><strong>Fazit</strong>: Für manche Reisende sind sie aus medizinischen Gründen notwendig, für viele andere ein Hilfsmittel für mehr Wohlgefühl.</p><h3>5. Powerbanks: Liefern Strom, retten Nerven</h3><p>Unterwegs will man über die Karten-App zum Hotel finden – und plötzlich macht der Smartphone-Akku schlapp. Für solche Fälle sind Powerbanks Gold wert. Sie liefern Strom und retten damit Zeit und Nerven. Das gilt ebenso, wenn man im Fernbus oder im Zug seine Lieblingsserie anschaut oder sein Ticket digital vorzeigen möchte, der Ladestand des Geräts aber in Richtung null Prozent geht – und keine Steckdose oder USB-Ladebuchse am Sitz ist (oder sie schlicht nicht funktioniert).</p><p>Aufpassen muss man bei der Mitnahme von Powerbanks im Flugzeug: Dort dürfen sie generell nur ins Handgepäck, und auch das gilt nur für Modelle, die eine bestimmte Nennleistung nicht übersteigen. Oft liegt die bei 100, mit Genehmigung der Airline auch mal bei 160 Wattstunden. </p><p></p><p><strong>Wichtig zu wissen:</strong> Bei immer mehr Airlines ist es verboten, die mobilen Akkus an Bord aufzuladen, oder mit ihnen etwa das Smartphone mit Strom zu versorgen. Darüber sollte man sich vorher schlaumachen. </p><p><strong>Fazit</strong>: Gerade bei längeren Reisen ohne sichere Steckdosenversorgung eigentlich unverzichtbar. Bei Flügen die Regeln zur Mitnahme beachten!</p><h3>6. Wiederbefüllbare Trinkflasche: Wasser da, Durst weg</h3><p>Wer schon häufiger geflogen ist, kennt das: Flaschen mit Wasser oder Limo müssen spätestens an der Sicherheitskontrolle weggeworfen werden – Grund sind die strengen Flüssigkeitsregeln. Eine ganz leere Flasche hingegen ist kein Problem. Sie kann mitgeführt und im Sicherheitsbereich am Hahn einfach aufgefüllt werden. </p><p><strong>Fazit</strong>: Man spart Geld, der Aufwand ist gering – und Durst kein Thema mehr. Auch im Urlaub praktisch.</p><h3>7. Noise-Cancelling-Kopfhörer: Geräusche weg, Ruhe da</h3><p>Flugzeugdröhnen, telefonierende Sitznachbarn, Kindergeschrei: Manchmal möchte man die Geräusche auf Reisen einfach ausblenden. Wer gute Noise-Cancelling-Kopfhörer hat, setzt sie in solchen Momenten auf – und hat Ruhe. </p><p>Es gibt zwei Prinzipien: Beim aktiven Noise-Cancelling werden störende Geräusche erkannt und mit einem Gegenschall unterdrückt. Bei der passiven Variante sorgt die Abdeckung des Ohrs durch die Kopfhörer für das Weghalten der Geräusche. Die müssen dafür aber wirklich perfekt sitzen, sonst funktioniert es nicht so, wie man sich das vorstellt.</p><p></p><p><strong>Fazit</strong>: Gold wert, wenn man unterwegs auch in einem wuseligen Umfeld zur Ruhe kommen will. Im Trio mit Schlafmaske und Nackenkissen (siehe oben) die perfekte Ausstattung zum Abschalten. </p><h3>8. Koffertracker: Kleiner Sender, große Wirkung</h3><p>Man steht an der Gepäckausgabe des Flughafens, doch der Koffer fehlt. Hat man einen kleinen Tracker hineingepackt, reicht nun oft schon ein kurzer Blick aufs Smartphone, um festzustellen: Er ist mitgekommen. Oder: Er ist vermutlich noch am Abflughafen. Oft sind die Airlines selbst in der Lage, die Koffer dann zuzuordnen und nachzusenden. Wichtig: Am Koffer sollte man Name und Kontaktdaten anbringen - für genau so einen Fall.</p><p>Manchmal aber kann der Tracker beim Auffinden dann doch Gold wert sein. Airlines haben teilweise Kooperationen mit Anbietern – so können Nutzer von Apples Airtags bei Kofferverlust etwa den Objektstandort des Gepäcks direkt mit vielen Airlines teilen, auch Samsung will so etwas für seine Galaxy Smarttags schrittweise ausbauen.</p><p><strong>Fazit</strong>: Sie können mitunter beim Auffinden verlorener Koffer helfen. In erster Linie sind die Sender aber eine kleine Beruhigungspille für Reisende. </p><h3>9. Reisetabletten: Übelkeit weg, Müdigkeit da </h3><p>Ob im Schiff, im Fernbus oder im Flugzeug: Die Bewegungsreize können dafür sorgen, dass einem übel wird. Der Fachbegriff für die Reisekrankheit heißt nicht ohne Grund Kinetose – vom griechischen "kinein", was Bewegung heißt. Auf die Schnelle kann es helfen, nach vorn oder aus dem Fenster zu blicken.</p><p></p><p>Auch der Sitzplatz spielt eine Rolle. "Im Auto ist der Beifahrersitz meist günstiger als die Rückbank, im Flugzeug Plätze über den Tragflächen, auf dem Schiff möglichst mittig und nahe der Wasserlinie", sagt Markus Frühwein von der Deutschen Gesellschaft für Reisemedizin. </p><p>Die Ursache für die Symptome: Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr registriere Bewegung, während die Augen etwas anderes wahrnehmen, zum Beispiel ein Buch im Auto oder eine Kabine auf einem Schiff. "Diese widersprüchlichen Informationen passen für das Gehirn nicht zusammen." Die Folge: Man fühlt sich schlecht, neben Übelkeit sind auch Schwindel und Kopfschmerzen typische Anzeichen einer Kinetose.</p><p>Wer vorbeugen will, kann auf Medikamente setzen. Das seien zum einen Antihistaminika wie Dimenhydrinat oder Diphenhydramin, erklärt der Arzt. Sie gibt es meist rezeptfrei als Tabletten oder Kaugummis und sie wirken laut Frühwein recht zuverlässig. Allerdings können sie müde machen. Auch Mundtrockenheit oder leichte Benommenheit seien möglich.</p><p>Zum anderen gibt es verschreibungspflichtige Pflaster mit Scopolamin. Sie werden hinter das Ohr geklebt und geben den Wirkstoff langsam ab. "Es wird nur alle drei Tage gewechselt und eignet sich damit besonders für längere Reisen, etwa auf einem Schiff", sagt Frühwein. Auch hier können Nebenwirkungen auftreten, vor allem Mundtrockenheit oder Sehstörungen.</p><p><strong>Fazit</strong>: Helfen das Weglegen des Buches und der Blick aus dem Fenster nichts mehr, ersparen Reisetabletten einem vielleicht den Griff zur Spucktüte. Die Nebenwirkungen sollte man aber nicht außer Acht lassen!</p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Unsicherheit durch Iran-Krieg: Flex-Tarife bei Urlaubsbuchungen gefragt - was bringen sie?</title>
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      <description>Wer für Tausende Euro seinen Urlaub bucht, macht das in diesen Tagen oft nicht ohne Bauchgrummeln. Zu unsicher scheint die Weltlage. Gut, wenn man flexibel absagen oder umbuchen kann.</description>
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      <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 13:31:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wer für Tausende Euro seinen Urlaub bucht, macht das in diesen Tagen oft nicht ohne Bauchgrummeln. Zu unsicher scheint die Weltlage. Gut, wenn man flexibel absagen oder umbuchen kann.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Steigende Lebenshaltungskosten, Unsicherheit wegen Konflikten: Das lässt die Deutschen beim Buchen ihres Urlaubs vorsichtiger werden – sie möchten sich eine Hintertür offenlassen. "Wir sehen aktuell, dass mehr Menschen nach flexiblen Tarifen fragen", berichtet die Vorsitzende des Verbands unabhängiger selbstständiger Reisebüros, Marija Linnhoff. </p><p>In unsicheren Zeiten wünschten sich viele Reisende mehr Sicherheit und die Möglichkeit, ihre Reise bei Bedarf anzupassen, so Linnhoff. Reiseveranstalter beobachten das ebenfalls: Seit Beginn des Iran-Kriegs sei die Nachfrage nach flexiblen Buchungsoptionen gestiegen, heißt es etwa von Alltours. Laut Tui sind die Tarife vor allem bei Buchungen mit größerem Vorlauf gefragt. </p><p>"Wer früh bucht, achtet eher auf Flexibilität. Wer kurzfristig reist, nutzt solche Optionen seltener", bestätigt Marija Linnhoff aus der Praxis der Reisebüros.</p><p>Reise ohne Gründe absagen - die Tarife machen es möglich</p><p>Die Flex-Tarife hatten in der Zeit der Coronapandemie ihren Aufschwung, als das Reisen von großen Unsicherheiten geprägt war. Sie erlauben eine Absage oder Umbuchung ohne Angabe von Gründen bis zu einem gewissen Datum vor der Abreise – und: ohne die sonst anfallenden Stornokosten. </p><p>Das Versprechen ist einfach: Buche und mache Dir keine Sorgen. Du kannst Dich noch umentscheiden, wenn Du kalte Füße bekommst oder Du das Geld für die Reise doch an anderer Stelle dringender benötigst.</p><p>In der Regel kostet das extra. Dass ein Anbieter wie Alltours einen Flex-Tarif kostenlos dazugibt, so wie aktuell für eine Vielzahl klassischer Pauschalreisen bei Buchungen bis Ende April, ist die Ausnahme. Bei Alltours werden ansonsten 29 Euro pro Vollzahler fällig, bei Dertour ("Flexpaket") und Tui sind es ab 59 Euro – abhängig davon, wie viel die Reise insgesamt kostet.</p><p>Was ebenfalls variiert: Bis wann die Reiseabsage möglich ist. Die Bandbreite reicht von etwa einem Monat vor Urlaubsstart bis zu etwa einer Woche vorher. Auf die Frist muss man bei der Zubuchung eines Flex-Tarifs achten.</p><p>Reiserücktrittversicherung kann Lücke schließen</p><p>Fristen von wenigen Tagen sind nicht üblich. Diese Lücke lässt sich nur mit einer Reiserücktrittversicherung zumindest teilweise schließen. Sie erstattet je nach Tarif die Stornogebühren, wenn etwa aufgrund eines Unfalls der Urlaub ganz kurzfristig platzt. Anders als ein Flex-Tarif federt diese Versicherung allerdings keine unbegründeten Reiseabsagen ab.</p><p>Was man noch beachten sollte: Nutzt man den Flex-Tarif, um seine Pauschalreise umzubuchen, können zusätzliche Kosten entstehen. "Wenn beispielsweise ein anderes Hotel, ein anderer Reisetermin oder ein anderer Flug gewählt wird und dieser teurer ist", so Marija Linnhoff, "dann muss die Differenz zum ursprünglichen Reisepreis gezahlt werden."</p><p>Flexibel bleiben bei Hotel, Zug und Flug</p><p>Flexible Buchungsoptionen gibt es nicht nur bei Pauschalreisen: Ob Hotelzimmer, Bahnfahrkarte oder Flugticket – wer die Möglichkeit haben will, seine Reisepläne noch kurzfristig zu ändern, sollte nach solchen Tarifen gucken. Dafür muss man aber in der Regel nicht nur mehr zahlen, man sollte auch genau lesen: Mitunter fallen trotzdem erhebliche Kosten an, wenn man absagt.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Sabbatical, Au-pair und Co: Bei langen Reisen: Wie teuer ist die Krankenversicherung?</title>
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      <description>Stiftung Warentest empfiehlt für alle Auslandsaufenthalte zusätzlichen Krankenversicherungsschutz. Die Preisunterschiede bei Tarifen für lange Reisen sind groß. Worauf es ankommt</description>
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      <category>Gesund im Urlaub</category>
      <category>Reisetipps</category>
      <category>Reisewissen</category>
      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 11:38:59 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Stiftung Warentest empfiehlt für alle Auslandsaufenthalte zusätzlichen Krankenversicherungsschutz. Die Preisunterschiede bei Tarifen für lange Reisen sind groß. Worauf es ankommt</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Ob Work and Travel nach dem Abi oder eine berufliche Auszeit: Wer für mehrere Monate im Ausland ist, sollte sich entsprechend für gesundheitliche Notfälle absichern. Die Stiftung Warentest empfiehlt in so einem Fall immer einen Langzeit-Auslandskrankenschutz.</p><p>Das gilt nicht nur für Länder wie die USA, Kanada und Singapur, wo die Behandlungskosten bei Erkrankungen und Verletzungen hoch sind. Sondern auch für Aufenthalte in der EU. Denn längst nicht immer zahlt die gesetzliche oder private Krankenversicherung alles. Gerade bei Krankenrücktransporten, die fünfstellige Kosten verursachen können, kann das zum Problem werden.</p><h2>Große Preisunterschiede</h2><p>Bei der Auslandskrankenversicherung hängen die Kosten maßgeblich vom Versicherungszeitraum und vom Alter ab, berichtet die Zeitschrift "Stiftung Warentest Finanzen" (Ausgabe 5/2026). Es wurden 94 Tarife für 90 bzw. 365 Tage Versicherungsdauer mit weltweiter Gültigkeit und ohne Selbstbeteiligung untersucht. Während es für junge Leute 90 Tage Schutz mitunter schon für unter 100 Euro gibt, zahlen Ältere hier in einzelnen Tarifen teils mehrere Tausend Euro.</p><p></p><p>Der Preis ist dabei kein Kriterium für guten Schutz: So bekam der teuerste 90-Tage-Schutz - 4.680 Euro für 56- bis 74-Jährige verlangt der Anbieter – nur die Testnote 4,4. Dagegen kostet der mit 1,0 benotete Tarif "ARTop mit Verlängerung" von LVM für 60- bis 74-Jährige 177 Euro. Laut den Warentestern ist dieser Tarif der günstigste unter den "sehr guten" Tarifen und damit Preis-Leistungs-Sieger. Gesamttestsieger mit der Bestnote 0,6 wurde die "Reise-Krankenversicherung" von HanseMerkur.</p><p>Spezialtarife für junge Zielgruppen wie Stipendiaten, Work-and-Traveler, Freiwilligendienstleistende oder Au-pairs nahmen die Tester ebenfalls in den Blick. Ihr Fazit dazu: Oft gibt es bei den normalen Tarifen für alle Altersgruppen günstigere Angebote. Meist werden solche Spezialtarife dann interessant, wenn man mehrere Jahre im Ausland bleiben will – viele haben eine lange maximale Versicherungsdauer von fünf Jahren.</p><h2>Lieber längere Versicherungsdauer wählen</h2><p>Die Stiftung Warentest rät, die Auslandskrankenversicherung vor der Reise abzuschließen und die Aufenthaltsdauer lieber großzügig zu kalkulieren. Endet der Trip doch früher, kann man die Beiträge anteilig zurückverlangen – dafür muss man nur Belege vorweisen können wie das Rückflugticket. Laut der Stiftung Warentest besteht ein Rechtsanspruch auf diese Erstattung.</p><p></p><p>Diese Auslandskrankenversicherungen für lange Reisen sind nicht zu verwechseln mit günstigen Reisekrankenversicherungen für kürzere Urlaube von maximal acht bis zehn Wochen. Hier gibt es laut Stiftung Warentest sehr gute Jahrespolicen teils schon für unter zehn Euro.</p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Iran-Krieg: Tui Cruises: Abgesagte Kreuzfahrten starten doch</title>
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      <description>Nach Wochen im Persischen Golf haben die "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" die Region verlassen können - zwei geplatzte Reisen können nun stattfinden. Auch andere Schiffe passierten die Meerenge.</description>
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      <pubDate>Mon, 20 Apr 2026 08:32:56 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nach Wochen im Persischen Golf haben die "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" die Region verlassen können - zwei geplatzte Reisen können nun stattfinden. Auch andere Schiffe passierten die Meerenge.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Nachdem die gestrandeten Kreuzfahrtschiffe "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" den Persischen Golf verlassen konnten, wird Tui Cruises zwei zunächst abgesagte Reisen der beiden Schiffe doch durchführen. Das betrifft die Kreuzfahrten im Mittelmeer Mitte Mai: für die "Mein Schiff 5" ab 17. Mai in Triest und für die "Mein Schiff 5" ab 15. Mai ab Heraklion.</p><p>Nach der Durchfahrt durch die Straße von Hormus am Samstag nehmen die Schiffe Kurs auf Kapstadt und werden dann in den regulären Fahrplan zurückgeführt, teilte Tui Cruises mit. Betroffene Gäste und Reisebüropartner werden aktuell direkt informiert. "Die Buchungen werden automatisch reaktiviert, sodass die gebuchten Reisen wie geplant stattfinden können."</p><p>Neben den beiden Tui-Cruises-Schiffen durchquerte auch die "MSC Euribia" der Schweizer Gesellschaft MSC die Meerenge. Die geplante Kreuzfahrt nach Nordeuropa mit Start ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden. "Gäste, deren Kreuzfahrten abgesagt wurden, haben die Möglichkeit, ihre Buchung auf diese Fahrt umzubuchen, falls sie dies wünschen", hieß es von MSC. Die Gesellschaft wollte sie direkt kontaktieren.</p><p>Schiffe saßen seit Ende Februar fest</p><p>Die Schiffe saßen wegen des Iran-Kriegs seit Ende Februar in der Region fest: die "MSC Euribia" in Dubai, die "Mein Schiff 4" in Abu Dhabi und die "Mein Schiff 5" in Doha. Die "Celestial Discovery" war am Freitag nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic das erste Kreuzfahrtschiff, das seit dem Kriegsbeginn die Straße von Hormus durchquerte. </p><p>Die unsichere Lage rund um die Meerenge hält indes an. Nach der kurzzeitigen Öffnung hatte der Iran sie als Reaktion auf die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen durch die USA erneut gesperrt.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Tschechien für Leinwandfans: Stadt der Stars: Wo in Prag Kino-Geschichte geschrieben wird</title>
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      <description>Die tschechische Hauptstadt ist ein Fixpunkt für Filmstars. Sie liefert Kulissen für Krimis, Dramen, Actionthriller. Wir stellen wichtige Drehorte vor.</description>
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      <pubDate>Sun, 19 Apr 2026 02:05:08 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die tschechische Hauptstadt ist ein Fixpunkt für Filmstars. Sie liefert Kulissen für Krimis, Dramen, Actionthriller. Wir stellen wichtige Drehorte vor.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Tom Cruise rennt durch die Altstadtgasse Železná aufs Ständetheater zu, wo Mozart eine Oper dirigiert – allerdings nicht zur selben Zeit und im selben Film. Es sind Szenen aus Klassikern der Filmgeschichte, die in Prag entstanden: der Cruise-Agentenstreifen "Mission: Impossible" (1994) und "Amadeus" (1984), der acht Oscars gewann.</p><p>Zu den neuesten Titeln zählen "Blade Runner 2099", "Ein Ort, der sich Zuhause nennt" und künftige Folgen der "Zürich-Krimis", verrät Hedvika Petrzelkova, Publizistin bei der Tschechischen Filmkommission. Sie sagt: "Pro Jahr sind es etwa 30 bis 40 Projekte von Filmen und Serien."</p><p>Prag, das ist eine Stadt, die bei Produzenten und Crews offenbar ziemlich beliebt ist. Touristisch gemünzt: Wer Filmfan ist und Stadtreisen mag, ist bei der tschechischen Hauptstadt an der richtigen Adresse.</p><p>Die Vorzüge von Prag als Filmschauplatz beschreibt Petrzelkova so: "Die historische Stadt mit Gotik, Renaissance und vor allem Barock ist in einem guten Zustand. Außerdem ist es nicht so teuer wie andernorts, hier zu drehen. Und die tschechischen Filmcrews haben goldene Hände, wie man hier sagt. Sie sind bekannt dafür, alles lösen zu können." </p><p>Vergleicht man Filme und Wirklichkeit, erkennt man Prag mühelos wieder – auch wenn es nicht immer sich selbst mimt, sondern Paris, Wien, London. Neun prägnanten Stationen für einen Prag-Trip:</p><p>Altstädter Ring</p><p>Prags bedeutendster Platz, der Altstädter Ring (Staroměstské náměstí), atmet Geschichte, riecht nach den Pferden der Kutschen, stößt an herausgeputzte Fassaden und die doppeltürmige Teynkirche. "Die war im Film ‚Van Helsing‘ Notre-Dame", weiß Eva Kupr, die Filmführungen für Gäste anbietet. Auch in den US-Actionstreifen "xXx – Triple X" mit Vin Diesel und "Bangkok Dangerous" mit Nicolas Cage diente der Altstädter Ring als Szenario.</p><p>Infos: prague.eu/de/objevujte/altstadter-ring-staromestske-namesti</p><p>Karlsbrücke</p><p>Dort, wo Menschenmassen über die Moldau wogen, sprintete Tom Cruise als Agent Ethan Hunt voran - und Oscarpreisträger Jon Voight stürzte in den Fluss. In "Mission: Impossible" hatten beide keinen Blick für die Schönheiten der Stadt. </p><p></p><p>Im Horrorfilm "Das Omen" überbrachte Pfarrer Brennan (Pete Postlethwaite) dem Protagonisten Robert Thorn (Liev Schreiber) unter der Brücke schockierende Neuigkeiten. Ein Stückchen weiter, im Park auf der Kampa-Insel, versuchte Matt Damon in "Die Bourne Identität" in seiner ersten Nacht in Zürich zu schlafen. </p><p>Infos: prag.sehenswuerdigkeiten-online.de/sehenswuerdigkeiten/karlsbruecke.html</p><p>Rudolfinum</p><p>In Sichtweite der Karlsbrücke hebt sich der Neorenaissancebau des Rudolfinums ab. Eine pompöse Treppe, flankiert von Laternenkränzen, führt hinauf. Im Konzertsaal erklingen klassische Töne; hier hat die Tschechische Philharmonie ihren Sitz.</p><p></p><p>Als Location tauchte der Prunkbau in "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" mit Sean Connery, "Hannibal Rising - Wie alles begann" und "Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne" auf. "Da geht es um eine reiche, machtvolle Frau, die Sängerin werden wollte, aber nicht singen konnte. Im Film ist Prag Paris", erläutert Filmfachfrau Petrzelkova.</p><p>Infos: rudolfinum.cz/en</p><p>Bluelight Bar</p><p>Westwärts spannt sich die Karlsbrücke auf das Viertel Kleinseite (Malá Strana) zu, wo die Bar "Bluelight" kein blaues, sondern oranges Licht flutet. Im Ehedrama "Endstation Prag" lässt sich Dänemarks Schauspielstar Mads Mikkelsen am Tresen nieder und lauscht dem Livekonzert einer jungen Tschechin, mit der er eine Kurzaffäre hat.</p><p></p><p>Barkeeperin Anna Vechtikova kennt den Film von 2006 nicht, hat aber vor Jahren sich selbst in einer Episode der Reihe "Der Zürich-Krimi" gespielt. Das Resultat fand sie enttäuschend. Die Szene war rasend schnell vorbei. "Dabei wurde den ganzen Tag gedreht, ich war total platt", erinnert sie sich.</p><p>Infos: bluelightbar.cz</p><p>Nationalmuseum</p><p>Bond. James Bond. Ja, auch der war hier, in Gestalt von Daniel Craig. In "Casino Royale" fungierte das elegante Riesenfoyer des Museums am Wenzelsplatz mit seinen Bögen, Läufern und Laternchen als Hotellobby. In "Mission: Impossible" war es das Double für die US-Botschaft, in "From Hell" mit Johnny Depp für eine Medizinschule.</p><p></p><p>Und ansonsten ist das Národní muzeum die Adresse Nummer eins, wenn es um die Natur und Kulturgeschichte des Landes zählt, zu der sich auch der 100 Meter breite Bau im Neorenaissancestil selbst zählen darf. </p><p>Infos: nm.cz/en</p><p>Burg</p><p>Der weitläufige Komplex der Prager Burg (Pražský hrad), Welterbe der Unesco und heute Sitz des Präsidenten von Tschechien, hat es vielfach zu cineastischen Ehren gebracht: von "Brothers Bloom" mit Rachel Weisz und Adrien Brody bis zu "Shanghai Knights" mit Jackie Chan, wo das Matthiastor den Eingang zum Buckingham Palace vorgaukelte.</p><p></p><p>Ebenso prägnant ist der benachbarte Platz Hradschin (Hradčanské náměstí), der sich in "Les Misérables" mit Leben füllte. In "Amadeus", einem Meisterwerk von Regisseur Miloš Forman, war das Haus Nummer sieben Mozarts Haus. Wunderbar dort: das Holzportal und der Türbeschlag.</p><p>Infos: hrad.cz/en/prague-castle-for-visitors</p><p>Kloster Strahov</p><p>Die geheimnisvolle Aura des Klosters (Strahovský klášter) spüren Besucher bis heute, wenn sie an die Absperrungen zur barocken, in zwei Teile gesplitteten Klosterbibliothek treten. Umrahmt von Deckenfresken und zehntausenden Büchern, spielte die Bibliothek in "Das Omen" den Vatikan und in "Casino Royale" das britische Oberhaus.</p><p></p><p>In der Bibliothek werden geführte Touren angeboten. Auch längere Touren, die andere Bereiche des Klosters umfassen, kann man buchen.</p><p>Infos: strahovskyklaster.cz/en</p><p>St. Cyrill und Method</p><p>Diese orthodoxe Kirche ist ein Unikat, da sich Realität und Kinostoff vermischen wie nirgendwo sonst. 1942 fanden die Widerstandskämpfer, die das tödliche Attentat auf Nazi-Größe Reinhard Heydrich verübt hatten, in der Krypta Zuflucht – doch ihr Versteck wurde verraten.</p><p></p><p>Im Film "Operation Anthropoid" (2017) spielte der spätere Oscarpreisträger Cillian Murphy ("Oppenheimer") eine Hauptrolle. Laut Filmkennerin Petrzelkova kombinierte man das kirchliche Original Kostel sv. Cyrila a Metoděje mit einer Kopie in den Prager Filmstudios Barrandov.</p><p>Infos: prague.eu/de/objevujte/kirche-st-cyrill-und-method-kostel-sv-cyrila-a-metodeje/; barrandov.cz</p><p>Flussuferzone </p><p>Expertin Petrzelkova schildert die Szene so: "Ana de Armas kommt in einem Boot an und geht durch den runden Glaseingang ins "Avoid Café", doch im Film war das der Eingang zu einem Hotel." Gemeint ist der Film "From the World of John Wick: Ballerina", der Mitte 2025 in die Kinos kam.</p><p></p><p>"Mit Keanu Reeves wurde "Ballerina" auch ein Stück weiter am Fluss auf dem Schiff "Avoid Floating Gallery" gedreht", weiß Barkeeper Emil Obsluha. Kürzlich haben er und sein Kollege Michael Kadlec einen anderen Hollywoodstar hautnah kennengelernt: Orlando Bloom, der im "Avoid Café" einen Bierwerbespot drehte.</p><p>Links, Tipps, Praktisches:</p><p>Reiseziel: Prag liegt im historischen Landesteil Böhmen und ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik.</p><p>Anreise: Mit dem Zug erreicht man Prag zum Beispiel ab Berlin ohne Umsteigen in unter vier Stunden. Mit dem Auto ist man ab Berlin zwischen vier und fünf Stunden unterwegs, ab München vier, ab Köln über sieben Stunden unterwegs. Auf Autobahnen und Schnellstraßen in Tschechien benötigen Pkw eine elektronische Vignette.</p><p>Einreise: Der Personalausweis genügt.</p><p>Touren: Über die offizielle Prag-Website lässt sich unter prague.eu/de/produkt/kamera-klappe-prag ein zweistündiger Rundgang zu den Drehorten der berühmtesten Filme buchen; ab 3.000 Kronen für bis zu zwei Teilnehmer.</p><p>Geld: Währung ist die Tschechische Krone. Vielerorts werden Euro akzeptiert; 100 Kronen sind etwa 4 Euro.</p><p>Mobilität: Das Netz der Straßenbahnen, Busse und Metros ist gut ausgebaut; eine 24-Stunden-Karte kostet 120 Kronen.</p><p>Weitere Informationen: http://prague.eu</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Stiftung Warentest: Wo Sie beim Mietwagen besser nicht sparen sollten</title>
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      <description>Mietwagen-Vergleiche im Netz lohnen sich. Es gibt aber drei Punkte, bei denen Sparen wirklich eine schlechte Idee ist. Mit dieser Checkliste mieten und fahren Sie entspannter.</description>
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      <category>Auto</category>
      <category>Reisetipps</category>
      <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 11:23:33 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Mietwagen-Vergleiche im Netz lohnen sich. Es gibt aber drei Punkte, bei denen Sparen wirklich eine schlechte Idee ist. Mit dieser Checkliste mieten und fahren Sie entspannter.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wer den Mietwagen früh bucht, kann sparen - wer gut vergleicht, spart noch mehr. Und Vermittlungsportale im Netz sind dabei eine gute Sache, so die "Stiftung Warentest Finanzen" (5/2026). Der Rat: "Nutzen Sie am besten mehrere Portale für die Suche." Worauf man für möglichst sorglosen Urlaub sonst noch achten sollte - und ein guter Tipp für die Rückgabe.</p><h2>Vergleichsportale haben unterschiedliche Stärken</h2><p>Am besten nutzt man für die Suche nur Portale, die gezieltes Filtern nach Vertragsbedingungen wie Versicherungsschutz, Selbstbeteiligung und Co. erlauben. Suchseiten wie Mietwagen-Check, Check24 oder billiger-mietwagen.de erlauben das. Angebote von Sunny Cars oder Tui listen dagegen laut Stiftung Warentest ohnehin nur Angebote, die Mindestkriterien in Sachen Versicherung, Tankregeln und Stornierung erfüllen. </p><h2>Versicherung: Selbstbeteiligung ist keine gute Idee</h2><p>Hier lohnt Sparen nicht. Die Warentester sind da eindeutig in ihrem Urteil: "Schließen Sie nur Verträge mit einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung ab." So sind auch alle selbstverantworteten Schäden am Auto abgesichert. Wichtig hier: Es gibt zwei Möglichkeiten.</p><p>Vermittler erstattet Selbstbeteiligung: In diesem Fall strecken Mieter die Selbstbeteiligung vor und erhalten sie später vom Vermittlungsportal oder dessen Versicherung erstattet. Wer früh in den Mietbedingungen recherchiert, was für Nachweise in diesem Fall nötig sind, erspart sich Ärger.Keine Zahlung: Diese Variante schließt tatsächlich einen Eigenanteil aus. Außer man verstößt gegen die Vertragsbedingungen. </p><h2>Achtung Falle: die Versicherung deckt längst nicht alles ab</h2><p>Was viele nicht wissen: Die Vollkaskoversicherung hat Lücken und deckt in der Regel Schäden an Scheiben, Reifen oder Unterboden nicht ab. Auch das Dach kann von der Versicherung ausgeschlossen sein. Wird eine Zusatzversicherung dafür angeboten, ist das keine Geldschneiderei. Die Warentester raten ausdrücklich, diese Teile separat zu versichern. </p><p>Hier lohnen die Schutzpakete, die von den Vermittlungsportalen angeboten werden. Oder man schließt per Filter gleich Angebote aus, in denen diese Fahrzeugteile nicht versichert sind. Tui und Sunny Cars listen solche Angebote erst gar nicht.</p><h2>Die Sache mit der Haftpflichtversicherung</h2><p>Andere Länder, andere Sitten - und auch andere Deckungssummen. In einigen Ländern sind die Mindestdeckungssummen für KfZ-Haftpflichtversicherungen niedrig. Die gesetzlich vorgeschriebenen 1,12 Millionen Euro pro Unfall auf Zypern sind bei einem Personenschaden schnell erreicht. Wer im Schadensfall nicht schlimmstenfalls aus eigener Tasche zuzahlen will, hat zwei Möglichkeiten:</p><p>Hohe Deckungssumme wählen: Vergleichen Sie die Angebote mit Blick auf die Deckungssumme. Je höher, desto besser.</p><p>Die eigene Kfz-Versicherung prüfen: Das Zauberwort heißt "Mallorca-Police". Diese Vereinbarung gibt es in etlichen KfZ-Versicherungen und sie stockt die Deckungssummen von Mietwagen auf. Zum Teil auf das Niveau der heimischen Versicherungspolice. Achtung: Die Mallorca-Police gilt nur innerhalb Europas.</p><h2>Mietwagenkaution: Debit und Credit - schauen Sie hin</h2><p>Zum Abholen des Mietwagens braucht es die Bescheinigung vom Portal, die Fahrerlaubnis und in der Regel eine Kreditkarte. Die muss laut Stiftung Warentest auf den Namen des Hauptfahrers ausgestellt sein. Hier kann eine echte Kreditkarte nötig sein, also keine Debitkarte. Welche Karte man hat, erkennt man am Aufdruck (Debit oder Credit). </p><p></p><p>Das gilt in der Regel auch, wenn man die Buchung zu Hause noch mit der Debitkarte abwickeln kann - lesen Sie das Kleingedruckte. Das kann Frust und Kosten bei der Abholung vermeiden. </p><p>Eine Faustregel: Wird direkt vom Konto abgebucht, ist es eine Debitkarte. Bezahlt man die Beträge von der Kreditkarte monatlich, sollte es eine echte Kreditkarte sein. Im Zweifel bei der Bank nachfragen. </p><p>Die Kaution für den Mietwagen - gern mal mehr als 1.000 Euro - werden für die Mietdauer auf der Kreditkarte geblockt. Bei reinen Debitkarten kann das Probleme geben. Wer keine echte Kreditkarte hat, sollte deswegen die Filtermöglichkeiten nutzen und nach Angeboten suchen, die ohne Kreditkarte buchbar sind. Meistens sind die aber teurer.</p><h2>Dokumentieren Sie den Zustand des Miewagens</h2><p>Eigentlich selbstverständlich, geht aber in der Eile gern mal unter: die gründliche Untersuchung des Mietwagens auf Vorschäden. Stiftung Warentest rät: "Machen Sie sich die Mühe und lassen Sie Schäden in die Autoskizze des Übergabeprotokolls einzeichnen und auch bestätigen." Das schützt später vor Ärger und Kosten. Fotos vom Zustand des Wagens bei Übergabe und Detailbilder von Vorschäden helfen ebenfalls.</p><p>Dasselbe gilt für die Rückgabe nach dem hoffentlich schönen Urlaub. Bestehen Sie auf einem Rückgabeprotokoll, auch wenn das oft in der Eile vergessen wird. Fotos des Fahrzeugs von innen und außen sind zusätzliche Helfer im Streitfall. So können Sie belegen, dass der Wagen ohne Schaden abgegeben wurde.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Surfen in Marokko: Wie ich am Ende der Wüste die perfekte Welle fand | GEOplus</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/reise-inspiration/surfen-in-marokko--wie-ich-am-ende-der-wueste-die-perfekte-welle-fand-37207886.html</link>
      <description>Die ersten Wellen spülen sie vom Brett, doch unsere Autorin gibt nicht auf. In Marokko sucht sie den perfekten Surfspot – und taucht ein in die Seele der nordafrikanischen Surfkultur</description>
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      <category>Marokko</category>
      <category>Surfen</category>
      <category>Fernreiseziele</category>
      <category>Afrika</category>
      <category>Abenteuer Outdoor</category>
      <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 08:32:00 GMT</pubDate>
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      <updated xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">2026-04-17T08:32:00Z</updated>
      <dc:creator>Emma Lehmkuhl</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Air New Zealand: Airline baut Etagenbetten in Langstreckenflieger</title>
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      <description>Ausgestreckt in einem Bett schlafen - das geht im Flieger meist nur in Business oder First Class. Eine neuseeländische Fluggesellschaft will das ändern. Das Nest in der Luft hat aber seinen Preis.</description>
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      <category>Zeit</category>
      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 10:45:36 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Ausgestreckt in einem Bett schlafen - das geht im Flieger meist nur in Business oder First Class. Eine neuseeländische Fluggesellschaft will das ändern. Das Nest in der Luft hat aber seinen Preis.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Schlafkabinen in der Economy: Das bietet Air New Zealand ab November auf Langstreckenflügen an. Die Kabinen sind Etagenbett-ähnlich angeordnet und haben Matratze, Bettzeug sowie einen Sichtschutz für die nötige Privatsphäre. Sie sollen in die neuen Boeing 787-9 Dreamliner eingebaut werden, teilt die neuseeländische Fluggesellschaft mit.</p><p>Sechs solcher Betten soll es pro Flugzeug geben – gebucht werden können sie für eine <a href="https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/was-ist-zeit--geo-beantwortet-die-grosse-frage-34812378.html" title="Endlich verstehen: Zeit" class="autolinker">Zeit</a> von vier Stunden. Für jede Schlafkabine sind zunächst zwei solcher Zeitfenster pro Flug verfügbar. In Summe könnten also zwölf Passagiere die Option in Anspruch nehmen.</p><p>Wer ein Ticket für die Economy oder Premium Economy kauft, kann ab 18. Mai einen Platz im "Skynest" für Flüge ab November 2026 hinzubuchen, so die Airline. Das kostet ab 250 Euro (495 Neuseeland-Dollar) extra.</p><p></p><p>Liegen in der Economy sind nicht neu - Betten wohl schon</p><p>Laut Air New Zealand sind es die ersten Schlafkabinen dieser Art weltweit, die eine Fluggesellschaft in der Economy anbietet. </p><p>Was es in der Economy teils schon gegen Aufpreis gibt, sind Auflagen für Sitzreihen, mit denen sich drei Plätze in eine Liegefläche verwandeln lassen - bei Lufthansa zum Beispiel. </p><p>Und bei Air New Zealand. Dort heißt das Skycouch. Das Skynest baue darauf auf und biete eine neue Möglichkeit zur Erholung auf den längsten Flügen, heißt es von der Fluggesellschaft.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Raus ins Grüne: Arschlöcher und Bier: Diese Wanderwege sind kein Witz</title>
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      <description>Abertausende Kilometer an Wanderwegen durchziehen das Land, doch Sie suchen das Besondere? Nun, wir haben ein paar Ideen.</description>
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      <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 10:08:06 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Abertausende Kilometer an Wanderwegen durchziehen das Land, doch Sie suchen das Besondere? Nun, wir haben ein paar Ideen.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die Wandersaison hat begonnen. Frische Luft, Ruhe, Hobbits, Weitblicke, Lacher, Betätigung in der Natur, Donald Trump, Bier. Wie schön! Genau das bieten Deutschlands kurioseste Wanderwege.</p><p>Trumps Mittelfinger an der Ostsee</p><p>Beim Spaziergang streckt einem Donald Trump den Mittelfinger entgegen. Ostseeurlaubern kann das passieren – und in Klein Strömkendorf unweit von Rostock wartet nicht nur der polarisierende US-Präsident im Wald. </p><p>Trump hat illustre Gesellschaft von Lenin, Honecker, Bush (dem Jüngeren), Chruschtschow und Erdogan. Lehrpfad der unholdigen Personen heißt der gut ein Kilometer kurze Skulpturenweg offiziell, doch bekannter ist er unter seinem anderen Namen: Arschlochwandelweg.</p><p>Die Begegnung mit den Figuren solle die Besucher zum Nachdenken anregen, sagte einmal die Initiatorin Marita Gronau vom Ostsee-Gutshaus, an dem der Weg startet. Er ist kostenfrei zugänglich, auf dem Hof darf man frei parken. </p><p>Und bringt es auch mehr Gäste ins Gutshaus? "In Zahlen kann ich das so nicht sagen", schreibt Gronau auf diese Nachfrage. "Aber auf jeden Fall gibt es viele lachende Gesichter, Komplimente und Gespräche." Es werde sicher positiv wirken: "Auf jeden Fall was die Stimmung in diesen Zeiten angeht."</p><p>Viel Strecke, viel Bier</p><p>Ein Bier als Belohnung nach dem Wandern? Auf dieser Strecke ist das gar keine Frage. Der Bierfernwanderweg im Bayerischen Wald passiert diverse Brauereien (mit Biergärten). Empfohlen wird, die gut 100 Kilometer auf sechs Tage zu verteilen. Sechsmal Belohnung in Form von Hellem und Weizen.</p><p>Wer nach der sechstägigen Rundtour nicht genug hat, macht noch die zwei weiteren Etappen, von denen eine über die Grenze nach Tschechien führt – dem nächsten Bierliebhaberland. Laut dem Tourismusverband sind alle Etappen an Bus und Bahn angeschlossen: "Damit Wanderer nach dem ein oder anderen "Geschmackstest" wieder gut nach Hause kommen."</p><p></p><p>Die Kombination Bier und Wandern hat die große Wanderrunde in Deutschland natürlich nicht exklusiv. Allein in Franken gibt es eine Menge. Wer besonders viel Bier auf einem Schlag erleben will, kann den 13-Brauereien-Weg bei Bamberg gehen.</p><p>Lachhafte Wanderung</p><p>Diese Wanderung ist ein Witz. Okay, der Satz ist flach, aber man kann das schon so sagen: Denn auf dem zwölf Kilometer langen Weg rund um Rohr in Franken warten 20 Witze-Stationen. </p><p>Kostprobe gefällig? "Warum gehen Ameisen nicht in die Kirche? Weil sie in Sekten sind!" Neben solchen Flachwitzen kann man an den einzelnen Stationen QR-Codes scannen und so auf dem Smartphone Videos schauen, in denen weitere Scherze erzählt wird. </p><p>Damit dürfte der Witzewanderweg mehrere Körperpartien trainieren. Die Beinmuskeln und die Lachmuskeln – okay, der war schon wieder flach.</p><p></p><p>Mittelerde im Westerwald</p><p>Für alle, bei denen das Wissen zum Buch- und Filmepos "Herr der Ringe" bei Frodo und Gandalf endet (wie beim Autor dieses Textes), eine kurze Nachhilfe: Das Auenland ist die Heimat der Hobbits in Mittelerde. Im Fan-Wiki von Herr der Ringe wird es außerdem noch so beschrieben: "Im Auenland gab es intakte Straßen, Postämter und Tavernen in Hülle und Fülle."</p><p>Das wiederum, wenn vielleicht nicht überall in Hülle und Fülle, darf man auch im Westerwald erwarten – wo der Auenlandwanderweg liegt, auf dem man sich wie in Mittelerde fühlen soll: mit Hobbit-Hütten und bekannten Gesichtern aus Herr der Ringe wie Zauberer Gandalf, Elbenprinz Legolas oder Gollum, die vom Ring besessene Kreatur, die ihr Ausruf "Mein Schatz!" berühmt gemacht hat.</p><p>Der Rundweg in der Region Sieg ist mit drei Kilometern Länge kinderfreundlich und locker an einem Nachmittag zu schaffen.</p><p></p><p>Ein Weinchen auf dem Lecker Pfädchen</p><p>Wanderer sind durstig, das wissen nicht nur die Entwickler der Bierwanderwege. Und so haben die Initiatoren des Lecker Pfädchens im Hunsrück auf rund elf Kilometer Länge gleich drei Getränkestationen aufgestellt – bestückt mit Bier und Moselwein aus der Region. Sprudelwasser gibt es auch für alle, die lieber nüchtern Strecke machen.</p><p>Die Stationen sind nach der Winterpause seit Anfang April wieder in Betrieb. Wer sich Alkoholisches herausnehmen möchte, darf nur seinen Personalausweis nicht vergessen – denn es gibt ein Lesegerät zur Alterskontrolle. Bezahlt wird indes mit Bargeld in einer Kasse des Vertrauens. </p><p></p><p>Ganz dem Motto des Weges entsprechend gibt es laut Tourismusverband sechs Genussfenster an Aussichtspunkten und diverse Rast- und Picknickplätze.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>Küste zum Verlieben: Zehn Strände, die Südfrankreich unvergesslich machen</title>
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      <description>Azurblaues Meer, duftende Pinienhaine, Traumbuchten: An dieser Küste wird aus Badeurlaub eine Liebeserklärung ans Meer. Wir stellen die zehn schönsten Strände in Südfrankreich vor</description>
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      <category>Südfrankreich</category>
      <category>Strand</category>
      <category>Mittelmeer</category>
      <category>Urlaubsziele</category>
      <category>Europa</category>
      <category>Küste</category>
      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 08:00:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Azurblaues Meer, duftende Pinienhaine, Traumbuchten: An dieser Küste wird aus Badeurlaub eine Liebeserklärung ans Meer. Wir stellen die zehn schönsten Strände in Südfrankreich vor</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Auf einer Länge von 650 Kilometern erstreckt sich die Mittelmeerküste Südfrankreichs – von der rauen Felsküste der Côte Vermeille über die Dünenlandschaften in Okzitanien bis hin zu den glamourösen Promenaden der Côte d’Azur. Die schönsten Badestellen in Südfrankreich überzeugen mit Sandstränden, umrahmt von Pinienwäldern, und Kieselstränden mit glasklarem Wasser. Hier findet jeder den perfekten Ort für eine Auszeit am Meer. Wir stellen unsere Favoriten vor: </p><h2>Calanque d’En-Vau: Baden zwischen spektakulären Felsen</h2><p>Diesen Strand muss man sich erarbeiten, doch es lohnt sich! Die Calanque d’En-Vau liegt zwischen Cassis und Marseille <strong>im Nationalpark Calanques.</strong> Calanques sind fjordartige, schmale Buchten mit steilen Kalksteinwänden. Dort ist das Meer besonders klar und türkis, was im starken Kontrast zu den hellen Felswänden steht.  </p><p>Die Bucht ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Kajaks können beispielsweise in Port-Miou bei Cassis gemietet werden. Von dort startet auch die Wanderung zum Strand. Sie dauert zwischen ein und 1,5 Stunden. Wer den Weg auf sich nimmt, sollte unbedingt festes Schuhwerk einpacken und ausreichend Verpflegung mitnehmen. Vor Ort bietet sich dann ein einzigartiger Ausblick: Der Kieselstrand gilt als einer der schönsten Strände in Südfrankreich. Er ist <strong>eingebettet zwischen schroffen Felswänden und Pinienbäumen</strong>, das türkisblaue Meer lädt zum Schwimmen und Schnorcheln ein. Wer möglichst viel Sonne mitnehmen und Touristenmassen vermeiden möchte, besucht die Bucht schon am frühen Morgen.</p><p><strong>Hinweis:</strong> In den Sommermonaten kann der Wanderweg zum Strand zeitweise wegen Waldbrandgefahr gesperrt sein. Prüfen Sie bei einem Besuch daher vorab die Begehbarkeit.</p><h2>Plage de l'Almanarre: <strong>Zwischen Kites und Flamingos</strong></h2><p></p><p>Die <strong>mittelalterliche Hafenstadt Hyères an der Côte d’Azur </strong>bietet nicht nur gemütliche Gassen, süße Lädchen und leckeres Essen, sondern gilt vor allem auch als <strong>Wassersportparadies</strong>. Kein Wunder, schließlich liegen zu ihren Füßen einige der schönsten Strände in Südfrankreich. Am Plage de l’Almanarre auf der Halbinsel Giens trifft man auf zahlreiche Kitesurferinnen und Kitesurfer. Bei Westwind bietet das Meer perfekte Bedingungen, um sich mit Brett und Kiteschirm über die Wellen tragen zu lassen und dabei das unvergleichliche Gefühl von Freiheit zu spüren. Bei Ostwind hingegen ist es in der Bucht angenehm ruhig, sodass auch Kinder gut im flachen Wasser spielen können.</p><p>Hinter dem Strand erstreckt sich noch ein weiteres Naturparadies, denn der Plage de L’Almanarre grenzt an die vier Kilometer lange <strong>Salzstraße</strong>, die auch an den Salinen von Pesquiers vorbeiführt. Heute leben hier <strong>in einem Schutzgebiet unzählige Vogelarten</strong>, die die Besucher*innen auf ornithologischen Führungen beobachten können. Die größte Artenvielfalt herrscht Mitte April. Eine Tierart ist dabei stets der Star: Die <strong>rosafarbenen Flamingos</strong>, die durch das Wasser waten und nach Nahrung suchen. </p><h2>Plage de Notre Dame: entschleunigen auf der Insel Porquerolles</h2><p></p><p>Vor der Küste der Hafenstadt Hyères liegen mehrere Inseln, die alle einen Besuch wert sind. Für Strandurlaub in Südfrankreich eignet sich besonders die Insel Porquerolles. Per Boot oder Katamaran lässt sich das Paradies im Mittelmeer gut erreichen. Dort <strong>fahren keine Autos</strong>, weshalb Strecken entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Auf der Insel befinden sich außerdem einige der schönsten Strände in Südfrankreich. </p><p><strong>Unser Tipp: </strong>der <strong>Plage de Notre Dame </strong>– ein 800 Meter langer Sandstrand mit angrenzendem Pinienwald. Vom Hafen in Porquerolles braucht man für die drei Kilometer mit dem Fahrrad rund 20 Minuten, zu Fuß dauert es 45 Minuten bis eine Stunde. 2015 wurde dieser Strand von der europäischen Organisation zur Förderung von Kultur und Tourismus in Europa zum "schönsten Strand Europas" gewählt. Noch heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv. </p><h2>Plage des Sablettes: Stadtstrand vor bunter Kulisse</h2><p></p><p>Kaum ein Ort an der Côte d’Azur mutet mehr wie ein Postkartenmotiv an als <strong>die bunte Stadt Menton,</strong> auch bekannt als "Stadt der Zitrone". Menton galt im 19. Jahrhundert als führende Region für die Zitronenproduktion, noch heute bekommt man hier besonders leckere Zitronen mit wenig Säure. Ein Highlight ist das <strong>alljährliche Zitronenfest</strong>, das von Mitte Februar bis Anfang März gefeiert wird. Im Sommer tummeln sich die Menschen wiederum am stadteigenen Strand, dem Plage des Sablettes. Der liegt am Fuße der rot-, orange- und gelbfarbenen Altbauten.</p><p>Doch nicht nur die Kulisse ist eindrucksvoll, das flache Ufer ist <strong>ideal für Familien</strong>. Im Kiesel-Sand-Mix können die Kleinen wunderbar spielen und buddeln. Zwischendurch geht es für eine <strong>Abkühlung ins seichte Wasser</strong>. Die Erwachsenen können sich in den Cafés rundherum ein Getränk oder Gebäck holen. Toiletten und Duschen machen den Aufenthalt besonders angenehm. Nach einem langen Tag am Strand schlendert man noch über die Promenade, die 2019 komplett erneuert wurde. Dort befindet sich nun eine Fußgängerzone mit Geschäften, Restaurants und Bars. Perfekt, um den Sonnenuntergang am Wasser zu genießen.</p><h2>Plage de l’Espiguette: Dünen, so weit das Auge reicht</h2><p></p><p>Sand, so weit das Auge reicht: Die Dünenlandschaft am Plage de l’Espiguette befindet sich nahe der Gemeinde Le Grau-du-Roi. Sie gehört zur Region Okzitanien, die sich von den Pyrenäen an der spanischen Grenze bis zum Mittelmeer erstreckt.</p><p>An diesem Strand begrüßt einen die <strong>nahezu unberührte Natur</strong>. Egal, wohin man schaut, überall ist Sand. Und der lädt nicht nur zum Verweilen, sondern auch zu einem Strandspaziergang ein. Insgesamt ist der Plage de l’Espiguette zehn Kilometer lang mit <strong>bis zu zwölf Meter hohen Dünen</strong>.</p><p>Letztere dürfen allerdings nicht betreten werden, um Flora und Fauna zu schützen. Denn in dem Naturschutzgebiet leben viele Zugvögel, die am Boden nisten, wie zum Beispiel einige Sandregenpfeiferarten. Hunde müssen daher auch an der Leine bleiben, Besucher sollten die markierten Wege nicht verlassen. </p><p><strong>Tipp:</strong> Wer weit nach Süden läuft, hat oft ganze Strandabschnitte für sich. </p><h2>Plage de Pampelonne: Plantschen wie die Reichen und Schönen nahe Saint-Tropez</h2><p></p><p>Saint-Tropez ist bekannt als Metropole der Reichen und Schönen an der Côte d’Azur. Hier liegen Yachten im Hafen, Luxusautos und teure Boutiquen zieren das Stadtbild. Doch manchmal besteht wahrer Luxus einfach nur darin, seine Füße in den warmen Sand zu graben, die Sonne im Gesicht zu spüren und aufs Meer zu schauen. Und auch das findet man in Saint-Tropez – und zwar am Plage de Pampelonne.</p><p>Er gilt als einer der <strong>berühmtesten und schönsten Strände </strong>in Südfrankreich und ist in fünf Abschnitte unterteilt, die jeweils eine eigene Zufahrtsstraße haben. Hier findet man den perfekten Mix aus Entspannung und Trubel. Vor allem morgens ist es noch ruhig und fast verschlafen. In der Luft liegt der<strong> Duft von Pinienwäldern und Salz.</strong> Im Laufe des Tages nimmt der Trubel zu, wenn die Yachten anlegen und die Bars, Beachclubs und Restaurants eröffnen. Auch Wassersportfans kommen hier nicht zu kurz: Es gibt Bootstouren, man kann Jet-Ski ausleihen, Wakeboard fahren oder Stand-Up-Paddling ausprobieren.</p><h2>Plage de la Mala: klein, aber fein</h2><p></p><p>Zwischen Nizza und Menton befindet sich ungefähr in der Mitte das Cap d’Ail mit einem der schönsten Strände der Region. Der Plage de la Mala ist mit nur 200 Meter Länge klein, aber fein. Man<strong> erreicht ihn entweder per Boot oder zu Fuß</strong>. Vom Bahnhof Cap d’Ail führt ein Küstenweg über rund 850 Meter dorthin. Für die Strecke braucht man je nach Tempo zehn bis 15 Minuten. Vor Ort erstreckt sich der Strand entlang einer begrünten Bucht. Felsen ragen rechts und links in den Himmel, und das türkise Wasser schwappt an den Strand. </p><p>Der Plage de Mala bietet eine<strong> Mischung aus Sand- und Kiesstrand</strong>. Im klaren Wasser kann man wunderbar schnorcheln oder schwimmen, wer sich in der Sonne entspannen will, mietet eine Sonnenliege oder nimmt in einem der beiden Strandrestaurants Platz, die auch jeweils über einen privaten Strandabschnitt verfügen, es gibt aber auch einen öffentlichen Bereich, um sein Handtuch auszubreiten.</p><h2>Calanque de Mugel: besondere Ausblicke im Nationalpark</h2><p></p><p>In der Nähe von Cassis, im östlichen Teil des Nationalparks Calanques, befindet sich die Calanque de Mugel. Sie unterteilt sich in die Strände Le Petit Mugel und Le Grand Mugel. Während man zu anderen Calanques oft lange wandern muss, sind diese beiden Buchten leicht zugänglich.</p><p>Der Kieselstrand von <strong>Le Petit Mugel</strong>, dem kleineren der beiden, bietet besonders klares Wasser und ein ruhiges Ambiente. <strong>Le Grand Mugel </strong>ist belebter. Hier befindet sich auch ein Restaurant.</p><p>Wer die Umgebung der Calanques erkunden will, kann den zwölf Hektar großen <strong>botanischen Park </strong>besuchen. In dem Parc de Mugel wachsen seltene Pflanzen sowie unterschiedlichste Bäume, darunter Kastanien, Johannisbrotbäume, Lorbeerbäume und Strandkiefern. Den besten Ausblick auf das Meer hat man von einem 82 Meter hohen Aussichtspunkt. Der Weg nach oben ist allerdings eher steil, daher ist festes Schuhwerk von Vorteil.</p><h2>Plage de l’Estagnol: ein flacher Strand für Familien</h2><p></p><p>Wer Strandurlaub in Südfrankreich machen möchte, sollte unbedingt den Plage de l‘Estagnol bei Bormes-les-Mimosas besuchen. Der weiße Sandstrand liegt <strong>in einer geschützten Bucht mit Pinienwäldern</strong>. Da das Wasser hier sehr flach ist, eignet er sich besonders gut für Familien mit Kindern. Vor Ort gibt es ein Restaurant, einen Strandshop, und es können Kajaks und SUP-Boards ausgeliehen werden.</p><p>Der Strand liegt rund sieben Kilometer vom Stadtzentrum von Bormes-les-Mimosas entfernt. Wer mit dem Auto anreist, findet in der Nähe einen kostenpflichtigen Parkplatz. Der Plage de l’Estagnol ist aber auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. </p><h2>Plage d'Èze-sur-Mer: Kiesstrand für Sonnenanbeter</h2><p></p><p>Der Plage d‘Èze-sur-Mer liegt zu Füßen des mittelalterlichen Dorfes Èze an der Côte d'Azur. Es befindet sich direkt an der Küstenstraße zwischen Nizza und Monaco und ist somit ideal angebunden. Der Ort Èze ist ein Highlight für sich mit seiner <strong>schönen Altstadt mit kleinen Gassen</strong>, die auf einem Hügel über dem Meer thront. Sehenswert ist der Jardin Exotique, und auch der Blick auf die Bucht lohnt sich.</p><p>Nach einem Besuch im Ort geht es runter zum Strand. Den Plage d‘Èze-sur-Mer erreicht man am besten zu Fuß – <strong>vom Bahnhof in Èze sind es nur rund 300 Meter</strong>. Parkplätze sind in der Gegend begrenzt.</p><p>Der Strand eignet sich optimal für alle, die sich bräunen wollen, denn hier gibt es wenig Schatten. Es empfiehlt sich also, einen Sonnenschirm mitzunehmen. Und wie an vielen Kieselstränden sind Wasserschuhe ein Muss, um bequem ins Meer zu gelangen. Das Wasser ist hier so klar, dass man wunderbar <strong>schnorcheln </strong>und dabei die Unterwasserwelt entdecken kann. Im Vergleich zu den Nachbarstränden führt dieser Strandzugang eher an einen ruhigen Ort. Optimal für Menschen, die Entspannung abseits der Massen suchen. </p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Maike Frye</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Wegen Iran-Krieg: Tui Cruises sagt Orientreisen für Wintersaison ab</title>
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      <description>Noch immer sitzen zwei Schiffe der Reederei im Persischen Golf fest - für die nächste Wintersaison hat Tui Cruises nun Klarheit geschaffen. Sie sind damit nicht die Ersten. Was das für Reisende heißt.</description>
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      <category>Norwegen</category>
      <category>Kanaren</category>
      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 14:55:43 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Noch immer sitzen zwei Schiffe der Reederei im Persischen Golf fest - für die nächste Wintersaison hat Tui Cruises nun Klarheit geschaffen. Sie sind damit nicht die Ersten. Was das für Reisende heißt.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Tui Cruises hat wegen der Lage im Nahen Osten seine geplanten Orientrouten für die kommende Wintersaison abgesagt. Das betrifft Kreuzfahrten mit dem neuesten Schiff der Flotte, der "Mein Schiff Flow", zwischen Oktober 2026 und Mai 2027. Statt in den Persischen Golf mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman wird das Schiff zu Reisen nach Nord- und Westeuropa ablegen, unter anderem nach <a href="https://www.geo.de/reisen/reiseziele/themen/norwegen-30016766.html" title="Reiseziel: Norwegen" class="autolinker">Norwegen</a> und in Richtung <a href="https://www.geo.de/reisen/reiseziele/kanaren-inseln-des-ewigen-fruehlings-30176792.html" title="Kanaren: Kanaren" class="autolinker">Kanaren</a>. Diese neu aufgelegten Reisen seien ab Ende April buchbar. Alle betroffenen Gäste beziehungsweise Reisebüropartner seien bereits informiert worden, teilte Tui Cruises mit.</p><p>Unterdessen liegen zwei Schiffe der Reederei weiter in der Region fest: die "Mein Schiff 4" in Abu Dhabi und die "Mein Schiff 5" in Doha. Beide können den Persischen Golf wegen der angespannten Lage rund um die Straße von Hormus noch immer nicht sicher verlassen. Mehrere geplante Kreuzfahrten dieser Schiffe mussten deshalb schon abgesagt werden.</p><h2>Aida und andere hatten schon entschieden</h2><p>Auch Aida Cruises wird kommenden Winter nicht im Orient unterwegs sein. Schon Mitte März hatte die Reederei die geplanten Reisen der "Aida Prima" in der Region abgesagt. Betroffene, die bis Mitte Mai auf eine andere Reise umbuchen, bekommen laut Aida einen Bordguthabenbonus dafür. Auch MSC Cruises und Costa haben schon Kreuzfahrten in die Region für den Winter 2026/27 abgesagt. Wird eine Kreuzfahrt gestrichen, müssen betroffene Kunden nicht auf Umbuchungsangebote einer Reederei eingehen. Sie können stets auch den Reisepreis zurückverlangen.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Reiserecht: Schiffslärm in Kabine: Kreuzfahrer bekommen Entschädigung</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/reiserecht--schiffslaerm-in-kabine--kreuzfahrer-bekommen-entschaedigung-37308212.html</link>
      <description>Von wegen stiller Ozean: Ein Paar fand auf See nachts vor Lärm kaum Schlaf und verlangte deshalb einen Teil des Reisepreises zurück. Wie viel das Gericht ihnen zusprach.</description>
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      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 12:54:38 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Von wegen stiller Ozean: Ein Paar fand auf See nachts vor Lärm kaum Schlaf und verlangte deshalb einen Teil des Reisepreises zurück. Wie viel das Gericht ihnen zusprach.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Stören Geräusche von Motoren und Generatoren auf einem Kreuzfahrtschiff die Nachtruhe, ist das ein Reisemangel. In so einem Fall ist nach einem Urteil des Amtsgerichts Schöneberg in Berlin eine Reisepreisminderung von 20 Prozent für jeden Tag gerechtfertigt, an dem das Problem besteht. (Az.: 2 C 128/20) Über die Entscheidung hat die Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell" berichtet.</p><p>Geklagt hatte eine Frau, die mit ihrem Mann eine elftägige Kreuzfahrt gebucht hatte. Bereits tagsüber seien die Generatoren in der Kabine zu hören gewesen, nachts kamen dann noch die Geräusche des Schiffsmotors dazu. An Schlafen sei nicht zu denken gewesen – selbst mit Stöpseln in den Ohren.</p><p>Reisemangel angezeigt, Zeugen benannt</p><p>Bereits am ersten Tag hat sich die Passagierin wegen des Lärms an den Reiseleiter gewandt und eine andere Kabine verlangt – das war nicht möglich, weil das Schiff ausgebucht war. Einige Tage später rügte sie den Mangel gegenüber dem Reiseveranstalter.</p><p>Das alles ist wichtig, denn damit Entschädigungen wegen Reisemängeln geltend gemacht werden können, sollten Reisende sie möglichst umgehend dem Veranstalter mitteilen. Denn er muss die Möglichkeit bekommen, Abhilfe zu schaffen. Das war in dem Fall nicht möglich. </p><p>Zudem sollte man einen Reisemangel belegen können – durch Fotos, Videos oder gegebenenfalls auch mit Zeugenaussagen anderer Reisender. In diesem Fall bezeichneten andere Reisende, die in der Kabine der Kläger gewesen waren, die gemeinsame Geräuschkulisse von Generatoren und Motor laut Gericht als unzumutbar. Und bestätigten, dass der Motor teils nachts lief.</p><p>Kombination aus Generatoren und Motor ist zu viel</p><p>Tatsächlich machte das Gericht eine Unterscheidung: Die für die Stromerzeugung an Bord permanent laufenden Generatoren seien noch ein normales Betriebsgeräusch, das hinzunehmen sei. Kam allerdings noch das Motorengeräusch hinzu, habe das in dem Fall zu einer nicht hinnehmbaren Lärmbelästigung geführt.</p><p>Passierte das nur am Tag und störte den Aufenthalt in der Kabine, berechtigt das laut Urteil zu einer Minderung von zehn Prozent des Tagesreisepreises. An Tagen, wo der Motor auch nachts lief und damit die Lärmbelästigung die Nachtruhe störte, seien 20 Prozent angemessen.</p><p>Letztlich sprach das Gericht dem Paar, das gut 13.000 Euro für die Kreuzfahrt gezahlt hatte, eine Minderung in Höhe von 1.480 Euro zu.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Ornithologie: Reiseziele für Naturfreunde: Welcher Vogel lässt sich wo beobachten?</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/reisequiz/quiz--die-besten-reiseziele-fuer-die-vogelbeobachtung-37287840.html</link>
      <description>Manche Reiseziele ziehen Vogelliebhaber magisch an. Schließlich sieht man Kolibris und Puffins nicht alle Tage. Quizzen Sie sich durch die besten Reiseländer für Ornithologie-Fans</description>
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      <category>Quiz</category>
      <category>Vögel</category>
      <category>Ornithologie</category>
      <category>Fernreiseziele</category>
      <category>Reisen</category>
      <category>Natur</category>
      <pubDate>Tue, 14 Apr 2026 07:55:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Manche Reiseziele ziehen Vogelliebhaber magisch an. Schließlich sieht man Kolibris und Puffins nicht alle Tage. Quizzen Sie sich durch die besten Reiseländer für Ornithologie-Fans</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Manche Reiseziele ziehen Vogelliebhaber magisch an. Schließlich sieht man Kolibris und Puffins nicht alle Tage. Quizzen Sie sich durch die besten Reiseländer für Ornithologie-Fans</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Iona Marie Schlußmeier</dc:creator>
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      <title>Stauprognose: Die Ruhe kehrt zurück auf die Autobahnen - eigentlich</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/stauprognose--die-ruhe-kehrt-zurueck-auf-die-autobahnen---eigentlich-37303864.html</link>
      <description>Endlich entspannter unterwegs? Trotz Ferienende und Frühlingsausflügen bleibt’s am Wochenende eher ruhig. Allerdings können 826 Baustellen und Vollsperrungen für Trubel sorgen. Wo dauert es länger?</description>
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      <category>Bremen</category>
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 10:40:54 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Endlich entspannter unterwegs? Trotz Ferienende und Frühlingsausflügen bleibt’s am Wochenende eher ruhig. Allerdings können 826 Baustellen und Vollsperrungen für Trubel sorgen. Wo dauert es länger?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Autofahrer dürften sich aktuell vor allem beim Tanken über die hohen Spritpreise aufregen. Da trifft es sich gut, dass die Nerven in anderen Situationen entspannter bleiben können. So kehrt am kommenden Wochenende (17. bis 19. April) "wieder Ruhe auf den Straßen ein", so der Auto Club Europa (ACE).</p><p>Da falle auch das Ende der Osterferien im Saarland und in Thüringen nur gering ins Gewicht. Laut ADAC bringt etwa das Ferienende in Thüringen nur leichten Rückreiseverkehr aus dem Süden und von der Ostseeküste. Der wiederum kann sich dann - vor allem bei schönem Frühlingswetter - zusammen mit zahlreichen Tagesausflüglern speziell am Sonntagnachmittag bemerkbar machen.</p><p>Ansonsten dürften sich bei schönem Wetter einige Wander- und Wochenendausflügler speziell am Freitagnachmittag sowie am Samstagvormittag auf den Weg in die Alpen oder zu anderen Ausflugszielen machen. Regional kann es rund um Stuttgart wegen des Stuttgarter Frühlingsfestes (18. April bis 10. Mai) zu mehr Verkehr kommen. </p><p>Baustellen sind Nadelöhre und der Elbtunnel wird wieder gesperrt</p><p>Im Prinzip herrscht Normalbetrieb auf den Autobahnen. Dazu zählt aber eben auch wieder der typische Berufsverkehr, speziell am Freitagnachmittag. Gewarnt wird zudem vor höherer Staugefahr im Bereich von Baustellen, von denen der ADAC aktuell 826 zählt. Damit sei der jahreszeitliche Höchststand noch nicht erreicht.</p><p>Auch bei Sperrungen von Autobahnteilstücken kann es natürlich länger dauern. Prominentes Beispiel: Im Norden beginnt auf der A 7 (Hannover – Flensburg) am Freitag (22.00 Uhr) zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld (32) und Hamburg-Stellingen (26) in beiden Richtungen die Vollsperrung des Elbtunnels, die bis Montagmorgen (5.00 Uhr) anhält. Eine Umleitung ist eingerichtet.</p><p>Der ACE erwartet auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):</p><p>A 1Köln – Dortmund – Münster – <a href="https://www.geo.de/reisen/reiseziele/staedtereise-bremen-30185452.html" title="Städtereise: Bremen" class="autolinker">Bremen</a> – Hamburg – LübeckA 3Würzburg – Frankfurt – Köln – OberhausenA 5Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – BaselA 6Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – NürnbergA 7Flensburg – Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/ReutteA 8Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – SalzburgA 10Berliner RingA 59Düsseldorf – Köln – BonnA 81Heilbronn – StuttgartA 93Kiefersfelden – RosenheimA 99Autobahnring München</p><p>Für Österreich erwarten die Verkehrsclubs ebenfalls keine größeren Verzögerungen auf den Transitstrecken. "Transitreisende sollten bis auf wenige Ausnahmen zügig vorankommen", sagt etwa der ACE voraus.</p><p>Doch Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen.</p><p>Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.</p><p>Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich</p><p>Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.</p><p>Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.</p><p>Auch in der Schweiz geht es meist reibungslos</p><p>In der Schweiz rechnet der ACE mit Ausnahme des Berufsverkehrs am Freitag mit einem vergleichsweise moderaten Verkehrsaufkommen. Zu Verzögerungen komme es am ehesten auf der Gotthardroute vor dem Tunnel. "Längere Wartezeiten" sind demnach jedoch nicht zu erwarten.</p><p>Der ADAC nennt neben der Gotthardroute (A 2) die Lage zudem noch auf folgenden Strecken aufgrund von Bauarbeiten als "angespannt":</p><p>A 1 Bern – Zürich – St. MargrethenA3 Basel – Zürich – Chur</p><p>                   ASFINAG-Reisezeiten                           ADAC-Infos zur Sanierung der Lueg-Brücke auf der Brennerautobahn               </p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>Psychologie: Warum wir uns im Urlaub so schnell verlieben</title>
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      <description>Sonne, Strand, Sommerflirt: Psychologin und Paarberaterin Lisa Fischbach erklärt, wie Urlaubsromanzen entstehen – und woran wir erkennen, ob daraus eine echte Beziehung werden kann</description>
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      <category>Urlaub</category>
      <category>Liebe</category>
      <category>Beziehung</category>
      <category>Psychologie</category>
      <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 07:17:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Sonne, Strand, Sommerflirt: Psychologin und Paarberaterin Lisa Fischbach erklärt, wie Urlaubsromanzen entstehen – und woran wir erkennen, ob daraus eine echte Beziehung werden kann</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p><strong>GEO:</strong> <strong>Frau Fischbach, stimmt der Eindruck: Wir verlieben uns im Urlaub schneller als zu Hause?</strong></p><p>Lisa Fischbach: Ja. Ohne Verpflichtungen und mit weniger Stress sind die Voraussetzungen fürs Verlieben besser. Wir können uns dann emotional oft viel schneller öffnen.</p><p><strong>Was macht der Urlaub psychologisch mit uns, bevor überhaupt ein Flirt beginnt?</strong></p><p>Urlaub versetzt uns in eine positiven emotionale Stimmungslage. Wir sind vom Korsett der Pflichten, To-Dos und Timings befreit. Neue Reize und ein Gefühl von Freiheit kurbeln Dopamin an. Zudem sind wir offener, neugieriger und entspannter – genau die innere Haltung, die Nähe überhaupt erst möglich macht. Es entsteht Raum für eine andere Wahrnehmung und echte Begegnungen, noch bevor der erste Flirt beginnt.</p><p><strong>Der Urlaub ist ja eine Art Ausnahmezustand. Ist das aus psychologischer Sicht eine gute Voraussetzung, um sich zu verlieben?</strong></p><p>Absolut, allerdings mit Einschränkungen. Die emotionale Offenheit und das Loslassen von Alltagspflichten begünstigen Nähe und spontane Verbindung. Gleichzeitig fehlt aber der Realitätscheck: Wir erleben den anderen in einem nicht typischen Kontext, fern von Stress, Verantwortung und Arbeit. Das kann Gefühle intensivieren, aber auch verzerren. Verlieben gelingt im Urlaub leichter – die Frage ist eher, wie tragfähig dieses Gefühl außerhalb dieser besonderen Bedingungen bleibt.</p><p><strong>Was unterscheidet denn einen Urlaubsflirt von einer Urlaubsliebe?</strong></p><p>Der Unterschied liegt in der Tiefe der emotionalen Verbindung. Ein reiner Flirt bleibt meist auf körperlicher Anziehung und dem Urlaubszauber beschränkt. Eine echte Urlaubsliebe entsteht, wenn beide sich auch emotional öffnen – über Werte, Ziele und Träume sprechen. Dann wird aus der oberflächlichen Anziehung echte Nähe.</p><p><strong>Eignen sich bestimmte Urlaubsarten besonders, sich unterwegs zu verlieben? Und gibt es Reiseziele, an denen es Ihrer Erfahrung nach besonders häufig funkt?</strong></p><p>Ja, vor allem Reisen mit viel sozialer Interaktion. Gruppenreisen, Backpacking oder Aktivitäten wie Surfcamps oder Wanderreisen fördern Begegnungen auf Augenhöhe. Orte mit entspannter, offener Atmosphäre begünstigen ebenfalls Kontakt. Weniger entscheidend ist das konkrete Reiseziel als die Struktur: Wer alleine reist oder in offenen Settings unterwegs ist, hat schlicht mehr Gelegenheiten für Begegnung – und damit auch fürs Verlieben.</p><p></p><p><strong>Urlaubsromanzen wirken oft in kürzester </strong><a href="https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/was-ist-zeit--geo-beantwortet-die-grosse-frage-34812378.html" title="Endlich verstehen: Zeit" class="autolinker"><strong>Zeit</strong></a><strong> sehr tief. Was beschleunigt diese Gefühle?</strong></p><p>Das Tempo beim Verlieben kommt durch mehrere Faktoren: hohe emotionale Verfügbarkeit, ständige gemeinsame Zeit, der Reiz des Neuen und das Wissen um die begrenzte Zeit. Unter diesen Bedingungen werden wir intensiv vom Kuschelhormon Oxytocin überflutet. Gleichzeitig idealisieren wir den anderen, weil wir ihn nur in seiner besten Version erleben. </p><p><strong>Sie arbeiten mit Singles und Paaren: Gibt es typische Persönlichkeits‑ oder Bindungstypen, die sich besonders schnell im Urlaub verlieben?</strong></p><p>Menschen mit einem sicherem Bindungsstil und hoher Offenheit für neue Erfahrungen verlieben sich im Urlaub eher schneller. Auch Menschen, die einen unsicher-vermeidenden Bindungsstil haben, können sich auf einen Urlaubs-Crush leichter einlassen, weil das Risiko von zu großer Nähe geringer zu sein scheint – die gemeinsame Zeit ist ja begrenzt. Gleichzeitig spielen Lebensphasen eine Rolle: Wer gerade offen für Veränderung ist oder sich nach Nähe sehnt, ist empfänglicher für Verliebtheit. Der Urlaub kann wie ein Katalysator wirken und Wünsche verstärken.</p><p><strong>Was passiert psychologisch, wenn wir mit einer Urlaubsliebe im Gepäck nach Hause kommen?</strong></p><p>Dann prallen zwei Welten aufeinander. Die Beziehung muss sich plötzlich im Alltag bewähren – mit Zeitdruck, Verpflichtungen und realistischen Erwartungen. Die rosarote Brille bekommt Kratzer. Es werden Unterschiede sichtbar, die der Urlaub überspielt hat. Im gewohnten Umfeld und Alltag zeigen sich Seiten der Persönlichkeit, die oft von der "Urlaubs-Persönlichkeit" abweichen. Daher steht das Miteinander auf einer Bewährungsprobe – man muss sich ein zweites Mal kennenlernen. </p><p><strong>Viele erzählen, dass der "Zauber" nach der Rückkehr bröckelt. Woran merken Menschen, dass es eher eine kurze Affäre war als eine tragfähige Beziehung?</strong></p><p>Ein wichtiges Zeichen ist, wenn die Verbindung im Alltag schnell an Tiefe verliert. Wenn Gespräche oberflächlicher werden, gemeinsame Zukunft kaum Thema ist oder die Motivation sinkt, sich real zu sehen, spricht das eher für eine situative Romanze. Auch wenn man merkt, dass man sich vor allem nach dem Gefühl im Urlaub sehnt – weniger nach der konkreten Person – ist das ein Hinweis auf eine eher kurzfristige Verbindung.</p><p><strong>Was raten Sie Klient*innen, die kurz davor sind, für eine Urlaubsromanze ihr Leben umzukrempeln – Job kündigen, umziehen, alles auf eine Karte setzen?</strong></p><p>Große Entscheidungen sollten nie aus einer emotionalen Hochphase heraus getroffen werden. Wichtig ist, die Beziehung im Alltag zu testen: Besuche, gemeinsames Planen, auch Konflikte erleben. Erst wenn sich zeigt, dass die Verbindung auch unter realen Bedingungen trägt, kann man über größere Schritte nachdenken. Gefühle allein sind keine ausreichende Entscheidungsgrundlage, gerade der Hormon-Cocktail beim Verlieben vernebelt die Sinne.</p><p><strong>Aus Ihrer Erfahrung: Unter welchen Bedingungen hat eine Urlaubsliebe realistische Chancen, eine stabile Beziehung zu werden?</strong></p><p>Wenn beide nach dem Urlaub aktiv den Alltag teilen, regelmäßig Zeit einplanen und offen über Erwartungen sprechen. Wichtig ist auch, dass man ähnliche Lebensziele und Werte hat. Das zeigt sich meist erst im alltäglichen Leben.</p><p><strong>Gibt es Warnsignale, bei denen Sie klar sagen würden: Das ist eher ein schönes Ferienkapitel – bitte nicht zur Lebensentscheidung machen.</strong></p><p>Wenn sich zu Hause deutlich große Unterschiede in Lebensstil oder Werten zeigen, die im Urlaub nicht Thema waren oder überlagert wurden, lohnt sich ein zweiter, kritischer Blick. Auch wenn man merkt, dass die Anziehung vor allem auf dem Urlaubsfeeling beruhte. Ferienstimmung, Abenteuer, Party und Alkohol können Gefühle einseitig beeinflussen. Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn sich Altlasten zeigen – etwa, wenn einer von beiden schon vor der Reise emotional nicht frei war. </p><p><strong>Wenn Sie unseren Leser*innen abschließend einen Tipp mitgeben könnten: Wie lässt sich eine Urlaubsromanze so leben, dass sie guttut, ganz gleich, wie sie endet?</strong></p><p>Ganz bei sich bleiben und sich bewusst machen, wie es sich anfühlt, wenn nach dem Urlaub alles enden könnte. Auf jeden Fall offen über Gefühle und Erwartungen sprechen. So bleibt die Erfahrung auch dann wertvoll, wenn es kein "danach" gibt.</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Corinna Heinicke</dc:creator>
    </item>
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      <title>Beschäftigte im Ausstand: Neue Streiks bei Lufthansa: Was Passagiere wissen müssen</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/beschaeftigte-im-ausstand--neue-streiks-bei-lufthansa--was-passagiere-wissen-muessen-37302660.html</link>
      <description>Der Arbeitskampf bei der Lufthansa nimmt kein Ende. Piloten, Flugbegleiter und zum Ende der Woche wieder die Piloten. Welche Rechte haben betroffene Reisende?</description>
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      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 10:21:23 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Arbeitskampf bei der Lufthansa nimmt kein Ende. Piloten, Flugbegleiter und zum Ende der Woche wieder die Piloten. Welche Rechte haben betroffene Reisende?</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Passagiere von Lufthansa müssen sich noch bis Freitag auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Die Vereinigung Cockpit hat die nächsten Pilotenstreiks angekündigt. Am Donnerstag und Freitag sollen die Lufthansa und die Lufthansa Cityline bestreikt werden, nur am Donnerstag auch Eurowings. </p><p>Es ist die nächste Streikwelle, die den Konzern trifft. Die Piloten waren zuletzt erst am Wochenanfang im Streik, aktuell - Mittwoch und Donnerstag - streiken nach einem Aufruf der Gewerkschaft Ufo die Flugbegleiter bei Lufthansa und Lufthansa Cityline. </p><p>Zu spüren bekommen das die Passagiere in Form zahlreicher Streichungen.</p><p>Darauf müssen sich Passagiere einstellen</p><p>Die Lufthansa rät Passagieren, den Flugstatus zu prüfen, bevor sie zum Flughafen fahren. Wer über ein Reisebüro gebucht habe, solle sich dorthin wenden. </p><p>Wer von Annullierungen und Umbuchungen betroffen sei, den will die Airline aktiv per E-Mail über die aktuelle Situation informieren, hieß es. Möglichst viele Flüge sollen von anderen Airlines der Lufthansa-Gruppe und von Partner-Fluggesellschaften durchgeführt werden. Gleiches gilt für Eurowings.</p><p>Informationen über mögliche Umbuchungen und Erstattungen finden Betroffene auf einer aktuellen Informationsseite der Lufthansa und von Eurowings.</p><p>Doch was ist, wenn man die Beförderung in Anspruch nehmen will, und der Flug gestrichen wird? Dann bestehen grundsätzlich folgende Rechte:</p><p>1. Recht auf Ersatzbeförderung</p><p>Man hat auch bei streikbedingten Flugausfällen laut EU-Verordnung für Fluggastrechte ein Recht auf Ersatzbeförderung - das gilt ebenso bei absehbaren, großen Verspätungen von mehr als fünf Stunden. </p><p>Airlines müssen das schnellstmöglich organisieren und auch Flüge von Wettbewerbern prüfen. Lufthansa schreibt online, Passagiere würden im Fall einer Annullierung kostenlos und in der Regel automatisch auf einen anderen Flug umgebucht. Gerade bei gestrichenen innerdeutschen Verbindungen kann auch das Umwandeln in eine Bahnfahrkarte eine Option sein - bei Lufthansa geht das über den "Good for train"-Service.</p><p>Wird aber nicht zeitnah eine Ersatzbeförderung angeboten, dürften Reisende selbst aktiv werden und einen alternativen Flug buchen. Das Geld dafür können sie dann von der Lufthansa zurückfordern.</p><p>Natürlich besteht bei Flugausfällen und großen Verspätungen auch die Möglichkeit, sich den Ticketpreis erstatten zu lassen. Aber Vorsicht: Man muss sich dann selbst darum kümmern, wie man ans Ziel kommt.</p><p></p><p>2. Recht aus Verpflegung und Hotelzimmer</p><p>Man hängt am Airport fest, weil der Flug ausfällt - oder muss eine Nacht länger im Reiseland bleiben? Die Fluggesellschaft muss in solchen Fällen in gewissen Rahmen für Getränke und Essen aufkommen. Außerdem muss sie notwendige Hotelübernachtungen zahlen. Pauschalreisende müssen sich an den Veranstalter wenden, der das organisieren muss.</p><p>3. Recht auf Entschädigung</p><p>250 bis 600 Euro: Das sind Entschädigungen, die betroffenen Passagieren bei kurzfristigen Flugausfällen zustehen können - die Summe ist abhängig von der Länge des Fluges. Auch bei streikbedingten größeren Verspätungen am Ziel und bei Ersatzflügen, die mindestens eine Stunde früher als eigentlich geplant abheben, kommt das in Betracht. Das sollte man prüfen. </p><p>Grundsätzlich gilt: Streiks vom eigenen Personal gelten laut der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs nicht als außergewöhnliche Umstände, mit denen sich die Airline von Entschädigungsforderungen freimachen kann. Denn diese Streiks liegen in ihrem Einflussbereich. Bei Fluglotsenstreiks wäre das beispielsweise anders.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Hamburg: Die Reeperbahn – 400 Jahre und stetig im Wandel</title>
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      <description>Die berühmteste Straße der Republik steckt voller Geschichte - und ist weit mehr als eine sündige Meile. Ortsbesuch auf dem Kiez, wo Beatles-Fans beim Friseur niederknien und Tätowierer Promis sind.</description>
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      <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 22:05:08 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Die berühmteste Straße der Republik steckt voller Geschichte - und ist weit mehr als eine sündige Meile. Ortsbesuch auf dem Kiez, wo Beatles-Fans beim Friseur niederknien und Tätowierer Promis sind.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p> Eva Decker ist keine Hamburgerin. Und doch gibt es, wenn es um die Geschichte der Reeperbahn geht, kaum eine kundigere Gästeführerin als die gebürtige Wienerin. </p><p>Für Decker ist die Geschichte von St. Pauli und damit die der Reeperbahn zu einem Lebensthema geworden. Zehn Jahre lang war sie wissenschaftliche Leiterin des St. Pauli Museums. </p><p>Dieses Museum – nicht zu verwechseln mit dem FC St. Pauli – gibt es nicht mehr. Also hat die 52-Jährige ausgewählte Exponate an verschiedenen Originalschauplätzen platziert. Der Titel ihrer Führung: "Reliquien der Reeperbahn". Die Straße feiert dieses Jahr ihren 400. Geburtstag.</p><p>Anfänge der Amüsierkultur</p><p>Die Runde beginnt bei den "Tanzenden Türmen". Die zwei markanten Hochhäusern markieren den östlichen Eingang. Von hier bis zum Nobistor, dem anderen Ende der Reeperbahn, sind es rund 930 Meter. "Ab 1626 wurden hier Schiffstaue hergestellt", sagt die freiberufliche Historikerin Decker. </p><p></p><p>Den Reepschlägern, die vorher im Schatten des nahen Michel ihre Taue fertigten und wegen des Baues der Wallanlagen umziehen mussten, verdankt die Straße ihren Namen. Es waren angesehene und gut bezahlte Handwerker. Die Schiffstakelage, die sie herstellten, mussten einiges aushalten. </p><p>Frühe Hinweise auf ihr Wirken finden sich auch in einer Karte von 1786, die Decker nun hochhält. In dieser Karte war die Reeperbahn noch eine staubige Landstraße außerhalb der Stadtmauern von Hamburg. Dann zeigt Decker eine Lithographie aus dem Jahre 1826: Man sehe "flanierendes Bildungsbürgertum" und im Hintergrund den "Trichter". Anfangs ein schlichter Pavillon wurde er später ein populäres Konzerthaus. </p><p>Der Trichter markiert die Anfänge der Amüsierkultur auf St. Pauli. Im "Arcotel Onyx", einem Hotel neben den Tanzenden Türmen, präsentiert Decker in einer Vitrine das feine Besteck, mit dem einst im Trichter getafelt wurde. Dann holt sie ein Fotoalbum heraus, mit Autogrammkarten und Bildern aus dem Trichter, aufgenommen in den 1940er Jahren – auch in der NS-Zeit lief das Varieté-Programm weiter. </p><p></p><p>Ein Stück Tankstelle in der Tiefgarage</p><p>Fast zeitgleich entstand ein Foto, das Bauarbeiten auf dem benachbarten Spielbudenplatz zeigt, "dem Kulturpflaster St. Paulis". Damals entstand hier ein Bunker, der nach dem Krieg, so planten es bereits die Nationalsozialisten, als Tiefgarage genutzt werden sollte. </p><p>Decker lotst ihre Gäste durch die Tiefgarage zu einem Schild, dass so ziemlich das Einzige ist, was von der legendären Esso-Tankstelle geblieben ist, die früher jeder Kiezgänger kannte, weil man dort rund um die Uhr tanken konnte. Seit 2014 klafft eine große Brache, wo die Tankstelle stand. Im Kiezjargon der "Platz der leeren Versprechungen". </p><p>In der unmittelbaren Nachbarschaft sind die Holzbuden, die Schausteller Ende des 18. Jahrhunderts errichteten, längst Spielstätten gehobener Unterhaltung gewichen. Einige, wie das Panoptikum oder das St. Pauli Theater, haben mehr als ein Jahrhundert auf dem Buckel.</p><p>Die Wache gegenüber von St. Liederlich</p><p>Das gilt auch für die Davidwache, die ihren Sitz seit 1914 mitten im Amüsierviertel hat. "Strategisch günstig gelegen", sagt Decker. </p><p>Denn auf der anderen Straßenseite beginnt "St. Liederlich", wie diese Ecke schon in den 1840er Jahren genannt wurde. Damals gab es in der Davidstraße mehrere größere Bordelle. In der Zeit entdeckten die Seeleute das Viertel. Kurz zuvor war in Höhe der heutigen Landungsbrücken ein neuer Hafen entstanden. Das Gewerbe expandierte. </p><p>Um 1900 reagierte die Stadt und erlaubte Bordelle nur noch in wenigen Straßen, von denen die Herbertstraße heute die bekannteste ist. Die Sichtblenden zu beiden Seiten dieser Straße wurden 1933 von den Nationalsozialisten errichtet, die das Gewerbe eindämmen und kontrollieren wollten. Seit 2024 stehen die Sichtblenden unter Denkmalschutz.</p><p></p><p>Eine Meile im Wandel</p><p>Am Hans-Albers-Platz stoppt Decker vor einem Laden, der "Rotlicht" heißt. Im Schaufenster: ein Paar knallrote Moonboots. Sie wärmten einst die Füße einer Prostituierten. Und doch ist "die sündigste Meile der Welt" ein Bild, das nicht mehr so ganz passen will, weil die Reeperbahn sich wandelt: immer weniger Rotlicht, immer mehr Musik- und Unterhaltungsprogramm. </p><p>Es ist eine Gemengelage, die fasziniert, die Touristen von nah und fern anlockt, Pärchen und Punker genauso wie Landfrauen-Gruppen und Junggesellenabschiede. </p><p>Sicher, wenn ein Szene-Typ wie Marco Apfler um die Ecke kommt, dann drehen sich die Leute um, dann lebt vielleicht auch das eine oder andere Vorurteil auf. Der Tätowierer, selbst von Kopf bis Fuß zugestochen, ist quasi ein Werbeträger in eigener Sache und hat keine Scheu, sich ablichten zu lassen. Schon gar nicht, wenn man mit Eva Decker unterwegs ist. Man kennt sich im Viertel. </p><p></p><p>Frisieren lassen wie die Beatles</p><p>Und dann waren da ja noch die Beatles. Die Liverpooler Jungs kamen 1960, noch gänzlich unbekannt, nach Hamburg. Ihre Musik: Rock 'n' Roll. Ihr Haarschnitt: von gestern. </p><p>Astrid Kirchherr, eine Hamburger Fotografin, machte nicht nur die ersten professionellen Bilder der Band, sondern soll auch zur Schere gegriffen haben. Formvollendet wurden die berühmten Pilzköpfe dann schräg gegenüber der Davidwache – im Salon Harry, Hamburgs ältestem Herrenfriseur. </p><p>Noch heute lassen sich hier Bands, die auf der Reeperbahn auftreten, vorab die Haare richten, erzählt Franz Stenzel, einer der Betreiber des Salons. Die Beatles selbst hat er nicht erlebt. Sein prominentester Kunde war Uwe Seeler, Hamburgs berühmtester Fußballer. </p><p>Beatles-Fans kommen heute noch regelmäßig und knien vor den alten Friseurstühlen nieder. Eine weitere Pilgerstätte ist das "Zwick", halb Kneipe, halb Museum, mit der weltweit größten Sammlung an Bassgitarren, darunter – sicher verwahrt hinter Glas und handsigniert – eine von Paul McCartney.</p><p></p><p>Blättern in den Nackedei-Magazinen</p><p>Gegen Ende der Tour steuert Decker das Erotic Art Museum an. Besucher können hier "in den ersten Nackedei-Magazinen" blättern und einige der vielen Briefe lesen, die in den 1980er Jahren an Domenica Niehoff geschrieben wurden, zu jener Zeit die prominenteste Prostituierte Deutschlands. </p><p>Ekkehart Opitz hat das kleine private Museum gegründet. Er steht neben einer lebensgroßen Werbetafel mit einem Pin-up-Girl und erläutert die Gesetzgebung, mit der zu Kaisers Zeiten das Ausstellen unzüchtiger Schriften und Abbildungen unter Strafe gestellt wurde. Sein Museum ist voll davon. </p><p></p><p>Links und Tipps</p><p>Die Feierlichkeiten zum 400. Geburtstag der Reeperbahn beginnen offiziell am 30. April auf dem Spielbudenplatz. Geplant sind zahlreiche weitere Veranstaltungen. Näheres unter: www.400jahre-reeperbahn.de</p><p>Informationen zu Eva Decker und ihren Touren gibt es unter www.eva-decker.de, zum Erotic Art Museum von Ekkehart Opitz unter www.erotic-art-museum.com. Gemeinsam arbeiten Decker und Opitz an einem "Museum ohne Mauern", das die Geschichte der Reeperbahn auch über das Jubiläumsjahr hinaus dezentral erlebbar macht.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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    <item>
      <title>Größter See Südostasiens: Kambodschas schwimmende Dörfer</title>
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      <description>Eintauchen in eine der ungewöhnlichsten Wasserlandschaften Südostasiens: Das Leben am Tonle Sap ist geprägt von schwimmenden Dörfern und uralten Traditionen. Erkunden lässt sich alles per Boot.</description>
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      <category>Kambodscha</category>
      <category>Zeit</category>
      <category>Bangkok</category>
      <pubDate>Fri, 10 Apr 2026 02:00:36 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Eintauchen in eine der ungewöhnlichsten Wasserlandschaften Südostasiens: Das Leben am Tonle Sap ist geprägt von schwimmenden Dörfern und uralten Traditionen. Erkunden lässt sich alles per Boot.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Straßen gibt es hier nicht: Stattdessen tuckern bunte Boote zwischen Häusern hindurch, Fischer stehen hüfttief im Wasser und ganze Dörfer scheinen zu schweben - auf meterhohen Stelzen. Eine Bootstour auf dem Tonle Sap entführt Besucher in eine fremde Welt, in der Wasser vollkommen den Alltag und den Takt bestimmt.</p><p>Der größte See Südostasiens liegt nur eine Fahrstunde von Siem Reap entfernt. Die Kleinstadt mit internationalem Flughafen ist das Tor zu den weltberühmten Tempeln von Angkor - und gewissermaßen auch das Tor zum Tonle Sap.</p><p></p><p>Hier im Zentrum von <a href="https://www.geo.de/reisen/reiseziele/kambodscha-reisen-im-reich-der-khmer-30176862.html" title="Südostasien: Kambodscha" class="autolinker">Kambodscha</a> lässt sich eine Lebensweise entdecken, die aus der <a href="https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/was-ist-zeit--geo-beantwortet-die-grosse-frage-34812378.html" title="Endlich verstehen: Zeit" class="autolinker">Zeit</a> gefallen scheint - zugleich geht man am Tonle Sap aber auch mit der Zeit: Mehrere der "floating villages" (schwimmenden Dörfer) sind auf Touristen eingestellt.</p><p>Besonders beliebt für einen Tagesausflug sind die Gemeinden Kampong Phluk und Kampong Khleang. Zum typischen Programm gehören Fahrten durch die Dörfer, vorbei an Wohnhäusern, Schulen und Pagoden.</p><p>Mit dem Boot zur Schule </p><p>Die Kinder lernen hier schon früh den Umgang mit Booten - und paddeln am Morgen meist selbstständig zur Schule. Ihre Väter sind größtenteils Fischer. Je nachdem wie das Wasser steht, werfen sie ihre Netze von Booten aus. Oder im Wasser stehend. Der Tonle Sap ist eines der fischreichsten Binnengewässer der Welt und eine wichtige Lebensader für ganz Kambodscha. </p><p></p><p>Das Boot tuckert derweil immer weiter über das braune Wasser, vorbei an Mangroven und Reisfeldern. Nach etwa einer Stunde wird der Blick auf den offenen See frei, der sich wie ein Meer bis zum Horizont ausdehnt.</p><p>Der See verändert seine Größe</p><p>In der Regenzeit von Mai bis Oktober vervielfacht der See seine Größe. Er kann bis zu 250 Kilometer lang und 100 Kilometer breit werden. Das liegt daran, dass der Tonle-Sap-Fluss, der den See mit dem Strom Mekong verbindet, zweimal im Jahr seine Fließrichtung ändert - ein ganz spezielles Phänomen. </p><p>"In der Regenzeit führt der Mekong so viel Wasser, dass er den Tonle-Sap-Fluss zurückdrückt - dann fließt dieser in den See hinein statt aus ihm heraus", sagt Reiseführer Sin Peng. In der Trockenzeit ist es umgekehrt: Der Pegel des Mekong sinkt, der Tonle-Sap-Fluss fließt wieder aus dem See heraus. </p><p></p><p>Delikatesse am Straßenrand</p><p>Auf der Rückfahrt nach der Bootstour kann man am Straßenrand die Verarbeitung der Fische nach einer uralten Technik beobachten: Die Tiere werden nach dem Fang ausgenommen, in Salzlaken eingelegt und später über offenen Holzfeuern langsam geräuchert. Ein würzig-süßer Rauchduft wabert allerorts durch die feuchte Luft. </p><p></p><p>Das Räuchern dient nicht nur dem Geschmack, sondern vor allem der Haltbarmachung. Fisch ist die wichtigste Eiweißquelle und sichert einen Großteil der Ernährung der Bevölkerung ab. In lokalen Restaurants können Touristen den geräucherten Fisch in Suppen oder Salaten kosten - ein passender Abschluss für jeden Trip zum Tonle Sap.</p><p>Tipps und Praktisches</p><p>Anreise: Von verschiedenen Metropolen in Südostasien, etwa <a href="https://www.geo.de/reisen/reiseziele/bangkok-thailands-schillernde-hauptstadt-30179956.html" title="Fernreise: Bangkok" class="autolinker">Bangkok</a>, Singapur oder Kuala Lumpur, gibt es Direktflüge nach Siem Reap. Der See Tonle Sap liegt eine Autostunde von der Kleinstadt entfernt.</p><p>Touren: Am einfachsten ist es, direkt beim Hotel nach Touren zu fragen, die von dort - auch als Privattour - schnell organisiert werden können. Es gibt alternativ zahlreiche Tourenanbieter im Internet. Ein Tagesausflug kann mit einem Besuch des beeindruckenden Khmer-Tempels Beng Mealea aus dem 12. Jahrhundert verbunden werden.</p><p>Beste Reisezeit: Speziell in der Regenzeit zwischen Mai und Oktober lohnt ein Ausflug - dann erreicht der See seine maximale Ausdehnung und die Stelzenhäuser stehen tief im Wasser.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Schmelzendes Eis: Auf Abschiedstour? Mit Schneeschuhen über den Gletscher</title>
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      <description>"Ewiges Eis", das war einmal! Weltweit schrumpfen die Gletscher, auch in den Alpen. Was ich in der Schweiz bei einer Wanderung im Eis über die Vergänglichkeit gelernt habe.</description>
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      <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 22:05:15 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>"Ewiges Eis", das war einmal! Weltweit schrumpfen die Gletscher, auch in den Alpen. Was ich in der Schweiz bei einer Wanderung im Eis über die Vergänglichkeit gelernt habe.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Eben noch höre ich Bässe, die vom Bergrestaurant Längfluh über die Piste schallen, und kaum, dass ich mich versehe, ist da nur noch das Knirschen der Schneeschuhe im knietiefen Pulver. Keine fünf Minuten ist es her, dass mein Bergführer Aldo Lomatter ein dünnes Absperrseil am Pistenrand angehoben hat und wir querfeldein los gewandert sind. </p><p>Das Seil, das an meinen Gurt geknotet ist, soll ich stets vor mir lassen. "Es kann auf dem Boden schleifen, aber zieh es nicht hinter dir her", sagt Aldo, mit dem ich für die nächsten dreieinhalb Stunden durch ein blaues Band verbunden sein werde. Der 72-Jährige geht voran, "spurt" den Weg für uns. </p><p>Im Schlepptau, etwa hundert Meter hinter uns, haben wir eine zweite Gruppe - einen Bergführer und zwei weitere Gäste. "Er kommt nicht aus der Gegend", sagt Aldo. Deshalb wird er seinem jungen Kollegen heute zeigen, wie man sich am besten einen Weg durch die Gletscherlandschaft sucht. Wer könnte das besser als Aldo, der über sich sagt, dass er hier gezeugt und geboren wurde, aufgewachsen ist - und sterben wird. </p><p>Der Feegletscher, auf dem wir im beginnenden Schweizer Frühling unterwegs sind, bewegt sich am Tag 30 bis 40 Zentimeter, erklärt Aldo. Heißt: Was heute ist, kann morgen schon weg sein - oder zumindest anders aussehen.</p><p>Das Eis ist immer geschmolzen - aber nicht so schnell</p><p>Ist das Eis, auf dem ich mich bewege, zum unwiederbringlichen Schmelzen verurteilt - und welche Folgen hätte das? Lokal, regional und vielleicht sogar global? "Dass Gletscher schmelzen, gab es schon immer - sie sind dann immer wieder gewachsen", sagt Aldo und spricht von "Schwankungen".</p><p>Also doch alles halb so wild? Dann setzt er nach: "Was jetzt anders ist, ist die Geschwindigkeit." Er zeigt Richtung Saas-Fee und erzählt, dass der Gletscher in den 1970ern noch bis ganz unten gereicht habe. Dort, wo heute Bäume stehen, war damals, als er die Prüfung zum Bergführer gemacht hat, noch Eis, sagt er. Die Form der Landschaft lässt das erahnen. </p><p></p><p>Allein in den Schweizer Alpen ist das Gletschereis seit 2015 um ein Viertel zurückgegangen, sagt Matthias Huss von der ETH Zürich, den ich kurz nach meiner Gletscherwanderung um Einschätzung bitte. Er ist Glaziologe und Leiter des Schweizer Gletschermessnetzes Glamos. Rund 30 Prozent der hiesigen Gletscher seien auch dann nicht mehr zu retten, wenn die internationalen Klimaziele erreicht würden, sagt er. </p><p>Zumindest "mein" Gletscher ist aber erst mal nicht in akuter Gefahr. Ein Grund dafür: Er erstreckt sich heute noch von rund 4.200 Metern über dem Meeresspiegel bis auf etwa 2.150 Meter. "Der Feegletscher ist vergleichsweise gut ans heutige Klima angepasst und schmilzt daher weniger schnell - aber auch er geht zurück", sagt Huss. </p><p>Die Landschaft zerklüftet - da ist es: das ewige Eis</p><p>Aldo hatte zu Beginn der Tour betont, dass ich das Seil zwischen uns nicht hinter mir her schleifen soll. Diese Warnung wiederholt er nun, und sagt: "Wenn ich in eine Spalte falle, fällst du auf den Bauch und kannst so den Sturz bremsen - auch für dich". Dem gewitzten Bergführer entgeht mein verdutzter Blick nicht: "Ich komm' dann schon wieder raus, oder er hilft mir." Er zeigt auf seinen Begleiter, der mit seiner kleinen Seilschaft noch immer in einigem Abstand hinter uns her stapft.</p><p>Wir sind etwa eine halbe Stunde durch den kniehohen Schnee gewandert. Während bisher die Schneedecke glatt wie ein frisch bezogenes Bett vor uns lag, zerklüftet die Landschaft nun zunehmend. Erst erheben sich dicke Eisblöcke neben uns, dann, ein paar Meter weiter, geht es steil nach unten - ebenfalls entlang von massiven Eiswänden. Der Blauton ist sehr hell, nah dran an Weiß, aber mit einer faszinierenden Tiefe. Der Schnee liegt als dünne Schicht obendrauf wie Zuckerguss. </p><p></p><p>Immer wieder checkt Aldo, ob ich mich an die Seildisziplin halte. Er stochert mit seinen Stöcken im Schnee, tastet vorsichtig mit den Schneeschuhen und ist doch erstaunlich flott. Sein Lehrling ist maximal halb so alt, aber wenn Aldo nicht wartet, können er und seine Gruppe kaum aufschließen - obwohl die Spur schon da ist. Nur ab und zu wartet Aldo und lässt den jungen Kollegen mal spuren, ruft nach ihm, gibt ihm per Armbewegungen Richtungsempfehlungen, beobachtet, was er tut.</p><p>Als Aldo und ich kurz warten, erzählt er, dass er zwei Mal zwei Wochen am Meer Urlaub gemacht hat: "Die schlimmste Zeit meines Lebens", sagt er. </p><p>Wärmere Sommer belasten die Eispanzer</p><p>Wir stecken unsere Jacken in die Rucksäcke. Für mich fühlt es sich an wie 15 Grad, doch das täuscht. "Auch wenn es sich durch die Sonne warm anfühlt, die Temperatur ist kaum über null Grad. Sonst würde das ganze Eis ja schmelzen", sagt Aldo. </p><p>Wenn die Sonne mir aber jetzt schon so warm vorkommt und die Temperaturen im März bereits um den Gefrierpunkt liegen, was passiert dann im Sommer mit dem Eis? Matthias Huss wird mir später erklären, dass die Temperaturen in der Schweiz durch die Lage in den Bergen abseits der Küsten in den vergangenen 75 Jahren um drei bis vier Grad gestiegen sind: "Die Sommer sind in den Alpen extrem viel wärmer geworden - das geht am Eis nicht spurlos vorbei.",</p><p>Schlecht ist für Gletscher auch, wenn es zu wenig Schnee gibt. Und dieses Problem nimmt durch den Klimawandel ebenfalls zu. Schnee habe zwei wichtige Funktionen, so der Glaziologe. Im Frühjahr und Sommer schützt er die Eisschicht vor Hitze: Je länger er liegt, desto weniger Eis schmilzt. Und er nährt den Gletscher - aber nur, wenn er das ganze Jahr über liegen bleibt. Denn dann wird in den höchsten Lagen aus Schnee Firn und aus Firn nach einigen Jahrzehnten Gletschereis. </p><p>"Wenn nur noch altes Eis da ist, das nach und nach abschmilzt, aber nichts nachkommt, dann ist der Gletscher nur noch ein Relikt aus der Vergangenheit, das langsam verschwindet", sagt Huss. Das sei etwa bei den vier verbliebenen deutschen Gletschern schon der Fall.</p><p>Brücken aus Schnee und Türme aus Eis</p><p>Als ich auf der Wanderung schon denke, es kann kaum beeindruckender werden, passieren wir über eine Art kleine Brücke eine breite und recht tiefe Gletscherspalte. "Der Übergang ist nur aus Schnee, da ist kein Eis drunter, siehst du?", fragt Aldo, als wir die Stelle überquert haben. </p><p></p><p>Und es wird noch besser, denn auf einmal sind sie da, der Grund dafür, warum ich diese Gletschertour unbedingt machen wollte: Séracs, Türme aus Eis. Einer sieht aus wie eine Welle, die während des Brechens einfach eingefroren ist. Daneben ragt ein etwa drei Meter hoher Eisobelisk auf, die Sonne schimmert durch ihn hindurch.</p><p>Und dann löst Aldo unser Band, und spricht eine neue Warnung aus: "Jetzt vorsichtig gehen, immer erst mal testen mit dem Schuh." Wir laufen nicht mehr quer über das Eisfeld, sondern tasten uns am felsigen Hang entlang, zurück in Richtung von Skifahrern, Snowboarderinnen und Musik. </p><p>Als die Seilbahnstation Spielboden in einiger Entfernung unter uns hinter einer Felswand sichtbar wird, grinst Aldo mich an: "Wenn du willst, kannst du die letzten Meter auf dem Hintern zurücklegen." Also setze ich mich auf den Po und rutsche die etwa hundert Meter den Hang herunter. Und dann bin ich zurück aus dem "ewigen Eis", das in Wirklichkeit so vergänglich ist.</p><p>Alles wird anders werden</p><p>Matthias Huss wird mir einige Tage später sagen, dass das Gletscherschmelzen in den Alpen keine Katastrophe für uns bedeuten muss. Das sehe etwa in den Anden oder Zentralasien ganz anders aus, weil dort das ohnehin knappe Wasser noch rarer werde. Aber die Landschaft würde sich auch hier in Europa extrem verändern. </p><p>Als Beispiel nennt der Glaziologe den Aletschgletscher um die Ecke. Er ist der größte Gletscher der Alpen. An seiner tiefsten Stelle ist das Eis 800 Meter dick. "Irgendwann werden wir dort ein tiefeingeschnittenes Tal haben, mit einem Gletschersee und bewaldeten Hängen." Das sei auch attraktiv, aber eben ganz anders als heute. </p><p></p><p>Auf dem Feegletscher wird es laut Matthias Huss wahrscheinlich auch in 50 Jahren noch Skipisten geben. "Aber es wird exklusiver, weil der Schnee sich auch im Winter ins Hochgebirge zurückzieht", sagt der Wissenschaftler. Das heißt auch: Winterurlaub wird voraussichtlich teurer, weniger Menschen können es sich leisten. </p><p>Urlaub in den Bergen sei weiter möglich, natürlich. Der Fokus liege jedoch zunehmend auf Sommeraktivitäten: Wandern, Seilgärten, Sommerrodelbahnen. Auch schön, aber nicht dasselbe. </p><p>Der Mensch habe ein zu kurzes Erinnerungsvermögen, sagt Huss noch. Was er nicht kennt, vermisst er auch nicht. "Aber das Bild der Alpen, das von Schnee und Eis geprägt ist, ist dann nur noch Nostalgie."</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Preissteigerungen wegen Krieg: Wird mein gebuchter Sommerurlaub noch teurer?</title>
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      <description>Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein</description>
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      <category>Reiserecht</category>
      <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 11:40:55 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Der Konflikt im Nahen Osten wirkt sich auch massiv auf die Reisebranche aus. Viele geplante Urlaube in Ländern der Golfregion wurden abgesagt, Kreuzfahrten gestrichen - doch die Folgen reichen weiter und treffen Reisende auch hierzulande im Geldbeutel.</p><h2>Was bedeutet der Iran-Krieg für Reisepreise?</h2><p>Flüge sind vielfach teurer geworden – gerade in Richtung Asien. Außer man fliegt mit einem der Golf-Carrier wie Etihad oder Qatar über Drehkreuze wie Abu Dhabi oder Doha. Diese Tickets sind teilweise günstig. Jedoch warnt das Auswärtige Amt weiterhin auch vor Transitaufenthalten in der Region. </p><p>Die wegen des Konflikts stark gestiegenen Kerosinpreise sind aktuell einer der Preistreiber beim Reisen, nicht nur bei Airlines. Manche Kreuzfahrtanbieter etwa berechnen inzwischen Treibstoffzuschläge.</p><p></p><p>Zudem wächst die Nachfrage nach Zielen, die weiter weg liegen von der Konfliktregion im Nahen Osten – etwa Griechenland und Spanien. "Besonders Ziele, die aktuell als sicher gelten, könnten weiter im Preis steigen", schätzt das Europäische Verbraucherzentrum ein.</p><h3>Gut, wenn man schon etwas dort gebucht hat – oder können die gestiegenen Kosten etwa für Treibstoff noch nachträglich auf den Preis von Pauschalreisen schlagen?</h3><p>Ja. Die Geschäftsbedingungen der Reiseveranstalter enthalten dafür in aller Regel sogenannte Änderungsvorbehaltsklauseln. Laut Gesetz zählen höhere Treibstoffkosten nach Abschluss des Reisevertrags zu den möglichen Gründen für eine Preiserhöhung. Sie darf aber nicht mehr als acht Prozent des Preises betragen und muss spätestens 20 Tage vor Reisebeginn mitgeteilt werden. Das trifft auch auf Kreuzfahrten zu, die rechtlich als Pauschalreisen gelten.</p><h2>Was heißt das mit Blick auf die Sommerferien?</h2><p>Wer zu den vielen Frühbuchern zählt und vor Monaten eine Pauschalreise für die Sommerferien gebucht hat, könnte sich noch mit einer nachträglichen Erhöhung konfrontiert sehen. Für die Berechnung der Erhöhung gibt es komplizierte Formeln, die auch in den AGB stehen, wie der Reiserechtler Paul Degott sagt. "Im Einzelfall gehen die Veranstalter eher mit dem groben Daumen ran und darüber könnte man dann auch streiten", so der Anwalt. Aber die Möglichkeit der nachträglichen Erhöhung gebe es halt.</p><p></p><p>Liegt die Erhöhung über acht Prozent, könnten Pauschalurlauber kostenlos von dem Reisevertrag zurücktreten, teilt das Europäische Verbraucherzentrum mit. Dafür müssen sie aber die angegebene Frist beachten. Reagiert man nicht fristgerecht, gilt die Erhöhung als angenommen.</p><h2>Darf eine Airline die Preise für ein Ticket nach dem Kauf erhöhen?</h2><p>Eigentlich nicht. Das sei eine nachträgliche Vertragsänderung, sagt Anwalt Degott. Macht das die Airline dennoch, muss man das nicht hinnehmen.</p><p>Das Portal Flightright schätzt dies ähnlich ein. Demnach tragen Airlines grundsätzlich das unternehmerische Risiko – auch bei geopolitischen Krisen und ihren Auswirkungen, in dem Fall auf die Treibstoffpreise.</p><h2>Was ist, wenn die Airline meinen gebuchten Flug einfach streicht?</h2><p>Verschiedene Fluggesellschaften in Asien dünnen ihr Angebot infolge des Kerosinmangels aus, berichtet das Fachportal fvw.de. Auch die Lufthansa ließ Medienberichten zufolge das Stilllegen von Flugzeugen und das Streichen gewisser Strecken schon prüfen.</p><p>Wird ein gebuchter Flug gestrichen, hat man nach europäischem Recht das Recht auf die Erstattung des Ticketpreises, oder kann auf die Umbuchung auf einen anderen Flug pochen. Das gilt dann, wenn die Airline ihren Sitz in der EU hat oder der Flug von einem EU-Flughafen starten soll. </p><p>Bei Flügen mit asiatischen Airlines, die beispielsweise in Asien starten, würde das jeweilige Landesrecht gelten. Gilt das EU-Recht und pocht man auf die Umbuchung, können auch die Flüge anderer Airlines als Alternative in Betracht kommen.</p><p>Zum Beispiel, wenn man an Tag x fliegen wollte und dann nach der Flugstreichung nur noch Verbindungen anderer Fluggesellschaften zum Reiseziel führen. Gibt es dort noch freie Sitze, kann man die ursprüngliche Airline unter Frist dazu auffordern, einen darauf umzubuchen – sonst mache man das selbst und verlange die Kosten danach zurück, so Degott. Sei der Flug in einigen Wochen, sei eine Frist von wenigen Tagen angemessen. Je kurzfristiger die Absage, desto kurzfristiger kann die Frist sein.</p><p>Stichwort Kurzfristigkeit: Bei Flugabsagen, die weniger als 14 Tage vor Abflug erfolgen, können Betroffenen laut der EU-Fluggastrechte-Verordnung auch zusätzliche Entschädigungen in Höhe von bis zu 600 Euro zustehen.</p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
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      <title>In der Osterreisezeit: Streik bei Lufthansa: Was Passagiere wissen müssen</title>
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      <description>Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.</description>
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      <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 07:00:41 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Bei der Lufthansa drohen am Freitag mitten im Osterferien-Rückreiseverkehr Flugausfälle. Das Kabinenpersonal wurde zum Streik aufgerufen. Bestreikt werden alle Abflüge von Lufthansa und Lufthansa Cityline von den Drehkreuzen Frankfurt und München sowie sieben weiteren deutschen Flughäfen, wie die Gewerkschaft Ufo ankündigte.</p><p>Lufthansa rät Passagieren, den Flugstatus zu prüfen, bevor sie zum Flughafen fahren. Wer über ein Reisebüro gebucht habe, solle sich dorthin wenden. </p><p>Wer von Annullierungen und Umbuchungen betroffen sei, den will die Airline aktiv per E-Mail über die aktuelle Situation informieren, hieß es. Möglichst viele Flüge sollen von anderen Airlines der Lufthansa-Gruppe und von Partner-Fluggesellschaften durchgeführt werden. </p><p>Passagiere, die Tickets für den Streiktag am 10. April gebucht haben, können diese selbst online im Help Center der Airline umbuchen oder erstatten lassen, so Lufthansa. </p><p>Doch was ist, wenn man die Beförderung in Anspruch nehmen will, und der Flug gestrichen wird? Dann bestehen folgende Rechte:</p><p>1. Recht auf Ersatzbeförderung</p><p>Man hat auch bei streikbedingten Flugausfällen laut EU-Verordnung für Fluggastrechte ein Recht auf Ersatzbeförderung vor – das gilt ebenso bei absehbaren, großen Verspätungen von mehr als fünf Stunden. </p><p>Airlines müssen das schnellstmöglich organisieren und auch Flüge von Wettbewerbern prüfen. Lufthansa schreibt online, Passagiere würden im Fall einer Annullierung kostenlos und in der Regel automatisch auf einen anderen Flug umgebucht. Gerade bei gestrichenen innerdeutschen Verbindungen kann auch das Umwandeln in eine Bahnfahrkarte eine Option sein - bei Lufthansa geht das über den "Good for train"-Service.</p><p>Wird aber nicht zeitnah eine Ersatzbeförderung angeboten, dürften Reisende selbst aktiv werden und einen alternativen Flug buchen. Das Geld dafür können sie dann von der Lufthansa zurückfordern.</p><p>Natürlich besteht bei Flugausfällen und großen Verspätungen auch die Möglichkeit, sich den Ticketpreis erstatten zu lassen. Aber Vorsicht: Man muss sich dann selbst darum kümmern, wie man ans Ziel kommt.</p><p>2. Recht aus Verpflegung und Hotelzimmer</p><p>Man hängt am Airport fest, weil der Flug ausfällt - oder muss eine Nacht länger im Reiseland bleiben? Die Fluggesellschaft muss in solchen Fällen in gewissen Rahmen für Getränke und Essen aufkommen. Außerdem muss sie notwendige Hotelübernachtungen zahlen. Pauschalreisende müssen sich an den Veranstalter wenden, der das organisieren muss.</p><p>3. Recht auf Entschädigung</p><p>250 bis 600 Euro: Das sind Entschädigungen, die betroffenen Passagieren bei kurzfristigen Flugausfällen zustehen können - die Summe ist abhängig von der Länge des Fluges. Auch bei streikbedingten größeren Verspätungen am Ziel und bei Ersatzflügen, die mindestens eine Stunde früher als eigentlich geplant abheben, kommt das in Betracht. Das sollte man prüfen. </p><p>Grundsätzlich gilt: Streiks vom eigenen Personal gelten laut der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs nicht als außergewöhnliche Umstände, mit denen sich die Airline von Entschädigungsforderungen frei machen kann. Denn diese Streiks liegen in ihrem Einflussbereich. Bei Fluglotsenstreiks ist das beispielsweise anders.</p><p></p></div></div>]]></content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Rekordwissen: Wie gut kennen Sie die Superlative unseres Planeten?</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/reisequiz/quiz--wie-gut-kennen-sie-die-superlative-unseres-planeten---37279248.html</link>
      <description>Wie extrem ist unsere Erde? Testen Sie Ihr Wissen über ihre Rekorde – von der längsten Hängebrücke über den heißesten bewohnten Ort bis zum höchsten Wasserfall der Welt</description>
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      <category>Quiz</category>
      <category>Geografie</category>
      <category>Erde</category>
      <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 07:34:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wie extrem ist unsere Erde? Testen Sie Ihr Wissen über ihre Rekorde – von der längsten Hängebrücke über den heißesten bewohnten Ort bis zum höchsten Wasserfall der Welt</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Wie extrem ist unsere Erde? Testen Sie Ihr Wissen über ihre Rekorde – von der längsten Hängebrücke über den heißesten bewohnten Ort bis zum höchsten Wasserfall der Welt</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Corinna Heinicke</dc:creator>
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      <title>Frankreich: Wo der wilde Pfeffer wächst: Gourmet-Tour auf der Île de Ré</title>
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      <description>"La Blanche" wird die Insel genannt, die Weiße – wegen ihrer berühmten Salzgärten. Auch Algen, Austern und Wiesenkräuter verfeinern die Küche – die allein eine Reise lohnt</description>
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      <category>Frankreich</category>
      <category>Zeit</category>
      <category>Algarve</category>
      <category>Radreise</category>
      <category>Inseln</category>
      <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 13:38:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>"La Blanche" wird die Insel genannt, die Weiße – wegen ihrer berühmten Salzgärten. Auch Algen, Austern und Wiesenkräuter verfeinern die Küche – die allein eine Reise lohnt</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Salz liegt in der Luft, wenn Romain Pédurant sich auf sein Fahrrad schwingt und zu seinen Gärten auf der anderen Seite der Île de Ré radelt. Der ehemalige Sportstudent lebt in La Couarde-sur-Mer zwischen Dünenpfaden und verwinkelten Gassen.</p><p>Als Tennislehrer fing er auf der Insel einst an, und immer noch sind die Sommermonate seine arbeitsintensivste <a href="https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/was-ist-zeit--geo-beantwortet-die-grosse-frage-34812378.html" title="Endlich verstehen: Zeit" class="autolinker">Zeit</a>, aber nunmehr Sonne, Wind und Gezeiten die Taktgeber: Pédurant ist Salzproduzent - und dabei auf die Launen der Natur angewiesen.</p><p>Etwa die Flut: Sie spült Meerwasser in Verdunstungsbecken. Dann die Sonne: Ihre Strahlung sorgt für die rechte Kristallisation an der Wasseroberfläche, aber nur, wenn der Wind nicht zu sehr bläst.</p><p>Dann kommt Pédurant selbst ins Spiel: Mit einer langen Holzharke erntet er die empfindlichen Salzkristalle, pure Handarbeit. "C’est la fleur de l’eau": Als die Blume des Wassers bezeichnet er seine Ausbeute, in Abwandlung des bekannten Fleur de Sel, das als das teuerste Salz gilt. Dem Salz, besser gesagt seiner Farbe, hat die Insel ihren Beinamen zu verdanken: "La Blanche". Sie aber nur auf das Salz zu reduzieren, das würde ihr nicht gerecht.</p><h2>Fahrradtour durch die Salzwiesen</h2><p>Salzernte ist harte Arbeit, der Radweg dahin ist es nicht: Von Saint-Martin-de-Ré, Hauptort der Insel, führt ein Küstenweg Richtung Loix - auf der einen Seite Austernfischer und Meerblick, auf der anderen Weinbau und frisches Grün. Es ist eine kurzweilige Tour auf glattem Asphalt. Das Radwegenetz auf der Insel umfasst 140 Kilometer, und zur Hochsaison kann es schon mal voll werden zwischen den Salzwiesen im Norden und den breiten Sandstränden im Süden.</p><p></p><p>Dabei wurde auf der Insel auf schmalen Wegen zu den Sumpfgärten schon lange geradelt, lange, bevor es die auch hier prominent vertretenen E-Bikes gab. Zu Pédurants Becken etwa gelangt man nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Von April bis September erklärt Romain Pédurant hier Inselbesuchern seine Arbeit. </p><p>Auf dem Markt von La Couarde-sur-Mer preist er sein Produkt schließlich offiziell als Fleur de Sel an: Für die hauchdünne Salzkruste sind Gourmets bereit, tief in die Tasche zu greifen. In der <a href="https://www.geo.de/reisen/reiseziele/algarve-wildromantische-schoenheit-des-suedens-30167872.html" title="Traumziel der Woche: Algarve" class="autolinker">Algarve</a> gibt es Fleur de Sel, auch auf Sizilien oder Mallorca, und die Île de Ré kann da mithalten - mindestens, geht es nach Adrien Formica: "Das Fleur de Sel der Insel ist exzellent. Es ist eines der reinsten, das ich jemals probieren durfte."</p><p>Der gelernte Koch und frühere Chef-Pâtissier eines Pariser Sterne-Lokals war ursprünglich auf die Insel gekommen, um einem Kollegen in Saint-Martin-de-Ré für 14 Tage auszuhelfen. Aus Liebe zum Licht, der Landschaft und lokalen Küche sind nun schon über fünf Jahre daraus geworden.</p><h2>Die Speisekarte als Spielwiese</h2><p>Mittlerweile leitet Formica im Nachbarort La Flotte die Brasserie eines Hotels, und er hat Pläne: Er möchte sie um eine Sterne-Gastronomie erweitern. Bis dahin ist die Speisekarte so etwas wie seine Spielwiese: Lachs-Algen-Tartar in einem Püree aus Ananas-Passionsfrucht oder geräucherte Jakobsmuscheln mit Selleriepüree in einer süßsauren Soße aus Karamell und der Braunalge Kombu hat er seinen Gästen etwa schon vorgesetzt - und deren Reaktionen genau beobachtet. </p><p></p><p>Neben dem feinen Salz sind Algen und Austern ein typisches kulinarisches Thema auf der Insel - und weitere Pflanzen mit Meerbezug, die die Küche veredeln. "Nach Kombu wird hier an der Küste getaucht, dann wird die Alge in der Sonne getrocknet", sagt Formica. So behalte sie alle Vitamine. "Wir sollten sie viel häufiger essen, sie ist nährstoffreich und günstig zu haben."</p><p>Das gelte auch für Queller, Meerfenchel und andere Salzwiesenkräuter. "Sie haben einen überraschenden Geschmack und werden vielfach unterschätzt", so der Küchenchef. Zur Verfeinerung seiner Desserts, etwa einer Schokoladentorte, kommt schon mal der "poivre des marais" infrage, der wilde Inselpfeffer. Sein Tipp für Muschelfans: die traditionellen Austernhütten. Hier kann man die Muscheln direkt beim Erzeuger schlürfen. Lokale Produzenten bieten Austernführungen an.</p><h2>Mönche legten erste Salinen an</h2><p>Auch das Bio-Weingut "Domaine Arica" in Loix weiht Gäste bei Rundgängen in Geschäfte und Geschichte ein. Die Ortschaft ist vom Meer und den Salinen umgeben, quasi eine Insel auf der Insel, zusammengehalten durch abgelagerten Sand und Schlamm. Mitarbeiter Thierry Sarrat sagt: "Im zwölften Jahrhundert war das hier noch eine Inselgruppe, von den Seeleuten Archipel Arica genannt." Die ganze Île de Ré fügte sich einst durch Sedimentablagerungen aus mehreren Inseln erst zusammen.</p><p>Im Mittelalter brachten die Zisterziensermönche den Weinanbau an die Nordküste. Dort in unmittelbarer Nähe zum Meer wachsen einzelne Rebsorten noch heute. Die Erträge werden auf dem Arica-Anwesen weiterverarbeitet und in Eichenfässern oder Edelstahltanks vergoren.</p><p></p><p>Die Zisterziensermönche legten zur Salzgewinnung auch die ersten Salinen an. Das Salz war lange Zeit für die Konservierung von Lebensmitteln unabdingbar und machte die Insulaner einst reich. Heute steht der Tourismus bei den Einnahmen an erster Stelle und der Inselbeiname "La Blanche" nicht nur für die weiten weißen Salzgärten bei Loix, sondern auch die vielen weiß getünchten Häuser - ob Ferienunterkünfte oder Zweitwohnsitze.</p><p>Seit die drei Kilometer lange Pont de l’île de Ré die Insel mit dem Festland bei La Rochelle verbindet, hat der Fremdenverkehr deutlich zugenommen. 1988 wurde sie eröffnet, was auch die Immobilienpreise steigen ließ. "Vor dem Bau der Brücke war es eine Insel der Landwirte: Kartoffeln, Austern, Wein", sagt Adrien Formica. Und bevor die Mönche kamen, ein sumpfiger und eher unwirtlicher Landtupfer vor der französischen Atlantikküste.</p><p></p><p>In freien Stunden und am liebsten bei Sonnenuntergang wählt Formica den Küstenweg Richtung der Klosterruine Abbaye des Châteliers, ältestes religiöses Bauwerk der Insel und ebenfalls eine Hinterlassenschaft der Mönche. Dort lässt er sich die Seeluft und den Duft von Strandkräutern um die Nase wehen, auch hier, wie an vielen anderen Orten der Insel sprießt der "poivre des marais". Für Formica steht fest: Er bleibt, wo der Pfeffer wächst. Auf "La Blanche", der weißen Atlantikinsel der Feinschmecker.</p><h2>Links, Tipps, Praktisches</h2><p><strong>Reiseziel: </strong>Die Île de Ré im Département Charente-Maritime liegt vor der französischen Atlantikküste bei La Rochelle. Sie ist rund 30 mal 5 Kilometer groß.</p><p><strong>Beste Reisezeit: </strong>Frühjahr oder Herbst. Im Juli und im Herbst wird es aufgrund der örtlichen Schulferien voll. </p><p><strong>Anreise und Mobilität: </strong>Ab Paris fährt der Schnellzug TGV in gut drei Stunden bis La Rochelle, weiter geht es mit dem Bus 150 in alle Inselorte. Für die Brückennutzung per Pkw fallen Mautgebühren an; Fahrräder und Fußgänger zahlen keine Gebühr. Auf der Insel gibt es an vielen Orten Anbieter von Leihrädern.</p><p><strong>Aktivitäten:</strong> In Loix erzählt ein Museum (Ecomusée du Marais Salant; marais-salant.com) die Geschichte der örtlichen Salzgewinnung, Exkursionen zum Salzgarten zählen zum Angebot. Bei geführten Radtouren stehen auch Stopps bei der Winzergenossenschaft oder Austernzüchtern auf dem Programm. Auch auf eigene Faust lässt sich die Insel im Sattel gut erkunden. Auf zwei Rädern kommt schnell von den Salzwiesen im Norden zu den breiten Sandstränden im Süden. Durch die Salzgärten führen Wanderwege.</p></div></div>]]></content:encoded>
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      <title>Bikepacking: Wiebke Lühmann kündigte ihren Job und fuhr mit dem Rad quer durch Afrika | GEOplus</title>
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      <description>Hitze, Schlamm, Überwindung – Wiebke Lühmann fuhr mit dem Fahrrad allein von Freiburg nach Kapstadt. Ihre Einsicht: Die größte Herausforderung ist die eigene Angst</description>
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      <category>Abenteuer Outdoor</category>
      <category>Abenteuer</category>
      <category>Afrika</category>
      <category>Fahrrad</category>
      <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 04:00:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Lars Abromeit</dc:creator>
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      <title>Von Kimchi bis K-Pop: Was wissen Sie über Südkorea?</title>
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      <description>Südkorea liegt im Trend: K‑Pop, K‑Beauty und koreanisches Streetfood begeistern die Welt. Aber wie gut kennen Sie das Land wirklich? Finden Sie es heraus – im großen Südkorea‑Quiz!</description>
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      <category>Geografie</category>
      <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 07:33:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Corinna Heinicke</dc:creator>
    </item>
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      <title>Tropenmedizin: Malaria-Prophylaxe: Schlucken Reisende seit Jahren zu viele Pillen? | GEOplus</title>
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      <description>Seit etwa 30 Jahren gibt es für Reisende ein effizientes Mittel gegen Malaria: Prophylaxe in Form von Pillen. Ein Forschungsteam aus Tübingen möchte zeigen, dass wir viel weniger davon brauchen als angenommen</description>
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      <category>Malaria</category>
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      <category>Mücken</category>
      <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 09:08:00 GMT</pubDate>
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      <dc:creator>Jonas Filip Lüth</dc:creator>
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      <title>Schwedens Studentenstadt: So verbringen Sie den perfekten Tag in Lund</title>
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      <description>Zwischen Kathedrale, botanischem Garten und Studentenkneipen vereint Lund auf kleinstem Raum tausend Jahre Geschichte – perfekt für einen entschleunigten Tag zu Fuß</description>
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      <category>Schweden</category>
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      <category>Schweden Reiseführer</category>
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      <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 14:36:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Zwischen Kathedrale, botanischem Garten und Studentenkneipen vereint Lund auf kleinstem Raum tausend Jahre Geschichte – perfekt für einen entschleunigten Tag zu Fuß</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Schwedens zweitälteste Stadt besticht mit einer gemütlichen Altstadt, viel Kultur und einer lässigen Atmosphäre, die vor allem den vielen Studierenden zu verdanken ist. Zwischen Fachwerkhäuschen mit Stockrosen, Kopfsteinpflaster und Fahrradklingeln fühlt sich Lund an, als hätte jemand eine skandinavische Studentenstadt in ein Freilichtmuseum verpflanzt. </p><p>Morgens ist es hier noch ruhig: Vor dem Dom warten nur ein paar verirrte Touristinnen, in den Cafés wärmen sich die ersten Frühaufsteher an ihrem Kaffee, und aus den Hinterhöfen duftet es nach frischgebackenen Zimtschnecken. Spätestens, wenn die Glocken der Kathedrale schlagen und sich die Straßen mit Fahrrädern füllen, wird klar, warum Lund als wohl gemütlichste Unistadt Schwedens gilt – klein genug, um sie zu Fuß zu erkunden, aber groß genug für einen Tag voller Kultur, Kulinarik und grüner Oasen.</p><p></p><p>Wer nur einen Tag Zeit hat, kann sich treiben lassen – und folgt doch einer unsichtbaren Dramaturgie: vom ersten Kaffee im Grand Hotel über die Kathedrale und den Campus in den Botanischen Garten, vom mittelalterlichen Stadtkern in die experimentelle Kunst des Skissernas Museums. Dazwischen liegen Hökeriet, verwunschene Gassen, Picknickpausen im Gras und am Abend ein Glas in einer der besten Bars der Stadt – Lund ist perfekt für alle, die in 24 Stunden möglichst viel Schweden-Gefühl aufsaugen wollen, ohne in Hektik zu verfallen. Hier kommen unsere Ideen für den perfekten Tag in Lund.</p><h2>Frühstück im Grand Hotel</h2><p>Mit seinen zwei Türmen und dem markanten Hauptschiff gleicht das Sandsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert am Bantorget einem herrschaftlichen Sitz. Doch im <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.grandilund.se/en/home.html" class="external-link">Grand Hotel</a> residieren nicht die Mitglieder des schwedischen Königshauses, sondern Gäste aus aller Welt. Wer durch die große Eingangstür in die Lobby schreitet, wird schnell dem Jugendstil-Charme verfallen, der vor allem in der Lobby, im Treppenhaus und im großen Saal präsent ist.</p><p></p><p>Jeden Morgen wird in dem lichtdurchfluteten Saal <a rel="noopener" target="_blank" href="https://www.grandilund.se/en/dining/breakfast" class="external-link">ein Frühstücksbuffet kredenzt,</a> das keine Wünsche offen lässt und auch für Nicht-Hotelgäste verfügbar ist. So findet sich jeden Morgen eine interessante Mischung aus internationalen Gästen, angehenden Akademikern und Geschäftsreisenden ein.Von handgemachten Pfannkuchen bis hin zum beliebten schwedischen Krabbenbrot – dem Räksmörgas – ist die Auswahl reichhaltig. Genau die richtige Stärkung für die Entdeckungstour durch die Studentenstadt.</p><h2>Leckereien zum Mitnehmen auf der Klostergatan</h2><p>Die hübsche Klostergatan schließt direkt an das Grand Hotel an. Flankiert von restaurierten Altbauten zieht sich das Kopfsteinpflaster bis zur bekannten Kathedrale zu Lund, die mit 70.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Attraktionen im Land zählt. Kleine Läden und nette Cafés sind inzwischen in die jahrhundertalten Gemäuer eingezogen.</p><p>Auch wenn der Hunger nach dem Frühstück erstmal gestillt sein dürfte, verführt der Geruch von frischgebackenen Zimtschnecken schnell zu einem Abstecher in die <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.facebook.com/broderjakobs/" class="external-link">Broder Jakobs Stenugnsbageri</a> oder in die <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://patisseriet.com/" class="external-link">Patisseriet</a>. Bei gutem Wetter kaufen Sie hier einfach ein paar Leckereien zum Mitnehmen, für das Picknick im Botanischen Garten am Nachmittag.</p><h2>Uni und Uni-Bibliothek von Lund</h2><p>Direkt neben der Kathedrale zu Lund erschließt sich das Herz der Universität. Mit 40.000 Studierenden ist Lund die beliebteste Universitätsstadt in Schweden. Seit 1668 wird hier gelehrt, anfänglich nur an vier Fakultäten, inzwischen sind es acht. Dominierend sind aber weiterhin die vier Ursprungsfächer Theologie, Jura, Medizin und Philosophie.</p><p></p><p>Während die Studierenden der kleinen Stadt Leben einhauchen, lädt das prunkvolle Geviert der Hauptgebäude zu einer akademischen Zeitreise ein. Der neuzeitliche Campus erschließt sich entlang der Sandgatan. Die historische Klammer bildet am Ende der Straße das weinumrankte neo-gotische Gebäude der Universitätsbibliothek. Hinter der beeindruckend schönen Fassade des Architekten Alfred Hellerström befindet sich eine der größten Hochschulbibliotheken Skandinaviens. Auf über 100 Regalkilometern stehen wissenschaftliche Bücher in nahezu jeder Sprache der Erde.</p><h2>Altstadt mit Hökeriet und Kulturen</h2><p>Die Klostergatan ist lediglich ein Vorgeschmack auf den mittelalterlichen Stadtkern von Lund, der sich zwischen Kiliansgatan und Tomegapsgatan erstreckt. Das Geflecht aus schmalen Gassen, alten Bauernhäusern in grellen Farben und versteckten Hinterhöfen lädt zu einer Entdeckungstour ein. Folgen Sie einfach Ihrem Instinkt durch die überschaubare Altstadt und Sie werden verträumte Ecken finden, die Sie ganz für sich alleine genießen können.</p><p></p><p>Unbedingt besuchenswert ist die Adresse Sankt Annegatan 9. Das gelbe Eckhaus beherbergt mit <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.kulturen.com/vara-besoksmal/hokeriet/" class="external-link">Hökeriet</a> den ältesten Gemischtwarenladen der Stadt. Seit 1815 gehen hier Alltagswaren über die gebohnerte Holztheke, und das Interieur scheint sich kaum verändert zu haben. In dem kleinen dazugehörigen Café gibt es frische Waffeln und Heißgetränke. Inzwischen ist Hökeriet Teil des <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.kulturen.com/" class="external-link">Freilichtmuseums Kulturen</a>, das gleich nebenan liegt und die kulturhistorische Geschichte Südschwedens anschaulich in Form eines eigenen Stadtteils mit Originalhäusern erklärt.</p><h2>Picknick im Botaniska Trädgården</h2><p>Südöstlich der Universitätsbibliothek liegt der großflächig angelegte Botanische Garten. Über acht Hektar zieht sich die grüne Oase mitten durch das Zentrum von Lund. Insgesamt gedeihen hier 7000 Pflanzenarten aus aller Welt und spiegeln inklusive der tropischen Welten in den Gewächshäusern neun Klimazonen. Ob zwischen knalligen Rosen, an einem der diversen Teiche oder unter schattenspendenden Trauerweiden – Orte für eine Verschnaufpause samt Picknick finden sich im Botaniska Trädgården zu genüge.</p><h2>Skissernas Museum</h2><p></p><p>In Sichtweite der Universitätsbibliothek liegt das wohl unkonventionellste Museum von Lund. Im Museum of Artistic Process and Public Art, kurz <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.skissernasmuseum.se/" class="external-link">Skissernas</a> dreht sich alles um Skizzen und die Entstehung von Kunstwerken jeglicher Art und Form. Bunte, abstrakte Werke treffen in den hohen Räumen auf feine und Bleistift-Skizzen, Skulpturen und große Murials. Skissernas lässt sich beim ersten Besuch nicht in voller Gänze begreifen, aber es begeistert selbst skeptische Museumsgänger bereits im ersten Raum.</p><h2>Kathedrale und Drottens Kyrkoruin</h2><p>Der Dom zu Lund ist der älteste seiner Art in ganz Skandinavien. Bereits Anfang des 12. Jahrhunderts wurde die Krypta geweiht. Die romanische Pfeilerbasilika dominiert das Stadtbild von Lund bis heute und zählt jährlich bis zu 70.000 Besucher. Viele von ihnen kommen, um die astronomische Uhr von 1440 zu bewundern, die möglicherweise ein Werk von Nikolaus Lilienfeld ist.</p><p>Doch Lund besitzt noch eine weitere mittelalterliche Kirche, die kaum jemand kennt. Sie liegt nur ein paar Schritte entfernt in der Kattesund. Wer die älteste Steinkirche der Stadt erkunden möchte, muss in die Katakomben hinabsteigen. Denn die Ruinen des Gotteshauses von 1085 liegen unterhalb der heutigen Innenstadt. Die Drottens Kyrka war ursprünglich eine Bischofskirche und wurde im Zuge der Reformation abgerissen – wie insgesamt 25 weitere Kirchen in Lund.</p><p></p><p>Die Grundmauern lassen sich aber heute noch erkunden. Sie erzählen Teile der Geschichte von Lund. Das unterirdische Museum ist ohne Aufsicht und durch eine grüne Tür neben dem italienischen Restaurant Gattostretto erreichbar.</p><h2>Abendessen und Absacker im Mat &amp; Destillat</h2><p>Im Schatten der Domtürme können Sie den erlebnisreiche Tag in Lund gut ausklingen lassen. Marcus Nyberg und Fredrik Lundegård haben hier 2011 ihren Traum von einem eigenen Laden verwirklicht. <a rel="nofollow noopener" target="_blank" href="https://www.matochdestillat.se/" class="external-link">Mat &amp; Destillat</a> vereint gehobene Küche mit ausgefallenen Drinks. Während Marcus für den Restaurantbereich zuständig ist, betreut Fredrik die Bar und die ledernen Loungesessel am Fenster. Denn er zählt zu den besten Bartendern der Welt. Auf den Tisch kommen wechselnde neuinterpretierte Klassiker wie Wildschwein-Filet in Brombeeren-Sauce oder Zander in geräucherter Sauce Hollandaise. Am besten reservieren!</p></div></div>]]></content:encoded>
      <dc:creator>Julia Großmann-Krieger</dc:creator>
      <dc:creator>Solvejg Hoffmann</dc:creator>
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      <title>Gärten des Dichterfürsten: Goethe als Gärtner: Wo der Dichterfürst Rosen, Astern und Spargel anbaute</title>
      <link>https://www.geo.de/reisen/reise-inspiration/goethe-als-gaertner--wo-der-dichterfuerst-rosen--astern-und-spargel-anbaute-37231000.html</link>
      <description>Herzog Carl August lockte Goethe nach Weimar und schenkte ihm ein Gartenhaus. Dort verewigte er sich nicht nur dichtend, sondern auch gärtnerisch</description>
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      <category>Literatur</category>
      <category>Deutsche Geschichte</category>
      <category>Garten</category>
      <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 11:01:00 GMT</pubDate>
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      <content:encoded><![CDATA[<div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Herzog Carl August lockte Goethe nach Weimar und schenkte ihm ein Gartenhaus. Dort verewigte er sich nicht nur dichtend, sondern auch gärtnerisch</p></div><div class="rtf-content-wrapper"><p>Steht er nicht da, umrankt von Rosen? Sitzt er nicht auf der Bank in der Gartennische, beugt er sich dort nicht zur Hauswand, um den rankenden Wein nach neu erprobten Schnitttechniken zu kontrollieren?</p><p>Man möchte meinen, die Dichterikone lauere allerorts, wenn man die Blicke über der fulminanten Blütenpracht im Garten des Goethehauses am Frauenplan schweifen lässt. Nun gut, das Wissen, dass Johann Wolfgang von Goethe hier wohnte, sich nicht nur um Reime und Versmaß kümmerte, sondern sich auch beim Gärtnern betätigte, gehört dazu, um die Fantasie in diese Richtung zu lenken.</p><p></p><p>Rund 40 Jahre lebte Goethe in seinem Anwesen mitten in Weimar, das heute ein Museum ist. Und wer noch in dieser Gartensaison kommt, kann es bestaunen, bevor es für Jahre geschlossen wird. Ab November 2026 wird Goethes Wohnhaus saniert und der zugehörige Garten, dessen Grundstruktur bis heute erhalten ist, neu angelegt.</p><p>Zu des Dichters Lebzeiten spross hier reichlich das Gemüse, vor allem Spargel als seine Leibspeise. "In der Neukonzeption wird es neben dem bisherigen Ziergarten auch wieder einen Nutzgarten geben", sagt Michael Sperber von der Klassik Stiftung Weimar (KSW). "Wir wollen damit authentischer an die Goethezeit heranrücken. Ebenso zeigen wir den Dichter als Naturwissenschaftler, der er war."</p><h2>Wohnhaus öffnet erst 2030 wieder</h2><p>So forschte der Pflanzenenthusiast nach dem Vorbild des französischen Botanikers Antoine-Laurent de Jussieu zu einheimischen und ausländischen Gewächsen. Diese botanischen Aktivitäten des Geheimrats werden künftig in einem der barocken Gartenpavillons dargestellt.</p><p></p><p>Ein regulärer Besuch von Goethes Domizil am Frauenplan ist nach der Saison 2026 erst ab 2030 wieder möglich. So viel Geduld hätte der Dichter vermutlich nicht besessen. "Bei Goethe musste immer alles sofort passieren, gerade im Garten", sagt Stephan Herbarth, der Leiter der Gartenabteilung in der KSW.</p><p>Auch Weimar-Besucher mit dem Faible für Goethe und Gärten zugleich müssen sich nicht in Geduld üben, also warten, bis das Wohnhaus samt neuem Grün wiedereröffnet. Denn es ist längst nicht der einzige Ort, an dem der Dichter gärtnerisch wirkte. Da wäre etwa das Weinberghaus an der Ilm, das nur einen kurzen Spazierweg von Weimars Zentrum entfernt liegt. Zehn Minuten zu Fuß, und schon erreicht man das auch Goethes Gartenhaus genannte Gebäude. </p><p>Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach hatte den Autor des <a href="https://www.geo.de/wissen/weltgeschichte/debuetroman--werther---goethe-zur-stimme-einer-generation-wurde-35014310.html" title="Debütroman &quot;Werther&quot;: Durchbruch eines Dichters: Wie Goethe zur Stimme einer ganzen Generation wurde">Skandalromans "Die Leiden des jungen Werthers"</a> erfolgreich nach Weimar gelockt und ihm das hübsche Häuschen geschenkt, das er 1776 als seinen ersten eigenen Wohnsitz in der Stadt bezog.</p><h2>Goethes erster eigener Garten</h2><p>Sogleich plante und zeichnete Goethe auch seinen ersten eigenen Garten und drängte die Hofgärtner zur unverzüglichen Umsetzung. "Zwischendurch gärtnerte Goethe auch selbst", sagt Stephan Herbarth, "jedoch schleppte er sicherlich keine schweren Steine."</p><p>In den langen Blumenrabatten von Goethes Gartenhaus an der Ilm wird – heute wie damals – monatelang durchgeblüht: Rosen, bunte Stauden, dazu Astern, zu denen Goethe forschte, und eine geradlinige "Allee aus Malven". Dagegen folgen die geschwungenen Wege im oberen Obstgarten den Prinzipien des damals neuen Englischen Landschaftsgartens.</p><p></p><p>Goethes Gartendenkmal "Stein des guten Glücks" mit einer Kugel auf einem Kubus rief 1777 Entrüstung hervor, da es sich abstrakt und nicht wie bis dahin figürlich darstellte. Das Genie war eben zumeist seiner Zeit voraus.</p><p>Ein Leben lang kehrte Goethe immer wieder in sein Gartenhaus zurück. Ein Besuch dort lohnt sich immer. Innen sind originale Einrichtungsstücke, wie sein legendäres Stehpult, zu bestaunen. Und draußen, auf des Dichters Gartenbank sitzend, blickt man auf den weitläufigen Park an der Ilm, der als Teil des Ensembles "Klassisches Weimar" zum Welterbe der Unesco gehört.</p><h2>Von einer sumpfigen Wiese zum idyllischen Park</h2><p>Goethe und Herzog Carl August verwandelten dieses einst sumpfige Wiesenareal in eine idyllische Parklandschaft. Die beiden durch eine Männerfreundschaft verbundenen Gartenliebhaber schufen dabei markante Parkdenkmäler wie das Römische Haus. Als wäre man in Italien – so wirkt es noch heute.</p><p></p><p>"In dem dann öffentlichen Park pflegten die Bürger ein neues Ritual: sich von einer Gartenszene zur anderen zu bewegen", erläutert Franziska Rieland, die sich bei der KSW um die Gartendenkmalpflege kümmert: "Der Spaziergang im Grünen war erfunden."</p><p>Heutzutage dient der Park eher als Erlebniswelt, durch die flott hindurchgeradelt wird. Die Ruhe wie wohl einst findet man am frühen Morgen, wenn der Tau an den Grashalmen hängt und die Sonnenstrahlen langsam das Laub der mächtigen Bäume erwärmen.</p><p>Wie eine Reise in der Zeitmaschine direkt in die Epoche Goethes mutet auch ein Besuch in Großkochberg an. Die 15 Kilometer lange Strecke zu seiner angebeteten Frau von Stein nahm der verliebte Dichter viele Male. Beim Schlendern durch das Schloss Kochberg entdeckt man unter anderem einen Schreibsekretär, den der Dichter nutzte.</p><p></p><p>Noch mehr Goethe-Feeling flammt in dem angeschlossenen Liebhabertheater von Schloss Kochberg auf. "Mit unseren Vorstellungen in historischer Aufführungspraxis von Werken aus der Goethezeit wollen wir das Lebensgefühl der Weimarer Klassik aufleben lassen", sagt Silke Gablenz-Kolakovic, die künstlerische Leiterin des Privattheaters von 1800.</p><h2>Verbindung von Kunst und Natur</h2><p>Für Goethe waren Kunst und Natur eng miteinander verbunden. So ist es nur schlüssig, dass wissende Theaterbesucher durch den Schlosspark wandeln. Über verschlungene Wege gelangen sie zu künstlichen Ruinen, Teichen und einem aufwendigen Blumentheater. Ja, Goethe hatte auch in diesem Landschaftsgarten seinen grünen Daumen im Spiel.</p><p>Zurück in Weimar: Wie ein Bürgergarten zu Goethes Zeiten aussah, lässt sich am Kirms-Krackow-Haus nachvollziehen. Bunt wie ein Biedermeiersträußchen ziehen sich Blumenbeete bis zum zugehörigen Gartenhaus, wo zwei zu Pyramiden geschnittene Rosmarin-Apfelbäume den Zugang säumen. </p><p></p><p>"Oftmals kam Goethe im Garten von Franz Kirms zu Besuch", erklärt Christian Hill, der Kurator des Museums. "Der Beamte Kirms war so etwas wie ein Pflanzen-Nerd, verrückt nach Nelken und Primeln, die Modeblumen der Goethezeit."</p><p>Im Haus nebenan wuchs Christiane Vulpius auf. Die spätere Ehefrau von Goethe kümmerte sich maßgeblich um seine Privatgärten. Ebenso wie die Gärtner, natürlich stets unter des Meisters Aufsicht. Neben Goethes Totenbett fand man To-do-Listen mit präzisen Anweisungen für den Garten. Seine Leidenschaft fürs Grüne beseelte ihn bis zuletzt.</p></div></div>]]></content:encoded>
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