Residential Schools Kanadas Schulen des Grauens: "Manche Jungen essen Katzen"

Grausamer Fund: Auf dem Gelände der Kamloops Indian Residential School in West-Kanada werden am 31. Mai 2021 die sterblichen Überreste von 215 Kindern entdeckt. Von 1890 bis 1978 unterrichtete die katholische Kirche hier indigene Jungen und Mädchen
Grausamer Fund: Auf dem Gelände der Kamloops Indian Residential School in West-Kanada werden am 31. Mai 2021 die sterblichen Überreste von 215 Kindern entdeckt. Von 1890 bis 1978 unterrichtete die katholische Kirche hier indigene Jungen und Mädchen
© IMAGO / ZUMA Press
Sie wurden geschlagen, manipuliert, gedemütigt: Im 19. und 20. Jahrhundert hat die kanadische Regierung rund 150.000 indigene Kinder in kirchliche Internate gesteckt, um aus ihnen "zivilisierte Weiße" zu machen. Jetzt bittet Papst Franziskus um Vergebung
Von Manuel Opitz

Die Kinderleichen nehmen kein Ende. Zuerst wurden im Mai 2021 Knochen und Gebeine von 215 Mädchen und Jungen auf dem Gelände der früheren Kamloops School in Westkanada, einer katholischen Umerziehungs-Schule für indigene Kinder, entdeckt. Im Juni stießen Forscher dann auf 751 anonyme Gräber in Marieval, ebenfalls in der Nähe einer früheren kirchlichen Schule. Und Anfang Juli wurden bei einer Suchaktion in der Umgebung der Saint Eugene’s Mission School in Cranbrook die sterblichen Überreste von weiteren 182 Kindern entdeckt.


Mehr zum Thema