Gehirnentwicklung Weshalb Teenager oft so seltsam sind

Illustration Pubertät
Die verschiedenen Hirnregionen von Teenagern entwickeln sich nicht im Gleichtakt: Einige reifen früher, andere später. Das erklärt die Konfusion im Kopf
© Claudia Meitert
Mitunter erkennen Eltern während der Pubertät ihre Kinder nicht wieder. Die sind in einem Moment impulsiv und waghalsig, im nächsten planlos und verträumt. Der Grund: Ihr Gehirn gleicht einer Großbaustelle. Das sorgt für wechselhafte Gefühle – aber auch verblüffende Denkleistungen

Es wirkt zuweilen geradezu so, als funktioniere das Gehirn vieler pubertierender Jugendlicher nicht richtig. Als spiele das menschliche Denkorgan auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen eine Zeit lang verrückt. Als wäre es nicht imstande, Gedanken und Gefühle, Pläne und Einfälle in eine sinnvolle Ordnung zu bringen.

Aus scheinbar nichtigem Anlass kann die Laune von Teenagern umschlagen, etwa von albern zu abweisend. Manchmal wirken sie verträumt, gedankenverhangen – reagieren aber nur wenig später impulsiv oder aggressiv. Und nicht selten erwecken sie den Eindruck, als seien sie blind für Gefahren, als setzten sie sich mutwillig, ohne Verstand, ernsten Risiken aus.


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